Hausbautipps24 - Der Hausbau

Der Traum vom eigenen Haus beginnt mit vielen Fragen – wir geben die Antworten. Ob Sie planen, selbst zu bauen, einen Anbau oder Umbau zu errichten, eine Immobilie zu kaufen oder bestehendes Eigentum zu renovieren oder modernisieren: Unser umfassender Hausbau-Ratgeber bietet gebündeltes Wissen zu allen wichtigen Themen rund ums Eigenheim.

Der Hausbau begionnt mit dem Traum  und endet hoffentlich so!

Wir informieren Sie über den Hausbau selbst, beginnend mit der Bauplanung, die entscheidend dafür ist, welche Bauweise gewählt werden soll und endend mit dem Innenausbau. Zusätzlich können Sie unsere kostenlosen Online Ratgeber für viele Teilbereiche des Hausbaus nutzen. Informationen über Massivhaus, Fertighaus oder Holzhaus verbinden sich mit Grundlagen der ökologischen Bauweise und Hinweisen auf das barrierefreie Bauen. Den wichtigen Artikeln über die Außenanlagen, wie Garage, Carport, Swimingpool, Wintergarten, Terrasse und Balkon folgen Infos über Baustoffe, Bauteile und Dämmstoffe, sowie Neuheiten von Dach und Keller. Im Rahmen der Haustechnik erhalten Sie ausführliche Informationen über Elektroarbeiten, Heizungstechnik, Sanitärinstallation und Sicherheit beim Hausbau.

Fazit: Gut geplant ist halb gebaut

Unsere Plattform bietet gebündeltes Know-how für jede Phase des Hausprojekts. Egal, ob Sie gerade erst anfangen zu träumen oder schon den Bauantrag in der Hand halten - Sie finden hier verlässliche Informationen, Inspiration und Tools, die Sie auf dem Weg in Ihr neues Zuhause begleiten.

Motivation für den Hausbau heute

Mögliche Motivationen für den Hausbau heute sind, je nach persönlicher Lebenssituation und Zielsetzung:

Persönliche Freiheit und Unabhängigkeit

Du kannst deine eigenen Wünsche umsetzen. Du bestimmst Grundriss, Stil, Materialien und musst keine Kompromisse wie bei bestehenden Immobilien eingehen. Du bezahlst keine Miete mehr. Statt monatlich Geld zu „verbrennen“, baust du Vermögen auf.

Langfristige Investition und Sicherheit

Ein eigenes Haus ist eine sehr gute Wertanlage. Immobilien sind in der Regel wertstabil, besonders in guten Lagen. Ein eigenes Haus ist für viele ein entscheidender Beitrag zur Altersvorsorge, denn mietfreies Wohnen im Ruhestand entlastet enorm. Die Familie ist abgesichert, denn ein eigenes Heim bedeutet Stabilität für Partner*in und Kinder.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Der Hausbau heute wird nach modernen Baustandards durchgeführt. Du kannst auf erneuerbare Energien setzen, denn Wärmepumpen, Solaranlagen sorgen für hohe Energieeffizienz. Moderne Baustoffe für den Hausbau bestehen aus nachhaltigen Materialien und sind in der Regel umweltfreundlich.

Finanzielle Aspekte

Die aktuell immer noch relativ niedrigen Bauzinsen erlauben eine historisch günstige Baufinanzierung, was sich langfristig lohnen wird.
Manche Finanzierungsmodelle können steuerlich attraktiv sein, z.B. durch Steuervorteile bei Vermietung oder Doppelhaus. Wer energieeffizient baut, hat Anspruch auf die Förderung der KfW-Bank.
Staatliche Zuschüsse und Kredite für energieeffizientes Bauen können die Finanzierungskosten senken.

Lebensqualität und Standortvorteile

Sehr viele Menschen zieht es heute raus aus der Stadt. Ein Haus im Grünen kann mehr Ruhe, Raum und Natur bedeuten.
Ein eigener Hausbau ermöglicht Platz für Hobbys und Homeoffice. Garten, Werkstatt, Arbeitszimmer, all das ist im eigenen Haus kein Problem.

Die einzelnen Etappen beim Hausbau

1. Planungsphase

Die Planungsphase, die Bauplanung selbst, verfolgt das Ziel, Grundlagen zu schaffen und endgültige Entscheidungen zu treffen. Zu den wichtigsten Vorbereitungen gehört eine Bedarfsanalyse, bei der die Größe des Hauses, die Zimmeranzahl, der Architekturstil und das Budget festgelegt werden.

Auf der Basis der Bedarfsanlayse erfolgt die Grundstückssuche mit anschließendem Grundstückskauf. Gleichzeitig setzt auch die Finanzierungsplanung ein. Hypothekenkredit, Eigenmittel und Fördermittel (z. B. Durch die KfW-Bank) müssen beantragt werden.

Der nächste Schritt ist die Beauftragung einer Baufirma oder eines Architekten, um die Entwurfsplanung zu erstellen. Erste Skizzen für die Raumaufteilung müssen abgesegnet werden.

Ein passendes Bauunternehmen zu finden ist einer der wichtigsten Schritte beim Hausbau – schließlich hängt die Bauqualität, die Termintreue und letztlich dein Wohlbefinden davon ab. Hier sind die wichtigsten Tipps und Schritte, um ein gutes Bauunternehmen zu finden:

Recherche für ein Hausbau-Unternehmen

Du kannst auf Online-Plattformen suchen oder bei Unternehmen wie „Wer liefert was“. Aber auch Immobilienforen und Erfahrungsberichte im Internet können hilfreich sein. Lokale Empfehlungen durch Familie, Nachbarn, Architekten und Bauherren anderer Objekte können zum geeigneten Bauunternehmen führen. Man kann auch Baustellen vor Ort besuchen, denn wer dort arbeitet, könnte ein Kandidat sein.

Wichtige Auswahlkriterien sind:

  • Erfahrung und Referenzen: Gibt es vergleichbare Projekte?
  • Zertifikate und Mitgliedschaften: Z. B. in der Handwerkskammer, Baugewerbeverband
  • Festpreisangebot möglich?
  • Eigenleistungen erlaubt? (wenn du selbst mitarbeiten willst)
  • Kommunikation & Erreichbarkeit: Klar, ehrlich, transparent?
  • Bonität und Insolvenzfreiheit: z. B. über eine SCHUFA-Auskunft oder Handelsregister

Angebote einholen und vergleichen

Du solltest mindestens 3 Angebote einholen. Achte dabei auf eine detaillierte Leistungsbeschreibung, einen Zahlungsplan, der angemessene Zahlungen gemäß dem Baufortschritt vorsieht, klare Zuordnung der Inklusivleistungen damit keine versteckten Zusatzkosten entstehen können, Bestätigung der Garantie und Gewährleistungsfrist (nach BGB: 5 Jahre) und immer daran denken: 
der Preis ist wichtig – aber er ist nicht das einzige Kriterium!

Vertrag und Absicherung

Prüfung nachfolgender Kriterien:

  • Bauvertrag nach BGB oder VOB/B?
  • Baubeginn und Fertigstellungstermine
  • Strafzahlungen bei Verzug?
  • Bauzeitgarantie
  • Bauleistungsversicherung und Bauherrenhaftpflichtversicherung abschließen

Als letzter Schritt ist dann eine Bauanzeige oder ein Bauantrag bei der Baubehörde einzureichen.

2. Bauvorbereitung

Das Ziel der Bauvorbereitungsphase ist es, alles für den Baubeginn vorzubereiten. Dazu gehören insbesondere:

  • Baugenehmigung erhalten
  • Detaillierte technische Pläne für die Hausplanung
  • Bauvertrag und Versicherungen abschließen
  • Baugrunduntersuchung (Bodengutachten) durchführen
  • Erschließung des Grundstücks für Wasser, Strom, Abwasser, Kabel- und Internetanschluss. etc.
  • Baustelleneinrichtung

3. Rohbauphase

Zum Abschluss der Rohbauphase muss das „Gerüst“ des Hauses stehen. Die einzelnen Zwischenphasen sind dabei

  • Aushub
  • Bodenplatte oder Keller errichten
  • Mauerwerk oder Fertigbauteile errichten
  • Decken und Dachstuhl setzen
  • Dach eindecken
  • Fenster und Außentüren einsetzen
  • Am Ende wird das Richtfest gefeiert.

4. Ausbauphase

Die Ausbauphase widmet sich ganz dem Innenausbau und der Haustechnik. Im einzelnen geht es dabei um die Gewerke

  • Elektro- und Sanitärinstallationen
  • Heizung und Lüftung
  • Wärmedämmung und Innenputz
  • Estrich gießen
  • Trockenbau (z. B. Trennwände)
  • Bodenbeläge und Fliesen
  • Maler- und Tapezierarbeiten
  • Sanitärobjekte und Innentüren montieren

5. Abschluss und Übergabe

Mit der Bezugsfertigkeit wird das Haus übergeben. Die Endabnahme erfolgt durch den Bauleiter oder einen Gutachter. Das ist die Gelegenheit, eine Mängelliste zu überprüfen und die Mängel zu beheben. Danach erfolgt die förmliche Hausübergabe / Schlüsselübergabe und der Einzug (Umzugsfirma frühzeitig beauftragen) kann in Angriff genommen werden. Dafür muss rechtzeitig eine Anmeldung bei den Versorgern (Gas, Wasser, Strom, Telefon) und beim Einwohnermeldeamt erfolgen.

6. Nach dem Einzug

Nach dem Einzug ist es an der Zeit, die Außenanlagen zu gestalten. Garten, Terrasse, Carport oder Garage müssen angelegt und eventuelle Restarbeiten oder Nachbesserungen müssen erledigt werden.

Eine Übersicht über die Themen, die auf dem Informationsportal Hausbautipps24 im Rahmen des Hausbaus behandelt werden, findet sich nachstehend. Einfach anklicken und schon sind Sie im entsprechenden Bereich.

Außenanlagen                           Bauplanung
Garagen und Carports
Swimmingpool                           Baustoffe
Terrassen und Balkone            Bauteile
Wintergarten                             Dämmstoffe 
Wege und Zäune                       Ziegel


Bauweise                                   Dach 
Barrierefrei bauen
Fertighaus                                  Keller
Holzhaus
Massivhaus
Ökologisches Bauen               Treppen 
Klimaschutz

Haustechnik                            Türen
Elektro
Heizungstechnik
Sicherheit


Innenausbau
Badezimmer
Fenster
Fußboden
Küchen


Ratgeber
Anbau
Badezimmer
Bauvertrag
Fenster
Fertighaus
Grundstückskauf
Hausbau
Hausbaufinanzierung
Solarenergie
Versicherungen beim Hausbau
Wintergarten

Foto: pixabay / Paul Brennan 

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Garagentore im Vergleich: Öffnungsarten und Unterschiede

RG Anbau / Garagentor: Ein Garagentor ist weit mehr als nur der praktische Zugang zur Garage. Es beeinflusst Komfort, Sicherheit, Energieeffizienz und sogar die Optik des Hauses. Doch Garagentor ist nicht gleich Garagentor: Es gibt verschiedene Öffnungsarten, die sich in Funktion, Platzbedarf, Preis und Bedienkomfort unterscheiden. Wer eine Garage plant oder modernisieren möchte, sollte sich daher genau mit den verschiedenen Möglichkeiten auseinandersetzen.

