Ein Doppelcarport ist weit mehr als nur ein Unterstand für zwei Fahrzeuge. Er ist Wetterschutz, Stauraum, architektonisches Element und Wertsteigerung für das Grundstück zugleich. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, merkt schnell: Die Möglichkeiten sind enorm. Von der Dachform über die Maße bis zur Frage, ob ein Abstellraum integriert werden soll – jede Entscheidung beeinflusst Funktion, Optik und Kosten. Damit aus einer Idee eine dauerhaft sinnvolle Lösung wird, lohnt sich eine ganzheitliche Betrachtung.
Ein gut geplanter Doppelcarport schützt Fahrzeuge zuverlässig vor Regen, Schnee, Hagel und intensiver Sonneneinstrahlung. Gleichzeitig bleibt durch die offene Bauweise die Luftzirkulation erhalten, wodurch Feuchtigkeit schneller abtrocknet als in einer geschlossenen Garage. Das reduziert Rostbildung und schont Lack sowie Technik.
Die Dachform – Charakter und Funktion des Doppelcarports
Die Dachform bestimmt maßgeblich die Ausstrahlung des Carports und beeinflusst auch technische Aspekte wie Entwässerung und Bauhöhe.
Das Flachdach steht für eine moderne, klare Linienführung. Es wirkt reduziert, fügt sich gut in zeitgenössische Architektur ein und benötigt vergleichsweise wenig Material. Technisch ist ein minimales Gefälle integriert, damit Regenwasser kontrolliert ablaufen kann. Besonders beliebt ist diese Variante bei Neubauten mit kubischer Formsprache.
Ein Walmdach vermittelt dagegen einen klassischen, hochwertigen Eindruck. Alle Seiten sind geneigt, wodurch das Dach besonders harmonisch wirkt. Diese Bauform schützt die Konstruktion gut vor Windangriffen und passt hervorragend zu Häusern mit traditioneller Dacharchitektur.
Das Giebeldach ist der Klassiker schlechthin. Es bietet eine klare Dachstruktur, gute Wasserableitung und fügt sich optisch in viele Wohngebiete ein. Durch die Dachneigung entsteht zudem ein luftiger Raumeindruck unter dem Carport.
Die richtigen Maße – Komfort entscheidet
Die Maße eines Doppelcarports sollten nicht nur für heutige Fahrzeuge passen, sondern auch zukünftige Entwicklungen berücksichtigen. Autos werden breiter und höher, insbesondere durch SUVs und Elektrofahrzeuge.
In der Breite sind großzügige Abstände entscheidend, damit Türen bequem geöffnet werden können. Eine enge Lösung führt im Alltag schnell zu Kratzern und Stress. Auch die Länge sollte so gewählt werden, dass selbst größere Fahrzeuge ausreichend Platz haben.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Höhe. Neben der Gesamthöhe ist vor allem die Einfahrtshöhe wichtig. Dachboxen, Fahrradträger oder hohe Transporter benötigen zusätzlichen Raum. Wer hier zu knapp plant, schränkt sich dauerhaft ein.
Die Maße sind kein rein technisches Detail, sondern bestimmen täglich, ob sich der Carport bequem oder beengt anfühlt. Viele Bauherren planen zu knapp und merken erst später, wie unpraktisch wenige Zentimeter sein können.
In der Breite gilt ein Doppelcarport mit etwa 5,00 Metern als untere sinnvolle Grenze. Damit stehen zwei Mittelklassewagen zwar geschützt, das Ein- und Aussteigen ist jedoch bereits eingeschränkt. Komfortabler beginnt der Bereich ab rund 5,50 bis 6,00 Metern. Hier lassen sich Türen weiter öffnen, Kinder einladen oder Einkäufe ausladen, ohne ständig auf Pfosten oder das Nachbarfahrzeug achten zu müssen. Nach oben sind Breiten von 6,50 bis etwa 7,00 Metern üblich, wenn zusätzlich Platz für Fahrräder, Mülltonnen oder seitliche Durchgänge vorgesehen ist.
Die Länge sollte mindestens 5,00 Meter betragen. Das reicht für kompakte Fahrzeuge, wird aber bei Kombis, SUVs oder Fahrzeugen mit Anhängerkupplung schnell knapp. Praxisgerecht sind 5,50 bis 6,00 Meter. In großzügigen Anlagen oder bei zusätzlichem Stauraum im hinteren Bereich sind auch Längen bis etwa 7,00 Meter realisierbar.
Besonders entscheidend ist die Höhe. Die lichte Einfahrtshöhe sollte nicht unter 2,10 Metern liegen, da sonst Dachboxen, Fahrradträger oder höhere Fahrzeuge problematisch werden. Komfortabler sind 2,20 bis 2,40 Meter. Die Gesamthöhe des Carports bewegt sich häufig zwischen 2,50 und 3,00 Metern, abhängig von Dachform und Gefälle. Nach oben setzen meist baurechtliche Vorgaben Grenzen, nicht die Konstruktion selbst.
Anbau oder freistehend?
Ein Doppelcarport kann direkt an ein bestehendes Haus oder eine Garage angebaut werden oder freistehend auf dem Grundstück stehen. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.
Der Anbau bietet kurze Wege ins Haus und wirkt architektonisch wie aus einem Guss. Gleichzeitig spart man oft Material, da eine Wand des Hauses als Abschluss dient. Allerdings müssen Statik, Abdichtung und eventuell baurechtliche Abstände sorgfältig geprüft werden.
Ein freistehender Doppelcarport bietet maximale Flexibilität bei der Platzierung. Er kann optimal zur Einfahrt ausgerichtet werden und wirkt oft leichter im Gesamtbild des Grundstücks.
Dachblende – kleines Detail, große Wirkung
Die Dachblende ist das visuelle Bindeglied zwischen Dach und Konstruktion. Sie verdeckt Sparren, Dachaufbau und Abdichtung, schützt die Dachkante vor Witterung und verleiht dem Carport ein „fertiges“ Erscheinungsbild.
Eine Dachblende aus Holz wirkt warm und natürlich. Besonders bei Leimholz-Carports entsteht ein stimmiges Gesamtbild. Holz lässt sich farblich lasieren oder deckend streichen, sodass es mit Fensterrahmen, Haustür oder Fassadenelementen harmoniert. Wichtig ist konstruktiver Holzschutz: Tropfkanten, ausreichender Abstand zum Spritzwasserbereich und regelmäßige Pflege verlängern die Lebensdauer deutlich.
Die Schindelblende oder verkleidete Blende passt optisch gut zu Gebäuden mit Ziegeldach. Sie greift die Dachstruktur auf und lässt den Carport wie einen architektonischen Bestandteil des Hauses wirken. Auch moderne Varianten mit Metall- oder HPL-Verkleidung sind möglich und sehr wartungsarm.
Neben dem Material spielt die Farbe eine große Rolle. Dunkle Blenden lassen das Dach flacher und moderner erscheinen, helle Varianten wirken leichter und freundlicher. So wird aus einem funktionalen Detail ein bewusst eingesetztes Gestaltungselement.
Dacheindeckung – Schutz von oben
Die Dacheindeckung übernimmt die Hauptaufgabe des Witterungsschutzes. Sie beeinflusst Statik, Geräuschverhalten bei Regen und das optische Gesamtbild.
Ein Metallflachdach, häufig aus beschichtetem Stahl oder Aluminium, ist leicht, langlebig und besonders pflegearm. Es eignet sich ideal für moderne Flachdach-Carports. In Kombination mit einer hochwertigen Abdichtung entsteht eine robuste Lösung, die auch bei starkem Regen zuverlässig dicht bleibt. Das geringe Gewicht schont die Tragkonstruktion und ermöglicht schlanke Bauweisen.
