Hausbautipps24 - Der Hausbau

Der Traum vom eigenen Haus beginnt mit vielen Fragen – wir geben die Antworten. Ob Sie planen, selbst zu bauen, einen Anbau oder Umbau zu errichten, eine Immobilie zu kaufen oder bestehendes Eigentum zu renovieren oder modernisieren: Unser umfassender Hausbau-Ratgeber bietet gebündeltes Wissen zu allen wichtigen Themen rund ums Eigenheim.

Der Hausbau begionnt mit dem Traum  und endet hoffentlich so!

Wir informieren Sie über den Hausbau selbst, beginnend mit der Bauplanung, die entscheidend dafür ist, welche Bauweise gewählt werden soll und endend mit dem Innenausbau. Zusätzlich können Sie unsere kostenlosen Online Ratgeber für viele Teilbereiche des Hausbaus nutzen. Informationen über Massivhaus, Fertighaus oder Holzhaus verbinden sich mit Grundlagen der ökologischen Bauweise und Hinweisen auf das barrierefreie Bauen. Den wichtigen Artikeln über die Außenanlagen, wie Garage, Carport, Swimingpool, Wintergarten, Terrasse und Balkon folgen Infos über Baustoffe, Bauteile und Dämmstoffe, sowie Neuheiten von Dach und Keller. Im Rahmen der Haustechnik erhalten Sie ausführliche Informationen über Elektroarbeiten, Heizungstechnik, Sanitärinstallation und Sicherheit beim Hausbau.

Fazit: Gut geplant ist halb gebaut

Unsere Plattform bietet gebündeltes Know-how für jede Phase des Hausprojekts. Egal, ob Sie gerade erst anfangen zu träumen oder schon den Bauantrag in der Hand halten - Sie finden hier verlässliche Informationen, Inspiration und Tools, die Sie auf dem Weg in Ihr neues Zuhause begleiten und Ihnen helfen, Hausbau-Fehler zu vermeiden. Informieren Sie sich auch in unserem Artikel: Die 50 wichtigsten Fragen zum Hausbau!

Motivation für den Hausbau heute

Mögliche Motivationen für den Hausbau heute sind, je nach persönlicher Lebenssituation und Zielsetzung:

Persönliche Freiheit und Unabhängigkeit

Du kannst deine eigenen Wünsche umsetzen. Du bestimmst Grundriss, Stil, Materialien und musst keine Kompromisse wie bei bestehenden Immobilien eingehen. Du bezahlst keine Miete mehr. Statt monatlich Geld zu „verbrennen“, baust du Vermögen auf.

Langfristige Investition und Sicherheit

Ein eigenes Haus ist eine sehr gute Wertanlage. Immobilien sind in der Regel wertstabil, besonders in guten Lagen. Ein eigenes Haus ist für viele ein entscheidender Beitrag zur Altersvorsorge, denn mietfreies Wohnen im Ruhestand entlastet enorm. Die Familie ist abgesichert, denn ein eigenes Heim bedeutet Stabilität für Partner*in und Kinder.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Der Hausbau heute wird nach modernen Baustandards durchgeführt. Du kannst auf erneuerbare Energien setzen, denn Wärmepumpen, Solaranlagen sorgen für hohe Energieeffizienz. Moderne Baustoffe für den Hausbau bestehen aus nachhaltigen Materialien und sind in der Regel umweltfreundlich.

Finanzielle Aspekte

Die aktuell immer noch relativ niedrigen Bauzinsen erlauben eine historisch günstige Baufinanzierung, was sich langfristig lohnen wird.
Manche Finanzierungsmodelle können steuerlich attraktiv sein, z.B. durch Steuervorteile bei Vermietung oder Doppelhaus. Wer energieeffizient baut, hat Anspruch auf die Förderung der KfW-Bank.
Staatliche Zuschüsse und Kredite für energieeffizientes Bauen können die Finanzierungskosten senken.

Lebensqualität und Standortvorteile

Sehr viele Menschen zieht es heute raus aus der Stadt. Ein Haus im Grünen kann mehr Ruhe, Raum und Natur bedeuten.
Ein eigener Hausbau ermöglicht Platz für Hobbys und Homeoffice. Garten, Werkstatt, Arbeitszimmer, all das ist im eigenen Haus kein Problem.