Die Öffnung des Garagentores erfolgt durch den Garagentoröffner, entweder manuell oder durch einen Motor (Garagentorantrieb), der auch mittels Fernbedienung in Betrieb gesetzt werden kann. Das Material des Garagentores kann aus Stahl, Aluminium, Kunststoff und Holz bestehen; auch kunststoffbeschichtete und verzinkte Ausführungen sind im Angebot. Zusätzlich können auch Teilverglasungen und sogenannte Schlupftüren und Nebentüren in das Garagentor eingebaut werden. Die Sicherheits- und Leistungsanforderungen an Garagentore sind seit 2005 in der EU harmonisiert und unter der Norm DIN-EN 13241-1 veröffentlicht.

 

 


Eine generelle Übersicht über die Öffnungsarten zeigt die wesentlichen Unterschiede und Möglichkeiten wie ein Garagentor geöffnet werden kann.

Schwingtor – der Klassiker unter den Garagentoren

Das Schwingtor ist in vielen älteren Garagen noch zu finden und gilt als Klassiker. Es besteht aus einem großen Torflügel, der beim Öffnen nach außen schwingt und dann unter die Garagendecke gleitet.

Das Schwingtor oder Kipptor ist das am meisten verbreitete Garagentor. Die Ursache liegt wohl hauptsächlich darin begründet, dass Schwingtore die preiswertesten Garagentore sind. Ihr Nachteil liegt im Handling, denn da sie beim Öffnen oder Schließen nach außen aufschwingen, können dabei vor dem Garagentor befindliche Gegenstände oder Personen beschädigt oder verletzt werden. Schwing- oder Kipptore können auch mit einem Garagentorantrieb zur automatischen Garagentoröffnung versehen werden.

Vorteile:
einfache Technik, robust und langlebig
vergleichsweise günstige Anschaffungskosten
unkomplizierte manuelle Bedienung

Nachteile:
benötigt beim Öffnen Platz nach vorne → nicht geeignet, wenn man dicht vor der Garage parken möchte
weniger gute Wärmedämmung im Vergleich zu modernen Torarten
Design-Optionen eingeschränkt

Sektionaltore – die moderne und platzsparende Lösung

Sektionaltore bestehen aus mehreren waagerechten Paneelen, die beim Öffnen nach oben gleiten und unter die Decke geschoben werden. Sie gehören heute zu den beliebtesten Garagentorarten. Ein Sektionaltor kann als Seitensektionaltor oder Deckensektionaltor erstellt werden. Das Sektionaltor besteht aus rechteckigen Einzelelementen (Sektionen),die über einen Gelenkmechanismus miteinander verbunden sind. Dies bewirkt, dass das Garagentor ohne einen Schwenkraum zu benötigen, zurückgeschoben werden kann, wodurch keine Nachteile, wie beim Schwingtor entstehen können.

Seitensektionaltore – eine flexible Alternative

Beim Seitensektionaltor laufen die Paneele nicht nach oben, sondern seitlich an der Garagenwand entlang.

Vorteile:
praktisch bei niedrigen Garagen oder Dachschrägen
nur ein Teil lässt sich öffnen → ideal, wenn die Garage auch als Zugang genutzt wird
gute Wärmedämmung möglich
Nachteile:
aufwendige Montage
weniger Auswahl im Vergleich zu Decken-Sektionaltoren
benötigt seitlich Platz an der Wand

Decckensektionaltore

Seitensektionaltor

 

 

 

Beim Deckensektionaltor laufen die Sektionen über Rollen in ein Führungsgestänge, von wo sie horizontal unter die Decke der Garage geschoben werden. Beim Seitensektionaltor werden die Sektionen vertikal an eine Seitenwand geschoben. Sektionaltore werden in der Regel mit einem elektrischen Garagentorantrieb ausgestattet.

Vorteile:
platzsparend, da kein Schwenkbereich vor der Garage erforderlich ist
gute Wärmedämmung durch isolierte Paneele
vielseitige Designvarianten (Farben, Oberflächen, Fenster)
elektrisch einfach bedienbar

Nachteile:
höhere Anschaffungskosten als Schwingtore
etwas komplexere Technik → Wartung sinnvoll

Deckengliedertore

Deckengliedertor

 

 

 

 

Eine besondere Form des Deckensektionaltores ist das Deckengliedertor, bei dem das Garagentor nicht aus Sektionen, sondern aus feingliedrigen Lamellen (Stahl oder Aluminium) besteht. Vom Funktionsprinzip ist es aber dem Sektionaltor gleich.

Rolltore - kompakt und flexibel

Rolltor

 

 

 

 

Ein Rolltor funktioniert ähnlich wie ein Rollladen: Das Tor wird beim Öffnen aufgerollt und in einem Kasten über der Toröffnung verstaut. Das Rolltor ist eigentlich ein normaler Rollladen, der in die Garage eingebaut wird. Aufgrund der Größe des Garagentores ergibt sich ein recht großer Rollladenkasten, der über der Garagentor- Öffnung innerhalb der Garage eingebaut werden muss. Bei den Standardgaragen reicht dafür meist der Platz nicht aus, deshalb wird das Rolltor auch weniger eingesetzt, als Schwing- und Sektionaltor. Das Rolltor wird in der Regel mit einem elektrischen Garagentorantrieb versehen, da das Gewicht eines solchen Rolltores schwerlich per Hand zu bedienen ist. Wesentlicher Vorteil ist jedoch, dass die gesamte Garage genutzt werden kann, da weder die Decke, noch die Wände der Garage von einem Garagentor oder seinen Führungsschienen benutzt werden.

Vorteile:
kein Platzverlust vor oder in der Garage
einfache Bedienung per Motorsteuerung
ideal auch bei niedrigen Deckenhöhen
Nachteile:
vergleichsweise teuer in der Anschaffung
begrenzte Wärmedämmung (abhängig vom Material)
bei Motorproblemen ist ein manuelles Öffnen schwieriger

Flügeltore – die traditionelle Variante

Flügeltore bestehen aus zwei seitlich angeschlagenen Torflügeln, die nach außen aufschwingen. Sie sind die älteste Form des Garagentors, werden aber auch heute noch gewählt – besonders für freistehende Garagen mit viel Platz davor.

Flügeltore sind die ursprünglichen Garagentore. In der Holzausführung werden sie auch heute noch häufig als individuelle Schreinerarbeiten gewählt. Flügeltore haben im Gegensatz zu den bisher beschriebenen Garagentoren immer zwei Flügel, die man auch als Stellflügel und Gehflügel bezeichnet. Die Flügel werden immer so angebracht, dass ausschließlich eine Öffnung nach außen möglich ist. Das hat den gleichen Nachteil, wie oben beim Schwingtor beschrieben, dass man vor der Garage keine Gegenstände abstellen kann, wenn man die Garage öffnen will. Weiterhin ist es nicht möglich die Flügeltore bei ansteigendem Gelände vor der Garage zu verwenden, da sich die Flügeltore dann nicht öffnen ließen. Die Flügeltore können mit elektrischem Garagentorantrieb ausgerüstet werden.

Vorteile:
einfache Technik, robust und langlebig
kein Platzverlust in der Garage selbst
optisch attraktiv für klassische Gebäude oder Landhäuser
Nachteile:
viel Platzbedarf vor der Garage → bei kurzen Einfahrten unpraktisch
meist schlechtere Dämmung
aufwendiger bei Automatisierung

Infografik Garagentore

Bedienung und Automatisierung

Fast alle modernen Garagentorarten lassen sich heute mit einem elektrischen Antrieb ausstatten. Ein Knopfdruck auf die Fernbedienung genügt, um das Tor bequem zu öffnen oder zu schließen – ein klarer Komfort- und Sicherheitsgewinn. Moderne Systeme sind außerdem oft mit Smart-Home-Lösungen kombinierbar, sodass das Tor per App oder Sprachsteuerung bedient werden kann.

Manuelle Öffnungen sind günstiger und funktionieren unabhängig vom Stromnetz. Bei Stromausfall verfügen elektrische Tore in der Regel über eine Notentriegelung.

Welches Garagentor ist das richtige?

Die Entscheidung hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Platzangebot: Gibt es genug Raum vor der Garage oder soll das Tor möglichst platzsparend sein?
  • Nutzung: Dient die Garage nur als Stellplatz oder auch als Werkstatt/Abstellraum, bei dem Wärmedämmung wichtig ist?
  • Budget: Von günstig (Schwingtor) bis hochwertig (Roll- oder Sektionaltor) reicht die Preisspanne erheblich.
  • Optik: Soll das Tor modern, klassisch oder optisch passend zum Haus sein?

Fazit

Garagentore gibt es in unterschiedlichen Ausführungen – vom klassischen Schwingtor über platzsparende Sektionaltore bis hin zu flexiblen Rolltoren. Jede Öffnungsart bringt Vor- und Nachteile mit sich, die bei der Auswahl berücksichtigt werden sollten. Wer Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz schätzt, ist mit einem modernen Sektional- oder Rolltor bestens beraten. Traditionelle Varianten wie Flügeltore haben dagegen nach wie vor ihren Reiz, wenn genug Platz und ein passendes Gebäudeumfeld vorhanden sind.
Am Ende lohnt sich eine Beratung durch einen Fachbetrieb, der die baulichen Gegebenheiten prüft und ein Tor empfiehlt, das optimal zu den eigenen Anforderungen passt.

❓ FAQ zu Garagentoren

Welches Garagentor ist am besten?

Das hängt von den Gegebenheiten ab. Sektionaltore sind am weitesten verbreitet, da sie platzsparend und gut isoliert sind. Rolltore eignen sich bei niedrigen Decken, während Schwingtore eine günstige Alternative darstellen.

Was ist der Unterschied zwischen Schwingtor und Sektionaltor?

Ein Schwingtor schwenkt beim Öffnen nach außen, benötigt also Platz vor der Garage. Ein Sektionaltor fährt senkrecht nach oben und liegt unter der Decke, wodurch es keinen zusätzlichen Raum beansprucht.

Wie viel kostet ein neues Garagentor?

Die Preise variieren stark: Einfache Schwingtore gibt es ab etwa 500 Euro, Sektional- oder Rolltore mit Motor liegen oft zwischen 1.500 und 3.500 Euro. Individuelle Ausstattungen wie Dämmung oder Smart-Home-Steuerung erhöhen die Kosten.

Kann man ein Garagentor elektrisch nachrüsten?

Ja, fast alle Garagentorarten lassen sich mit einem elektrischen Antrieb nachrüsten. Wichtig ist, dass die Mechanik in gutem Zustand ist und genügend Platz für den Motor vorhanden ist.

Welches Garagentor ist am sichersten?

Sektionaltore und Rolltore mit moderner Technik bieten ein hohes Maß an Einbruchschutz. Viele Modelle haben zusätzliche Sicherheitsverriegelungen und lassen sich ins Smart Home integrieren.