Dachziegel schaffen dagegen eine optische Einheit mit dem Wohnhaus. Gerade bei Giebel- oder Walmdächern wirkt der Carport dadurch wie ein integraler Gebäudeteil. Ziegel sind sehr langlebig, bringen aber deutlich mehr Gewicht mit. Die Konstruktion muss entsprechend dimensioniert sein, was Material- und Montageaufwand erhöht.
Auch Aspekte wie Regengeräusche spielen eine Rolle. Metall kann bei Starkregen lauter sein, während Ziegel Schall stärker dämpfen. Unterspannbahnen und Dämmmaterialien können hier zusätzlich ausgleichend wirken.
Entwässerung – oft unterschätzt
Die Dachentwässerung wird oft erst beachtet, wenn es Probleme gibt. Dabei ist sie von Anfang an ein zentrales Planungsthema. Regenwasser darf weder auf Fahrzeuge tropfen noch an Fundamenten oder Hauswänden Schäden verursachen.
Je nach Dachform kann das Wasser nach vorne, hinten, seitlich oder mittig abgeführt werden. Bei Flachdächern wird ein Gefälle eingeplant, das das Wasser gezielt zu einer Rinne oder einem Ablauf führt. Giebel- und Walmdächer leiten es über die Dachneigung ab.
Fallrohre können sichtbar an den Ecken verlaufen oder elegant in Pfosten integriert werden. Letzteres wirkt aufgeräumt und schützt das Rohr zusätzlich. Idealerweise wird das Wasser an die Kanalisation, eine Zisterne oder eine Versickerungsfläche angeschlossen. So werden Pfützenbildung und Unterspülungen vermieden.
Grundsatz: Das Wasser darf auf dem Dach des Doppelcarports, das ja über eine recht große Fläche verfügt, nicht stehen bleiben. Die Entwässerung muss so angelegt sein, dass die Regenmassen ungehindert vom Dach abfließen können. Je steiler die Dachfläche angelegt ist (Spitzdach, Walmdach), desto besser kann das Wasser ablaufen. In der Regel ist es ausreichend, wenn am Dachrand eine Regenrinne angebracht wird, durch die das Wasser abläuft und im Erdreich versickert. Allerdings ist es in einigen Gemeinden vorgeschrieben, pro qm Dachfläche einen entsprechenden Anteil unversiegelter Flächen auf dem Grundstück für die Versickerung des Regenwassers nachzuweisen. Ist diese Fläche nicht ausreichend, muss die Entwässerung des Doppelcarports an das Kanalisationsnetz angeschlossen werden. Auch der Anschluss an eine Regenwassernutzungsanlage sollte aus ökologischen Gründen in Betracht gezogen werden.
Wandelemente und Abstellraum
Durch Wandelemente verändert sich der Charakter eines Doppelcarports deutlich. Aus einer offenen Konstruktion wird ein geschützter Bereich, der mehr kann als nur Fahrzeuge überdachen.
Seiten- oder Rückwände dienen als Windschutz und Sichtschutz. Sie reduzieren Schlagregen und verhindern, dass Laub oder Schnee seitlich unter das Dach wehen. Gleichzeitig entsteht ein Gefühl von Ordnung und Geborgenheit.
Ein integrierter Abstellraum steigert den Nutzwert erheblich. Typische Größen liegen zwischen etwa 2 und 6 Quadratmetern, je nach Grundstück und Bedarf. Hier finden Fahrräder, Winterreifen, Gartengeräte oder Werkzeug Platz. Wichtig ist eine gute Belüftung, damit sich keine Feuchtigkeit staut.
Mit solchen Ergänzungen wird der Doppelcarport zu einer funktionalen Erweiterung des Hauses – nicht nur Parkplatz, sondern praktischer Alltagsraum.
Montage – selbst bauen oder Fachbetrieb?
Ein Selbstaufbau spart Geld, setzt aber handwerkliche Erfahrung voraus. Fehler bei Fundament, Ausrichtung oder Dachabdichtung können später teuer werden. Ein Fachbetrieb sorgt für fachgerechte Ausführung, Gewährleistung und oft schnellere Fertigstellung.
Meist überschätzt man die fachlichen Voraussetzungen, die zur Errichtung eines Carports vorhanden sein müssen. Der Erfolg zeigt sich dann in nicht perfekt funktionierenden Carports. Gerade bei einem Doppelcarport sollte man einen qualifizierten Fachbetrieb mit der Planung und Montage beauftragen. Der Fachbetrieb erstellt die Planung nach Ihren Vorstellungen und liefert den Doppelcarport direkt bis zum Grundstück, wo er dann fachgerecht montiert wird. Wer über genug Können und Erfahrung verfügt kann jedoch auch selbst anpacken und erhebliche Summen einsparen.
Welche Angaben benötigt der Fachmann, um ein Angebot für einen Doppelcarport zu erstellen?
Bevor Sie ans Telefon gehen und ein Angebot für einen Doppelcarport anfordern, sollten Sie sich einige wichtige Daten notieren. Zu diesen Daten gehören:
- Dachform (Flachdach, Walmdach, Giebeldach)
- Maße (Breite, Länge, Höhe, Einfahrtshöhe)
- Anbau an bestehendes Haus / Garage, freistehender Bau
- Dachblende aus Holz oder Schindelblende (Farbe, Material)
- Dacheindeckung (Metallflachdach, Dachziegel)
- Entwässerung (vorne, hinten, rechts, links, mittig, Anschluß an Kanalisation usw.)
- Abstellraum ja oder nein, Größe
- Montage selbst oder durch Fachbetrieb
FAQ zum Doppelcarport – häufige Fragen fundiert beantwortet
Wie groß sollte ein Doppelcarport mindestens sein, damit zwei Fahrzeuge komfortabel passen?
Ein absolutes Mindestmaß funktioniert zwar technisch, ist im Alltag jedoch oft unpraktisch. Unter etwa fünf Metern Breite wird das Ein- und Aussteigen schnell eng, vor allem bei breiten Fahrzeugen oder Kindersitzen. Komfort entsteht erst durch seitliche Bewegungsfreiheit. Auch die Länge sollte so gewählt werden, dass Fahrzeuge nicht bündig mit der Vorderkante abschließen. Eine großzügige Planung verhindert Nutzungseinschränkungen über viele Jahre hinweg.
Welche Einfahrtshöhe ist zukunftssicher?
Viele unterschätzen die Höhe. Moderne SUVs, Dachboxen oder Fahrradträger erhöhen das Fahrzeugprofil deutlich. Unter rund 2,10 m lichter Höhe wird es kritisch. Wer langfristig plant, wählt besser mehr Reserve. Entscheidend ist nicht nur die Gesamthöhe, sondern die niedrigste Stelle im Einfahrtsbereich, etwa durch Träger oder Blenden.
Ist ein Flachdach beim Carport wirklich dauerhaft dicht?
Ja, vorausgesetzt die Ausführung ist fachgerecht. Flachdächer besitzen immer ein Gefälle zur Entwässerung. Moderne Abdichtungssysteme sind langlebig und witterungsbeständig. Wichtig sind saubere Anschlüsse an Dachränder, Durchdringungen und Entwässerungspunkte. Probleme entstehen meist durch Montagefehler, nicht durch die Dachform selbst.
Was ist langlebiger: Metallbedachung oder Dachziegel?
Beide Varianten können Jahrzehnte halten. Metall ist leichter, wartungsarm und ideal für moderne Bauformen. Dachziegel punkten durch klassische Optik und hohe Robustheit, bringen aber mehr Gewicht mit und erfordern eine stärkere Tragkonstruktion. Die Wahl ist daher nicht nur eine Geschmacksfrage, sondern auch eine statische.
Wie wird Regenwasser korrekt vom Doppelcarport abgeführt?
