Kunststofffenster

Kunststofffenster sind die am weitesten verbreiteten Fenster für den Hausbau in Deutschland. Die Kunststofffenster- Profile werden im Strangpress- oder Spritzgussverfahren hergestellt. Da der Kunststoff thermoplastisch ist, kann das Kunststofffenster bei entsprechender Temperatur in jede gewünschte Form gepresst werden.



Durch die thermoplastischen Eigenschaften ist es möglich, daß die fertigen Kunststofffenster- Profile auch in der weiteren Verarbeitung materialidentisch und dauerhaft verbunden werden. Die Verbindungsstellen der einzelnen Komponenten des Fensters bleiben dabei farbgleich und einheitlich.


Die Qualität der Kunststofffenster, bzw. der Fensterprofile, wird durch die Verarbeitung und Ausführung im Inneren des Fensterrahmens erreicht.

Die Fensterprofile sind in der Regel Mehrkammer-Hohlprofile, die nach außen über Vorkammern zur Ableitung von anfallendem Wasser geöffnet sind. Bei den Kunststofffenstern unterscheidet man flächenbündige, flächenversetzte und halbflächenversetzte Fensterprofil- Systeme.

Die heute beim Hausbau eingesetzten Fenster aus Kunststoff sind im Rahmeninneren meist mit Aluminium, Stahl oder glasfaserverstärktem Kunststoff zusätzlich verstärkt.

Der bei Kunststofffenstern am meisten verwendete Werkstoff ist PVC (Polyvinylchlorid). Als Beimischungen zum PVC werden Stabilisatoren, wie Metalle, Pigmente, Gesteinsmehl und Glasfaserstoffe beigefügt.

Hervorzuhebende Eigenschaften von Kunststofffenstern aus PVC sind die Witterungsbeständigkeit, die Schlagfestigkeit, glatte Oberflächen und eine verhältnismäßig geringe Wartungsnotwendigkeit.

Die bereits oben angesprochene thermoplastische Fähigkeit des Kunststoffs verleiht dem Kunststofffenster eine beim Hausbau gut einsetzbare Formenvielfalt. Das Kunststofffenster kann z.B. als einfacher rechtwinkliger Fensterrahmen, als rundes Fenster oder in sonstigen beliebigen geometrischen Formen erstellt werden.

Eine Steigerung der Qualität von Kunststofffenstern kann für die Oberfläche durch Folien und Deckschichten, für Schall- und Wärmeschutz durch Werkstoffzusätze und modernste Technologie erreicht werden.

Vor- und Nachteile von Kunststofffenstern

Bauphysikalische Vorteile ergeben sich für den Hausbau in erster Linie daraus, daß Kunststofffenster eine besonders gute Stabilität haben.

Kunststofffenster sind gegen Korrosion, die meisten Säuren, Laugen sowie Abgase und Reinigungsmittel aller Art unempfindlich

Kunststofffenster gewährleisten einen hohen Wärmeschutz und haben beste Werte beim Schallschutz.

Für Kunststofffenster benötigt man geringe Instandhaltungskosten, da
sie licht- und farbbeständig und ohne Anstrich haltbar sind.

Besondere Bemühungen für die Pflege der Kunststofffenster sind nicht erforderlich, da sie pflegeleicht und sehr einfach zu reinigen sind.

Kunststofffenster gibt es in einer großen Farbauswahl und in vielen Holzdekoren. Es gibt sogar Kunststofffenster in Echtholzoptik.

In gewissem Umfang ist auch eine Umweltfreundlichkeit bei der Erstellung von Kunststofffenstern zu erkennen, Kunststoff-Fenster können nämlich wiederverwertet werden und weisen damit einen geschlossenen Recycling-Kreislauf auf.

Nachteile der Kunststofffenster

Kunststofffenster laden sich elektrostatisch auf und ziehen somit Staub, Schmutz und Rauch an, der sich auf der Oberfläche festsetzen kann.

Im Vergleich zum Holzfenster vermittelt ein Kunststofffenster eine weniger warme und wohnliche Atmosphäre.

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