Vorschriften und Normen

Alle Garagentore, die in Deutschland zugelassen sind, unterliegen den DIN Vorschriften des Deutschen Instituts für Normung e.V.

Damit wird sichergestellt, dass diese Tore beispielsweise sowohl in Widerstand gegen Wind oder gegen eindringendes Wasser gewissen Mindestansprüchen genügen. Nachstehend eine kleine Auswahl von Normen, die heute gebräuchlich sind und die auch im Zusammenhang mit elektrischen Antriebssystem diesen Anforderungen noch entsprechen müssen:

DIN EN 12426 Tore – Luftdurchlässigkeit: Klassifizierung
DIN EN 12427 Tore – Luftdurchlässigkeit: Prüfverfahren

DIN EN 12428 Tore – Wärmedurchgangskoeffizient: Anforderungen an die Berechnung

DIN EN 12424 Tore – Widerstand gegen Windlast: Klassifizierung
DIN EN 12444 Tore – Widerstand gegen Windlast: Prüfung und Berechnungen

DIN EN 12453 Tore – Nutzungssicherheit kraftbetätigter Tore: Anforderungen
DIN EN 12445 Tore – Nutzungssicherheit kraftbetätigter Tore: Prüfverfahren

DIN EN 12425 Tore – Widerstand gegen eindringendes Wasser: Klassifizierung
DIN EN 12489 Tore – Widerstand gegen eindringendes Wasser: Prüfverfahren

DIN EN 12604 Tore – Mechanische Aspekte: Anforderungen
DIN EN 12605 Tore – Mechanische Aspekte: Prüfverfahren

DIN EN 12635 Tore – Einbau und Nutzung

Quelle: Tipps24-Netzwerk – HR
Fotos: Jonathan Cooper auf Unsplash / Alulux

 

 

Garagendach - Materialien und Nutzungsmöglichkeiten

RG Anbau / Garagendach:  Das Nachkriegs-Garagendach als Bitumendach oder Eternitdach ist nicht mehr angesagt. Das Garagendach verfügt über architektonische Gestaltungsmöglichkeiten, die Wohnhaus und Garage zu einer Einheit verschmelzen. Es hat durch Maßnahmen des Klimaschutzes und der Gewinnung von alternativen Energien eine zusätzliche Bedeutung gewonnen, denn das Garagendach wird heute nicht nur von Öko-Freaks als Solardach und mit einer Dachbegrünung genutzt, um eigene Initiativen bezüglich Umwelt- und Klimaschutz zu entwickeln. Daneben sind auch die klassischen Formen mit Flachdach und Giebeldach, teilweise sogar als ausgebauter zusätzlicher Raum (Partyraum, Werkstatt, Hobbyraum) möglich.


Ein Garagendach ist weit mehr als nur die schützende Abdeckung einer Garage. Es bestimmt die Optik des gesamten Gebäudes, beeinflusst die Lebensdauer der Bausubstanz und eröffnet zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten – von der Dachbegrünung bis hin zur Installation einer Photovoltaikanlage. Wer sich mit dem Thema Garagendach beschäftigt, steht vor einer Vielzahl an Fragen: Welche Dachform ist die richtige? Welche Materialien sind langlebig und zugleich kosteneffizient? Und lohnt sich die Sanierung oder ein Ausbau in jedem Fall?

 

 

Grundlageninformationen zum Garagendach

Das Dach einer Garage schützt nicht nur vor Regen, Schnee und Hitze, sondern trägt auch wesentlich zur Energieeffizienz bei. Gleichzeitig spielt es eine wichtige Rolle in Bezug auf Statik und Bauvorschriften. In Deutschland sind Flachdächer besonders weit verbreitet, weil sie sich für Fertiggaragen und kompakte Bauweisen eignen. Daneben kommen auch Sattel- und Pultdächer zum Einsatz, die jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile mitbringen. Bei jeder Form gilt es, neben der Optik der Außenanlage auch rechtliche Aspekte wie Bauordnung und Abstandsflächen im Blick zu behalten.

Dachformen im Detail

Das Garagendach ist am häufigsten in der Ausführung mit einem Flachdach anzutreffen, meist bei den einfachen Fertiggaragen. Daneben gibt es jedoch auch häufig das Giebel- oder Satteldach und das Walmdach. Allerdings sind auch alle anderen Dacharten möglich. Besonders gelungene Garagendächer sieht man, wenn die Dachform der Garage in gleichem Stil und Material wie das Hauptgebäude (Wohnhaus) errichtet wird.

Das Flachdach ist die klassische Lösung für Garagen und überzeugt durch seine einfache Konstruktion. Allerdings ist es anfälliger für Staunässe und benötigt daher eine hochwertige Abdichtung sowie regelmäßige Kontrolle. Gleichzeitig bietet es Vorteile, weil es sich hervorragend für eine Dachbegrünung oder für Photovoltaikanlagen eignet.

Das Satteldach hingegen ist traditionell, langlebig und passt optisch meist sehr gut zum Wohnhaus. Es leitet Regen und Schnee zuverlässig ab und erfordert weniger Wartung, ist jedoch in der Anschaffung teurer als ein Flachdach.

Das Pultdach stellt eine moderne Alternative dar. Es besitzt nur eine geneigte Fläche und ist daher konstruktiv einfacher als ein Satteldach. Besonders attraktiv wird es durch die Möglichkeit, die gesamte Dachfläche optimal nach Süden auszurichten und so ideale Voraussetzungen für eine Solaranlage zu schaffen.

Das Walmdach ist eine besondere Form des Satteldachs, bei dem nicht nur die beiden Längsseiten, sondern auch die Giebelseiten geneigt sind. Dadurch wirkt die Garage optisch harmonisch und fügt sich elegant in viele Wohnhausarchitekturen ein. Ein Walmdach bietet guten Schutz gegen Wind und Wetter, ist aber aufwendiger in der Konstruktion und teurer als andere Dachformen. Besonders dann, wenn die Garage architektonisch mit dem Wohngebäude abgestimmt werden soll, ist das Walmdach eine ästhetisch ansprechende Lösung.

Materialien und Abdichtungen

Für Garagendächer stehen verschiedene Materialien zur Verfügung. Bitumenbahnen sind die bewährte und kostengünstige Lösung für Flachdächer. Sie sind leicht zu verarbeiten und bieten zuverlässigen Schutz, müssen jedoch nach einigen Jahrzehnten erneuert werden. Dachziegel kommen bei geneigten Dächern zum Einsatz und punkten mit ihrer langen Lebensdauer. Wer es robust und pflegeleicht möchte, greift zu Metall, etwa Trapezblech, das sich schnell verlegen lässt. Kunststoffabdichtungen aus PVC oder EPDM gelten als besonders langlebig und flexibel und sind für moderne Flachdächer eine zunehmend beliebte Option.

Dachplatten für das Flachdach der Garage

Die Dachplatten der herkömmlichen Fertiggaragen sind meist aus voll verzinktem Stahl gefertigt, sie haben ein spezielles Profil, welches auch für große Belastungen ausgelegt ist. Der Standard der Dachbelastungsfähigkeit liegt bei ca. 125 Kg/m². Das ist für fast alle Schneelastzonen in Deutschland ausreichend. Eine Erhöhung der Dachlast ist bis zu 300 Kg/m² möglich.

Das so errichtete Flachdach wird mit einer Blende abgeschlossen. Die Blenden des Garagendachs sind in der Regel voll verzinkt und farbbeschichtet. Die Blende ist vierseitig umlaufend an der Dachoberseite der Garage montiert. Die Blende wird in allen gängigen Farbtönen angeboten.

Sanierung und Wartung

Wie jedes andere Dach auch, benötigt ein Garagendach regelmäßige Pflege. Schon kleine Risse oder Blasen in der Dachhaut können auf Dauer zu Schäden führen. Deshalb ist eine Inspektion in regelmäßigen Abständen wichtig. In vielen Fällen reicht es aus, die Abdichtung zu erneuern, was vergleichsweise günstig ist. Spätestens nach 20 bis 30 Jahren wird jedoch eine umfassendere Sanierung notwendig. Wer dabei gleich eine zusätzliche Wärmedämmung einbauen lässt, spart langfristig Energiekosten und erhöht den Nutzwert der Garage. Die Kosten variieren stark, von einigen Hundert Euro für kleinere Abdichtungsarbeiten bis zu mehreren Tausend Euro für eine komplette Erneuerung.

Nutzungsmöglichkeiten

Ein Garagendach kann mehr sein als nur ein funktionaler Schutz. Immer mehr Eigentümer nutzen die Fläche aktiv. Eine Dachbegrünung sorgt nicht nur für eine bessere Wärmedämmung und schützt die Dachhaut, sondern trägt auch zur Verbesserung des Mikroklimas bei.

Das grüne Garagendach

Zur Dachbegrünung werden inzwischen sehr viele Systeme angeboten, die mit den unterschiedlichsten Materialien, wie Vliesen, Matten und Substraten und auch mit einer riesigen Menge unterschiedlichster Pflanzenarten ausgestattet sind. Bei der Errichtung eines begrünten Garagendachs muss man vor allem an die Belastbarkeit des Daches denken. Die oben genannten Werte für die Schneebelastbarkeit müssen bei einem Gründach natürlich entsprechend höher ausfallen.

Klimaschutz und erneuerbare Energien auf dem Garagendach

Auch Photovoltaikanlagen finden zunehmend ihren Platz auf Garagendächern. Sie ermöglichen die Eigenproduktion von Strom und erhöhen die Unabhängigkeit von Energieversorgern.

Das Garagendach ist für die Aufnahme einer Solaranlage bestens geeignet. Die Dachform ist dabei nicht entscheidend, eher die räumliche Ausrichtung und die Nähe zur Systemtechnik und dem Pufferspeicher. Sogenannte Solardächer auf Garagen und Carports sind keine Seltenheit mehr. Zum Aufbau einer Solaranlage auf dem Garagendach finden Sie in unserem Ratgeber Solarenergie vielfältige Hinweise, sowohl was die Technik, als auch was die öffentliche Förderung betrifft.

Die Nutzung des Garagendachs als Dachterrasse

Ein Garagendach kann durchaus zur Dachterrasse werden – aber nur mit sorgfältiger Planung, statischer Prüfung und behördlicher Genehmigung. Richtig umgesetzt, gewinnt man wertvolle zusätzliche Wohn- und Freizeitfläche.

Statik und Tragfähigkeit - Dachterrasse

Das Garagendach ist in der Regel nicht dafür ausgelegt, regelmäßig von Personen genutzt oder mit schweren Möbeln belastet zu werden. Vor der Planung muss ein Statiker prüfen, ob die Decke und die Wände der Garage das zusätzliche Gewicht (Menschen, Möbel, Beläge, eventuell Pflanzenkübel) tragen können. Oft ist eine Verstärkung notwendig.

