Hausbautipps24 - Der Hausbau

Der Traum vom eigenen Haus beginnt mit vielen Fragen – wir geben die Antworten. Ob Sie planen, selbst zu bauen, einen Anbau oder Umbau zu errichten, eine Immobilie zu kaufen oder bestehendes Eigentum zu renovieren oder modernisieren: Unser umfassender Hausbau-Ratgeber bietet gebündeltes Wissen zu allen wichtigen Themen rund ums Eigenheim.

Der Hausbau begionnt mit dem Traum  und endet hoffentlich so!

Wir informieren Sie über den Hausbau selbst, beginnend mit der Bauplanung, die entscheidend dafür ist, welche Bauweise gewählt werden soll und endend mit dem Innenausbau. Zusätzlich können Sie unsere kostenlosen Online Ratgeber für viele Teilbereiche des Hausbaus nutzen. Informationen über Massivhaus, Fertighaus oder Holzhaus verbinden sich mit Grundlagen der ökologischen Bauweise und Hinweisen auf das barrierefreie Bauen. Den wichtigen Artikeln über die Außenanlagen, wie Garage, Carport, Swimingpool, Wintergarten, Terrasse und Balkon folgen Infos über Baustoffe, Bauteile und Dämmstoffe, sowie Neuheiten von Dach und Keller. Im Rahmen der Haustechnik erhalten Sie ausführliche Informationen über Elektroarbeiten, Heizungstechnik, Sanitärinstallation und Sicherheit beim Hausbau.

Fazit: Gut geplant ist halb gebaut

Unsere Plattform bietet gebündeltes Know-how für jede Phase des Hausprojekts. Egal, ob Sie gerade erst anfangen zu träumen oder schon den Bauantrag in der Hand halten - Sie finden hier verlässliche Informationen, Inspiration und Tools, die Sie auf dem Weg in Ihr neues Zuhause begleiten.

Motivation für den Hausbau heute

Mögliche Motivationen für den Hausbau heute sind, je nach persönlicher Lebenssituation und Zielsetzung:

Persönliche Freiheit und Unabhängigkeit

Du kannst deine eigenen Wünsche umsetzen. Du bestimmst Grundriss, Stil, Materialien und musst keine Kompromisse wie bei bestehenden Immobilien eingehen. Du bezahlst keine Miete mehr. Statt monatlich Geld zu „verbrennen“, baust du Vermögen auf.

Langfristige Investition und Sicherheit

Ein eigenes Haus ist eine sehr gute Wertanlage. Immobilien sind in der Regel wertstabil, besonders in guten Lagen. Ein eigenes Haus ist für viele ein entscheidender Beitrag zur Altersvorsorge, denn mietfreies Wohnen im Ruhestand entlastet enorm. Die Familie ist abgesichert, denn ein eigenes Heim bedeutet Stabilität für Partner*in und Kinder.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Der Hausbau heute wird nach modernen Baustandards durchgeführt. Du kannst auf erneuerbare Energien setzen, denn Wärmepumpen, Solaranlagen sorgen für hohe Energieeffizienz. Moderne Baustoffe für den Hausbau bestehen aus nachhaltigen Materialien und sind in der Regel umweltfreundlich.

Finanzielle Aspekte

Die aktuell immer noch relativ niedrigen Bauzinsen erlauben eine historisch günstige Baufinanzierung, was sich langfristig lohnen wird.
Manche Finanzierungsmodelle können steuerlich attraktiv sein, z.B. durch Steuervorteile bei Vermietung oder Doppelhaus. Wer energieeffizient baut, hat Anspruch auf die Förderung der KfW-Bank.
Staatliche Zuschüsse und Kredite für energieeffizientes Bauen können die Finanzierungskosten senken.

Lebensqualität und Standortvorteile

Sehr viele Menschen zieht es heute raus aus der Stadt. Ein Haus im Grünen kann mehr Ruhe, Raum und Natur bedeuten.
Ein eigener Hausbau ermöglicht Platz für Hobbys und Homeoffice. Garten, Werkstatt, Arbeitszimmer, all das ist im eigenen Haus kein Problem.

Die einzelnen Etappen beim Hausbau

1. Planungsphase

Die Planungsphase, die Bauplanung selbst, verfolgt das Ziel, Grundlagen zu schaffen und endgültige Entscheidungen zu treffen. Zu den wichtigsten Vorbereitungen gehört eine Bedarfsanalyse, bei der die Größe des Hauses, die Zimmeranzahl, der Architekturstil und das Budget festgelegt werden.