Hilfe bei der Hausbau-Planung

Bauen oder Kaufen

Hausbau-Entscheidung

Hausbau-Checkliste

Baunebenkosten nicht vergessen

Hausbau-Zeitplan

Hausbau-Fehler vermeiden

Hausbau Kosten Rechner

Die einzelnen Etappen beim Hausbau

1. Planungsphase

Die Planungsphase, die Bauplanung selbst, verfolgt das Ziel, Grundlagen zu schaffen und endgültige Entscheidungen zu treffen. Zu den wichtigsten Vorbereitungen gehört eine Bedarfsanalyse, bei der die Größe des Hauses, die Zimmeranzahl, der Architekturstil und das Budget festgelegt werden.

Auf der Basis der Bedarfsanlayse erfolgt die Grundstückssuche mit anschließendem Grundstückskauf. Gleichzeitig setzt auch die Finanzierungsplanung ein. Hypothekenkredit, Eigenmittel und Fördermittel (z. B. Durch die KfW-Bank) müssen beantragt werden.

Der nächste Schritt ist die Beauftragung einer Baufirma oder eines Architekten, um die Entwurfsplanung zu erstellen. Erste Skizzen für die Raumaufteilung müssen abgesegnet werden.

Ein passendes Bauunternehmen zu finden ist einer der wichtigsten Schritte beim Hausbau – schließlich hängt die Bauqualität, die Termintreue und letztlich dein Wohlbefinden davon ab. Hier sind die wichtigsten Tipps und Schritte, um ein gutes Bauunternehmen zu finden:

Recherche für ein Hausbau-Unternehmen

Du kannst auf Online-Plattformen suchen oder bei Unternehmen wie „Wer liefert was“. Aber auch Immobilienforen und Erfahrungsberichte im Internet können hilfreich sein. Lokale Empfehlungen durch Familie, Nachbarn, Architekten und Bauherren anderer Objekte können zum geeigneten Bauunternehmen führen. Man kann auch Baustellen vor Ort besuchen, denn wer dort arbeitet, könnte ein Kandidat sein.

Wichtige Auswahlkriterien sind:

  • Erfahrung und Referenzen: Gibt es vergleichbare Projekte?
  • Zertifikate und Mitgliedschaften: Z. B. in der Handwerkskammer, Baugewerbeverband
  • Festpreisangebot möglich?
  • Eigenleistungen erlaubt? (wenn du selbst mitarbeiten willst)
  • Kommunikation & Erreichbarkeit: Klar, ehrlich, transparent?
  • Bonität und Insolvenzfreiheit: z. B. über eine SCHUFA-Auskunft oder Handelsregister

Angebote einholen und vergleichen

Du solltest mindestens 3 Angebote einholen. Achte dabei auf eine detaillierte Leistungsbeschreibung, einen Zahlungsplan, der angemessene Zahlungen gemäß dem Baufortschritt vorsieht, klare Zuordnung der Inklusivleistungen damit keine versteckten Zusatzkosten entstehen können, Bestätigung der Garantie und Gewährleistungsfrist (nach BGB: 5 Jahre) und immer daran denken: 
der Preis ist wichtig – aber er ist nicht das einzige Kriterium!

Vertrag und Absicherung

Prüfung nachfolgender Kriterien:

Als letzter Schritt ist dann eine Bauanzeige oder ein Bauantrag bei der Baubehörde einzureichen.

2. Bauvorbereitung

Das Ziel der Bauvorbereitungsphase ist es, alles für den Baubeginn vorzubereiten. Dazu gehören insbesondere:

3. Rohbauphase

Zum Abschluss der Rohbauphase muss das „Gerüst“ des Hauses stehen. Die einzelnen Zwischenphasen sind dabei

  • Aushub
  • Bodenplatte oder Keller errichten
  • Mauerwerk oder Fertigbauteile errichten
  • Decken und Dachstuhl setzen
  • Dach eindecken
  • Fenster und Außentüren einsetzen
  • Am Ende wird das Richtfest gefeiert.