Abdichtung und Dämmung

  • Eine Dachterrasse stellt höhere Anforderungen an die Abdichtung, weil die Fläche dauerhaft begehbar und stärker beansprucht ist. Notwendig sind:
  • eine hochwertige, mehrlagige Abdichtung,
  • eine Schutz- und Drainageschicht, damit kein Wasser eindringt,
  • Frostsicherheit und Wärmedämmung, um Schäden zu vermeiden.

Zugang und Sicherheit

Es muss ein sicherer Zugang zur Terrasse geschaffen werden – z. B. über eine Außentreppe oder einen direkten Zugang aus dem Obergeschoss. Geländer und Absturzsicherungen sind baurechtlich verpflichtend.

Genehmigungen

Die Umnutzung zum Aufenthaltsraum ist in den meisten Bundesländern genehmigungspflichtig. Es gelten die jeweiligen Bauordnungen, Abstandsflächen und Nachbarschaftsrechte. Vor allem die Sicht in Nachbargrundstücke kann zu Konflikten führen. Ein Antrag auf Baugenehmigung beim Bauamt ist daher fast immer erforderlich.

Kosten für eine Garagendachterrasse

Die Kosten variieren stark, je nach Zustand der Garage und gewünschter Ausstattung:

einfache Verstärkung + Abdichtung: ab ca. 5.000–10.000 €
hochwertiger Ausbau mit Belag, Geländer, Zugang: eher 15.000–25.000 €

Ebenso lässt sich das Dach in ein Regenwassernutzungssystem einbinden, etwa zur Gartenbewässerung.

Kosten und Förderungen

Die Kosten für ein Garagendach hängen stark von Größe, Form, Material und gewünschter Nutzung ab. Während eine einfache Bitumenabdichtung für wenige Hundert Euro zu haben ist, können eine komplette Neueindeckung oder eine aufwändige Begrünung mehrere Tausend Euro kosten. Förderungen sind ein weiterer wichtiger Punkt: Viele Kommunen und Bundesländer unterstützen Gründächer, und für Solaranlagen gibt es bundesweit Einspeisevergütungen sowie weitere Programme der KfW oder regionaler Energieagenturen.

Tipps zur Planung des Garagendachs

Bei der Planung eines Garagendachs sollte stets zuerst die Statik berücksichtigt werden – besonders dann, wenn eine Solaranlage oder eine Begrünung vorgesehen ist. Auch die Dachneigung spielt eine Rolle für die Entwässerung und die spätere Nutzung. Wer langfristig plant, spart nicht nur Kosten, sondern kann sein Dach vielseitig nutzen. Empfehlenswert ist es, sich frühzeitig an einen Fachbetrieb zu wenden, um Abdichtung, Dämmung und mögliche Erweiterungen professionell abzustimmen. Diese Tipps gelten für alle Arten von Garagen, sowohl für Einzelgaragen, als auch für Doppelgaragen, für Holzgaragen und gemauerte Garagen.

Mindestangaben für die Planung eines Garagendachs

Baubreite der Garagenseite, die das Garagentor aufnimmt.
Baubreite der Garagenrückseite
Baulänge der Garage
Dachneigung
Dachüberstand, Giebel vorn, Giebel hinten
Dachüberstand, Traufe links, Traufe rechts
Dacheindeckung mit Dachpfannen, Art und Farbe
Dachrinne, Material und Verarbeitung

Fazit

Ein Garagendach ist weit mehr als ein notwendiges Bauteil. Mit der richtigen Planung kann es ökologischen, wirtschaftlichen und ästhetischen Mehrwert bieten. Ob funktionale Abdichtung, langlebiges Material, nachhaltige Begrünung oder eigene Stromproduktion – die Möglichkeiten sind vielfältig. Wer seine Garage als Teil des gesamten Wohnkonzepts versteht, gewinnt langfristig an Komfort, Unabhängigkeit und Wertsteigerung.

Quelle: Tipps24-Netzwerk – HR
Foto: Anton Holgren auf Unsplash

 

Anbau Carport - Planung und Konstruktion

Der Abschnitt Anbau Carport befasst sich mit dem Anbau eines Carports allgemein, beginnend mit den Carport- Typen Einzel oder Doppelcarport, über die verwendbaren Materialien für den Bau oder Anbau eines Carports, wie Holz, Stahl oder Aluminium und abschließend mit den Möglichkeiten, das Carport Dach zu gestalten, auch als Solardach oder Gründach (Dachbegrünung). Konstruktion, Größe, Entwässerung und die Vor- und Nachteile eines Carports sind weitere Themen, die hier behandelt werden.

 

 

Begriffsbestimmung – was ist ein Carport?

Ein Carport ist ein Unterstellplatz für Fahrzeuge. Er kann nach allen Seiten offen sein, kann aber auch nur teilweise offen erstellt werden, indem Wände gezogen werden oder der Carport als Anbau an ein bestehendes Gebäude (Haus oder Garage) errichtet wird. Der Carport ist in der Regel überdacht, um das oder die untergestellte(n) Fahrzeug(e) vor Umwelteinflüssen wie Regen, Schnee oder Frost zu schützen.

Mit welchem Baumaterial kann  der Anbau errichtet werden?

Ein Carport wird überwiegend aus Fertigteilen errichtet. Als bevorzugte Baumaterialien für einen Carport Anbau haben sich dabei Holz, Aluminium und korrosionsgeschützter Edelstahl erwiesen. Verschiedentlich sind auch Carports aus Leichtbeton- Fertigteilen anzutreffen. Gemauerte Carports sind eher selten anzutreffen. Für die Dachdeckung werden bei Giebeldachkonstruktionen die Bedachungsmaterialien des Hauptgebäudes aus optischen Gründen bevorzugt.

Ein Carport kann aus einer Vielzahl von Baumaterialien errichtet werden, je nach gewünschtem Stil, Budget, Haltbarkeit und Pflegeaufwand. Die am häufigsten verwendeten Materialien, die für den Bau eines Carports verwendet werden:

Holz

Natürliche Optik
Passt daher gut zu traditionellen und modernen Gebäuden.

Leicht zu bearbeiten
Ideal geeignet für Selbstbauprojekte.

Beliebte Holzarten

Kiefer und Fichte sind preiswert, oft druckimprägniert gegen Feuchtigkeit.
Lärche und Douglasie sind ein langlebiger natürlicher Witterungsschutz.

Tropenhölzer (z. B. Bangkirai) sind sehr robust, aber teurer und ökologisch kritisch zu betrachten.

Pflege

Bei allen Holzarten ist eine regelmäßige Behandlung mit Holzschutzmitteln oder Lasur erforderlich, um Witterungsschäden zu vermeiden.

Preis

Mittel bis hoch, abhängig von der Holzart.

Metall

Als Baumaterialien aus Metall für einen Carport kommen Aluminium und Stahl in Frage.

Aluminium ist leicht, korrosionsbeständig und pflegeleicht.
Allerdings wird für Aluminium ein höherer Preis im Vergleich zu anderen Metallen verlangt. Aluminium ist optisch modern und minimalistisch und praktisch wartungsfrei.

Stahl (verzinkt) ist robust und langlebig, es ist jedoch ein Korrosionsschutz (z. B. Pulverbeschichtung) erforderlich. Optisch ergibt Stahl einen industriellen Look und steht lackiert für ansprechendes Design.

Kunststoff

Kunststoff ist günstig und pflegeleicht, rostet und verrottet nicht, ist ideal für feuchte Standorte.

Kunststoff ist weniger stabil als Holz oder Metall und wird daher oft in Kombination mit Stahlrahmen verwendet. Optisch sieht Kunststoff weniger ansprechend aus und wirkt teilweise billig.

Typische Anwendungen sind Dachabdeckungen (Polycarbonatplatten, PVC), während Tragkonstruktionen selten komplett aus Kunststoff sind .

Stein oder Beton

Stein und Beton sind extrem langlebig und witterungsbeständig. Stein kann optisch an die Hausfassade angepasst werden (z. B. Klinker, Naturstein) und ist wartungsfrei.

Höhere Kosten und längerer Bauaufwand gehören zu den Nachteilen.

Materialkombinationen

Viele Carports nutzen eine Kombination verschiedener Materialien, um Funktionalität, Optik und Kosten auszugleichen, z.B. Holz mit Metallbeschlägen, Metallrahmen mit Kunststoffdach und Betonsockel mit Holzaufbau.

Ein Carport kann also aus Holz, Metall, Kunststoff oder Beton gebaut werden, häufig kombiniert mit geeigneten Dachmaterialien. Die Wahl hängt von den individuellen Anforderungen und dem gewünschten Stil ab. Holz ist die beliebteste Wahl für eine natürliche Optik, während Metall für Langlebigkeit und minimalistische Designs bevorzugt wird.

Die Konstruktion des Carports

Der Carport steht auf mindestens vier Pfosten, die als Grundlage für jede Carport- Konstruktion anzusehen sind. Dies gilt auch, wenn der Carport als Anbau an ein bestehendes Gebäude errichtet wird. Bei teilgeschlossenen Carports sind die geschlossenen Wände nicht konstruktionsbedingt, sondern dienen nur der Optik und einem weiteren Schutz der untergestellten Fahrzeuge. Alle Pfosten sind auf Fundamente zu setzen, die in der Regel als quadratische Fundamente mit mindestens 80 cm Tiefe gegründet werden müssen.

Welche Dachformen und welche Dachart kann der Anbau haben?

In den Regelausführungen hat der Carport ein Flachdach, manchmal auch ein Pultdach. Andererseits gibt es keine konstruktiven Beschränkungen, sodass das Carport- Dach der Dachform des Hauptgebäudes (Giebeldach, Walmdach) angepasst werden kann. In jüngster Zeit sieht man auch vermehrt Solardächer und Dachbegrünungen auf dem Carport. Eine Übersicht über die möglichen Dachformen und Konstruktionen.

Nachteil des Carports gegenüber einer Garage

Der Carport bietet für ein Fahrzeug geringeren Witterungsschutz als eine Garage und das Fahrzeug ist nicht zusätzlich gesichert. In der Autoversicherung z.B.  ist das Garagenauto dadurch günstiger als das Carport- Auto.

Vorteile des Carports gegenüber einer Garage

Der Hauptvorteil liegt in den Kosten. Eine Garage ist immer erheblich teurer als ein Carport. Insbesondere die für Freizeitfahrzeuge wie Wohnmobil oder Wohnwagen oder gewerbliche Fahrzeuge, wie Transporter oder Bully erforderliche Mindesthöhe der Decke ist bei einem Carport wesentlich leichter und kostengünstiger herzustellen, als bei einer Garage. Ein weiterer Vorteil des Carports ist sicherlich auch die ideale Luftzirkulation innerhalb des Anbaus, wodurch ein Auto im Carport besser abtrocknet, als in einer Garage.

Kann man einen Carport Anbau selbst errichten?

Man muss als Heimwerker nicht sonderlich begabt sein, um einen Carport oder Doppelcarport selbst zu bauen. Ein Carport- Bausatz kann man in einem Baumarkt oder sogar im Internet erwerben und sich frei Haus liefern lassen. Die Auswahl an Carports ist recht groß und ein günstiger Carport kann bereits für weniger als 500 €  Euro erworben werden. Im Normalfall liegt den Bausätzen für einen Carport ein guter Bauplan bei und man kann sofort mit dem Selbstbau des Carports beginnen.