Auf der Basis der Bedarfsanlayse erfolgt die Grundstückssuche mit anschließendem Grundstückskauf. Gleichzeitig setzt auch die Finanzierungsplanung ein. Hypothekenkredit, Eigenmittel und Fördermittel (z. B. Durch die KfW-Bank) müssen beantragt werden.

Der nächste Schritt ist die Beauftragung einer Baufirma oder eines Architekten, um die Entwurfsplanung zu erstellen. Erste Skizzen für die Raumaufteilung müssen abgesegnet werden.

Ein passendes Bauunternehmen zu finden ist einer der wichtigsten Schritte beim Hausbau – schließlich hängt die Bauqualität, die Termintreue und letztlich dein Wohlbefinden davon ab. Hier sind die wichtigsten Tipps und Schritte, um ein gutes Bauunternehmen zu finden:

Recherche für ein Hausbau-Unternehmen

Du kannst auf Online-Plattformen suchen oder bei Unternehmen wie „Wer liefert was“. Aber auch Immobilienforen und Erfahrungsberichte im Internet können hilfreich sein. Lokale Empfehlungen durch Familie, Nachbarn, Architekten und Bauherren anderer Objekte können zum geeigneten Bauunternehmen führen. Man kann auch Baustellen vor Ort besuchen, denn wer dort arbeitet, könnte ein Kandidat sein.

Wichtige Auswahlkriterien sind:

  • Erfahrung und Referenzen: Gibt es vergleichbare Projekte?
  • Zertifikate und Mitgliedschaften: Z. B. in der Handwerkskammer, Baugewerbeverband
  • Festpreisangebot möglich?
  • Eigenleistungen erlaubt? (wenn du selbst mitarbeiten willst)
  • Kommunikation & Erreichbarkeit: Klar, ehrlich, transparent?
  • Bonität und Insolvenzfreiheit: z. B. über eine SCHUFA-Auskunft oder Handelsregister

Angebote einholen und vergleichen

Du solltest mindestens 3 Angebote einholen. Achte dabei auf eine detaillierte Leistungsbeschreibung, einen Zahlungsplan, der angemessene Zahlungen gemäß dem Baufortschritt vorsieht, klare Zuordnung der Inklusivleistungen damit keine versteckten Zusatzkosten entstehen können, Bestätigung der Garantie und Gewährleistungsfrist (nach BGB: 5 Jahre) und immer daran denken: 
der Preis ist wichtig – aber er ist nicht das einzige Kriterium!

Vertrag und Absicherung

Prüfung nachfolgender Kriterien:

  • Bauvertrag nach BGB oder VOB/B?
  • Baubeginn und Fertigstellungstermine
  • Strafzahlungen bei Verzug?
  • Bauzeitgarantie
  • Bauleistungsversicherung und Bauherrenhaftpflichtversicherung abschließen

Als letzter Schritt ist dann eine Bauanzeige oder ein Bauantrag bei der Baubehörde einzureichen.

2. Bauvorbereitung

Das Ziel der Bauvorbereitungsphase ist es, alles für den Baubeginn vorzubereiten. Dazu gehören insbesondere:

  • Baugenehmigung erhalten
  • Detaillierte technische Pläne für die Hausplanung
  • Bauvertrag und Versicherungen abschließen
  • Baugrunduntersuchung (Bodengutachten) durchführen
  • Erschließung des Grundstücks für Wasser, Strom, Abwasser, Kabel- und Internetanschluss. etc.
  • Baustelleneinrichtung

3. Rohbauphase

Zum Abschluss der Rohbauphase muss das „Gerüst“ des Hauses stehen. Die einzelnen Zwischenphasen sind dabei

  • Aushub
  • Bodenplatte oder Keller errichten
  • Mauerwerk oder Fertigbauteile errichten
  • Decken und Dachstuhl setzen
  • Dach eindecken
  • Fenster und Außentüren einsetzen
  • Am Ende wird das Richtfest gefeiert.

