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Pflanzen Bohnen selber anbauen
Garten Pflanzen Bohnen selber anbauen Foto Maja Dumat (zum vergroessern klicken) Im Garten wie in der Küche sind Bohnen nicht wegzudenken. Der Anbau ist einfach und sie schmecken hervorragend
Garten / Pflanzen: 
Bohnen kann man fast schon als Allerweltsgemüse bezeichnen, so vielfältig ist die Sortenauswahl. Gartenbohnen verlangen zum Keimen allgemein einen möglichst warmen Boden (13°C). Die verschiedenen Arten unterscheiden sich vor allem durch den Wuchs. Am besten gedeihen Bohnen an einem sonnigen Standort in kompostreicher Erde. Weitere Düngemaßnahmen sind nicht erforderlich. Die Pflanzen beim Hacken leicht anhäufeln, das Beet unkrautfrei halten. Während der Blüte und Fruchtbildung das Beet ausreichend wässern, sonst können die Früchte vorzeitig abfallen.

Stangenbohnen klettern an einem Rankgerüst oder an Bohnenstangen bis zu 4 m in die Höhe. Zwerg- oder Buschbohnen ranken nicht und werden maximal 35-45 hoch. Die Buschbohne (Phaseolus vulgaris) ist relativ kälteempfindlich und sollte daher nicht vor Mitte Mai ausgesät werden. Bewährt hat sich das horstartige Ausbringen der Samen. Das heißt, je fünf bis sechs Bohnenkerne im Kreis etwa 2 cm tief in die Erde legen. Abstand zum nächsten Horst 40-50 cm. Buschbohnen blühen und fruchten zugleich. Übrigens: Je öfter geerntet wird, um so größer fällt die Ernte aus.

Die Schoten neuerer Sorten hängen über dem Laub und sind bequem zu pflücken. Gegessen werden bevorzugt die jungen, fleischigen, grünen, gelben oder violetten Hülsen. Bei Kern- oder Trockenbohnen erntet man allerdings nur die Kerne.

Die besten Bohnen – eine kleine Auswahl

Stangenbohne `Blauhilde` und `Blaukönigin`
Aussehen: blauviolett, 25 cm lang
Qualität: ertragreich; aromatisch, werden beim Kochen grün

Stangenbohne `Cobra`
Aussehen: dunkelgrün, 20 cm lang
Qualität: ertragreich, resistent gegen Mosaikvirus, Brennflecken

Stangenbohne `Neckarkönigin`
Aussehen: grün, rund, 28 cm lang
Qualität: fleischig-zart, robust, ertragreich, lange Erntezeit

Buschbohne `Duplika`
Aussehen: dunkelgrün, 18-20 cm lang
Qualität: sehr guter Geschmack, standfest und robust

Buschbohne `Purple Teepee`
Aussehen: blau, 12-15 cm lang
Qualität: nach dem Kochen grün, kräftiger Geschmack

Wachs-Buschbohne `Golddukat`
Aussehen: goldgelb, 15 cm lang
Qualität: knackig, zart, sehr robust, auch für ungünstige Lagen

Wachs-Buschbohne `Hildora`
Aussehen: gelb, vollrund
Qualität: besonders aromatisch, robust und reichtragend

Flageolet-Bohne (Buschbohne) `Chevrier Vert`
Aussehen: grün, rund
Qualität: in Frankreich beliebt: die zarten, grünweißen Kerne

Ernten Sie die dicksten Bohnen

Dicke Bohnen, auch Puff-, Acker- oder Pferdebohnen genannt, haben es in sich. Sie sind kernig, haben einen kräftigen Geschmack und sind reich an Eiweiß- und Mineralstoffen. Die Bohnen der Sorten `Dreifach Weiße` und `Hangdown` bleiben beim Kochen weiß und sind sehr aromatisch.
 