Regenwasser darf weder auf Fahrzeuge tropfen noch an Fundamenten versickern. Rinnen führen es gezielt zu Fallrohren, die idealerweise an eine Versickerung, Zisterne oder die Kanalisation angeschlossen sind. Eine durchdachte Entwässerung schützt die Konstruktion, vermeidet Pfützenbildung und beugt Frostschäden vor.
Sind Seitenwände beim Carport sinnvoll oder staut sich dann Feuchtigkeit?
Teilweise geschlossene Wände sind sehr sinnvoll, solange die Belüftung erhalten bleibt. Sie schützen vor Schlagregen, Wind und Schnee, ohne das Prinzip der offenen Bauweise aufzuheben. Wichtig ist, mindestens eine Seite offen zu halten oder luftdurchlässige Elemente zu verwenden.
Kann man einen Doppelcarport selbst montieren?
Grundsätzlich ja, viele Systeme sind als Bausatz erhältlich. Allerdings entscheidet die Qualität des Fundaments und die präzise Ausrichtung über Stabilität und Lebensdauer. Fehler bei Dachabdichtung oder Anschlüssen zeigen sich oft erst Jahre später. Wer wenig Erfahrung hat, fährt mit einem Fachbetrieb sicherer.
Ist ein Doppelcarport genehmigungspflichtig?
Das hängt von Bundesland, Größe und Abstand zur Grundstücksgrenze ab. Höhe, Grundfläche und Bauweise spielen eine Rolle. Vor Baubeginn sollte immer bei der zuständigen Behörde nachgefragt werden, um spätere Probleme zu vermeiden.
Wie lange hält ein Doppelcarport aus Holz?
Bei guter Konstruktion, geeignetem Holz und regelmäßigem Oberflächenschutz kann ein Holzcarport viele Jahrzehnte bestehen. Entscheidend ist konstruktiver Holzschutz: kein dauerhafter Feuchtekontakt, gute Hinterlüftung und geschützte Schnittkanten.
Erhöht ein Doppelcarport den Immobilienwert?
In vielen Fällen ja. Überdachte Stellplätze sind gefragt, schützen Fahrzeuge und erhöhen den Nutzungskomfort. Besonders Modelle mit Abstellraum oder architektonischer Anpassung an das Wohnhaus werden als klare Aufwertung wahrgenommen.
Braucht man eine Baugenehmigung?
Ob man eine Baugenehmigung für einen Doppelcarport benötigt, hängt vom Bundesland und der Größe des Carports ab.
Lohnt sich ein Abstellraum?
Definitiv, weil zusätzlicher Stauraum am Haus enorm praktisch ist.
Ein Doppelcarport ist also kein Nebenprojekt, sondern ein durchdachtes Bauvorhaben, das Funktion, Design und Alltagstauglichkeit vereint. Besonders auf kleineren Grundstücken ist so ein Abstellraum zu empfehlen. Ein Abstellraum direkt am Stellplatz ist extrem alltagstauglich. Reifen, Fahrräder oder Gartengeräte sind witterungsgeschützt und schnell erreichbar. Wichtig sind trockene Ausführung, Belüftung und ein sinnvoll gewählter Zugang.
Bildbeispiele für einen Doppelcarport
Flachdach- Doppelcarport

Foto: Hagebau
Doppel-Carport:
B/H ca. 557/250cm. Einfahrtbreite 2x 240 cm, Tiefe 500 cm
Aus imprägniertem Nadelholz
Dachplatten aus Kunststoff (Farbe: grau)
Pfosten (B/T/H: ca. 11,5/11,5 cm) inkl. Pfostenanker
Einfahrtshöhe ca. 224 cm
Schneelast bis 125 kg/m². Seitenwandhöhe ca. 187 cm
Walmdach-Doppelcarport mit Abstellraum

Foto: Hagebau
Doppelcarport mit Abstellraum
Wetterschutz rundum
Blende in Schieferoptik rot oder schwarz
imprägniertes Nadelholz
Pfosten: 11,5x11,5x220 cm
Seitenwände: 180 cm hoch; Abstellraum: 220 cm hoch
Abstellraum: 314 x 164 cm
Schneelast: 125 kg/m² (gegen Aufpreis bis 200 kg/m²)
Einfahrtshöhe: 215 cm, Gefälle nach hinten
Einfahrtsbreite: 530 cm
Dacheindeckung: Aluminium-Platten mit Trapezprofil
umlaufende Walmdachblende aus Faserzementplatten in Schieferoptik
Montagematerial inkl. H-Pfostenanker, ohne Beton
Aufbauanleitung und Statik
Regenrinne mit Ablaufrohr
Außenmaß (B x T x H): 585 x 741 x 250 cm
Wandhöhe 235 cm
Quelle: Tipps24-Netzwerk – HR
Foto: Hagebau

Ein Holz Carport macht immer etwas her. Gegenüber so mancher simplen Garage aus Stahl oder Beton ist ein Holz Carport zweifellos eine besonders exklusive Lösung des Problems für die Unterbringung des Autos. Ein Holz Carport passt sich jeder architektonischen Aufgabe an, vom Landhausstil über die Villa bis zum puristischen Passivhaus. Durch die Verwendung von Holz wird man beim Bau des Carports flexibler, um gestalterische Elemente mit besonderer Wirkung zu erhalten. Bei der Auswahl des Werkstoffes Holz sind allerdings einige Dinge zu beachten, damit die Freude am Holz Carport nicht getrübt wird.
Holz als Werkstoff für den Carport
Holz ist ein Naturmaterial und gehört zu den besten Werkstoffen, es ist haltbar und sieht besonders gut aus. Bei der Verarbeitung des Holzes für den Holz Carport muss man einige Grundsätze beachten. Es beginnt mit der Verankerung der Holzpfähle in der Erde. Es ist ein schwerer Fehler, die Pfähle direkt in den Erdboden zu rammen. Auch wenn das Holz druckimprägniert ist, zeigen sich bereits nach wenigen Jahren die ersten Probleme und Schäden an der Konstruktion.
Ohne verzinkte Edelstahlteile kommt man im modernen Holzbau heute nicht mehr aus, denn die verzinkten Edelstahl-Stützfüße ermöglichen erst einen filigranen und ästhetisch anspruchsvollen Holz Carport. Mit dieser Edelstahlbefestigung können die Holzpfosten vom Erdreich getrennt werden, wodurch das Holz vor Pilzen und Bakterien geschützt wird. Auch für den Holz Carport gilt die alte Weisheit: Der beste Holzschutz ist der konstruktive Holzschutz. Dazu gehört auch, dass ein entsprechend breiter Dachüberstand die gesamte Konstruktion schützt, dass keine Nägel verwendet werden, sondern ausschließlich Schrauben und letztendlich das Holz geölt, lasiert und gelackt wird.
Welche Holzarten sind für den Carport geeignet?
Im Sinne einer ökologischen und klimaschützenden Bauweise sollte man ausschließlich auf heimische Holzarten zurückgreifen. Hier hat man für den Holz Carport mit Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche und Douglasie die besten Erfahrungen gemacht. Diese Hölzer werden in nachhaltiger heimischer Forstwirtschaft angepflanzt, sind leicht zu verarbeiten und benötigen bei richtiger Behandlung wenig Pflege. Für den Bau eines Holz Carport kommen nur zwei Holzformen in Betracht, Konstruktionsvollholz und Brettschichtholz.