4. Ausbauphase

Die Ausbauphase widmet sich ganz dem Innenausbau und der Haustechnik. Im einzelnen geht es dabei um die Gewerke

  • Elektro- und Sanitärinstallationen
  • Heizung und Lüftung
  • Wärmedämmung und Innenputz
  • Estrich gießen
  • Trockenbau (z. B. Trennwände)
  • Bodenbeläge und Fliesen
  • Maler- und Tapezierarbeiten
  • Sanitärobjekte und Innentüren montieren

5. Abschluss und Übergabe

Mit der Bezugsfertigkeit wird das Haus übergeben. Die Endabnahme erfolgt durch den Bauleiter oder einen Gutachter. Das ist die Gelegenheit, eine Mängelliste zu überprüfen und die Mängel zu beheben. Danach erfolgt die förmliche Hausübergabe / Schlüsselübergabe und der Einzug (Umzugsfirma frühzeitig beauftragen) kann in Angriff genommen werden. Dafür muss rechtzeitig eine Anmeldung bei den Versorgern (Gas, Wasser, Strom, Telefon) und beim Einwohnermeldeamt erfolgen.

6. Nach dem Einzug

Nach dem Einzug ist es an der Zeit, die Außenanlagen zu gestalten. Garten, Terrasse, Carport oder Garage müssen angelegt und eventuelle Restarbeiten oder Nachbesserungen müssen erledigt werden.

Eine Übersicht über die Themen, die auf dem Informationsportal Hausbautipps24 im Rahmen des Hausbaus behandelt werden, findet sich nachstehend. Einfach anklicken und schon sind Sie im entsprechenden Bereich.

Außenanlagen                           Bauplanung
Garagen und Carports
Swimmingpool                           Baustoffe
Terrassen und Balkone            Bauteile
Wintergarten                              Dämmstoffe 
Wege und Zäune                       Ziegel


Bauweise                                   Dach 
Barrierefrei bauen
Fertighaus                                  Keller
Holzhaus
Massivhaus
Ökologisches Bauen                Treppen 
Klimaschutz

Haustechnik                             Türen
Elektro
Heizungstechnik
Sicherheit 


Innenausbau
Badezimmer
Fenster
Fußboden
Küchen


Ratgeber
Anbau
Badezimmer
Bauvertrag
Fenster
Fertighaus
Grundstückskauf
Hausbau
Hausbaufinanzierung
Solarenergie
Versicherungen beim Hausbau
Wintergarten

Foto: pixabay / Paul Brennan 

Unsere neuesten Blogbeiträge aus dem Bereich Hausbau:

Der Architekt beim Hausbau: Seine Aufgaben im Überblick

 

Der Bau eines Eigenheims gehört zu den größten und anspruchvollsten Aufgaben im Leben. Umso wichtiger ist die Wahl des richtigen Baupartners. Viele Bauherren entscheiden sich für einen Architekten, weil sie individuelle Vorstellungen verwirklichen möchten und Wert auf eine professionelle Planung sowie eine unabhängige Bauüberwachung legen. Doch welche Aufgaben übernimmt ein Architekt tatsächlich? Wie unterscheidet er sich von anderen Baupartnern wie Generalunternehmern oder Baubetreuern? Und welche Nebenkosten entstehen durch die Zusammenarbeit?

Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick über die Rolle des Architekten beim Hausbau, seine Leistungen, die Honorarregelungen nach der HOAI sowie wichtige Auswahlkriterien für Bauherren.

Die Rolle des Architekten beim Hausbau

Ein Architekt ist weit mehr als ein Zeichner von Bauplänen. Er begleitet Bauherren häufig vom ersten Entwurf bis zur Fertigstellung des Hauses. Dabei fungiert er als Berater, Planer, Koordinator und Qualitätskontrolleur zugleich.

Das Ziel eines Architekten besteht darin, die Wünsche des Bauherrn mit den technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Anforderungen eines Bauprojekts in Einklang zu bringen. Er entwickelt individuelle Lösungen und achtet darauf, dass Funktionalität, Gestaltung und Kostenrahmen miteinander harmonieren.

Vor allem bei anspruchsvollen Bauvorhaben oder individuellen Wohnkonzepten spielt die Expertise eines Architekten eine entscheidende Rolle. Anders als bei standardisierten Fertighäusern entsteht hier ein Gebäude, das exakt auf die Bedürfnisse der Bewohner zugeschnitten wird.