Entwässerung

Die Entwässerung eines Carports ist entscheidend, um Regenwasser sicher abzuleiten und Schäden an der Konstruktion, den angrenzenden Bereichen oder dem Fundament zu vermeiden. Hier sind die wichtigsten Punkte und Optionen für die Planung und Installation einer effizienten Entwässerung.

Warum ist eine Entwässerung notwendig?

  • Vermeidung von Feuchtigkeitsschäden
    Schutz vor Überschwemmungen in der Umgebung des Carports.
    Vermeidung von Wasseransammlungen, die das Fundament oder die Bodenbeschichtung beschädigen können.
  • Langlebigkeit der Konstruktion
    Verhindert das Eindringen von Wasser in tragende Bauteile wie Holz oder Stahl.
  • Komfort
    Kein lästiges Wasser, das sich an Einfahrten oder Wegen ansammelt.

Entwässerungsoptionen

Dachentwässerung

Das Carport-Dach sollte eine Neigung (mindestens 2–3 %) haben, um das Wasser gezielt ablaufen zu lassen. Die Neigung kann zu einer Seite (Pultdach) oder zu zwei Seiten (Satteldach) verlaufen.

Eine Regenrinne wird entlang der Dachkante installiert, um das Wasser aufzufangen.

Als Materialien empfehlen sich Kunststoff (preiswert, leicht), Aluminium (wetterbeständig) und Zink (langlebig).

Ein Fallrohr leitet das Wasser von der Regenrinne nach unten ab.
Es kann in einen Sammelbehälter, eine Drainage oder ein Abflusssystem geleitet werden.

Punktuelle Wasserableitung

Wasserfangkasten
Am Ende der Regenrinne installiert, um das Wasser zu sammeln und direkt in ein Fallrohr oder Abflusssystem zu leiten.

Bodenseitige Entwässerung

Drainagesystem
Ein Drainagerohr oder ein Rigolensystem wird im Boden verlegt, um das Wasser zu versickern.
Ideal, wenn kein Anschluss an die Kanalisation möglich ist.

Entwässerungsrinnen
Rinnen entlang der offenen Seiten des Carports erfassen ablaufendes Wasser und leiten es ab.
Häufig aus Beton oder Kunststoff mit einem Gitterabdeckrost.
Anwendungsbereiche: Bei gepflasterten Einfahrten oder Stellplätzen.

Versickerungsmulde
Das Wasser wird in eine Mulde geleitet, die mit Kies oder Sand gefüllt ist und das Wasser versickern lässt.
Umweltfreundlich und kostengünstig.

Regenwasser nutzen

Regenwassersammler am Fallrohr montieren, um Wasser für die Gartenbewässerung oder andere Zwecke zu sammeln. Kann mit einem Regentank oder einer Zisterne kombiniert werden. Aus ökologischen Gesichtspunkten ist auch eine Einbindung in eine Regenwassernutzungsanlage eine sinnvolle Lösung.

Wichtige Planungsaspekte

Lokale Bauvorschriften beachten, denn einige Gemeinden verlangen den Anschluss an das Kanalnetz oder den Einsatz eines Versickerungssystems.

Die optimale Kapazität der Entwässerungssysteme errechnen. Die Dimensionierung erfolgt nach durchschnittlicher Regenmenge in der Region.

Langlebige Materialien wie Zink oder Aluminium sind ideal für wetterfeste Konstruktionen.

Eine gut geplante Entwässerung schützt den Carport und dessen Umgebung vor Feuchtigkeitsschäden. Je nach Größe und Standort des Carports können Dachrinnen, Fallrohre, Drainagesysteme oder Versickerungsmulden eingesetzt werden. Die Wahl des Systems sollte sich an den örtlichen Gegebenheiten und Vorschriften orientieren.



Die Übersicht:


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Einzelcarport

Der Einzelcarport ist in vielen Fällen die optimale und kostengünstigste Lösung für die Unterbringung Ihres Autos. Der Carport muss aber nicht nur dem Auto „passen“, sondern auch zum Haus passen. Das bedeutet, dass die Größe und der Standort des Carports bei allen Überlegungen für den Anbau oder Bau eines Carports im Vordergrund stehen. Danach ist die Ausführung des Carports bezüglich Material und zusätzlichen Einrichtungen zu betrachten.

 

Wie groß sollte der Einzelcarport sein?

Die Größe des Carports richtet sich nach der Größe des Fahrzeugs und nach dem gegebenenfalls notwendigen zusätzlichen Verwendungszweck. Die gängigen Carport-Maße (Außenmaß) für einzelnen Fahrzeugklassen kann man in etwa wie folgt zugrunde legen:


Einzelcarport für Klein- und Mittelklassewagen   

Breite  3,00 m bis 4,00 m
Länge  5,00 m bis 7,00 m
Höhe   2,10 m bis 2,40 m

 


Einzelcarport für Kfz der Ober- und Luxusklasse

Breite  3,50 m bis 4,00 m
Länge
5,40 m bis 9,00 m
Höhe 2,30 m bis 2,50 m


Bedenken Sie aber, dass die Breite des Carports größer sein muss, als die Durchfahrtsbreite für Ihr Auto.
Das Maß für die Durchfahrtsbreite wird zwischen den Pfosten bei der Carport-Einfahrt gemessen. Die Höhe des Carports ist auch nicht die Durchfahrtshöhe, sondern sie wird an den Außenmassen gemessen.

Sind zusätzliche Abstellflächen im Einzelcarport erforderlich?

Wenn der notwendige Flächenbedarf aufgrund der Fahrzeugart festgelegt ist, folgt die Überlegung, welche zusätzlichen Abstellflächen im Einzelcarport noch erforderlich sind. Dabei ergeben sich folgende Ansatzpunkte:

Soll der Carport mit einem zusätzlichen Abstellraum für die Unterbringung von Gartengeräten, Gartenmöbeln, Werkzeugen und Rasenmäher genutzt werden?

Können auch Fahrräder, Motorräder, Mofas oder andere Kleinfahrzeuge im Einzelcarport untergestellt werden?

Wenn derartige weitere Verwendungsmöglichkeiten genutzt werden sollen, ergibt sich noch zusätzlicher erheblicher Raumbedarf, der dann gegebenenfalls auch statt durch einen Einzelcarport mit einem Doppelcarport und bzw. oder mit einem Geräteraum, Abstellraum o.a. erfüllt werden muss.

Beispiel eines Einzelcarports mit Geräteraum

 

 

Wo kann der Einzelcarport aufgestellt werden?Für die Platzierung des Einzelcarports bietet sich drei Möglichkeiten an, vor dem Haus, als Anbau am Haus und hinter dem Haus

Einzelcarport vor dem Haus

Dieser Standort ist dann  zu wählen, wenn das Wohnhaus nicht direkt an der Straßenfront, sondern weiter zurück, mitten im Grundstück liegt. Bei dieser Lage des Hauses kann der Einzelcarport das Wohnhaus quasi ein wenig von der Straße abschirmen. Der Nachteil liegt in dem zusätzlichen Weg vom Carport zum Haus.

Einzelcarport als Anbau am Haus

Eine weit verbreitete Platzierung des Einzelcarports ist die direkt an das Haus angebaute Variante. Diese Möglichkeit hat die meisten Vorteile, da man bei geschicktem Anbau des Carports eine direkte Verbindung vom Carport in das Haus nutzen kann.

Einzelcarport hinter dem Haus

Diese Platzierung des Einzelcarports sollte nur eine Notlösung sein, denn sie benötigt den meisten Grundstücksanteil. Sinnvoll ist ein Einzelcarport hinter dem Haus, wenn sich vor dem Haus Terrasse und / oder Vorgarten befinden. Wesentlicher Nachteil ist eine lange und teure Auffahrt von der Straße zum Carport.

Der Einzelcarport kann aus sehr vielen Materialien errichtet werden. Die einzelnen Material- Möglichkeiten werden in den nächsten Abschnitten ausführlich beschrieben. Auch die Dachformen und die Dacharten werden später erläutert. Für den Einzelcarport sind alle Dachformen, vom Flachdach über Satteldach, Walmdach bis hin zum Pultdach möglich. Auch die Ausführung als Solardach oder begrüntes Dach ist jederzeit machbar. Die harmonische optische Abstimmung von Dach und Außenfarbe- und Material des Einzelcarports ist dem Stil Ihres Hauses immer anpassbar.

Einzelcarport mit Flachdach

Einzel Carport Flachdach

 

 

 

Einfache Aufstellung * größere Stabilität durch stärkere Pfosten * zwei Windbretter * Dachplatten aus Aluminium (serienmäßig) * imprägniertes Nadelholz * Pfosten: 11,5 x11,5 x 220 cm * Seitenwand: 180 cm hoch * Schneelast: 125 kg/m2 (gegen Aufpreis bis 250 kg/m2 möglich) * Einfahrtshöhe: 224 cm, Gefälle nach hinten (gegen Aufpreis bis 290 cm möglich) * Einfahrtsbreite: 335 cm * Dacheindeckung: Aluminium-Dachplatten mit Trapezprofil * Montagematerial inkl. H-Pfostenanker, ohne Beton * Aufbauanleitung und Statik * Regenrinne mit Ablaufrohr gegen Aufpreis erhältlich

Doppelcarport – Planung, Gestaltung und Bau im Überblick

DoppelcarportEin Doppelcarport ist weit mehr als nur ein Unterstand für zwei Fahrzeuge. Er ist Wetterschutz, Stauraum, architektonisches Element und Wertsteigerung für das Grundstück zugleich. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, merkt schnell: Die Möglichkeiten sind enorm. Von der Dachform über die Maße bis zur Frage, ob ein Abstellraum integriert werden soll – jede Entscheidung beeinflusst Funktion, Optik und Kosten. Damit aus einer Idee eine dauerhaft sinnvolle Lösung wird, lohnt sich eine ganzheitliche Betrachtung.

Ein gut geplanter Doppelcarport schützt Fahrzeuge zuverlässig vor Regen, Schnee, Hagel und intensiver Sonneneinstrahlung. Gleichzeitig bleibt durch die offene Bauweise die Luftzirkulation erhalten, wodurch Feuchtigkeit schneller abtrocknet als in einer geschlossenen Garage. Das reduziert Rostbildung und schont Lack sowie Technik.

Die Dachform – Charakter und Funktion des Doppelcarports

Die Dachform bestimmt maßgeblich die Ausstrahlung des Carports und beeinflusst auch technische Aspekte wie Entwässerung und Bauhöhe.

Das Flachdach steht für eine moderne, klare Linienführung. Es wirkt reduziert, fügt sich gut in zeitgenössische Architektur ein und benötigt vergleichsweise wenig Material. Technisch ist ein minimales Gefälle integriert, damit Regenwasser kontrolliert ablaufen kann. Besonders beliebt ist diese Variante bei Neubauten mit kubischer Formsprache.

