Hausbautipps24 - Der Hausbau

Der Traum vom eigenen Haus beginnt mit vielen Fragen – wir geben die Antworten. Ob Sie planen, selbst zu bauen, einen Anbau oder Umbau zu errichten, eine Immobilie zu kaufen oder bestehendes Eigentum zu renovieren oder modernisieren: Unser umfassender Hausbau-Ratgeber bietet gebündeltes Wissen zu allen wichtigen Themen rund ums Eigenheim.

Der Hausbau begionnt mit dem Traum  und endet hoffentlich so!

Wir informieren Sie über den Hausbau selbst, beginnend mit der Bauplanung, die entscheidend dafür ist, welche Bauweise gewählt werden soll und endend mit dem Innenausbau. Zusätzlich können Sie unsere kostenlosen Online Ratgeber für viele Teilbereiche des Hausbaus nutzen. Informationen über Massivhaus, Fertighaus oder Holzhaus verbinden sich mit Grundlagen der ökologischen Bauweise und Hinweisen auf das barrierefreie Bauen. Den wichtigen Artikeln über die Außenanlagen, wie Garage, Carport, Swimingpool, Wintergarten, Terrasse und Balkon folgen Infos über Baustoffe, Bauteile und Dämmstoffe, sowie Neuheiten von Dach und Keller. Im Rahmen der Haustechnik erhalten Sie ausführliche Informationen über Elektroarbeiten, Heizungstechnik, Sanitärinstallation und Sicherheit beim Hausbau.

Fazit: Gut geplant ist halb gebaut

Unsere Plattform bietet gebündeltes Know-how für jede Phase des Hausprojekts. Egal, ob Sie gerade erst anfangen zu träumen oder schon den Bauantrag in der Hand halten - Sie finden hier verlässliche Informationen, Inspiration und Tools, die Sie auf dem Weg in Ihr neues Zuhause begleiten.

Motivation für den Hausbau heute

Mögliche Motivationen für den Hausbau heute sind, je nach persönlicher Lebenssituation und Zielsetzung:

Persönliche Freiheit und Unabhängigkeit

Du kannst deine eigenen Wünsche umsetzen. Du bestimmst Grundriss, Stil, Materialien und musst keine Kompromisse wie bei bestehenden Immobilien eingehen. Du bezahlst keine Miete mehr. Statt monatlich Geld zu „verbrennen“, baust du Vermögen auf.

Langfristige Investition und Sicherheit

Ein eigenes Haus ist eine sehr gute Wertanlage. Immobilien sind in der Regel wertstabil, besonders in guten Lagen. Ein eigenes Haus ist für viele ein entscheidender Beitrag zur Altersvorsorge, denn mietfreies Wohnen im Ruhestand entlastet enorm. Die Familie ist abgesichert, denn ein eigenes Heim bedeutet Stabilität für Partner*in und Kinder.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Der Hausbau heute wird nach modernen Baustandards durchgeführt. Du kannst auf erneuerbare Energien setzen, denn Wärmepumpen, Solaranlagen sorgen für hohe Energieeffizienz. Moderne Baustoffe für den Hausbau bestehen aus nachhaltigen Materialien und sind in der Regel umweltfreundlich.

Finanzielle Aspekte

Die aktuell immer noch relativ niedrigen Bauzinsen erlauben eine historisch günstige Baufinanzierung, was sich langfristig lohnen wird.
Manche Finanzierungsmodelle können steuerlich attraktiv sein, z.B. durch Steuervorteile bei Vermietung oder Doppelhaus. Wer energieeffizient baut, hat Anspruch auf die Förderung der KfW-Bank.
Staatliche Zuschüsse und Kredite für energieeffizientes Bauen können die Finanzierungskosten senken.

Lebensqualität und Standortvorteile

Sehr viele Menschen zieht es heute raus aus der Stadt. Ein Haus im Grünen kann mehr Ruhe, Raum und Natur bedeuten.
Ein eigener Hausbau ermöglicht Platz für Hobbys und Homeoffice. Garten, Werkstatt, Arbeitszimmer, all das ist im eigenen Haus kein Problem.

Die einzelnen Etappen beim Hausbau

1. Planungsphase

Die Planungsphase, die Bauplanung selbst, verfolgt das Ziel, Grundlagen zu schaffen und endgültige Entscheidungen zu treffen. Zu den wichtigsten Vorbereitungen gehört eine Bedarfsanalyse, bei der die Größe des Hauses, die Zimmeranzahl, der Architekturstil und das Budget festgelegt werden.

Auf der Basis der Bedarfsanlayse erfolgt die Grundstückssuche mit anschließendem Grundstückskauf. Gleichzeitig setzt auch die Finanzierungsplanung ein. Hypothekenkredit, Eigenmittel und Fördermittel (z. B. Durch die KfW-Bank) müssen beantragt werden.

Der nächste Schritt ist die Beauftragung einer Baufirma oder eines Architekten, um die Entwurfsplanung zu erstellen. Erste Skizzen für die Raumaufteilung müssen abgesegnet werden.

Ein passendes Bauunternehmen zu finden ist einer der wichtigsten Schritte beim Hausbau – schließlich hängt die Bauqualität, die Termintreue und letztlich dein Wohlbefinden davon ab. Hier sind die wichtigsten Tipps und Schritte, um ein gutes Bauunternehmen zu finden:

Recherche für ein Hausbau-Unternehmen

Du kannst auf Online-Plattformen suchen oder bei Unternehmen wie „Wer liefert was“. Aber auch Immobilienforen und Erfahrungsberichte im Internet können hilfreich sein. Lokale Empfehlungen durch Familie, Nachbarn, Architekten und Bauherren anderer Objekte können zum geeigneten Bauunternehmen führen. Man kann auch Baustellen vor Ort besuchen, denn wer dort arbeitet, könnte ein Kandidat sein.