Architekt, Bauunternehmer oder Generalunternehmer – die Unterschiede

Bauherren stehen oft vor der Frage, welcher Baupartner der richtige für ihr Projekt ist. Die Unterschiede sind erheblich.

Ein Bauunternehmer übernimmt in erster Linie die handwerkliche Ausführung einzelner Gewerke oder des Rohbaus. Die Planung stammt meist von einem Architekten oder einem anderen Planer.

Ein Generalunternehmer bietet Planung und Bauausführung häufig aus einer Hand an. Für Bauherren bedeutet dies einen zentralen Ansprechpartner. Allerdings erfolgt die Planung oftmals nach wirtschaftlichen Vorgaben des Unternehmens. Individuelle Wünsche lassen sich zwar berücksichtigen, sind jedoch häufig eingeschränkter als bei einer freien Architektenplanung.

Ein Baubetreuer unterstützt Bauherren organisatorisch und koordinierend. Er übernimmt beispielsweise Ausschreibungen oder die Vergabe von Leistungen, erstellt jedoch in der Regel keine vollständigen Architekturplanungen.

Der Architekt hingegen vertritt primär die Interessen des Bauherrn. Da er unabhängig von ausführenden Firmen arbeitet, kann er Entscheidungen objektiv treffen und die Qualität der Bauausführung kontrollieren. Diese Unabhängigkeit stellt für viele Bauherren einen wesentlichen Vorteil dar.

Die vorbereitenden Aufgaben eines Architekten

Bereits lange vor dem ersten Spatenstich beginnt die eigentliche Arbeit des Architekten. Die Vorbereitungsphase entscheidet häufig über den Erfolg eines gesamten Bauprojekts.

Zu Beginn analysiert der Architekt die Wünsche und Anforderungen des Bauherrn. Dabei werden Fragen zur Wohnfläche, Raumaufteilung, Energieeffizienz, Barrierefreiheit und zum verfügbaren Budget geklärt.

Anschließend erfolgt die Untersuchung des Grundstücks. Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, Bebauungsplan, Ausrichtung zur Sonne und mögliche Einschränkungen durch Bauvorschriften werden berücksichtigt.

Auf Grundlage dieser Informationen entwickelt der Architekt erste Entwurfskonzepte. Diese werden schrittweise konkretisiert und mit dem Bauherrn abgestimmt. Parallel dazu erfolgt die Kostenschätzung, um die wirtschaftliche Machbarkeit sicherzustellen.

Zu den vorbereitenden Leistungen gehören außerdem die Erstellung der Genehmigungsunterlagen und die Kommunikation mit den zuständigen Behörden. Der Architekt sorgt dafür, dass alle baurechtlichen Anforderungen erfüllt werden und der Bauantrag vollständig eingereicht werden kann.

Die planerischen Leistungen des Architekten

Die eigentliche Planungsarbeit gehört zu den Kernaufgaben eines Architekten. Moderne Architekturbüros arbeiten dabei mit leistungsfähigen Softwarelösungen und digitalen Methoden.

Während früher überwiegend zweidimensionale Zeichnungen erstellt wurden, kommen heute häufig dreidimensionale Planungsmodelle zum Einsatz. Mithilfe von 3D-Darstellungen können Bauherren ihr zukünftiges Haus bereits vor Baubeginn realistisch betrachten.

Virtuelle Rundgänge ermöglichen es, Räume aus verschiedenen Perspektiven zu erleben. Dadurch lassen sich Planungsfehler frühzeitig erkennen und Anpassungen vornehmen, bevor kostspielige Änderungen auf der Baustelle notwendig werden.

Viele Architekten setzen inzwischen auf sogenannte BIM-Modelle (Building Information Modeling). Dabei werden sämtliche Informationen des Bauwerks digital erfasst und miteinander verknüpft. Dies verbessert die Zusammenarbeit aller Beteiligten und reduziert Planungsfehler erheblich.

Neben Grundrissen und Ansichten erstellt der Architekt auch Detailzeichnungen, technische Planunterlagen sowie Vorgaben für die beteiligten Handwerksbetriebe.

Die Bauüberwachung als wichtige Kontrollfunktion

Nach Abschluss der Planungsphase endet die Arbeit des Architekten keineswegs. Während der Bauausführung übernimmt er häufig die Bauüberwachung und Koordination.