Ein Walmdach vermittelt dagegen einen klassischen, hochwertigen Eindruck. Alle Seiten sind geneigt, wodurch das Dach besonders harmonisch wirkt. Diese Bauform schützt die Konstruktion gut vor Windangriffen und passt hervorragend zu Häusern mit traditioneller Dacharchitektur.

Das Giebeldach ist der Klassiker schlechthin. Es bietet eine klare Dachstruktur, gute Wasserableitung und fügt sich optisch in viele Wohngebiete ein. Durch die Dachneigung entsteht zudem ein luftiger Raumeindruck unter dem Carport.

 

Die richtigen Maße – Komfort entscheidet

Die Maße eines Doppelcarports sollten nicht nur für heutige Fahrzeuge passen, sondern auch zukünftige Entwicklungen berücksichtigen. Autos werden breiter und höher, insbesondere durch SUVs und Elektrofahrzeuge.

In der Breite sind großzügige Abstände entscheidend, damit Türen bequem geöffnet werden können. Eine enge Lösung führt im Alltag schnell zu Kratzern und Stress. Auch die Länge sollte so gewählt werden, dass selbst größere Fahrzeuge ausreichend Platz haben.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Höhe. Neben der Gesamthöhe ist vor allem die Einfahrtshöhe wichtig. Dachboxen, Fahrradträger oder hohe Transporter benötigen zusätzlichen Raum. Wer hier zu knapp plant, schränkt sich dauerhaft ein.

Die Maße sind kein rein technisches Detail, sondern bestimmen täglich, ob sich der Carport bequem oder beengt anfühlt. Viele Bauherren planen zu knapp und merken erst später, wie unpraktisch wenige Zentimeter sein können.

In der Breite gilt ein Doppelcarport mit etwa 5,00 Metern als untere sinnvolle Grenze. Damit stehen zwei Mittelklassewagen zwar geschützt, das Ein- und Aussteigen ist jedoch bereits eingeschränkt. Komfortabler beginnt der Bereich ab rund 5,50 bis 6,00 Metern. Hier lassen sich Türen weiter öffnen, Kinder einladen oder Einkäufe ausladen, ohne ständig auf Pfosten oder das Nachbarfahrzeug achten zu müssen. Nach oben sind Breiten von 6,50 bis etwa 7,00 Metern üblich, wenn zusätzlich Platz für Fahrräder, Mülltonnen oder seitliche Durchgänge vorgesehen ist.

Die Länge sollte mindestens 5,00 Meter betragen. Das reicht für kompakte Fahrzeuge, wird aber bei Kombis, SUVs oder Fahrzeugen mit Anhängerkupplung schnell knapp. Praxisgerecht sind 5,50 bis 6,00 Meter. In großzügigen Anlagen oder bei zusätzlichem Stauraum im hinteren Bereich sind auch Längen bis etwa 7,00 Meter realisierbar.
Besonders entscheidend ist die Höhe. Die lichte Einfahrtshöhe sollte nicht unter 2,10 Metern liegen, da sonst Dachboxen, Fahrradträger oder höhere Fahrzeuge problematisch werden. Komfortabler sind 2,20 bis 2,40 Meter. Die Gesamthöhe des Carports bewegt sich häufig zwischen 2,50 und 3,00 Metern, abhängig von Dachform und Gefälle. Nach oben setzen meist baurechtliche Vorgaben Grenzen, nicht die Konstruktion selbst.

Anbau oder freistehend?

Ein Doppelcarport kann direkt an ein bestehendes Haus oder eine Garage angebaut werden oder freistehend auf dem Grundstück stehen. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.

Der Anbau bietet kurze Wege ins Haus und wirkt architektonisch wie aus einem Guss. Gleichzeitig spart man oft Material, da eine Wand des Hauses als Abschluss dient. Allerdings müssen Statik, Abdichtung und eventuell baurechtliche Abstände sorgfältig geprüft werden.

Ein freistehender Doppelcarport bietet maximale Flexibilität bei der Platzierung. Er kann optimal zur Einfahrt ausgerichtet werden und wirkt oft leichter im Gesamtbild des Grundstücks.

Dachblende – kleines Detail, große Wirkung

Die Dachblende ist das visuelle Bindeglied zwischen Dach und Konstruktion. Sie verdeckt Sparren, Dachaufbau und Abdichtung, schützt die Dachkante vor Witterung und verleiht dem Carport ein „fertiges“ Erscheinungsbild.

Eine Dachblende aus Holz wirkt warm und natürlich. Besonders bei Leimholz-Carports entsteht ein stimmiges Gesamtbild. Holz lässt sich farblich lasieren oder deckend streichen, sodass es mit Fensterrahmen, Haustür oder Fassadenelementen harmoniert. Wichtig ist konstruktiver Holzschutz: Tropfkanten, ausreichender Abstand zum Spritzwasserbereich und regelmäßige Pflege verlängern die Lebensdauer deutlich.

Die Schindelblende oder verkleidete Blende passt optisch gut zu Gebäuden mit Ziegeldach. Sie greift die Dachstruktur auf und lässt den Carport wie einen architektonischen Bestandteil des Hauses wirken. Auch moderne Varianten mit Metall- oder HPL-Verkleidung sind möglich und sehr wartungsarm.

Neben dem Material spielt die Farbe eine große Rolle. Dunkle Blenden lassen das Dach flacher und moderner erscheinen, helle Varianten wirken leichter und freundlicher. So wird aus einem funktionalen Detail ein bewusst eingesetztes Gestaltungselement.

Dacheindeckung – Schutz von oben

Die Dacheindeckung übernimmt die Hauptaufgabe des Witterungsschutzes. Sie beeinflusst Statik, Geräuschverhalten bei Regen und das optische Gesamtbild.

Ein Metallflachdach, häufig aus beschichtetem Stahl oder Aluminium, ist leicht, langlebig und besonders pflegearm. Es eignet sich ideal für moderne Flachdach-Carports. In Kombination mit einer hochwertigen Abdichtung entsteht eine robuste Lösung, die auch bei starkem Regen zuverlässig dicht bleibt. Das geringe Gewicht schont die Tragkonstruktion und ermöglicht schlanke Bauweisen.

Dachziegel schaffen dagegen eine optische Einheit mit dem Wohnhaus. Gerade bei Giebel- oder Walmdächern wirkt der Carport dadurch wie ein integraler Gebäudeteil. Ziegel sind sehr langlebig, bringen aber deutlich mehr Gewicht mit. Die Konstruktion muss entsprechend dimensioniert sein, was Material- und Montageaufwand erhöht.

Auch Aspekte wie Regengeräusche spielen eine Rolle. Metall kann bei Starkregen lauter sein, während Ziegel Schall stärker dämpfen. Unterspannbahnen und Dämmmaterialien können hier zusätzlich ausgleichend wirken.

Entwässerung – oft unterschätzt

Die Dachentwässerung wird oft erst beachtet, wenn es Probleme gibt. Dabei ist sie von Anfang an ein zentrales Planungsthema. Regenwasser darf weder auf Fahrzeuge tropfen noch an Fundamenten oder Hauswänden Schäden verursachen.

Je nach Dachform kann das Wasser nach vorne, hinten, seitlich oder mittig abgeführt werden. Bei Flachdächern wird ein Gefälle eingeplant, das das Wasser gezielt zu einer Rinne oder einem Ablauf führt. Giebel- und Walmdächer leiten es über die Dachneigung ab.

Fallrohre können sichtbar an den Ecken verlaufen oder elegant in Pfosten integriert werden. Letzteres wirkt aufgeräumt und schützt das Rohr zusätzlich. Idealerweise wird das Wasser an die Kanalisation, eine Zisterne oder eine Versickerungsfläche angeschlossen. So werden Pfützenbildung und Unterspülungen vermieden.

Grundsatz: Das Wasser darf auf dem Dach des Doppelcarports, das ja über eine recht große Fläche verfügt, nicht stehen bleiben. Die Entwässerung muss so angelegt sein, dass die Regenmassen ungehindert vom Dach abfließen können. Je steiler die Dachfläche angelegt ist (Spitzdach, Walmdach), desto besser kann das Wasser ablaufen. In der Regel ist es ausreichend, wenn am Dachrand eine Regenrinne angebracht wird, durch die das Wasser abläuft und im Erdreich versickert. Allerdings ist es in einigen Gemeinden vorgeschrieben, pro qm Dachfläche einen entsprechenden Anteil unversiegelter Flächen auf dem Grundstück für die Versickerung des Regenwassers nachzuweisen. Ist diese Fläche nicht ausreichend, muss die Entwässerung des Doppelcarports an das Kanalisationsnetz angeschlossen werden. Auch der Anschluss an eine Regenwassernutzungsanlage sollte aus ökologischen Gründen in Betracht gezogen werden.

Wandelemente und Abstellraum

Durch Wandelemente verändert sich der Charakter eines Doppelcarports deutlich. Aus einer offenen Konstruktion wird ein geschützter Bereich, der mehr kann als nur Fahrzeuge überdachen.
Seiten- oder Rückwände dienen als Windschutz und Sichtschutz. Sie reduzieren Schlagregen und verhindern, dass Laub oder Schnee seitlich unter das Dach wehen. Gleichzeitig entsteht ein Gefühl von Ordnung und Geborgenheit.

Ein integrierter Abstellraum steigert den Nutzwert erheblich. Typische Größen liegen zwischen etwa 2 und 6 Quadratmetern, je nach Grundstück und Bedarf. Hier finden Fahrräder, Winterreifen, Gartengeräte oder Werkzeug Platz. Wichtig ist eine gute Belüftung, damit sich keine Feuchtigkeit staut.

Mit solchen Ergänzungen wird der Doppelcarport zu einer funktionalen Erweiterung des Hauses – nicht nur Parkplatz, sondern praktischer Alltagsraum.

Montage – selbst bauen oder Fachbetrieb?

Ein Selbstaufbau spart Geld, setzt aber handwerkliche Erfahrung voraus. Fehler bei Fundament, Ausrichtung oder Dachabdichtung können später teuer werden. Ein Fachbetrieb sorgt für fachgerechte Ausführung, Gewährleistung und oft schnellere Fertigstellung.

Meist überschätzt man die fachlichen Voraussetzungen, die zur Errichtung eines Carports vorhanden sein müssen. Der Erfolg zeigt sich dann in nicht perfekt funktionierenden Carports. Gerade bei einem Doppelcarport sollte man einen qualifizierten Fachbetrieb mit der Planung und Montage beauftragen. Der Fachbetrieb erstellt die Planung nach Ihren Vorstellungen und liefert den Doppelcarport direkt bis zum Grundstück, wo er dann fachgerecht montiert wird. Wer über genug Können und Erfahrung verfügt kann jedoch auch selbst anpacken und erhebliche Summen einsparen.

Welche Angaben benötigt der Fachmann, um ein Angebot für einen Doppelcarport zu erstellen?