Konstruktionsvollholz
Mit dem Begriff Konstruktionsvollholz (geschützte Produktbezeichnung KVH) wird ein veredeltes Bauholz bezeichnet, das in der Regel ein Vollholz aus Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche oder Douglasie ist. Die Qualitätseigenschaften liegen über den Normen der DIN 4074. Man unterscheidet dabei Konstruktionsvollholz für den sichtbaren Bereich eines Carports und solches für den nichtsichtbaren Bereich. Die Bezeichnungen dafür sind KVH Si für den sichtbaren Einbau von Konstruktionsvollholz und KVH Nsi für den nicht sichtbaren Einbau von Konstruktionsvollholz. Je nach dem Einsatzort für das Konstruktionsvollholz beim Holz Carport ist die entsprechende Qualität anzuwenden.
Brettschichtholz
Brettschichtholz (Abkürzung BSH oder BS-Holz) wird in der Regel aus Massivholz einer Holzart hergestellt. Dafür verwendet man heute meist Fichten-, Tannen-, Kiefer-, Lärchen- oder Douglasienhölzer. Es ist besonders geeignet für tragende Konstruktionen, daher ideal für den Holz Carport. Es hat aufgrund seiner besonderen Konstruktionsart eine bis zu 80% höhere Tragfähigkeiten als übliches Bauholz. Auch hinsichtlich der Formbarkeit erfüllt das Brettschichtholz alle Anforderungen; so sind Formen mit variablem Querschnitt und einfacher oder doppelter Krümmung möglich.
Behandlung des Holzes mit Holzlasur
Bei einem Selbstbau des Holz Carports sind besondere Schutzmassnahmen für das Holz erforderlich. Da ist es erforderlich, sich schon bei der Bauvorbereitung einen besonderen Ablaufplan zu erstellen. So sollte man die Bretter und Pfosten schon vor Baubeginn mit einer ersten Lasurschicht bedecken. Die verwendete Holzlasur sollte eine Wetterschutzkomponente enthalten, die einen möglichst langen Schutz vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung bietet. In diesem Fall ist die teurere Qualität auch meist die besserer Qualität. Wer hier am falschen Ende spart, muss später erheblich höhere Investitionen tätigen, um den Holz Carport wieder „in Schuss“ zu bringen.
Die Verbindungen der einzelnen Elemente müssen sitzen!
Die Verbindungselemente sind immer ein besonders neuralgischer Punkt hinsichtlich des optischen Eindrucks. Besonders attraktiv sieht der Holz Carport aus, wenn man später die Verbindungen der einzelnen Elemente nicht mehr sehen kann. Das kann man erreichen, indem man verdeckte Schraubverbindungen einsetzt, was recht preiswert machbar ist. Besser, aber auch aufwendiger und teurer ist eine klassische verzahnte Verbindung wie zum Beispiel mit Schwalbenschwänzen. Dies sieht an den sichtbaren Kanten des Holz Carports wesentlich besser aus, hat aber seinen Preis.
Ein Metall Carport oder auch Stahl Carport genannt, weil in der Regel Stahl als Baumaterial Verwendung findet, ist äußerlich an seinem Stahlcharakter nicht erkennbar. Durch meist wartungs- und witterungsfreie Verputzung der Außenwände mit einem mehrlagigen Kunststoff-Dekor-Putz ist der Stahl Carport optisch kaum von einem anderen verputzten Carport zu unterscheiden. Ganz im Gegenteil sind durch die nur im Stahlbereich mögliche Bauweise bezüglich Dachaufbau und Gestaltung interessante optische Effekte in Ergänzung zu Haus und Garage möglich.
Gestaltung des Stahl Carports
Ein Stahl Carport verfügt über einen soliden Querschnitt, wie er sonst nur in der Holzbauweise zu finden ist. Der Stahlcharakter ist bei einem gut konstruierten Carport nicht zu erkennen, weil alle Bauteile aus Stahl mit wartungsfreien, witterungsbeständigen Kunststoff-Dekor-Putz mehrlagig beschichtet sind. Durch die technischen Möglichkeiten des Baustoffes Stahl sind auch Halbrundbögen, Rankgitter und andere Gestaltungselemente zur Einbeziehung in das Gesamtdesign des Wohnhauses möglich. Von den Dachformen her sind viele Formen, wie Satteldächer, Walm- und Pultdächer mit echten Dachpfannen oder Pfannenprofilblechen in den unterschiedlichsten Farben möglich.
Welches Material wird für den Stahl Carport verwendet?
Man verwendet meist zwei Arten des Stahls, nämlich die feuerverzinkten Stahlbauteile und solche mit einer Alu-Zink-Veredelung. Eine Alu-Zink-Veredelung hat gegenüber einer reinen Feuerverzinkung einen erheblich besseren Korrosionsschutz. Die Stahlstützen müssen über eine Niveauregulierung verfügen, damit Bodenunebenheiten ausgeglichen werden können.
Die Seitenwände können entweder aus Stahl mit wartungsfreien, witterungsbeständigen mehrlagigen Kunststoff-Dekor-Putzen erstellt werden oder aber auch aus gehobeltem Vollholz, wozu sich Fichte oder Lärche besonders anbieten.
Für die Dachrinnen und Fallrohre verwendet man in der Regel Bauteile aus verzinktem Stahlblech.
Für die Dacheindeckung benutzt man meist Bauteile aus verzinktem und farblich beschichtetem Stahltrapezblech; je nach Aufbau der Dachfläche ist auch die Eindeckung des Daches mit Dachziegeln möglich (optisch meist die bessere Lösung). Kondenswasserschutz an der Dachunterseite wird oft nur mit einem Aufpreis geliefert, sollte aber unbedingt in das Leistungsprogramm aufgenommen werden.
Die Konstruktion des Daches sollte so beschaffen sein, dass auch die Erstellung eines Gründaches oder eine Dachbegrünung möglich ist.
Stahl Carport Konstruktion
Ein Stahl Carport muss, wie andere Carports auch, je nach Wohngebiet auch für bestimmte Schneelasten geeignet sein. Die Mindestanforderung liegt da bei einer Schneelast von 1,25 kN / qm. Den Dachüberstand sollte man nicht zu gering wählen, ein Mass von 100 cm sollte dabei die Regel sein.
Wie beim Holz Carport kann man auch beim Stahl Carport einen Geräteraum, Seitenwände und anderer Ergänzungen einfügen, auch der Einbau von Fenstern ist, wenn rechtzeitig bedacht, kein Problem.
Der Wintergarten als Anbau an ein bestehendes Haus soll ein Ort der Ruhe und Entspannung sein. Bevor Sie jedoch die Vorzüge Ihres eigenen Wintergartens in Anspruch nehmen können, sind erhebliche Vorbereitungen zu unternehmen. Ein Wintergarten muss sorgfältig in allen Einzelheiten geplant werden, damit er später die Wunschvorstellungen erfüllt. Einige Dinge sind bei der Planung und Ausführung von Wintergärten besonders wichtig:
der Konstruktion des Wintergartens angepasstes Fundament, geeignetes Material für die Rahmenkonstruktion, ausreichende Belüftung, Wintergartenbeschattung und Sonnenschutz und die richtige Verglasung für den Wintergarten. Nachstehend sind die wichtigsten Informationen dazu aufegführt. Aufgrund des Umfangs der notwendigen Informationen haben wir einen eigenen Online-Ratgeber Wintergarten erstellt, der alle Aspekte des Wintergartens bis in alle Einzelheiten aufzeigt. Informieren Sie sich im Ratgeber Wintergarten!
Planung Wintergarten
Für die Planung des Wintergartens sollte erst einmal alles aufgelistet werden, was relevant für die Gestaltung und die Kosten des Wintergartens ist. Zuerst sollte man überlegen, welche Funktion der Wintergarten erfüllen soll, ob er als Wohnwintergarten oder „Gewächshaus“, als ganzjähriger Aufenthaltsraum oder nur für bestimmte Zeiten bewohnbar oder benutzbar sein soll. Danach richten sich dann die weiteren Ansprüche hinsichtlich Fundament, Rahmenmaterial, Belüftung, Beschattung und Verglasung des Wintergarten- Anbaus.