Wichtige Auswahlkriterien sind:

  • Erfahrung und Referenzen: Gibt es vergleichbare Projekte?
  • Zertifikate und Mitgliedschaften: Z. B. in der Handwerkskammer, Baugewerbeverband
  • Festpreisangebot möglich?
  • Eigenleistungen erlaubt? (wenn du selbst mitarbeiten willst)
  • Kommunikation & Erreichbarkeit: Klar, ehrlich, transparent?
  • Bonität und Insolvenzfreiheit: z. B. über eine SCHUFA-Auskunft oder Handelsregister

Angebote einholen und vergleichen

Du solltest mindestens 3 Angebote einholen. Achte dabei auf eine detaillierte Leistungsbeschreibung, einen Zahlungsplan, der angemessene Zahlungen gemäß dem Baufortschritt vorsieht, klare Zuordnung der Inklusivleistungen damit keine versteckten Zusatzkosten entstehen können, Bestätigung der Garantie und Gewährleistungsfrist (nach BGB: 5 Jahre) und immer daran denken: 
der Preis ist wichtig – aber er ist nicht das einzige Kriterium!

Vertrag und Absicherung

Prüfung nachfolgender Kriterien:

  • Bauvertrag nach BGB oder VOB/B?
  • Baubeginn und Fertigstellungstermine
  • Strafzahlungen bei Verzug?
  • Bauzeitgarantie
  • Bauleistungsversicherung und Bauherrenhaftpflichtversicherung abschließen

Als letzter Schritt ist dann eine Bauanzeige oder ein Bauantrag bei der Baubehörde einzureichen.

2. Bauvorbereitung

Das Ziel der Bauvorbereitungsphase ist es, alles für den Baubeginn vorzubereiten. Dazu gehören insbesondere:

  • Baugenehmigung erhalten
  • Detaillierte technische Pläne für die Hausplanung
  • Bauvertrag und Versicherungen abschließen
  • Baugrunduntersuchung (Bodengutachten) durchführen
  • Erschließung des Grundstücks für Wasser, Strom, Abwasser, Kabel- und Internetanschluss. etc.
  • Baustelleneinrichtung

3. Rohbauphase

Zum Abschluss der Rohbauphase muss das „Gerüst“ des Hauses stehen. Die einzelnen Zwischenphasen sind dabei

  • Aushub
  • Bodenplatte oder Keller errichten
  • Mauerwerk oder Fertigbauteile errichten
  • Decken und Dachstuhl setzen
  • Dach eindecken
  • Fenster und Außentüren einsetzen
  • Am Ende wird das Richtfest gefeiert.

4. Ausbauphase

Die Ausbauphase widmet sich ganz dem Innenausbau und der Haustechnik. Im einzelnen geht es dabei um die Gewerke

  • Elektro- und Sanitärinstallationen
  • Heizung und Lüftung
  • Wärmedämmung und Innenputz
  • Estrich gießen
  • Trockenbau (z. B. Trennwände)
  • Bodenbeläge und Fliesen
  • Maler- und Tapezierarbeiten
  • Sanitärobjekte und Innentüren montieren

5. Abschluss und Übergabe

Mit der Bezugsfertigkeit wird das Haus übergeben. Die Endabnahme erfolgt durch den Bauleiter oder einen Gutachter. Das ist die Gelegenheit, eine Mängelliste zu überprüfen und die Mängel zu beheben. Danach erfolgt die förmliche Hausübergabe / Schlüsselübergabe und der Einzug (Umzugsfirma frühzeitig beauftragen) kann in Angriff genommen werden. Dafür muss rechtzeitig eine Anmeldung bei den Versorgern (Gas, Wasser, Strom, Telefon) und beim Einwohnermeldeamt erfolgen.

6. Nach dem Einzug

Nach dem Einzug ist es an der Zeit, die Außenanlagen zu gestalten. Garten, Terrasse, Carport oder Garage müssen angelegt und eventuelle Restarbeiten oder Nachbesserungen müssen erledigt werden.

Eine Übersicht über die Themen, die auf dem Informationsportal Hausbautipps24 im Rahmen des Hausbaus behandelt werden, findet sich nachstehend. Einfach anklicken und schon sind Sie im entsprechenden Bereich.

Außenanlagen
Garagen und Carports
Swimmingpool
Terrassen und Balkone
Wintergarten
Wege und Zäune

Bauplanung

Baustoffe
Bauteile
Dämmstoffe
Ziegel


Bauweise
Barrierefrei bauen
Fertighaus
Holzhaus
Massivhaus
Ökologisches Bauen
Klimaschutz


Dach


Keller

Haustechnik
Elektro
Heizungstechnik
Sicherheit


Innenausbau
Badezimmer
Fenster
Fußboden
Küchen


Treppen


Türen


Ratgeber
Anbau
Badezimmer
Bauvertrag
Fenster
Fertighaus
Grundstückskauf
Hausbau
Hausbaufinanzierung
Solarenergie
Versicherungen beim Hausbau
Wintergarten

Foto: pixabay / Paul Brennan 

Unsere neuesten Blogbeiträge:



Dach

Das Dach ist im Laufe seiner Entwicklung den unterschiedlichsten Ansprüchen des Hausbaus gerecht geworden. Hauptbestandteil des Dachs ist der Dachstuhl. Die Dachstuhlkonstruktion gehört zu den Aufgaben eines Zimmermanns oder Zimmerers. Die Dachbedeckung und die Abdichtung des Daches übernimmt dann der Dachdecker.

 


 

Die Hauptfunktion des Daches beim Hausbau besteht in seiner Schutzfunktion, nämlich die Bewohner des Hauses vor Umwelteinflüssen zu bewahren. Dazu gehört in erster Linie der Schutz vor Niederschlägen, die die Dachkonstruktion in Form von Regen, Schnee und Hagel belasten.


Daneben schützt das Dach auch vor dem Wind. Nicht nur die Bewohner müssen vor den Windeinflüssen geschützt werden sondern auch die Dachkonstruktion selbst. Das Dach muß so erstellt werden, daß der Wind keine direkten Schäden am Dachstuhl erzeugen kann.

Das Dach muß Ihren Hausbau auch vor dem Einfluss von Lasten schützen. Diese Lasten können durch Schnee und Wind (Orkanböen) hervorgerufen werden. Auch das Gewicht des Schornsteinfegers, der das Dach betreten muß, ist bei der Dachkonstruktion einzurechnen.