4. Ausbauphase

Die Ausbauphase widmet sich ganz dem Innenausbau und der Haustechnik. Im einzelnen geht es dabei um die Gewerke

  • Elektro- und Sanitärinstallationen
  • Heizung und Lüftung
  • Wärmedämmung und Innenputz
  • Estrich gießen
  • Trockenbau (z. B. Trennwände)
  • Bodenbeläge und Fliesen
  • Maler- und Tapezierarbeiten
  • Sanitärobjekte und Innentüren montieren

5. Abschluss und Übergabe

Mit der Bezugsfertigkeit wird das Haus übergeben. Die Endabnahme erfolgt durch den Bauleiter oder einen Gutachter. Das ist die Gelegenheit, eine Mängelliste zu überprüfen und die Mängel zu beheben. Danach erfolgt die förmliche Hausübergabe / Schlüsselübergabe und der Einzug (Umzugsfirma frühzeitig beauftragen) kann in Angriff genommen werden. Dafür muss rechtzeitig eine Anmeldung bei den Versorgern (Gas, Wasser, Strom, Telefon) und beim Einwohnermeldeamt erfolgen.

6. Nach dem Einzug

Nach dem Einzug ist es an der Zeit, die Außenanlagen zu gestalten. Garten, Terrasse, Carport oder Garage müssen angelegt und eventuelle Restarbeiten oder Nachbesserungen müssen erledigt werden.

Eine Übersicht über die Themen, die auf dem Informationsportal Hausbautipps24 im Rahmen des Hausbaus behandelt werden, findet sich nachstehend. Einfach anklicken und schon sind Sie im entsprechenden Bereich.

Außenanlagen
Garagen und Carports
Swimmingpool
Terrassen und Balkone
Wintergarten
Wege und Zäune

Bauplanung

Baustoffe
Bauteile
Dämmstoffe
Ziegel


Bauweise
Barrierefrei bauen
Fertighaus
Holzhaus
Massivhaus
Ökologisches Bauen
Klimaschutz


Dach


Keller

Haustechnik
Elektro
Heizungstechnik
Sicherheit


Innenausbau
Badezimmer
Fenster
Fußboden
Küchen


Treppen


Türen


Ratgeber
Anbau
Badezimmer
Bauvertrag
Fenster
Fertighaus
Grundstückskauf
Hausbau
Hausbaufinanzierung
Solarenergie
Versicherungen beim Hausbau
Wintergarten

Foto: pixabay / Paul Brennan 

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Baustoffe für Aussenwände

Bevor die einzelnen Baustoffe, die zur Errichtung von Außenwänden beim Hausbau verwendet werden, einer genaueren Betrachtung unterzogen werden, hier ein Überblick über die diversen Material - Möglichkeiten, eine Hauswand zu errichten.

 

 

Mauerwerkswände

 

Hausbau mit Mauerziegel für Aussenwände
Material:  Ton, Lehm oder tonigen Massen
Arten: Vollziegel, Lochziegel (Hochloch, Langloch), Vormauerziegel, Klinker, Wärmedämmziegel, Leichtlanglochziegel, hochfeste Ziegel, Keramikklinker


Hausbau mit Wärmedämmziegel (sind immer für Aussenwände bestimmt)
Material: gebrannter Ton mit beigemengten Luftporenbildnern
Arten: durch Beimengung verschiedener Stoffe kann die Wärmedämmung weiter verbessert werden, sodaß qualitativ unterschiedliche Wärmedämmziegel entstehen

Hausbau mit Kalksandstein (KS) für Aussenwände
Material: Kalk, Quarzsand
Arten: KS – Vollsteine, KS – Loch- und Hohlblocksteine, KS – Blocksteine,
KS – Planblocksteine, KS – Bauplatten, KS - Vormauersteine, KS – Verblender

Hausbau mit Leichtbetonsteinen
Material: Zement, Bims, Ziegelsplitt, Blähton
Arten: Vollsteine, Vollblocksteine, Hohlblocksteine,

Hausbau mit Porenbetonsteinen für Aussenwände
Material: Quarzsand, Kalk, Wasser, Aluminiumpulver
Arten: Porenbetonblocksteine, Porenbetonplanblocksteine, Porenbetonbauplatten

Hausbau mit Lehmsteinen (selten für Aussenwände eingesetzt)
Material: Lehm, mit Beimischungen von Hanf, Holz, Häcksel, Blähton
Arten: Massivlehmsteine, Leichtlehmsteine