Fundament Wintergarten
Der Wohnwintergarten benötigt in jedem Fall ein Fundament, bei dem auf eine dichte Ausbildung des Bodens Wert gelegt werden muss, damit keine Feuchtigkeit in den Boden des Wintergartens und in das Mauerwerk des Hauses oder angrenzender Räume dringen kann. Der Boden sollte außerdem über eine gute Wärmedämmung verfügen.
Material für die Rahmenkonstruktion
Neben dem klassischen Holzrahmen werden heute auch Kunststoff-Rahmen und Aluminiumrahmen als Rahmenkonstruktion für den Wintergarten eingesetzt. Auch eine Verbindung von Aluminium (Außenseite) und Holz (Innenseite) nach dem Muster der Holz-Aluminiumfenster wird verstärkt genutzt. Alle Materialien haben ihre Vor- und Nachteile; letztendlich ist es eine Frage des Preises und der persönlichen Vorlieben, welches Material für den Anbau Wintergarten verwendet werden soll. Neben den heute gebräuchlichen vielen verschiedenen Formen (Rundformen, Mehreckformen, Sprossenfenster) stehen auch neue Farben, wie dunkelrot, dunkelblau und dunkelgrün zur Auswahl.
Belüftung für den Wintergarten
Bei der Belüftung des Wintergartens muss man zwischen der natürlichen und der mechanischen Lüftung unterscheiden. Beide Systeme sind auch zusammen möglich und sorgen für eine optimale Luftverbesserung bzw. einen regelmäßigen Luftaustausch. Die dafür notwendigen Instrumente sind Lüftungsklappen, Gebläse, Anzahl der zu öffnenden Fenster und bei automatisierter Lüftung auch noch Motoren und Messgeräte.
Wintergarten - Beschattung und Sonnenschutz
Viel Glas bedeutet auch viel Sonne. Einerseits ist es der Sinne eines Wintergartens, durch seine großen Glasflächen auch die Sonnen ins Haus gelangen zu lassen. Andererseits ergibt sich gerade im Sommer auch eine Erhitzung des Wintergarten- Raumes, der so nicht wünschenswert ist. Verschattungsmaßnahmen durch Jalousien, Rollläden oder Markisen sind die eine Möglichkeit, Sonnenschutzgläser die andere.
Es ist heute möglich, die Färbung des Sonnenschutzglases durch individuelle Steuerung von Licht- und Wärmedurchgang durch ein Sonnenschutzglas zu regeln. Die Einfärbung lässt sich über ein Steuergerät in Stufen regeln. Ob strahlender Sonnenschein oder bewölkter Himmel – je nach Wunsch und Bedarf können die Bewohner die Lichtdurchlässigkeit in ihrem Wintergarten zwischen 15 und 50 Prozent variieren.
Verglasung des Wintergartens
Die Verglasung des Wintergartens erzeugt das gewünschte Gefühl, einerseits im Freien zu sitzen, andererseits jedoch vor den Unbilden der Witterung geschützt zu sein. Die Verglasung steuert die Funktion des Wintergartens, sie entscheidet, ob der Wintergarten seinen Zweck erfüllt oder ob er nur ein besseres Gewächshaus ist.
Ein Wintergarten wird aufgrund seines hohen Glasanteils sehr schnell warm und kühlt auch schnell wieder ab. Das ist einerseits (schnell warm werden) im Winter gut, im Sommer ist aber das Gegenteil erforderlich, um ein angenehmes Wohnen zu ermöglichen. Hier spielen U-Wert, G-Wert und K-Wert die entscheidende Rolle.
Weitere informative Artikel und Berichte über den Wintergarten finden Sie bei Hausbautipps24 auf den nachfolgend genannten Seiten.
Checkliste rund um den Wintergarten - Mit der richtigen Planung lässt sich der Traum vom Wintergarten einfach realisieren.
Das Wintergarten- ABC
Der Wintergarten als nachträglicher Anbau
In diesem Abschnitt des Ratgebers Anbau informieren wir Sie über den Anbau von Balkon und Erker. Die einzelnen Abschnitte gliedern sich nach den Balkonarten, den Balkonmaterialien und der Ausstattung eines Balkons mit Sichtschutz, Balkongeländer und Balkonpflanzen.
Die Übersicht:
Anbau Holzbalkon
Anbau Betonbalkon
Anbau Aluminiumbalkon
Balkon Fußboden
Balkongeländer
Sichtschutz Balkon
Anbau Erker
Als Balkon wird ein Gebäudeteil bezeichnet, der als Plattform aus dem Baukörper herausragt oder auf Konsolen oder Kragträgern an der Außenwand befestigt wird und nicht zu ebener Erde, sondern in einem oberen Stockwerk angebracht ist. Eine moderne Alternative ist die Rückverankerung eines auf eigenem Tragwerk ruhenden Balkons an der Hauswand. Der Balkon wird von einem Balkongeländer begrenzt. Wenn der Balkon von Außenwänden umschlossen wird, so nennt man ihn Erker. Balkondach, Sichtschutz, Sonnenschutz und Balkonpflanzen verleihen dem Balkon seine Individualität. Ob mit oder ohne Balkondach und Windschutz, der Anbau Balkon ist so beliebt, weil er die Wohnfläche vergrößert und direkten Kontakt zu Luft und Sonne bietet.
Planung des Balkons
Bei der Planung für einen Anbau Balkon sollte man davon ausgehen, was man eigentlich mit dem Balkon erreichen, bzw. wie man ihn nutzen will. Die Überlegung beginnt mit der Ausrichtung des Balkons. Soll der Balkon zum Sonnenbaden dienen, dann ist er als Südbalkon richtig positioniert, wenn er als „Frühstücks- Balkon“ fungieren soll, dann ist die Ausrichtung nach Osten angebracht und wenn Sie lieber beim Schein der Abendsonne grillen wollen, dann ist der West- Balkon die beste Lösung. Je nachdem, wie Sie den Anbau Balkon nutzen wollen, muss auch die Größe des Balkon ausfallen. Wer gern viel Grün um sich haben will, der benötigt für seine Balkonpflanzen mehr Platz, als jemand, der den Balkon nur zum Lüften der Betten benutzt. Bedenken Sie auch den Sonnenschutz, wenn ein Südbalkon errichtet werden soll.
Es gibt verschiedene Balkonarten
Balkone gibt es in verschiedenen Bauweisen, die sich hinsichtlich ihrer Konstruktion, Tragfähigkeit und der baulichen Gegebenheiten unterscheiden. Die drei gängigsten Balkonarten sind der Vorstellbalkon, der Anbaubalkon und der Kragarmbalkon.
Vorstellbalkon
Vorstellbalkone sind selbsttragende, frei stehende, nachträglich angebrachte Balkonkonstruktionen, die auf Stützen vor die Fassade gestellt und lediglich durch Befestigungselemente wie Anker oder Konsolen mit dem Bauwerk verbunden werden.
Konstruktionseigenschaften
Vorstellbalkone sind selbsttragend durch Stützen, die im Boden verankert sind. Die Verbindung mit der Hauswand dient nur zur Stabilisierung.
Diese Balkonart ist unabhängig von der Tragfähigkeit der Hausfassade.
Sie kann auch an Altbauten ohne große Eingriffe in die Gebäudestruktur nachträglich angebaut werden; dadurch ergeben sich flexible Gestaltungsmöglichkeiten in Größe und Form.
Es sind zusätzliche Stützen erforderlich, die Platz auf dem Boden beanspruchen können, wodurch die Optik nicht immer so harmonisch ist wie bei anderen Balkonarten.