Eine weitere Schutzfunktion übt das Dach im modernen Hausbau durch die Regulierung der Temperaturen aus. Gerade in unseren Breitengraden sind die Temperaturschwankungen teilweise recht extrem. Die Dachmaterialien sind dem natürlich besonders ausgesetzt, wodurch die Qualitätsansprüche an das verwendete Material besonders hoch sein müssen. Die Aufheizung des Dachs beim Sonnenschein tagsüber und die Abkühlung in der Nacht kann zu Maßveränderungen und extremer Hitzeentwicklung führen. Durch geeignete Wärmedämmungen muss dem entgegengewirkt werden. Nur so ist es für Sie ein angenehmer Sommer unter dem Dach.

Auch die Frostbeständigkeit des Dachmaterials in den Wechselzeiten von Frost- und Tauperioden stellt erhöhte Ansprüche an die Dachkonstruktion.

Wenn auch die Dacheindeckung heute überwiegend mit feuerfesten Dachziegeln erfolgt, ist der Brandschutz beim Hausbau auch ein wesentlicher Faktor bei der Dachkonstruktion. Häuser mit Reetdächern stellen auch heute noch ein erhebliches Risiko dar.

In Zeiten der besonderen Gesundheitsgefahr durch gefährliche UV-Strahlen, die sicherlich noch zunehmen wird, hat das Dach die Aufgabe, das Haus und seine Bewohner auch vor diesen, sowie vor kosmischen und Wärmestrahlen, zu schützen.

Durch Staub, Ruß, Vermoosung, Vögel und Ungeziefer aller Art hervorgerufene Ablagerungen auf Dachflächen können zu Schäden am Dach führen. Daher sind die Anforderungen beim Hausbau an das Dach und seine Bedeckung soweit zu stellen, daß diese Ablagerungen auf ein Minimum reduziert werden.

Die Emissionen der Umwelt wirken sich auch auf das Dach aus. Bei der Dachkonstruktion ist daher auch der Schutz vor saurem Regen, sowie Industrie- und Autoabgasen in die Überlegungen für Aufbau und Material der Dachbedeckung einzubeziehen.

Aber nicht nur die äußeren Einflüsse wirken auf das Dach ein, auch von der Innenseite drohen Gefahren, vor dem das Dach schützen soll. Dazu gehört der Schutz vor Feuergefahren und vor Tauwasser. Hier muss beim Hausbau die Dachkonstruktion von innen her einwirken.

Letztendlich hat das Dach seine Schutzfunktion auch hinsichtlich des Schallschutzes zu erfüllen. Der Schallschutz einer guten Dachkonstruktion dämpft sowohl die Schalleinwirkung auf das Haus, als auch die Schallentwicklung aus dem Gebäude heraus in die Nachbarschaft.

Fußbodenbeläge für das ganze Haus

Der Fußbodenbelag ist die oberste Schicht, der Nutzbelag des Fußbodens von Räumen innerhalb eines Hauses. Er ist beim Hausbau ein Bodenbelag aus unterschiedlichen Materialien, der in Räumen auf den Unterboden, meist einem Estrich, gelegt wird und damit als Fußboden dient.

 


Die Atmosphäre der Innengestaltung eines Wohnhauses wird maßgeblich auch vom Fußbodenbelag bestimmt. Der Fußboden ist die Basis jeder Raumgestaltung – funktional, stilbildend und entscheidend für Komfort und Wohngefühl. Flauschige Wollteppiche oder echte Natursteinfliesen bestimmen den Charakter des jeweiligen Wohnbereichs, besonders stilvoll ist das Wohnen auf Parkett.

Es gibt eine große Anzahl unterschiedlichster Fußbodenbeläge in Material, Form und Farbe. Auch preislich gibt es eine Bandbreite von günstig bis extrem teuer. Es ist daher wichtig, sich über die Vorzüge und Nachteile der Fußbodenbeläge für den eigenen Hausbau ausreichend zu informieren.

Um einen besseren Überblick über die Bodenbeläge, die Sie für Ihren Hausbau verwenden können, zu erhalten, kann man die Fußbodenbeläge nach dem Grundmaterial und nach der Art ihrer Herstellung in etwa wie folgt einteilen:

Textile Fußbodenbeläge / Teppichböden

Webteppiche, Tuftingteppiche, Wirkteppiche, Vliesteppiche und Bondingteppiche, Feinvelours-Teppichboden, Struktur-Teppichboden, Feinschlingen-Teppichboden, Woll-Teppichboden, Woll-Berber-Teppichboden, Micro-Fleece-Teppichboden, Schlingen-Teppichboden, Rasen-Teppichboden

Fußbodenbeläge aus Kunststoff

PVC-Böden, Vinylböden, Linoleum, Laminate

Fußbodenbeläge aus Naturstoffen

Korkbeläge, Korkparkett, Kautschukbodenbeläge, Bambusparkett, Sisalböden, Ziegenhaarböden

Fußbodenbeläge aus Holz

Parkett, Echtholzparkett, Fertigparkett, Holzbodendielen, Landhausdielen, Dielenboden, Massivholzdielen, Schiffsböden, Holzpflaster, Furnierböden, Profilbretter und Paneele

Fußbodenbeläge aus mineralischen Stoffen

Naturstein, Marmor, Granit, Kunststein, Terrazzo, Asphalt, Beton, Ton, Bodenfliesen, Keramik, Mosaik

Fußbodenarten und ihre Einsatzbereiche, Pflege, und mehr

Nicht jeder Belag eignet sich für jeden Raum. In der nachstehenden Übersicht erfährst du alles Wichtige über die verschiedenen Fußbodenbeläge, ihre Einsatzbereiche, Pflegeeigenschaften, ökologischen Aspekte sowie die jeweiligen Vor- und Nachteile. Ideal für alle, die ihr ganzes Zuhause bewusst gestalten wollen.