Hausbau mit Schalungssteinen und Schalungselementen
Material: Hartschaum, Holzspanbeton, Holzwolleleichtbauplatten
Arten: Deckenrandsteine, Sturzschalen,

Stürze für den Hausbau
Material: Stahlbeton, ummantelte Stahlträger
Arten: Balken, Bögen, Schalsteine, Trogsteine

Hausbau mit Beton und Leichtbetonwänden

Stahlbetonfertigteile
Material: bewehrter Beton, Beton mit Stahleinlagen
Arten: großformatige Fertigteile

Spannbeton beim Hausbau
Material: bewehrter Beton,
Arten: großformatige Fertigteile

Leichtbeton beim Hausbau
Material: Beton mit Zusätzen von Blähton, Blähschiefer, Bims
Arten: großformatige Mauersteine

Hausbau mit Porenbeton für Innen- und Aussenwände
Material: dünnflüssiger Beton mit Zusatz von Aluminiumpulver
Arten: großformatige Mauersteine

Im Beton – Bereich gibt es noch Stahlbeton-Wandelemente, Sichtbeton, Waschbeton und Betonsteine als Baumaterial für Außenwände.

Mauerziegel und Ziegelstein

Mauerziegel werden aus gebranntem Ton, Lehm oder tonigen Massen hergestellt. Sie sind ein künstlicher Mauerstein, der auch Ziegelstein genannt wird und seit Jahrhunderten für den Hausbau Verwendung findet.


Die Technik des Herstellens von Ziegelsteinen ist uralt. Die Steine müssen vor dem Brennen vorgetrocknet werden, dann werden Sie in Öfen, früher in Meilern, bei Temperaturen zwischen 900° und 1100° C gebrannt.


Die Ziegelsteine (Mauerziegel) kann man nach ihrer Verwendung beim Hausbau in die Bereiche

Außenwandziegel, Innenwandziegel, Deckenziegel, Akustikziegel, Pflasterklinker, Fußbodenklinker und Dachziegel einteilen.

In diesem Abschnitt geht es um die Außenwandziegel beim Hausbau.
Mauerziegel werden auch Ziegelsteine genannt und können folgende Bezeichnungen haben:

  • Planziegel
  • Blockziegel
  • Hochlochziegel
  • Schallschutzziegel
  • Block-Winkelziegel
  • Block-Anschlagziegel
  • Leichtziegel-Schalen
  • Deckenrandziegel
Die Mauerziegel/ Ziegelsteine können beim Hausbau als
  • Eckziegel
  • Ergänzungsziegel
  • Höhenausgleichsziegel
  • Schallschutzziegel
  • Standardziegel
  • Teilbarer Ziegel
und für Brandwände oder zum Einbau in Rollladenkästen verwendet werden.

Außenwandziegel – Mauerziegel- Arten

Hier unterscheiden wir die Ziegelsteine als Hintermauerziegel, Vormauerziegel und Klinker.

Hintermauerziegel

Hintermauerziegel finden im Hausbau bei zweischaligem Mauerwerk für die hintere der beiden Mauern Verwendung. Es ist daher nicht erforderlich, daß diese Mauerziegel frostbeständig sind. Da mit den Hintermauerziegeln auch keine Verwendung als Sichtmauerwerk vorgesehen ist, ist auch die Oberflächenstruktur unbedeutend, denn die wird verputzt oder verblendet.

 

 

 

Hintermauerziegel dienen beim Hausbau zu Errichtung sowohl tragender, als auch nichttragender Außen- und Innenwände und können, je nach Anforderungsprofil, unterschiedliche Druckfestigkeiten und Formate haben.

Die Hintermauerziegel werden als Vollziegel, Lochziegel, Porenziegel Mauertafelziegel oder Wärmedämmziegel hergestellt.
Für eine gute Wärmedämmung, wie sie beim heutigen Hausbau erforderlich ist, sind großformatige Mauerziegel, mit zahlreichen Lochungen (Hochlochziegel) oder Poren (Porenziegel), besonders geeignet. Mit diesen großformatigen Hintermauerziegeln kann man eine Mauer in wesentlich größerer Geschwindigkeit herstellen.

Um eine besonders gute Schalldämmung beim Hausbau zu erzielen, verwendet man als Hintermauerziegel die sehr schweren Vollziegel, die dann auch als Schallschutzziegel bezeichnet werden.