Vorstellbalkone werden häufig bei Altbauten oder Gebäuden mit schwacher Fassade genutzt, sie sind ideal für nachträgliche Balkoninstallationen.
Anbaubalkon
Der Anbaubalkon wird frontseitig durch Stützen getragen und wandseitig durch Konsolen mit dem Gebäude verbunden. Er wird direkt an der Fassade des Gebäudes befestigt und teilweise durch Stützen im Boden abgestützt. Er ist eine Mischung aus einem Vorstellbalkon und einem Kragarmbalkon.
Konstruktionseigenschaften
Die Last wird teilweise durch die Stützen und teilweise durch die Verankerung in der Hauswand getragen. Eine Kombination aus Wandankern und Stützen sorgt für Stabilität.
Er kann auch an Gebäuden mit mäßiger Fassade realisiert werden und ist ästhetisch ansprechender als ein reiner Vorstellbalkon.
Ein Anbaubalkon ist abhängig von der Tragfähigkeit der Gebäudewand und etwas aufwändiger in der Montage als ein Vorstellbalkon.
Diese Balkonart ist geeignet für Neubauten und nachträgliche Installationen und wird häufig bei mittleren bis großen Balkonen genommen.
Kragarmbalkon
Der Kragarmbalkon ist eine freitragende Konstruktion, die vollständig in die Gebäudestruktur integriert ist. Er wird durch Auskragungen (horizontale Träger, die aus der Wand herausragen) getragen und benötigt keine Stützen. Er wird eingesetzt, wenn Einfahrten, Gehwege oder Stellplätze kein Fundament und keine Stützen zulassen. Wandseitige Randstützen, die punktuell je Geschossdecke befestigt werden, dienen zur Lastabtragung und zum Anhängen von z.B. Aluminium-Balkonen.
Konstruktionseigenschaften
Der Kragarmbalkon wird vollständig in die Gebäudedecke oder die Wandkonstruktion integriert. Die tragenden Elemente (Kragarme) sind fest in der Bausubstanz verankert.
Ein Kragarmbalkon ist optisch sehr ansprechend, da keine Stützen erforderlich sind und platzsparend, da keine Bodenfläche beansprucht wird. Außerdem ist ein solches Balkonmodell stabil und langlebig, wenn es korrekt geplant und ausgeführt wird.
Diese Balkonart stellt hohe Anforderungen an die Tragfähigkeit der Fassade oder der Gebäudedecke und ist daher meist nur bei Neubauten oder umfassenden Sanierungen möglich. Ein nachträglicher Einbau ist sehr aufwendig und teuer. Er ist vor allem bei Neubauten oder modernen Gebäuden mit tragfähigen Betondecken und hochwertiger Architektur zu finden.
Baumaterial für den Balkon
Der Bau eines Balkons erfordert die richtige Auswahl von Baustoffen, die sowohl den baulichen Anforderungen als auch den optischen und funktionalen Bedürfnissen entsprechen. Dabei gibt es vier wichtige Bauteile zu berücksichtigen:
Tragkonstruktion: Stahl, Beton, Holz oder Aluminium.
Bodenbelag: Betonplatten, Bodenfliesen, Naturstein, Holzfußböden oder WPC.
Geländer: Stahl, Aluminium, Holz oder Glas.
Abdichtung: Bitumen oder Flüssigabdichtungen.
Die endgültige Auswahl der Materialien hängt von der geplanten Nutzung, den baulichen Gegebenheiten und dem Budget ab.
Tragkonstruktion (Primärstruktur des Balkons)
Die Tragkonstruktion ist die Basis eines Balkons und trägt die gesamte Last. Die Wahl des Materials hängt von der Art des Balkons (z. B. Kragarm-, Anbau-, Vorstellbalkon) und den ästhetischen sowie funktionalen Anforderungen ab.
Stahl als Tragkonstruktion
Stahl ist robust, langlebig und belastbar. Stahl ermöglicht zudem schlanke und moderne Konstruktionen.
Tragkonstruktionen aus Stahl werden häufig bei Anbaubalkonen oder Vorstellbalkonen verwendet.
Stahl besitzt eine hohe Tragfähigkeit und ist ideal für filigrane Designs geeignet. Allerdings ist Stahl korrosionsanfällig, daher ist ein guter Korrosionsschutz (z. B. Verzinkung oder Beschichtung) notwendig.
Beton als Tragkonstruktion
Beton ist sehr stabil und langlebig, vor allem bei schweren oder massiven Balkonen. Beton wird typischerweise für Kragarmbalkone oder bei Balkonen, die Teil der Gebäudestruktur sind, eingesetzt.
Beton besitzt eine hohe Tragkraft und ist extrem widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse.
Allerdings muss man bei Beton das hohe Gewicht beachten, was eine stabile Fundament- oder Wandstruktur erfordert. Auch die notwendige längere Bauzeit (z. B. durch Aushärtung) muss bedacht werden.
Holz als Tragkonstruktion
Holz ist natürlich, nachhaltig und optisch ansprechend und wird oft für Balkone an Wohnhäusern eingesetzt. Das gilt vor allem bei Vorstellbalkonen und bei kleineren Balkonen.
Holz ist umweltfreundlich, nachhaltig, ästhetisch und einfach zu bearbeiten, allerdings bedarf Holz regelmäßiger Pflege und Schutz vor Feuchtigkeit, Schädlingen und UV-Strahlung.
Aluminium als Tragkonstruktion
Aluminium ist leicht, korrosionsbeständig und langlebig und wird für Anbaubalkone, Vorstellbalkone oder als Ergänzung zu Stahlkonstruktionen eingesetzt.
Für Aluminium spricht, das geringe Gewicht und die Vorteile bei der Wartung und die Wetterfestigkeit. Allerdings sind die Kosten für Aluminium auch wesentlich höher als Stahl.
Bodenbeläge für den Balkon
Der Bodenbelag des Balkons muss langlebig, rutschfest und witterungsbeständig sein, da er permanent der Witterung ausgesetzt ist. Dafür eignen sich Betonplatten, Holzdielen, WPC-Beläge, Bodenfliesen und Naturstein. Alle dieser genannten Bodenbeläge haben ihre Vor- und Nachteile.
Balkongeländer (Sicherheitskonstruktion)
Ein Balkongeländer ist ähnlich der Haustür eine Visitenkarte für Ihr Haus. Balkongeländer bieten in ihren vielseitigen Kombinationsmöglichkeiten durch Farben und Füllungen individuelle Gestaltungsfreiheit. Brüstungen und Handläufe aus Holz, Edelstahl oder Aluminium sorgen für eine angenehme Optik, klare Linien und abwechslungsreiche Füllungen. Das Geländer sorgt auch für Sicherheit und trägt zur optischen Gestaltung des Balkons bei. Nachstehend die wichtigsten Materialien für Geländer mit ihren besonderen Eigenschaften:
Balkongeländer aus Stahl oder Edelstahl
Stabil und witterungsbeständig (besonders Edelstahl).
Pflegeleicht und langlebig.
Moderne, filigrane Designs möglich.
Höhere Kosten (insbesondere Edelstahl).
Aluminiumgeländer
Leicht und korrosionsbeständig.
Wetterfest und wartungsarm.
Weniger robust als Stahl.
Holzgeländer
Warm und natürlich, ideal für rustikale oder ländliche Designs.
Ästhetisch ansprechend.
Hoher Wartungsaufwand.
Balkongeländer aus Glas
Meist Verbundsicherheitsglas, oft in Kombination mit Aluminium oder Edelstahlrahmen.
Modern und lichtdurchlässig.
Empfindlich gegen Verschmutzungen (regelmäßige Reinigung nötig).
Abdichtung und Isolierung
Für den Schutz vor Feuchtigkeit sind Abdichtungen und Isolierung essenziell.