Übersicht:

Arten von Fußbodenbelägen
Einsatzorte – Welcher Boden passt in welchen Raum?
Pflege & Reinigung der Bodenbeläge
Ökologie & Nachhaltigkeit
Vor- und Nachteile im Überblick

Arten von Fußbodenbelägen

(in alphabetischer Reihenfolge)

Bambusboden

Hergestellt aus gepresstem, verleimtem Bambusgras
Sehr hart, formstabil und feuchtigkeitsresistent
Ökologisch interessant, da Bambus schnell nachwächst

Fliesen (Keramik, Feinsteinzeug)

Extrem robust und wasserunempfindlich
Perfekt für Feuchträume und Eingangsbereiche
Kombinierbar mit Fußbodenheizung

Furnierboden

Trägerschicht mit echtem Holzfurnier als Nutzschicht
Dünner als Parkett, aber natürliche Holzoptik
Gut geeignet für geringere Aufbauhöhen

Holzpflaster (Industrieparkett)

Aus hochkant gestellten Vollholzklötzen
Extrem widerstandsfähig, oft in Werkstätten verwendet
Auch im modernen Wohnbereich als robuster Hingucker beliebt

Kautschukboden (Gummiboden)

Elastisch, trittschalldämmend und sehr strapazierfähig
Häufig in Schulen, Krankenhäusern, aber auch modern im Wohnbereich
Rutschfest, antistatisch, hygienisch

Korkboden

Nachhaltig, weich, warm
Dämpft Trittgeräusche
Gut für Wohnräume und Schlafzimmer

Laminat

Mehrschichtiger Boden mit Dekoroberfläche
Pflegeleicht und kostengünstig
In vielen Designs erhältlich

Parkett

Echtholzboden, warm und langlebig
Varianten: Massivparkett, Fertigparkett
Ideal für Wohnräume

PVC-Boden

Rollenware oder Planken
Strapazierfähig und preisgünstig
Für gewerbliche und private Nutzung

Sisalboden (Naturbodenbelag)

Aus der Agavenpflanze gewonnen, robust und antistatisch
Ideal für Allergiker, da keine Milben
Natürlich, aber empfindlich gegen Feuchtigkeit

Teppichboden

Weich, schalldämmend, gemütlich
Besonders beliebt in Schlaf- und Kinderzimmern
Erhältlich aus Naturfasern oder Synthetik

Vinyl und Designboden

Kunststoffbasierter Boden mit realistischer Holz-/Steinoptik
Wasserfest, ideal für Küche & Bad
Weich, fußwarm und gelenkschonend

Einsatzorte – Welcher Boden für welchen Raum?


                                                    Empfohlene Beläge                         Besonderheiten
Wohnzimmer              Parkett, Laminat, Vinyl, Kork         Wohnlich, warm, pflegeleicht

Schlafzimmer             Teppich, Parkett, Kork                    Fußwarm, gemütlich

Kinderzimmer            Laminat, Vinyl, Teppich                 Robust, weich, schadstoffarm

Küche                          Vinyl, Fliesen, PVC                           Wasserresistent, leicht zu reinigen

Bad                              Fliesen, spezieller Vinyl                  Feuchtigkeitsresistent, rutschfest

Flur und Eingang      Fliesen, Vinyl, Laminat                    Strapazierfähig, schmutzunempfindlich

Keller                           PVC, Vinyl, Fliesen                          Unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit

PFLEGE & REINIGUNG

  • Parkett: trocken kehren oder mit speziellem Holzreiniger feucht wischen
  • Laminat: nebelfeucht reinigen, keine stehende Nässe
  • Vinyl & PVC: unkompliziert, feucht wischbar mit mildem Reiniger
  • Fliesen: robust, auch mit schärferen Reinigern behandelbar
  • Teppich: regelmäßig saugen, bei Bedarf shampoonieren
  • Kork: nebelfeucht wischen, keine aggressiven Mittel verwenden
  • Holzpflaster: wie Parkett pflegen, regelmäßig ölen oder versiegeln
  • Bambus: nebelfeucht reinigen, ähnlich wie Parkett
  • Furnierboden: vorsichtig reinigen, nicht abschleifbar
  • Kautschukboden: einfach feucht wischen, sehr pflegeleicht
  • Sisal: nur trocken reinigen (saugen, bürsten), keine Feuchtigkeit
  • Tipp: Filzgleiter unter Möbeln und Fußmatten an den Eingängen verlängern die Lebensdauer jedes Bodens.

ÖKOLOGIE UND NACHHALTIGKEIT DER FUSSBODENBELÄGE

Bambusboden

Bambus ist ein sehr schnell wachsender Rohstoff, CO₂-bindend

Fliesen

Sehr langlebig, aber energieintensive Herstellung

Furnierboden

Ressourcenschonend durch dünne Edelholzschicht

Holzpflaster

Vollholz, lange Lebensdauer, oft aus Resthölzern gefertigt

Kautschukboden

Natur- oder Synthesekautschuk, langlebig, recyclebar je nach Produkt

Korkboden

Sehr nachhaltig (Rinde wird geerntet, Baum bleibt erhalten)


Laminat

Holzanteil, aber teilweise mit Kunstharzen

Parkett

Naturprodukt, nachwachsender Rohstoff

Sisal

Reines Naturmaterial, biologisch abbaubar

Teppich

Je nach Faser (z. B. Schurwolle = ökologisch)

Vinyl/PVC

Kunststoffbasiert, nicht biologisch abbaubar

ACHTE IMMER AUF UMWELTSIEGEL WIE :

„Blauer Engel“ 

PEFC“

„FSC“

„eco-INSTITUT“


Vor- und Nachteile der einzelnen Fußbodenmaterialien im Überblick

Bambus Bodenbelag

Vorteile
Bambus ist ein nachhaltiger, schnell nachwachsender Rohstoff mit hoher Härte und Formstabilität. Er ist relativ feuchtigkeitsresistent und eignet sich für moderne, natürliche Raumkonzepte. Optisch unterscheidet er sich angenehm vom klassischen Holz.

Nachteile
Bambusböden enthalten meist Leimverbindungen, deren Qualität stark variiert. Manche Produkte kommen aus Asien mit unklaren Umweltstandards. Abschleifbarkeit und Belastbarkeit hängen stark von der Verarbeitung ab.

Bodenfliesen

Vorteile
Fliesen sind äußerst robust, langlebig, hygienisch und unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit und Hitze. Sie eignen sich hervorragend für Bad, Küche, Flur oder auch den Außenbereich. In Kombination mit Fußbodenheizung bieten sie angenehmen Wohnkomfort.

Nachteile
Fliesen wirken oft kalt und hart – sowohl akustisch als auch haptisch. Sie erfordern eine professionelle Verlegung und sind bei Stürzen oder herunterfallenden Gegenständen unforgiving. Zudem ist das Entfernen oder Austauschen aufwendig.