Vollziegel

Als Vollziegel bezeichnet man Mauerziegel, die vollkommen aus dem Ziegelmaterial, wie Ton, Tonmergel oder Kalksandstein bestehen. Als Vollziegel wird auch ein Hintermauerziegel bezeichnet, wenn er über 85 % des Materials aufweist, der Lochanteil kann also bis 15% betragen. Vollziegel sind aufgrund ihrer Bauweise sehr schwer und schlecht wärmedämmend. Dagegen ist die Schalldämmung von Vollziegeln sehr gut, weshalb sie beim Hausbau auch in diesem Bereich häufig eingesetzt werden.

Lochziegel

Alternativ zum Vollziegel gibt es den Lochziegel. Der Lochziegel ist ein Mauerziegel, der von Löchern durchzogen ist, wodurch eine bessere Wärmedämmung erreicht wird. Weiterhin erreicht man durch die Löcher, die einen erhebliche Teil des Gesamtvolumens des Hintermauerziegel ausmachen können, eine beträchtliche Gewichtsreduzierung. Ein zusätzlicher Nutzen für die Kosten beim Hausbau ergibt sich daraus, daß durch die Lochanteile von bis zu 50% natürlich auch bis zu 50% Material gespart werden kann.

Bei den Mauerziegeln unterscheidet man zwei Arten von Lochziegeln, den Hochlochziegel und den Langlochziegel.

Hochlochziegel

Beim Hochlochziegel verläuft die Lochung senkrecht zur Auflagefläche des Hintermauerziegels, wodurch eine bessere Tragfähigkeit gewährleistet ist.

Die Einteilung der Hochlochziegel erfolgt nach der Größe des Querschnitts ihrer Lochung in die Gruppen
A mit Lochquerschnitt unter   2,5 cm
B mit Lochquerschnitt unter   6,0 cm
C mit Lochquerschnitt unter 16,0 cm

Der Anteil der Lochfläche am gesamten Mauerziegel kann zwischen 15 und 50% liegen.

Hochlochziegel finden beim Hausbau sowohl für tragende als auch für nichttragende Mauerwände Verwendung.

Eine besondere Art der Lochziegel sind die Leichthochlochziegel, die infolge ihrer besonderen Struktur einen hohen Wärmeschutz bieten. Leichthochlochziegel haben einen Lochanteil von etwa 50% der Grundfläche des Ziegels. Darüber hinaus ist das Ziegelmaterial, zusätzlich porosiert. Infolge des großen Luftporenanteils erreichen diese Mauerziegel eine besonders hohe Wärmedämmung.

Langlochziegel

Beim Langlochziegel verläuft die Lochung waagerecht zur Auflagefläche des Lochziegels, dadurch hat dieser Hintermauerziegel eine nicht so gute Tragfähigkeit. Die Verwendung erfolgt daher beim Hausbau auch meist nur für nichttragende Wände.

Die Langlochziegel werden auch als Lochkammerziegel oder Hohlkammersteine bezeichnet. Sie werden aus den gleichen Materialien wie der Vollziegel hergestellt, bestehen aber zu einem sehr großen Anteil aus Hohlräumen.

Mauertafelziegel

Die Herstellung vorgefertigter Wandtafeln aus Mauerziegeln ist beim Hausbau seit langem bekannt und verbreitet. Die dazu verwendeten Mauertafelziegel unterscheiden sich nur dadurch von den üblichen Mauerziegeln, dass anstelle der Griffschlitze große Aussparungen vorgesehen sind, die in der Mauertafel senkrecht durchlaufende Kanäle ergeben, was ihrer Eignung als Hintermauerziegel sehr entgegenkommt.

Der Herstellungsprozess verläuft im wesentlichen wie beim Vollziegel. Zur Verarbeitung der Mauertafelziegel ist Normal-, Leicht- oder auch Dünnbettmörtel geeignet.

Heute werden Mauertafelziegel im Hausbau hauptsächlich in Großformaten als Hintermauerziegel und für den Innenausbau und für nichttragende Innenwände genutzt.

Wärmedämmziegel

Ziegel aus gebranntem Ton, dem Polystyrolgranulat oder Sägemehl als Zuschlagsstoffe beigemischt werden, damit sich Luftporen bilden, nennt man Wärmedämmziegel. Die Zuschlagstoffe, also Sägemehl und Granulat, gasen beim Brennen der Ziegel rückstandsfrei aus und hinterlassen eine Vielzahl feiner Poren, die für die guten Wärmedämmeigenschaften sorgen.