Für Balkone, die nicht direkt über Innenräumen liegen ist eine Bitumenabdichtung erste Wahl.
Flüssigabdichtungen sind moderne, flexible Abdichtungsmaterialien, die nahtlos aufgetragen werden können.
Eine Dampfsperre verhindert, dass Feuchtigkeit aus Innenräumen in die Konstruktion eindringt.
Zusätzlich benötigte Materialien
Befestigungsmaterialien
Bolzen, Schrauben, Wandanker (abhängig vom Balkonmaterial).
Schallschutzmaterialien
Besonders bei Balkonen über Wohnräumen.
Entwässerungssysteme
Rinnen oder Abflüsse zur Ableitung von Regenwasser.
Sichtschutz für den Balkon
Die unangenehmste Begleiterscheinung beim Balkon ist die durch die Exponierung des Balkons natürlich gegebene direkte Sichtbarkeit von allen Seiten. Hier Abhilfe zu schaffen, erfordert Hilfsmittel wie Markisen, Sonnensegel, oder Sichtschutzwände. Damit geben Sie den mitunter doch recht lästigen Blicken der Nachbarn keine Chance.
Anbau Erker
Wie bereits oben erwähnt, wird der Balkon zum Erker, wenn der Balkon von Außenwänden umschlossen wird. In der Regel ist ein Erker nicht so groß wie ein Balkon, an älteren Gebäuden findet man ihn oft als Eckvorsprung mit Türmchen. Im modernen Hausbau sieht man den Erker als besonderes Gestaltungselement an der Hausfassade.
Architektonisch betrachtet ist der Erker ein Bauelement, das aus der Fassade eines Gebäudes hervorsteht. Es handelt sich um einen geschlossenen, meist fensterreichen Anbau, der den Wohnraum erweitert und gleichzeitig eine ästhetische Aufwertung des Gebäudes bietet. Erker können in unterschiedlichen Größen, Formen und Stilen gestaltet sein und dienen sowohl praktischen als auch gestalterischen Zwecken.
Erker befinden sich oft an der Vorder- oder Seitenfassade eines Gebäudes, an prominenten Stellen wie Wohnzimmern oder Essbereichen.
Funktionen eines Erkers
Erker dienen der Raumerweiterung, denn ein Erker schafft zusätzlichen Wohnraum, ohne die Grundfläche des Hauses wesentlich zu vergrößern. Er wird häufig als Sitznische, Essbereich oder Leseecke genutzt.
Ein Erker dient auch der Verbesserung der Belichtung, da durch die vielen Fensterflächen mehr Lichteinfall erzeugt wird und damit für helle Räume sorgt.
Erker verleihen Gebäuden eine besondere Optik und betonen die Architektur, sie können den Stil eines Gebäudes unterstreichen, z. B. in historischer Bauweise (Jugendstil, Gründerzeit) oder moderner Architektur.
Unterschiede zwischen Erker und verwandten Elementen
Balkon: Ein Balkon ist ein offener Anbau mit Geländer, während der Erker geschlossen ist.
Wintergarten: Ein Wintergarten ist vollständig verglast und größer als ein typischer Erker.
Loggia: Eine Loggia ist ein überdachter, in das Gebäude eingelassener Balkon.
Ein Erker ist somit nicht nur ein praktisches, sondern auch ein ästhetisch anspruchsvolles Element, das die Architektur eines Hauses bereichert und für zusätzlichen Komfort im Wohnbereich sorgt.
Weitere informative Artikel und Berichte aus dem Bereich Balkon finden Sie bei Hausbautipps24 unter folgenden Überschriften:
Balkon im Ratgeber Hausbau
Vom Grillen bis zur Balkonbepflanzung - Gartenfreuden ohne Frust!
Erleben Sie das Toskana- Feeling in der Fertighaus Villa Florenz - Ein Erker verleiht dem Wohnbereich zudem eine interessante Raumstruktur.
Ideen für die Balkon-Bepflanzung
Suchen Sie nach einer Gestaltung Ihres Balkons die zu Ihnen passt? Oder mögen Sie die Abwechslung lieber? Hier finden Sie Anregungen für beides, denn wir haben für Sie zwei verschiedene Gestaltungsideen für den Balkon zusammengestellt.
Daran müssen Sie vor der Balkonbepflanzung denken
Bevor Sie sich aber in die bunte Blumenvielfalt stürzen, sollten Sie überprüfen, ob folgende Grundregeln berücksichtigt sind:
- Gefüllte Balkonkästen und Kübel sind sehr schwer. Bedenken Sie die Tragfähigkeit Ihres Balkons.
- Balkonkasten-Halterungen müssen auch bei Sturm sicher halten.
- Gießwasser darf nicht auf den Balkon darunter oder einen Gehweg tropfen oder an der Hauswand entlang laufen.
- Wählen Sie die Balkonkästen nicht zu klein. Empfehlenswert sind Balkonkästen mit Wasserreservoir.
- Verwenden Sie nur hochwertige Blumenerde von namhaften Herstellern.
- Wählen Sie die Pflanzen nach der Himmelsrichtung Ihres Balkons aus. Fragen Sie in Gärtnereien nach den passenden Pflanzen.
- Die Farben der ausgewählten Blumen sollten mit der Fassade harmonieren.
- Pflanzen Sie immer aufrecht und hängend wachsende Balkonblumen zusammen.
Kunterbunte Balkonpflanzen
Nichts hellt die Stimmung so auf wie der Anblick der klaren Farbklänge von Gelb, Orange und Rot. Ihr heiteres, lebensfrohes Temperament weckt die Lebensgeister und schafft eine südlich anmutende, beschwingte Atmosphäre. Doch Vorsicht: Durch Ihre Leuchtkraft treten sie optisch sehr hervor und können schnell ziemlich aufdringlich wirken. Daher sollte man mit diesen lebhaften Farben gezielte Akzente setzen und, wenn nötig, mit tieferen Rottönen und den Farben Blau und Silbergrau etwas abmildern. Diese können, müssen aber nicht mit der Bepflanzung eingebracht werden. Auch Möbel, der
Geländeranstrich, Tischdecken und weitere, passende Accessoires haben eine vermittelnde Wirkung.
Pflanzen für einen kunterbunten Balkon sind beispielsweise Wandelröschen, Schönmalve, Celosie, Margerite, Petunie, Schwarzäugige Susanne, Ringelblume, Kapuzinerkresse, Fleißiges Lieschen, Sonnenhut, Studentenblume, Husarenknöpfchen, Pantoffelblume, Goldzweizahn und Zinnie. Für den Balkon eignen sich auch spezielle, niedrigwachsende Sonnenblumen-Sorten, wie `Big Smile` und `Pacino`. So haben Sie, auch wenn es regnet die Sonne auf Ihrem Balkon. Und kaum eine Balkonpflanze hat so eindeutige und kraftvolle Blütenfarben wie die Knollenbegonie. Es gibt aufrecht wachsende und hängende Sorten von Gelb bis Rot. Erleben Sie auf Ihren Balkon, wie die Leuchtkraft der gefüllten gelben Knollenbegonien verstärkt wird, wenn Sie Lobelien daneben pflanzen.