Furnierboden

Vorteile
Furnierboden verbindet die natürliche Optik von Holz mit einem günstigen Preis und geringer Aufbauhöhe. Er ist ressourcenschonend, leicht zu verlegen und bietet echtes Holzgefühl unter den Füßen.

Nachteile
Die Nutzschicht ist sehr dünn – einmal beschädigt, lässt sie sich nicht abschleifen. Der Boden ist daher weniger langlebig als Parkett und nicht für stark beanspruchte Räume geeignet.

Holzpflaster

Vorteile
Holzpflaster ist extrem robust und widerstandsfähig – ursprünglich für Werkstätten konzipiert, findet es heute auch im modernen Wohnbereich Anwendung. Es ist langlebig, abschleifbar und verleiht Räumen eine außergewöhnliche Optik.

Nachteile
Die hohe Aufbauhöhe erfordert sorgfältige Planung. Die rustikale Optik ist Geschmackssache und passt nicht zu jedem Einrichtungsstil. Auch die Verlegung ist aufwendiger als bei Fertigböden.

Kautschukboden

Vorteile
Kautschuk (Natur- oder Synthesekautschuk) ist elastisch, pflegeleicht, trittschalldämmend und rutschfest. Er eignet sich besonders für stark frequentierte Räume, ist hygienisch und wirkt gelenkschonend.

Nachteile
Kautschuk hat einen industriellen Look, der nicht in jeden Wohnstil passt. Der Preis ist höher als bei PVC oder Laminat. Je nach Produkt kann es zu Anfang zu Geruchsentwicklung kommen.

Korkboden

Vorteile
Korkboden wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen – einem nachwachsenden Rohstoff, der alle 9–12 Jahre ohne Fällen des Baumes geerntet werden kann. Dadurch ist er besonders umweltfreundlich und CO₂-neutral. Kork ist elastisch, fußwarm und angenehm weich, was ihn gelenkschonend und leise macht. Diese Eigenschaften machen ihn ideal für Wohn- und Schlafräume, Kinderzimmer sowie barrierefreie oder seniorengerechte Wohnungen. Moderne Korkböden sind in zahlreichen Designs erhältlich – von naturbelassen über farbig bis hin zu Holz- oder Steinoptik –, was sie auch optisch vielseitig einsetzbar macht.

Nachteile
Kork ist ein weiches Material und daher anfälliger für Druckstellen durch Möbel oder Absätze. Ohne Oberflächenversiegelung ist er empfindlich gegenüber Feuchtigkeit, weshalb er in Küche oder Bad nur eingeschränkt einsetzbar ist. Zwar gibt es versiegelte Varianten, doch auch diese sind weniger feuchtigkeitsbeständig als Vinyl oder Fliesen. Zudem kann die UV-Beständigkeit je nach Qualität begrenzt sein – in hellen Räumen kann der Boden mit der Zeit ausbleichen. Der Preis liegt meist über Laminat, aber unter hochwertigem Parkett.

Laminat

Vorteile
Laminat ist eine kostengünstige Alternative zum Parkett und bietet eine große Auswahl an Dekoren in Holz-, Stein- oder Fliesenoptik. Es ist sehr pflegeleicht, kratzfest und dank Klicksystem einfach zu verlegen. Moderne Laminatböden verfügen zudem über gute Trittschalldämmung und UV-Beständigkeit.

Nachteile
Laminat besteht zum Großteil aus Holzwerkstoffen, ist aber im Gegensatz zu Parkett nicht abschleifbar. Bei eindringender Feuchtigkeit kann es aufquellen. Die Haptik ist kälter und härter als bei echtem Holz. Ohne geeignete Unterlage kann es außerdem laut wirken.

Parkettfußboden

Vorteile
Parkett ist ein echter Klassiker unter den Bodenbelägen. Es besteht aus massivem Holz oder mehreren Holzschichten (Mehrschichtparkett) und überzeugt durch seine natürliche Ausstrahlung und warme Haptik. Es reguliert das Raumklima, ist langlebig, mehrfach abschleifbar und damit sehr nachhaltig. Je nach Holzart und Oberflächenbehandlung ist es außerdem relativ pflegeleicht und wertsteigernd für Immobilien.

Nachteile
Die Anschaffungskosten sind im Vergleich zu anderen Belägen hoch. Parkett reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit und starke Temperaturschwankungen. Ohne fachgerechte Pflege kann es zu Kratzern oder Verfärbungen kommen. In stark frequentierten Bereichen empfiehlt sich ein besonders hartes Holz oder eine robuste Versiegelung.

PVC-Boden

Vorteile
PVC-Boden ist preisgünstig, strapazierfähig, wasserfest und leicht zu reinigen. Er eignet sich für Feuchträume, Küchen oder Nutzräume und ist in vielen Designs erhältlich. Rollenware ist zudem sehr schnell verlegt.

Nachteile
Optisch und haptisch wirkt PVC oft weniger hochwertig. Wie bei Vinyl gibt es ökologische und gesundheitliche Bedenken, insbesondere bei älteren oder minderwertigen Produkten. Die Lebensdauer ist zudem begrenzt im Vergleich zu langlebigen Alternativen wie Fliesen oder Parkett.

Sisalboden

Vorteile
Sisal ist ein reines Naturprodukt, antistatisch, klimaregulierend und besonders für Allergiker geeignet. Es ist robust und ideal für Wohn- und Schlafbereiche mit natürlicher Ausstrahlung.

Nachteile
Sisal ist empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und daher nicht für Küche oder Bad geeignet. Flecken lassen sich nur schwer entfernen. Außerdem fühlt sich Sisal relativ hart und rau an.

Teppichboden

Vorteile
Teppiche schaffen eine warme, weiche Atmosphäre und verbessern die Raumakustik erheblich. Besonders im Schlafzimmer oder Kinderzimmer sorgt Teppich für Behaglichkeit. Viele Varianten sind auch für Allergiker geeignet.

Nachteile
Teppichboden ist fleckenempfindlich und schwerer zu reinigen als glatte Beläge. Staub und Schmutz können sich tief in den Fasern absetzen. In feuchten Räumen ist er ungeeignet, da sich schnell Schimmel bilden kann.