Bevor Sie ans Telefon gehen und ein Angebot für einen Doppelcarport anfordern, sollten Sie sich einige wichtige Daten notieren. Zu diesen Daten gehören:

  • Dachform (Flachdach, Walmdach, Giebeldach)
  • Maße (Breite, Länge, Höhe, Einfahrtshöhe)
  • Anbau an bestehendes Haus / Garage, freistehender Bau
  • Dachblende aus Holz oder Schindelblende (Farbe, Material)
  • Dacheindeckung (Metallflachdach, Dachziegel)
  • Entwässerung (vorne, hinten, rechts, links, mittig, Anschluß an Kanalisation usw.)
  • Abstellraum ja oder nein, Größe
  • Montage selbst oder durch Fachbetrieb

FAQ zum Doppelcarport – häufige Fragen fundiert beantwortet

Wie groß sollte ein Doppelcarport mindestens sein, damit zwei Fahrzeuge komfortabel passen?

Ein absolutes Mindestmaß funktioniert zwar technisch, ist im Alltag jedoch oft unpraktisch. Unter etwa fünf Metern Breite wird das Ein- und Aussteigen schnell eng, vor allem bei breiten Fahrzeugen oder Kindersitzen. Komfort entsteht erst durch seitliche Bewegungsfreiheit. Auch die Länge sollte so gewählt werden, dass Fahrzeuge nicht bündig mit der Vorderkante abschließen. Eine großzügige Planung verhindert Nutzungseinschränkungen über viele Jahre hinweg.

Welche Einfahrtshöhe ist zukunftssicher?

Viele unterschätzen die Höhe. Moderne SUVs, Dachboxen oder Fahrradträger erhöhen das Fahrzeugprofil deutlich. Unter rund 2,10 m lichter Höhe wird es kritisch. Wer langfristig plant, wählt besser mehr Reserve. Entscheidend ist nicht nur die Gesamthöhe, sondern die niedrigste Stelle im Einfahrtsbereich, etwa durch Träger oder Blenden.

Ist ein Flachdach beim Carport wirklich dauerhaft dicht?

Ja, vorausgesetzt die Ausführung ist fachgerecht. Flachdächer besitzen immer ein Gefälle zur Entwässerung. Moderne Abdichtungssysteme sind langlebig und witterungsbeständig. Wichtig sind saubere Anschlüsse an Dachränder, Durchdringungen und Entwässerungspunkte. Probleme entstehen meist durch Montagefehler, nicht durch die Dachform selbst.

Was ist langlebiger: Metallbedachung oder Dachziegel?

Beide Varianten können Jahrzehnte halten. Metall ist leichter, wartungsarm und ideal für moderne Bauformen. Dachziegel punkten durch klassische Optik und hohe Robustheit, bringen aber mehr Gewicht mit und erfordern eine stärkere Tragkonstruktion. Die Wahl ist daher nicht nur eine Geschmacksfrage, sondern auch eine statische.

Wie wird Regenwasser korrekt vom Doppelcarport abgeführt?

Regenwasser darf weder auf Fahrzeuge tropfen noch an Fundamenten versickern. Rinnen führen es gezielt zu Fallrohren, die idealerweise an eine Versickerung, Zisterne oder die Kanalisation angeschlossen sind. Eine durchdachte Entwässerung schützt die Konstruktion, vermeidet Pfützenbildung und beugt Frostschäden vor.

Sind Seitenwände beim Carport sinnvoll oder staut sich dann Feuchtigkeit?

Teilweise geschlossene Wände sind sehr sinnvoll, solange die Belüftung erhalten bleibt. Sie schützen vor Schlagregen, Wind und Schnee, ohne das Prinzip der offenen Bauweise aufzuheben. Wichtig ist, mindestens eine Seite offen zu halten oder luftdurchlässige Elemente zu verwenden.

Kann man einen Doppelcarport selbst montieren?

Grundsätzlich ja, viele Systeme sind als Bausatz erhältlich. Allerdings entscheidet die Qualität des Fundaments und die präzise Ausrichtung über Stabilität und Lebensdauer. Fehler bei Dachabdichtung oder Anschlüssen zeigen sich oft erst Jahre später. Wer wenig Erfahrung hat, fährt mit einem Fachbetrieb sicherer.

Ist ein Doppelcarport genehmigungspflichtig?

Das hängt von Bundesland, Größe und Abstand zur Grundstücksgrenze ab. Höhe, Grundfläche und Bauweise spielen eine Rolle. Vor Baubeginn sollte immer bei der zuständigen Behörde nachgefragt werden, um spätere Probleme zu vermeiden.

Wie lange hält ein Doppelcarport aus Holz?

Bei guter Konstruktion, geeignetem Holz und regelmäßigem Oberflächenschutz kann ein Holzcarport viele Jahrzehnte bestehen. Entscheidend ist konstruktiver Holzschutz: kein dauerhafter Feuchtekontakt, gute Hinterlüftung und geschützte Schnittkanten.

Erhöht ein Doppelcarport den Immobilienwert?

In vielen Fällen ja. Überdachte Stellplätze sind gefragt, schützen Fahrzeuge und erhöhen den Nutzungskomfort. Besonders Modelle mit Abstellraum oder architektonischer Anpassung an das Wohnhaus werden als klare Aufwertung wahrgenommen.

Braucht man eine Baugenehmigung?

Ob man eine Baugenehmigung für einen Doppelcarport benötigt, hängt vom Bundesland und der Größe des Carports ab.

Lohnt sich ein Abstellraum?

Definitiv, weil zusätzlicher Stauraum am Haus enorm praktisch ist.

Ein Doppelcarport ist also kein Nebenprojekt, sondern ein durchdachtes Bauvorhaben, das Funktion, Design und Alltagstauglichkeit vereint. Besonders auf kleineren Grundstücken ist so ein Abstellraum zu empfehlen. Ein Abstellraum direkt am Stellplatz ist extrem alltagstauglich. Reifen, Fahrräder oder Gartengeräte sind witterungsgeschützt und schnell erreichbar. Wichtig sind trockene Ausführung, Belüftung und ein sinnvoll gewählter Zugang.

Bildbeispiele für einen Doppelcarport

Flachdach- Doppelcarport


Doppelcarport Flachdach

Foto: Hagebau

Doppel-Carport:
B/H ca. 557/250cm. Einfahrtbreite 2x 240 cm, Tiefe 500 cm
Aus imprägniertem Nadelholz
Dachplatten aus Kunststoff (Farbe: grau)
Pfosten (B/T/H: ca. 11,5/11,5 cm) inkl. Pfostenanker
Einfahrtshöhe ca. 224 cm
Schneelast bis 125 kg/m². Seitenwandhöhe ca. 187 cm

Walmdach-Doppelcarport mit Abstellraum


Doppelcarport Abstellraum

Foto: Hagebau

Doppelcarport mit Abstellraum
Wetterschutz rundum
Blende in Schieferoptik rot oder schwarz
imprägniertes Nadelholz
Pfosten: 11,5x11,5x220 cm
Seitenwände: 180 cm hoch; Abstellraum: 220 cm hoch
Abstellraum: 314 x 164 cm
Schneelast: 125 kg/m² (gegen Aufpreis bis 200 kg/m²)
Einfahrtshöhe: 215 cm, Gefälle nach hinten
Einfahrtsbreite: 530 cm
Dacheindeckung: Aluminium-Platten mit Trapezprofil
umlaufende Walmdachblende aus Faserzementplatten in Schieferoptik
Montagematerial inkl. H-Pfostenanker, ohne Beton
Aufbauanleitung und Statik
Regenrinne mit Ablaufrohr
Außenmaß (B x T x H): 585 x 741 x 250 cm
Wandhöhe 235 cm

Quelle: Tipps24-Netzwerk – HR
Foto: Hagebau


Ein Holz Carport, die exklusive Lösung für das Fahrzeug

Ein Holz Carport macht immer etwas her. Gegenüber so mancher simplen Garage aus Stahl oder Beton ist ein Holz Carport zweifellos eine besonders exklusive Lösung des Problems für die Unterbringung des Autos. Ein Holz Carport passt sich jeder architektonischen Aufgabe an, vom Landhausstil über die Villa bis zum puristischen Passivhaus. Durch die Verwendung von Holz wird man beim Bau des Carports flexibler, um gestalterische Elemente mit besonderer Wirkung zu erhalten. Bei der Auswahl des Werkstoffes Holz sind allerdings einige Dinge zu beachten, damit die Freude am Holz Carport nicht getrübt wird.

Holz als Werkstoff für den Carport

Holz ist ein Naturmaterial und gehört zu den besten Werkstoffen, es ist haltbar und sieht besonders gut aus. Bei der Verarbeitung des Holzes für den Holz Carport muss man einige Grundsätze beachten. Es beginnt mit der Verankerung der Holzpfähle in der Erde. Es ist ein schwerer Fehler, die Pfähle direkt in den Erdboden zu rammen. Auch wenn das Holz druckimprägniert ist, zeigen sich bereits nach wenigen Jahren die ersten Probleme und Schäden an der Konstruktion.


Ohne verzinkte Edelstahlteile kommt man im modernen Holzbau heute nicht mehr aus, denn die verzinkten Edelstahl-Stützfüße ermöglichen erst einen filigranen und ästhetisch anspruchsvollen Holz Carport. Mit dieser Edelstahlbefestigung können die Holzpfosten vom Erdreich getrennt werden, wodurch das Holz vor Pilzen und Bakterien geschützt wird. Auch für den Holz Carport gilt die alte Weisheit: Der beste Holzschutz ist der konstruktive Holzschutz. Dazu gehört auch, dass ein entsprechend breiter Dachüberstand die gesamte Konstruktion schützt, dass keine Nägel verwendet werden, sondern ausschließlich Schrauben und letztendlich das Holz geölt, lasiert und gelackt wird.

Welche Holzarten sind für den Carport geeignet?

Im Sinne einer ökologischen und klimaschützenden Bauweise sollte man ausschließlich auf heimische Holzarten zurückgreifen. Hier hat man für den Holz Carport mit Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche und Douglasie die besten Erfahrungen gemacht. Diese Hölzer werden in nachhaltiger heimischer Forstwirtschaft angepflanzt, sind leicht zu verarbeiten und benötigen bei richtiger Behandlung wenig Pflege. Für den Bau eines Holz Carport kommen nur zwei Holzformen in Betracht, Konstruktionsvollholz und Brettschichtholz.