Wohlriechende Balkonpflanzen
Gerade hat man noch den Einkauf geplant, plötzlich fühlt man sich um Jahre zurückversetzt: Ein Lufthauch mit leichtem Lavendel-Aroma erinnert an ein Picknick in der Provence. Der Geruchssinn beeinflusst stärker, als den meisten bewusst ist. Düfte können verführen, abstoßen, Erinnerungen wachrufen. Sie wirken direkt in tiefen Zentren des Gehirns, wo die Stimmungslage erzeugt wird. Jeder empfindet Gerüche anders: Für den einen duften Hyazinthen himmlisch, der andere bekommt davon eher Kopfschmerzen. So muss sich jeder seine individuelle Duftpflanzen-Kombination – ob frisch-würzig, blumig-süß oder orientalisch-schwer – zusammenschnüffeln. Das erfordert etwas „Nasengefühl“: Ähnlich wie Farben können Gerüche sich beißen oder miteinander konkurrieren. Auch Dauer-Bepflanzung wirkt mit der Zeit eher störend. Übrigens Bücken ist auf solch einem Balkon nicht nötig, denn wenn Duftpflanzen in Nasenhöhe wachsen, kann man ihr Parfüm bequem genießen!
Pflanzen für einen wohlriechenden Balkon sind beispielsweise:
- würzig – Lavendel, Heiligenkraut, Basilikum, Feldthymian und rotblättriger Salbei `Purpurascens`
- orientalisch – Heliotrop, Engelstrompete im Kübel, Hyazinthe, Narzisse
- blumig – Duftsteinrich, Levkoje, Reseda, Goldlack, Duftveilchen, Duftwicke
- nachtduftende Balkonpflanzen – Nachtkerze und der Ziertabak verströmt sein narkotisch-süßes Aroma erst nach Sonnenuntergang
- Englische Edel-Pelargonien, wie `Lord Butes`, haben herb-aromatisch duftendes Laub.
Informieren Sie sich mehr auf unseren Garten-Seiten über beispielsweise: Beet- und Balkonpflanzen im Überblick
Bild©: Karl-Heinz Liebisch / Pixelio
In diesem Abschnitt des Ratgebers Anbau informieren wir Sie über den Anbau und den Bau von Terrasse und Veranda. Neben den konstruktiven Voraussetzungen einer gelungenen Terrasse, informieren wir Sie über die Holzterrasse, den Terrassenboden, die Terrassenfliesen, die verschiedenen Möglichkeiten der Terrassenbeleuchtung und die Terrassenüberdachung, durch die eine Terrasse zur Veranda wird.
Die Übersicht:
Terrassenbau
Dachterrasse
Holzterrasse
Terrassenboden
Terrassenfliesen
Terrassenüberdachung
Terrassenbeleuchtung
Veranda
Begriffsbestimmung und Abgrenzung von Terrasse, Veranda und Dachterrasse
Die Terrasse ist eine Plattform, die ebenerdig meist an das Wohnzimmer angebaut ist. Sie ist bautechnisch nicht mit dem Gebäude verbunden und ist nicht überdacht. Wenn die Terrasse überdacht ist und mit Mauern oder Brüstungen umgeben wird, nennt man sie auch Veranda. Eine Sonderform ist die Dachterrasse, die als Plattform auf dem Dach eines Hauses errichtet wird. Je nach Anforderungen an den Untergrund und die Qualität der Terrasse sind Fundamente, Stützmauern oder Unterkonstruktionen aus Holz oder Beton notwendig.
Terrassenbau
Der beste Terrassenbelag kann nur dann seinen Zweck erfüllen, wenn er technisch einwandfrei verlegt ist und durch die Auswahl geeigneter Unterbauten beim Terrassenbau Spätfolgen, wie Absacken und Kalkausblühungen vermieden werden können. Viel Mühe sollte man daher auf die Errichtung der Balkon- Fundamente verwenden, wenn dabei gepfuscht wird, kann der schönste Terrassenboden mit den teuersten Fliesen zum „Weggucker“ werden.
Dachterrasse
Bei der Errichtung einer Dachterrasse spielen die bauphysikalischen Voraussetzungen eine entscheidende Rolle. Das besondere Augenmerk muss hier auf die Wärmedämmung und die Dichtigkeit gelegt werden. Die Begrünung der Dachterrasse, nicht zu verwechseln mit der Dachbegrünung, ist auch von der Belastbarkeit des Terrassenbodens abhängig.
Holzterrasse
Eine Holzterrasse hat eine große Anzahl von Vorteilen, abgesehen vom optischen Genuss, den eine Holzterrasse ausstrahlen kann, als natürliche Verbindung zwischen Haus und Garten. So speichert sie an heißen Tagen die richtige Wärmemenge und verbreitet auch bei kühlem Wetter ein angenehmes Klima. Entscheidend für den Wohlfühl-Effekt einer Holzterrasse ist auch die Holzart. Aus dem reichhaltigen Sortiment der Händler wird für jeden die geeignete Holzart dabei sein.
Terrassenboden
Der Terrassenboden lebt, wie oben bereits ausgeführt, von seinem Unterbau. Ist dieser fachgerecht errichtet worden, dann steht dem individuellen Geschmack eigentlich nichts mehr im Wege. Lediglich auf Wetterfestigkeit ist dann noch zu achten, ansonsten kann fast jeder Fußbodenbelag auch für die Terrasse verwendet werden. Betonwerkplatten, Natursteinplatten, Klinkersteine, Kautschukplatten oder Holz bieten sich hier an.
Terrassenfliesen
Terrassenfliesen sind die meist verbreitete Art der Terrassenbeläge. Die unzähligen Formen und Farben geben jedem die Möglichkeit seinen individuellen Stil zu kreieren. Betonsteinfliesen, Natursteinfliesen und Holzfliesen sind am häufigsten anzutreffen.
Terrassenüberdachung
Eine Terrassenüberdachung macht aus der Terrasse, wie bereits oben erwähnt, eine Veranda. Terrassenüberdachungen können aus einer Holz-, Aluminium-, Kunststoff- oder Stahlkonstruktion angefertigt werden. Optisch sollte die Terrassenüberdachung dem Stil des Gebäudes angepasst sein. Eine stilvolle Terrassenüberdachung aus Glas, Aluminium oder Holz kann aus einer bisher einfachen Terrasse ein Refugium der besonderen Art machen. Allerdings sollte man sich auch darüber im Klaren sein, dass eine Terrassenüberdachung, ob aus Glas, Aluminium oder Kunststoff nicht gerade billig ist.
Terrassenbeleuchtung
Mit der richtigen Terrassenbeleuchtung kann man auf der Terrasse eine stimmungsvolle Atmosphären zaubern. Wasserdichte Halogenstrahler, die in verschiedenen Farben erhältlich sind, können bestimmte Bereiche der Terrasse mit ihren Farben anstrahlen. Wenn Grill, Mauern oder Pflanzungen, wie Bambus und Schilf mit Farben angestrahlt werden, die ihre Natürlichkeit unterstreichen, wird jeder Besucher begeistert sein. Wenn das Ganze dann auch noch über eine Funkfernsteuerung geregelt oder über die automatisierte Haustechnik gesteuert wird, entfällt auch jeder Arbeitsaufwand für die Terrassenbeleuchtung.
Veranda
Als Veranda bezeichnet man einen halb offenen, überdachten, oft auf hölzernen Pfosten stehenden Anbau an ein Wohnhaus oder eine überdachte Terrasse, die außerhalb des Gebäudes liegt. Ihren Ursprung hat die Veranda wohl in der Kolonialzeit. Dort bezeichnete man einen auf Pfählen stehenden, überdachten Anbau an ein Haus als Veranda (in alten Cowboyfilmen hat jede Ranch eine Veranda). Dadurch war es möglich, sich auch während der Regenzeit an der Frischen Luft zu bewegen. Heute wird die Veranda meist als überdachte Terrasse bezeichnet.
Weitere interessante Informationen über die Terrasse und die Veranda finden Sie bei hausbautipps24 unter folgenden Überschriften
Wintergartendach Vivienda und Terrassendach Terrazza - Aus einem Terrassendach wird schnell und unkompliziert eine komplette Glasoase.
Terrasse und Veranda - die richtige Besonnung der Terrasse oder Veranda.