Die Aussaat nimmt man schon im März vor. Bei einem Reihenabstand von 60 cm legt man alle 15 cm je zwei Bohnen in die Reihe, die nach dem Aufgehen auf eine Pflanze vereinzelt werden. Nachtfrost ist bei diesen Sorten kein Hindernis, die Pflanzen vertragen unbeschadet mehrere Minusgrade. Auch der Nährstoffbedarf ist mäßig und kann mit Kompost und 35 g Volldünger pro Quadratmeter gedeckt werden. Denn wie alle Schmetterlingsblütler sind auch Bohnen in der Lage, mit Hilfe von Knöllchen-Bakterien an ihren Wurzeln Stickstoff zu binden und zu nutzen.

Dadurch gedeihen die robusten Pflanzen auf allen Gartenböden. Dicke Bohnen werden etwa 70 cm hoch und tragen schon ab Ende Mai Schoten, die im Milchig-weißen Zustand geerntet werden. Die jungen Bohnenpflanzen werden angehäufelt und damit starker Wind die Triebe nicht umdrückt, wird ein Drahtgitter über das Beet gespannt.

Unser Rezept

Weniger fantasievoll geht es dagegen in der Küche zu. Hier fungiert das leckere und überaus gesunde Gemüse häufig als Beilage und wird gerne zu Fleischgerichten und Kartoffeln gereicht. Unser Rezept vermittelt einen Hauch von Süden und sollen Ihre Experimentierfreude wecken. Achten Sie vor der Zubereitung von Bohnen darauf, dass sich das Gemüse möglichst frisch, also fest und knackig anfühlt. Die Bohnen gründlich unter fließend kaltem Wasser waschen und die Spitzen und Stengelansätze abschneiden. Ganz wichtig: Bohnen niemals roh essen! Denn sie enthalten den giftigen Inhaltsstoff Phasin, der nur durch vollständiges Garen neutralisiert wird.

Frittierte Grüne Bohnen mit pfeffrigem Paprika-Dip

Zutaten für vier Personen:
800 g Bohnen
Teig: 250 g Mehl
2 Eßl. Olivenöl
½ Teel. Salz
1 Eigelb
20 g Frischhefe
200 ml Bier
1 Teel. Zucker
2 Eiweiß
1 Bund gemischte Kräuter (vielleicht aus dem eigenen Garten): Petersilie, Bohnenkraut und Schnittlauch
Dip: 250 ml Sauerrahm
150 g Naturjoghurt, 3,5 % Fett
1 Eßl. Tomatenmark
1 rote Paprika
2 zerdrückte Knoblauchzehen
1 Bund Petersilie
1 Eßl. Olivenöl
Salz und Pfeffer

Zubereitung: Die grünen Bohnen putzen, waschen und in kochendem Wasser garen. Damit sie die Farbe behalten, in Eiswasser abschrecken und gut abtropfen lassen. Zwischenzeitlich das Mehl, Öl, Salz und Eigelb in eine große Schüssel geben. Bier, Hefe und Zucker separat verrühren und zur Mehlmasse geben. Das Ganze zu einem glatten Teig verrühren; zugedeckt eine halbe Stunde gehen lassen. Die frischen Kräuter behutsam waschen und fein hacken, das Eiweiß steif schlagen. Diese Zutaten nacheinander unter den Teig heben. Das Öl in einem breiten Topf erhitzen. Die Bohnen in den Teig tauchen und einzeln in heißes Öl legen. Mit einer Holzzange wenden und auf beiden Seiten goldgelb ausbacken. Kurz auf Küchenkrepp abtropfen lassen und warm stellen.

Dip: Die Paprikaschote klein würfeln, Petersilie fein hacken und Knoblauchzehen zerdrücken. Zusammen mit den anderen Zutaten in eine Schüssel geben, verrühren und etwa eine Stunde durchziehen lassen.

Wir haben leider kein Foto für Sie. Ich verspreche Ihnen aber, dass die Bohnen lecker aussehen und lecker schmecken. Versuchen Sie es.

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Text: UE-InRu / hausbautipps24.de

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