Dabei kontrolliert er die Einhaltung der Planvorgaben und überprüft die Qualität der ausgeführten Arbeiten. Gleichzeitig koordiniert er die verschiedenen Gewerke und sorgt dafür, dass der Bauablauf möglichst reibungslos funktioniert.

Durch regelmäßige Baustellenbesuche erkennt der Architekt Baumängel frühzeitig und kann deren Beseitigung veranlassen. Zudem kontrolliert er Rechnungen, überwacht Termine und dokumentiert den Baufortschritt.

Gerade diese unabhängige Qualitätskontrolle wird von vielen Bauherren als einer der größten Vorteile einer Architektenbeauftragung angesehen. Die Einschaltung des Architekten für die Bauüberwachung erspart dem Bauherren die Erstellung und Bearbeitung einer Hausbau-Checkliste.

Das Architektenhaus – individuelle Architektur statt Standardlösung

Der Begriff Architektenhaus steht für ein individuell geplantes Wohngebäude, das speziell auf die Bedürfnisse seiner Bewohner zugeschnitten wird.

Im Gegensatz zu Typenhäusern oder standardisierten Fertighäusern wird jede Planung neu entwickelt. Dabei fließen persönliche Wohnwünsche, Grundstücksgegebenheiten und architektonische Vorstellungen in die Gestaltung ein.

Ein Architektenhaus zeichnet sich häufig durch eine optimale Raumnutzung, hochwertige Materialien und eine individuelle Gestaltung aus. Auch besondere Anforderungen wie nachhaltiges Bauen, energieeffiziente Konzepte oder barrierefreie Grundrisse lassen sich gezielt umsetzen.

Ob modernes Flachdachhaus, klassisches Einfamilienhaus oder außergewöhnliche Designvilla – die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

Architekt Kosten und Honorar nach der HOAI

Die Kosten für einen Architekten richten sich in Deutschland traditionell nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure, kurz HOAI.

Die HOAI dient als Orientierung für die Vergütung von Planungsleistungen. Seit einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs sind die früher verbindlichen Mindest- und Höchstsätze nicht mehr verpflichtend. Dennoch wird die HOAI weiterhin als anerkannte Grundlage für Honorarvereinbarungen genutzt.

Die Berechnung des Honorars basiert auf mehreren Faktoren. Eine wichtige Rolle spielen die anrechenbaren Baukosten, die Schwierigkeit des Projekts sowie der Umfang der beauftragten Leistungen.

Die Leistungen eines Architekten werden in verschiedene Leistungsphasen unterteilt. Diese reichen von der Grundlagenermittlung über die Entwurfsplanung bis hin zur Bauüberwachung und Objektbetreuung.

Wer lediglich die Planung beauftragt, zahlt entsprechend weniger als ein Bauherr, der sämtliche Leistungsphasen bis zur Fertigstellung in Anspruch nimmt.

Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus bewegen sich die Architektenkosten häufig zwischen zehn und fünfzehn Prozent der anrechenbaren Baukosten. Die tatsächliche Höhe hängt jedoch immer vom konkreten Projekt und den vertraglichen Vereinbarungen ab.

Auswahlkriterien für den richtigen Architekten

Die Wahl des passenden Architekten sollte sorgfältig erfolgen. Schließlich arbeiten Bauherr und Architekt oft über viele Monate eng zusammen.

  • Ein wichtiger Faktor ist die fachliche Qualifikation. Bauherren sollten darauf achten, dass der Architekt Mitglied einer Architektenkammer ist und über entsprechende Berufserfahrung verfügt.
  • Ebenso wichtig sind Referenzprojekte. Frühere Bauvorhaben geben Aufschluss über den Planungsstil und die Erfahrung des Architekturbüros.
  • Darüber hinaus spielt die persönliche Chemie eine entscheidende Rolle. Der Architekt sollte die Wünsche des Bauherrn verstehen und in der Lage sein, diese professionell umzusetzen. Transparente Kommunikation und nachvollziehbare Kostenaufstellungen schaffen zusätzlich Vertrauen.
  • Ein persönliches Kennenlerngespräch sowie die Besichtigung bereits realisierter Projekte können bei der Entscheidungsfindung hilfreich sein.