Konstruktionsvollholz

Mit dem Begriff Konstruktionsvollholz (geschützte Produktbezeichnung KVH) wird ein veredeltes Bauholz bezeichnet, das in der Regel ein Vollholz aus Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche oder Douglasie ist. Die Qualitätseigenschaften liegen über den Normen der DIN 4074. Man unterscheidet dabei Konstruktionsvollholz für den sichtbaren Bereich eines Carports und solches für den nichtsichtbaren Bereich. Die Bezeichnungen dafür sind KVH Si für den sichtbaren Einbau von Konstruktionsvollholz und KVH Nsi für den nicht sichtbaren Einbau von Konstruktionsvollholz. Je nach dem Einsatzort für das Konstruktionsvollholz beim Holz Carport ist die entsprechende Qualität anzuwenden.
Brettschichtholz
Brettschichtholz (Abkürzung BSH oder BS-Holz) wird in der Regel aus Massivholz einer Holzart hergestellt. Dafür verwendet man heute meist Fichten-, Tannen-, Kiefer-, Lärchen- oder Douglasienhölzer. Es ist besonders geeignet für tragende Konstruktionen, daher ideal für den Holz Carport. Es hat aufgrund seiner besonderen Konstruktionsart eine bis zu 80% höhere Tragfähigkeiten als übliches Bauholz. Auch hinsichtlich der Formbarkeit erfüllt das Brettschichtholz alle Anforderungen; so sind Formen mit variablem Querschnitt und einfacher oder doppelter Krümmung möglich.
Behandlung des Holzes mit Holzlasur
Bei einem Selbstbau des Holz Carports sind besondere Schutzmassnahmen für das Holz erforderlich. Da ist es erforderlich, sich schon bei der Bauvorbereitung einen besonderen Ablaufplan zu erstellen. So sollte man die Bretter und Pfosten schon vor Baubeginn mit einer ersten Lasurschicht bedecken. Die verwendete Holzlasur sollte eine Wetterschutzkomponente enthalten, die einen möglichst langen Schutz vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung bietet. In diesem Fall ist die teurere Qualität auch meist die besserer Qualität. Wer hier am falschen Ende spart, muss später erheblich höhere Investitionen tätigen, um den Holz Carport wieder „in Schuss“ zu bringen.
Die Verbindungen der einzelnen Elemente müssen sitzen!
Die Verbindungselemente sind immer ein besonders neuralgischer Punkt hinsichtlich des optischen Eindrucks. Besonders attraktiv sieht der Holz Carport aus, wenn man später die Verbindungen der einzelnen Elemente nicht mehr sehen kann. Das kann man erreichen, indem man verdeckte Schraubverbindungen einsetzt, was recht preiswert machbar ist. Besser, aber auch aufwendiger und teurer ist eine klassische verzahnte Verbindung wie zum Beispiel mit Schwalbenschwänzen. Dies sieht an den sichtbaren Kanten des Holz Carports wesentlich besser aus, hat aber seinen Preis.

Stahl Carport / Metall Carport

Ein Metall Carport oder auch Stahl Carport genannt, weil in der Regel Stahl als Baumaterial Verwendung findet, ist äußerlich an seinem Stahlcharakter nicht erkennbar. Durch meist wartungs- und witterungsfreie Verputzung der Außenwände mit einem mehrlagigen Kunststoff-Dekor-Putz ist der Stahl Carport optisch kaum von einem anderen verputzten Carport zu unterscheiden. Ganz im Gegenteil sind durch die nur im Stahlbereich mögliche Bauweise bezüglich Dachaufbau und Gestaltung interessante optische Effekte in Ergänzung zu Haus und Garage möglich.


Gestaltung des Stahl Carports

Ein Stahl Carport verfügt über einen soliden Querschnitt, wie er sonst nur in der Holzbauweise zu finden ist. Der Stahlcharakter ist bei einem gut konstruierten Carport nicht zu erkennen, weil alle Bauteile aus Stahl mit wartungsfreien, witterungsbeständigen Kunststoff-Dekor-Putz mehrlagig beschichtet sind. Durch die technischen Möglichkeiten des Baustoffes Stahl sind auch Halbrundbögen, Rankgitter und andere Gestaltungselemente zur Einbeziehung in das Gesamtdesign des Wohnhauses möglich. Von den Dachformen her sind viele Formen, wie Satteldächer, Walm- und Pultdächer mit echten Dachpfannen oder Pfannenprofilblechen in den unterschiedlichsten Farben möglich.

Welches Material wird für den Stahl Carport verwendet?

Man verwendet meist zwei Arten des Stahls, nämlich die feuerverzinkten Stahlbauteile und solche mit einer Alu-Zink-Veredelung. Eine Alu-Zink-Veredelung hat gegenüber einer reinen Feuerverzinkung einen erheblich besseren Korrosionsschutz. Die Stahlstützen müssen über eine Niveauregulierung verfügen, damit Bodenunebenheiten ausgeglichen werden können.

Die Seitenwände können entweder aus Stahl mit wartungsfreien, witterungsbeständigen mehrlagigen Kunststoff-Dekor-Putzen erstellt werden oder aber auch aus gehobeltem Vollholz, wozu sich Fichte oder Lärche besonders anbieten.

Für die Dachrinnen und Fallrohre verwendet man in der Regel Bauteile aus verzinktem Stahlblech.

Für die Dacheindeckung benutzt man meist Bauteile aus verzinktem und farblich beschichtetem Stahltrapezblech; je nach Aufbau der Dachfläche ist auch die Eindeckung des Daches mit Dachziegeln möglich (optisch meist die bessere Lösung). Kondenswasserschutz an der Dachunterseite wird oft nur mit einem Aufpreis geliefert, sollte aber unbedingt in das Leistungsprogramm aufgenommen werden.

Die Konstruktion des Daches sollte so beschaffen sein, dass auch die Erstellung eines Gründaches oder eine Dachbegrünung möglich ist.

Stahl Carport Konstruktion

Ein Stahl Carport muss, wie andere Carports auch, je nach Wohngebiet auch für bestimmte Schneelasten geeignet sein. Die Mindestanforderung liegt da bei einer Schneelast von 1,25 kN / qm. Den Dachüberstand sollte man nicht zu gering wählen, ein Mass von 100 cm sollte dabei die Regel sein.

Wie beim Holz Carport kann man auch beim Stahl Carport einen Geräteraum, Seitenwände und anderer Ergänzungen einfügen, auch der Einbau von Fenstern ist, wenn rechtzeitig bedacht, kein Problem.

Anbau Wintergarten

Der Wintergarten als Anbau an ein bestehendes Haus soll ein Ort der Ruhe und Entspannung sein. Bevor Sie jedoch die Vorzüge Ihres eigenen Wintergartens in Anspruch nehmen können, sind erhebliche Vorbereitungen zu unternehmen. Ein Wintergarten muss sorgfältig in allen Einzelheiten geplant werden, damit er später die Wunschvorstellungen erfüllt. Einige Dinge sind bei der Planung und Ausführung von Wintergärten besonders wichtig:
der Konstruktion des Wintergartens angepasstes Fundament, geeignetes Material für die Rahmenkonstruktion, ausreichende Belüftung, Wintergartenbeschattung und Sonnenschutz und die richtige Verglasung für den Wintergarten. Nachstehend sind die wichtigsten Informationen dazu aufegführt. Aufgrund des Umfangs der notwendigen Informationen haben wir einen eigenen Online-Ratgeber Wintergarten erstellt, der alle Aspekte des Wintergartens bis in alle Einzelheiten aufzeigt. Informieren Sie sich im Ratgeber Wintergarten!

 

 
 

Planung Wintergarten

Für die Planung des Wintergartens sollte erst einmal alles aufgelistet werden, was relevant für die Gestaltung und die Kosten des Wintergartens ist. Zuerst sollte man überlegen, welche Funktion der Wintergarten erfüllen soll, ob er als Wohnwintergarten oder „Gewächshaus“, als ganzjähriger Aufenthaltsraum oder nur für bestimmte Zeiten bewohnbar oder benutzbar sein soll. Danach richten sich dann die weiteren Ansprüche hinsichtlich Fundament, Rahmenmaterial, Belüftung, Beschattung und Verglasung des Wintergarten- Anbaus.

Fundament Wintergarten

Der Wohnwintergarten benötigt in jedem Fall ein Fundament, bei dem auf eine dichte Ausbildung des Bodens Wert gelegt werden muss, damit keine Feuchtigkeit in den Boden des Wintergartens und in das Mauerwerk des Hauses oder angrenzender Räume dringen kann. Der Boden sollte außerdem über eine gute Wärmedämmung verfügen.

Material für die Rahmenkonstruktion

Neben dem klassischen Holzrahmen werden heute auch Kunststoff-Rahmen und Aluminiumrahmen als Rahmenkonstruktion für den Wintergarten eingesetzt. Auch eine Verbindung von Aluminium (Außenseite) und Holz (Innenseite) nach dem Muster der Holz-Aluminiumfenster wird verstärkt genutzt. Alle Materialien haben ihre Vor- und Nachteile; letztendlich ist es eine Frage des Preises und der persönlichen Vorlieben, welches Material für den Anbau Wintergarten verwendet werden soll. Neben den heute gebräuchlichen vielen verschiedenen Formen (Rundformen, Mehreckformen, Sprossenfenster) stehen auch neue Farben, wie dunkelrot, dunkelblau und dunkelgrün zur Auswahl.

Belüftung für den Wintergarten

Bei der Belüftung des Wintergartens muss man zwischen der natürlichen und der mechanischen Lüftung unterscheiden. Beide Systeme sind auch zusammen möglich und sorgen für eine optimale Luftverbesserung bzw. einen regelmäßigen Luftaustausch. Die dafür notwendigen Instrumente sind  Lüftungsklappen, Gebläse, Anzahl der zu öffnenden Fenster und bei automatisierter Lüftung auch noch Motoren und Messgeräte.

Wintergarten - Beschattung und Sonnenschutz

Viel Glas bedeutet auch viel Sonne. Einerseits ist es der Sinne eines Wintergartens, durch seine großen Glasflächen auch die Sonnen ins Haus gelangen zu lassen. Andererseits ergibt sich gerade im Sommer auch eine Erhitzung des Wintergarten- Raumes, der so nicht wünschenswert ist. Verschattungsmaßnahmen durch Jalousien, Rollläden oder Markisen sind die eine Möglichkeit, Sonnenschutzgläser die andere.

Es ist heute möglich, die Färbung des Sonnenschutzglases durch individuelle Steuerung von Licht- und Wärmedurchgang durch ein Sonnenschutzglas zu regeln. Die Einfärbung lässt sich über ein Steuergerät in Stufen regeln. Ob strahlender Sonnenschein oder bewölkter Himmel – je nach Wunsch und Bedarf können die Bewohner die Lichtdurchlässigkeit in ihrem Wintergarten zwischen 15 und 50 Prozent variieren.

Verglasung des Wintergartens

Die Verglasung des Wintergartens erzeugt das gewünschte Gefühl, einerseits im Freien zu sitzen, andererseits jedoch vor den Unbilden der Witterung geschützt zu sein. Die Verglasung steuert die Funktion des Wintergartens, sie entscheidet, ob der Wintergarten seinen Zweck erfüllt oder ob er nur ein besseres Gewächshaus ist.

Ein Wintergarten wird aufgrund seines hohen Glasanteils sehr schnell warm und kühlt auch schnell wieder ab. Das ist einerseits (schnell warm werden) im Winter gut, im Sommer ist aber das Gegenteil erforderlich, um ein angenehmes Wohnen zu ermöglichen. Hier spielen U-Wert, G-Wert und K-Wert die entscheidende Rolle.

Weitere informative Artikel und Berichte über den Wintergarten finden Sie bei Hausbautipps24 auf den nachfolgend genannten Seiten.

Checkliste rund um den Wintergarten - Mit der richtigen Planung lässt sich der Traum vom Wintergarten einfach realisieren
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Das Wintergarten- ABC

Der Wintergarten als nachträglicher Anbau