Mauerziegel in der Form des Wärmedämmziegel sind beim heutigen Hausbau unverzichtbar, sie zeichnen sich auch durch geringes Gewicht, hohe Druckfestigkeit und gute Wärmespeicherfähigkeit aus. Ihr günstiges Verhalten gegenüber Feuchtigkeit im Stein sorgt für ein angenehmes Raumklima, das oft zitierte Wohlfühlklima.

Vormauerziegel und Klinker

Vormauerziegel

Vormauerziegel, wie auch Klinker, sind als Außenmauerwerk konzipiert. Sie haben beim Hausbau die Aufgabe, das Hintermauerwerk vor Witterungseinflüssen zu schützen. Sie müssen frostbeständig und regenabweisend sein und haben daher eine höhere Festigkeit und eine geringere Wasseraufnahmefähigkeit als Hintermauerziegel.



Zusätzlich ist es zwingend erforderlich, daß die Vormauerziegel, zumindest wenn sie als Sichtmauerwerk, bei Klinker ist das immer der Fall,  ausgeführt werden, eine entsprechende Oberfläche aufweisen können. Aufgrund ihrer Konstruktion als besonders witterungsfestes Material, ist ein Verputzen oder Verkleiden nicht erforderlich.


Für den Hausbau gibt es Vormauerziegel nur in kleineren Größen, die in den für die vorgesehene Verwendung möglichen Ausführungen, nämlich Vormauer-Vollziegel (VMz) und Vormauer-Hochlochziegel (VHLz) zu haben sind.

Neben den optischen Qualitäten und Möglichkeiten haben die Vormauerziegel auch die Aufgabe, witterungsbedingte Einflüsse von der Hintermauerwand und der Dämmung abzuhalten.
 
Die Vormauerziegel müssen dem Hausbau einen umfassenden Regenschutz bieten. Eventuelle Feuchtigkeit von außen wird von den Vormauerziegeln aufgenommen und nach dem Regen schnell wieder nach außen abgegeben. Auch bei Dauer- oder Schlagregen darf so keine Nässe in das Wandinnere gelangen.
 
Die Hauswand wird durch die Vormauerziegel auch vor Hitze und Kälte geschützt. Ein Hausbau mit Vormauerziegelfassade hat innen immer ein angenehmes Klima, da sich die Wärme des Tages in der Außenwand speichert und in der Nacht wieder abgibt. Das Haus heizt sich dadurch auch im Sommer nicht auf.
 
Im Winter hingegen bleibt die Kälte draußen. Durch die Konstruktion der zweischaligen Wand ist jedes Wärmedämmniveau technisch machbar. Der Hauptfeind der Wärme beim Hausbau, die Feuchtigkeit, kommt nicht an die Hinterschale des Mauerwerks heran und die direkte Kälteeinwirkung wird dadurch erheblich gemindert.

Klinker

Klinker, die bekanntesten Vormauerziegel, sind eine besondere Form der Vollziegel. Diese Vormauerziegel haben eine besondere Härte und Dichtigkeit, da sie bei so hohen Temperaturen gebrannt werden, dass die Oberfläche zu sintern (schmelzen) beginnt. Der Erfolg ist, dass sie dadurch besonders widerstandsfähig gegen schädliche Umwelteinflüsse aller Art werden. Die für den Hausbau notwendige Beständigkeit gegen Verwitterung ist optimal gewährleistet.

Als typische Vormauerziegel können sie durch den Mörtel direkt mit dem Mauerwerk verbunden werden. Klinker kann man aber auch, was recht häufig geschieht, als zusätzliche Schale mit einer etwa 5 -6 cm dicken Luftschicht zwischen Hausmauer und Verblendmauerwerk einsetzen.

Wir kennen die Klinker als Hochlochklinker, Vollklinker, Keramik-Vollklinker und  Keramik-Hochlochklinker.

Hochlochklinker und Keramiklinker sind in verschiedenen Formen, Farben, Oberflächenarten und Lochanteilen zu erhalten. Sie eignen sich daher bei jedem Hausbau bestens zur Herstellung eines Sicht- oder Verblendmauerwerks.