Der Bauingenieur als Alternative zum Architekten

Nicht nur Architekten können Bauherren bei der Planung eines Hauses unterstützen. Auch Bauingenieure verfügen über umfangreiche Fachkenntnisse im Bereich Planung und Bauausführung.

Insbesondere bei technisch anspruchsvollen Bauprojekten oder konstruktiven Fragestellungen spielen Bauingenieure eine wichtige Rolle. Je nach Qualifikation und regionalen Regelungen können sie ebenfalls Bauanträge erstellen und Planungsleistungen übernehmen.

Während Architekten häufig einen stärkeren Fokus auf Gestaltung, Raumkonzepte und Architektur legen, konzentrieren sich Bauingenieure stärker auf technische und konstruktive Aspekte. In vielen Bauprojekten arbeiten beide Berufsgruppen eng zusammen.

Für Bauherren kann ein erfahrener Bauingenieur daher eine interessante Alternative oder Ergänzung zum klassischen Architekten darstellen.

 

Fazit

Der Architekt ist für viele Bauherren ein wichtiger und vertrauenswürdiger Partner beim Hausbau. Seine Aufgaben reichen von der ersten Beratung über die Planung bis hin zur Bauüberwachung. Durch seine unabhängige Position vertritt er die Interessen des Bauherrn und sorgt für eine hohe Planungs- und Ausführungsqualität.

Besonders bei individuellen Wohnkonzepten und Architektenhäusern bietet die Zusammenarbeit mit einem Architekten zahlreiche Vorteile. Moderne Planungsmethoden wie 3D-Visualisierungen und digitale Gebäudemodelle erleichtern dabei die Vorstellung des späteren Hauses und verbessern die Planungssicherheit.

Wer Wert auf individuelle Architektur, professionelle Projektsteuerung und eine unabhängige Qualitätskontrolle legt, findet im Architekten einen kompetenten Baupartner für die erfolgreiche Umsetzung seines Traumhauses und die Vermeidung von teuren Fehlern beim Hausbau.

FAQ – Häufige Fragen zum Architekten beim Hausbau

Was macht ein Architekt beim Hausbau?

Ein Architekt plant das Gebäude, erstellt Bauanträge, koordiniert Fachplaner und überwacht auf Wunsch die Bauausführung.

Wie viel kostet ein Architekt für ein Einfamilienhaus?

Die Kosten liegen häufig zwischen 10 und 15 Prozent der anrechenbaren Baukosten, abhängig vom Leistungsumfang.

Was ist ein Architektenhaus?

Ein individuell geplantes Haus, das speziell nach den Wünschen und Anforderungen des Bauherrn entwickelt wird.

Ist ein Architekt Pflicht beim Hausbau?

Nicht in jedem Fall. Viele Bauvorhaben benötigen jedoch einen bauvorlageberechtigten Planer.

Was regelt die HOAI?

Die HOAI enthält Regelungen und Orientierungshilfen zur Vergütung von Architekten- und Ingenieurleistungen.

Kann ein Architekt die Bauleitung übernehmen?

Ja, die Bauüberwachung gehört zu den klassischen Leistungen eines Architekten.

Was ist der Unterschied zwischen Architekt und Generalunternehmer?

Der Architekt plant unabhängig, während der Generalunternehmer meist Planung und Bauausführung kombiniert.

Wann sollte man einen Architekten beauftragen?

Idealerweise bereits vor dem Grundstückskauf oder unmittelbar danach.

Können Bauingenieure ähnliche Leistungen erbringen?

Ja, viele Bauingenieure bieten ebenfalls Planungs- und Überwachungsleistungen an.

Wie finde ich einen guten Architekten?

Durch Referenzen, Empfehlungen, Kammermitgliedschaften und persönliche Gespräche.

Welche Vorteile bieten 3D-Planungen?

Sie ermöglichen eine realistische Darstellung des späteren Gebäudes und helfen, Planungsfehler frühzeitig zu erkennen.

Kann ein Architekt beim Energiesparen helfen?

Ja, durch energieeffiziente Planung, optimale Gebäudeausrichtung und moderne Baukonzepte.

 

Quelle: Tipps24-Netzwerk - HR / Foto: Pexels / Ron Lach

 


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