Vinylboden

Vorteile
Vinylböden punkten mit ihrer hohen Strapazierfähigkeit, Wasserresistenz und Pflegeleichtigkeit. Sie sind angenehm fußwarm, leise und gut für Allergiker geeignet. Die Auswahl an realistischen Dekoren ist riesig. Selbst im Bad oder in der Küche lässt sich Vinyl problemlos verlegen.

Nachteile
Vinyl basiert meist auf PVC, was aus ökologischer Sicht kritisch ist – insbesondere bei Produkten ohne Prüfsiegel. Billigvarianten können gesundheitlich bedenkliche Weichmacher enthalten. Auch die Entsorgung gestaltet sich schwieriger als bei Naturböden.

Der ideale Fußbodenbelag

Der ideale Bodenbelag hängt von vielen Faktoren ab: Raumtyp, Beanspruchung, Designwunsch, Pflegeaufwand und Umweltbewusstsein. Während Fliesen in Bad und Küche dominieren, schaffen Parkett und Kork Gemütlichkeit im Wohnbereich. Wer es unkompliziert mag, greift zu Vinyl oder Laminat – wer es weich möchte, zu Teppich.

Tipp: Oft lohnt eine Kombination verschiedener Bodenarten – abgestimmt auf die jeweiligen Raumfunktionen.

Weiterführende Informationen finden Sie in unseren Blogartikeln!

 

Fußbodenaufbau – das müssen Sie wissen!

 Ein gut geplanter Fußbodenaufbau ist entscheidend für Wohnkomfort, Langlebigkeit und Energieeffizienz eines Gebäudes. Ob Neubau, Sanierung oder Modernisierung – wer den Fußboden richtig plant, vermeidet spätere Probleme und spart langfristig Kosten. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles über Aufbau, Materialien, Dämmungen, Estricharten, Fußbodenbeläge und Oberflächenbehandlungen. Von der Unterkonstruktion über Dämmung und Estrich bis hin zum fertigen Belag erfüllt jede Schicht eine wichtige Funktion. Wer den Aufbau und die Materialien kennt, kann Bau- oder Sanierungsprojekte gezielt und nachhaltig umsetzen.

 

 

Der grundsätzliche Aufbau eines Fußbodens

Ein moderner Fußboden besteht in der Regel aus mehreren Schichten, die zusammenarbeiten, um Stabilität, Wärmedämmung, Schallschutz und eine ansprechende Optik zu gewährleisten. Von unten nach oben betrachtet beginnt der Aufbau mit der tragenden Unterdecke, gefolgt von einer eventuellen Feuchtigkeitssperre, Dämmung, Estrich und abschließend dem sichtbaren Bodenbelag. In manchen Fällen kommen zusätzlich Spachtelmassen oder Oberflächenbeschichtungen zum Einsatz.

Die Schichten im Überblick:

  • Rohdecke oder Untergrund
  • Dampfsperre oder Feuchtigkeitssperre
  • Trittschalldämmung
  • Wärmedämmung
  • Estrich
  • Grundierung / Spachtelmasse
  • Fußbodenbelag
  • Oberflächenbehandlung oder Anstrich

Je nach Gebäudeart, Nutzung und energetischen Anforderungen kann der Aufbau variieren.

Fußbodenaufbau in Schichten
 

Der Aufbau des Fußbodens beginnt mit der Unterdecke. Dabei sind im fortschrittlichen Hausbau einige wichtige Merkmale zu beachten. Die Unterdecke muss ausreichend tragsicher, fest, trocken und ohne Risse gefertigt werden. Der tragende Untergrund des Fußbodens darf keine punktförmigen Erhebungen, Rohrleitungen oder ähnliches aufweisen, da diese sonst zu Schallbrücken und Schwankungen in der Estrichdicke führen können. Die Fugen müssen vollkantig sein, eine gleichmäßige Breite aufweisen und geradlinig verlaufen.

Vor dem Einbau des Estrichs müssen im Fußboden Abdichtungen gegen Bodenfeuchtigkeit und nichtdrückendes Wasser hergestellt werden.

Zum richtigen Aufbau des Fußbodens benutzt man beim heutigen Hausbau verschiedene Spachtelmassen. Es gibt Ausgleichsspachtelmassen , Glättmassen, Füllmassen, Nivelliermassen und Feinspachtelmassen.

Spachtelmassen bereiten den Untergrund des Fußbodens für die vorgesehenen Bodenbeläge oder Beschichtungen vor, damit der Grund eben, fest und saugfähig ist. Die Herstellung der Spachtelmassen erfolgt auf der Basis von Bindemitteln wie Kalziumsulfat und Zement.

Das Aufbringen des Estrichs auf den Fußboden kann nun unter Berücksichtigung der einzelnen Estricharten beginnen. Estricharten kann man nach der Konstruktion, Einbauweise, Nutzung oder nach der Art des verwendeten Bindemittels einteilen.

Als Bindemittel werden Zementestrich, Calciumsulfatestrich, Gussasphaltestrich, Magnesiaestrich und Kunstharzestrich im Hausbau eingesetzt.

Nach der Konstruktion werden die Estriche in den schwimmenden Estrich, den Verbundestrich und den Estrich auf Trennschicht eingeteilt. Es gibt für besondere Anforderungen beim Hausbau noch spezielle Estriche, wie rutschhemmende oder elektrische Strahlungen ableitende Estriche.

Heute kommt für Fußböden im Wohnbereich regelmäßig der schwimmende Estrich zum Einsatz.

Die Unterdecke – Fundament für alle weiteren Schichten

Die Unterdecke, auch Rohdecke genannt, trägt den gesamten Fußbodenaufbau. Sie kann aus Stahlbeton, Holz oder Fertigteilkonstruktionen bestehen. Betonunterdecken sind heute Standard im Neubau, während Holzbalkendecken vor allem in Altbauten und Fachwerkhäusern zu finden sind. Eine saubere, tragfähige und möglichst ebene Unterdecke ist die Voraussetzung für einen stabilen und langlebigen Bodenaufbau.

Die Unterdecke (Rohdecke) trägt alle nachfolgenden Schichten. Sie kann aus:

  • Beton (z. B. Stahlbetondecken im Neubau)
  • Holzbalken (in Altbauten oder Fachwerkhäusern)
  • Fertigteilen (z. B. Filigrandecken)

bestehen.

Spachtelmassen – für perfekte Ebenheit

Bevor ein Bodenbelag verlegt werden kann, muss die Oberfläche eben sein. Hier kommen Spachtelmassen ins Spiel. Sie gleichen kleine Unebenheiten aus, schaffen eine glatte Fläche und sorgen für eine bessere Haftung des Belags. Zementgebundene Spachtelmassen sind besonders feuchtigkeitsbeständig und eignen sich für Bäder oder Küchen. Gipsgebundene Spachtelmassen sind ideal für trockene Wohnräume, während Schnellspachtel bei engen Bauzeiten Vorteile bietet.

Arten von Spachtelmassen:

  • Zementgebundene Spachtelmasse (feuchtigkeitsbeständig, z. B. für Badezimmer)
  • Gipsgebundene Spachtelmasse (für trockene Innenräume)
  • Schnellspachtel (bei knappen Bauzeiten)

Der Estrich – tragende Schicht und Wärmespeicher

Estrich ist eine fest verlegte, tragende Schicht, die auf der Dämmung oder direkt auf der Rohdecke aufgebracht wird. Er verteilt Lasten gleichmäßig, dient als Untergrund für den Bodenbelag und kann als Wärmespeicher fungieren, insbesondere in Verbindung mit einer Fußbodenheizung. Je nach Bauvorhaben kommen verschiedene Estricharten zum Einsatz.

Wichtige Estricharten (alphabetisch) für den Hausbau im Überblick

Anhydritestrich (CA)
Sehr ebene Oberfläche, gut verarbeitbar, jedoch nicht für dauerfeuchte Bereiche geeignet.

Asphaltestrich (AS)
Fugenlos, elastisch und mit guter Trittschalldämmung.

Bitu-Terrazzo Estrich
äußerst strapazierfähig, fußwarm und gelenkschonend

Fließestrich (CA)
eignet sich besonders gut für große Flächen, da er sich leicht verteilen lässt

Gussasphaltestrich (AS)
hohe Dichtigkeit gegenüber Wasserdampfdiffusion Heizestrich – leitet die Wärme der Fußbodenheizung gut und verteielt sie gleichmäßig

Kalziumsulfatestrich
ist spannungsarm und formbeständig, sowie in der Regel frei von Rissen

Kunstharzestrich
ist schnell aushärtend und äußerst widerstandsfähig gegenüber chemischen Belastungen

Leichtestrich
enthält Zuschläge wie Blähton, Perlite oder Polystyrolkugeln

Magnesiaestrich (MA)
Guter Schallschutz, jedoch empfindlich gegenüber Feuchtigkeit.

Terrazzo-Estrich
Zuschläge können, je nach geplantem Verwendungszeck, Keramikteile, Glas und sogar Perlmutt sein

Trockenestrich
Schnelle Montage, ideal bei Sanierungen oder Holzbalkendecken.

Zementestrich (CT)
Robust, feuchtigkeitsbeständig und universell einsetzbar.

Zement-Fließestrich (CT)
Die Vorteile vom Zement–Fließestrich liegen in der Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit begründet

Eine ausführliche Beschreibung aller Estricharten finden Sie in unserem Artikel Estricharten für den Hausbau.

Trittschalldämmung – für mehr Ruhe im Haus

Die Trittschalldämmung reduziert die Übertragung von Gehgeräuschen und sorgt für ein angenehmes Wohnklima. Sie wird meist direkt unter dem Estrich verlegt. Als Trittschalldämmstoffe für den Fußboden können Schaumkunststoffe oder Faserdämmstoffe verwendet werden. Gängige Materialien sind Mineralwolle, Polyethylen- oder Polyurethanschaum, Holzfaserplatten oder Kork. Die Wahl hängt von den gewünschten Schalldämmwerten und der Aufbauhöhe ab.

Fußboden-Wärmedämmung – Energie sparen von unten

Eine effektive Wärmedämmung im Fußbodenaufbau verhindert, dass Heizenergie nach unten entweicht. Besonders im Erdgeschoss oder über unbeheizten Kellern ist sie unverzichtbar. Häufig eingesetzte Dämmstoffe sind EPS (Styropor), XPS (extrudiertes Polystyrol), Mineralwolle oder ökologische Alternativen wie Holzfaserplatten. Oft wird Wärmedämmung mit Trittschalldämmung kombiniert, um beide Funktionen zu erfüllen.

Beliebte Materialien der Wärmedämmungen für den Fußboden sind:

  • EPS (Styropor)
  • XPS (extrudiertes Polystyrol)
  • Mineralwolle
  • Holzfaserplatten

Fußbodenbeläge – die sichtbare Oberfläche

Der Fußbodenbelag bestimmt nicht nur die Optik eines Raums, sondern auch dessen Haptik, Akustik und Pflegeaufwand.

Zu den beliebtesten Belägen zählen:

  • Parkett: Natürlich, warm und langlebig.
  • Laminat: Pflegeleicht, preisgünstig und in vielen Designs erhältlich.
  • Vinyl und PVC: Feuchtigkeitsbeständig und vielseitig einsetzbar.
  • Teppichboden: Weich, warm und schalldämmend.
  • Fliesen: Robust, hygienisch und ideal für Feuchträume.

Die Auswahl richtet sich nach Raumnutzung, Budget und optischen Vorlieben.

Anstriche und Oberflächenbeschichtungen – Schutz und Gestaltung

Nicht jeder Fußboden erhält einen Belag. In Werkstätten, Kellern oder Industriehallen werden Böden oft gestrichen oder versiegelt. Bodenanstriche binden Staub, schützen vor Feuchtigkeit und Chemikalien und können farblich gestaltet werden. Hier kommen spezielle Betonfarben oder Epoxidharzbeschichtungen zum Einsatz.

Warum ein guter Fußbodenaufbau wichtig ist

Ein fachgerechter Fußbodenaufbau ist mehr als nur ein schöner Belag. Er vereint Stabilität, Wärme- und Schalldämmung sowie Langlebigkeit. Wer jede Schicht aufeinander abstimmt und hochwertige Materialien wählt, profitiert über Jahre hinweg von einem komfortablen, energieeffizienten und optisch ansprechenden Boden.

Quelle: Tipps24-Netzwerk – HR
Foto: Pixelio / Rainer Sturm


Geschossdecken

Der konstruktiver Aufbau der Geschossdecken beim Hausbau erfolgt als massive Decke oder als Geschossdecke in Leichtbauweise.


Geschossdecken haben im modernen Hausbau neben den rein statischen Aufgaben auch noch Anforderungen bezüglich der Luft- und Trittschalldämmung und im Bereich des Brandschutzes und der Wärmedämmung zu erfüllen.

 

Die Geschossdecke stabilisiert die Wände und unterstützt damit entscheidend die Standsicherheit des Hauses in statischer Hinsicht. Die Decken müssen bei einer Spannweite von über 4,50 m zwischen zwei tragenden Wänden besonders stark ausgeführt werden, wodurch sich die Baukosten für Ihren Hausbau erhöhen.

Grundsätzlich wird beim konstruktiven Aufbau von Geschossdecken zwischen Massivdecken und Leichtdecken unterschieden. Es gibt auch Geschossdecken aus Holz, Vollbetondecken und Fertigteildecken.

Innerhalb der Massivdecken gibt es beim Hausbau Unterscheidungen der Geschossdecken nach Balkendecken, Plattenbalkendecken und Plattendecken.

Balkendecken

Bei Balkendecken trägt jeder Balken seinen Deckenteil bis zum jeweils nächsten Balken.

Plattenbalkendecken

Plattenbalkendecken sind Plattendecken, die in regelmäßigen Abständen mit Unterzügen in einer Richtung (Rippendecken) oder überkreuz (Kassettendecken) verstärkt sind.

Plattendecken

Plattendecken sind selbsttragende Decken aus Stahlbeton, ohne zusätzliche Unterstützung durch Balken.

Nach dem Ort der Herstellung unterscheidet man die Geschossdecken in Ortbetondecken und Fertigdecken.

Die Herstellung der Ortbetondecken erfolgt insgesamt auf der Baustelle. Es ist daher auch eine Anpassung an jede Grundrissform des Hausbaus möglich, da Ortbetondecken an keinen Raster gebunden sind. Durch die Verwendung einer Ortbetondecke als Geschossdecke ergibt sich eine optimale Verankerung und Aussteifung der Wände. Im modernen Hausbau werden Ortbetondecken als Plattendecken, Plattenbalkendecken oder auch als Rippendecken ausgeführt.

Innenwand

Die Innenwand hat beim Hausbau die Aufgabe, die einzelnen Räume voneinander abzutrennen und dabei für den notwendigen Sicht- und Schallschutz zu sorgen. Die Innenwand kann tragend oder nichttragend ausgeführt werden. Innenwände können verputzt werden oder als Sichtmauerwerk einen besonderen architektonischen Akzent setzen. Sie können in Massivbauweise oder in Leichtbauweise errichtet werden.


Tragende Innenwände

Beim Hausbau muß man zwischen tragenden Innenwänden, die zwischen zwei beheizten Räumen errichtet werden und solchen, die an unbeheizte Räume angrenzen, unterscheiden.


Zwischen zwei beheizten Räumen gibt es keine Vorschriften bezüglich des Wärmeschutzes für die Innenwand. Kommt jedoch ein unbeheizter Raum ins Spiel, so greift beim Hausbau die Wärmeschutzverordnung. Das bedeutet, daß diese Innenwände einen maximalen U-Wert von 0,35 W/qmK haben dürfen. Diese Wärmedämmung kann man durch entsprechend dickes Mauerwerk erzielen oder man muß eine zusätzliche Wärmedämmung anbringen.

Nicht tragende Innenwände

Nicht tragende Innenwände werden beim heutigen Hausbau in der Regel mit massiven 11,5 cm dicken Mauersteinen errichtet. Es gibt jedoch auch Möglichkeiten, die nichttragenden Innenwände im Trockenbau mit geringerer Dicke herzustellen. Dadurch wird Wohnfläche in ihrem Hausbau gewonnen.

Im Bad- und Sanitärbereich gibt es auch die sogenannten Installationswände, die als wandhohe oder halbhohe Vorwandinstallationen eingesetzt werden. Beim Einsatz dieser Innenwände verschwinden alle Leitungen und Zu- und Abflüsse in der Installationswand.

Als Konstruktionsmaterial für die Innenwände eignen sich im modernen Hausbau in massiver Form sowohl Kalksandsteine als auch Porenbetonsteine. In der Leichtbauweise benutzt man auch  Gipsfaserplatten, Gipskartonplatten, Gipskartonverbundplatten, Metallständerwände und Holzständerwände.

Die Oberflächengestaltung der Innenwände ist abhängig von der Raumnutzung. Innenputz, Innen-Anstriche, Innenwandbekleidungen, Tapeten, Fliesen und andere Wandbeläge stehen zur Auswahl.

Fassade

In diesem Abschnitt im Ratgeber Hausbau ist mit dem Begriff Fassade die Außenwand eines Wohnhauses gemeint.

Insbesondere werden die Möglichkeiten der Gestaltung der Außenwand durch Putz, Anstrich oder Außenwandbekleidung beschrieben.

 

 

 

Über das Sichtmauerwerk und die Verblender, die auch Bestandteile der Fassade eines Hauses sind, wurde bereits in den vorhergehenden Abschnitten ausführlich informiert.


Die Fassade ist ein wichtiger Teil des äußeren Erscheinungsbildes eines Hauses. Bei Ihrem Hausbau werden Sie durch die Wahl des Fassadentyps nicht nur über das äußere Erscheinungsbild des Hauses sondern auch über bauphysikalische Aspekte und die Dauerhaftigkeit und Wertbeständigkeit des Hauses und selbst über die Höhe der Kosten für die Herstellung und die spätere Instandhaltung entscheiden.

Für die Funktionalität der Fassade ist neben der optischen Gestaltung des Hausbaus auch als ein echter Schutzfaktor gegen Wind und Wetter von entscheidender Bedeutung. Dies mindert nicht die Möglichkeiten einer optisch ansprechenden Fassade durch neue Fassaden-Deckarten, z.B. mit Schiefer.

Die meisten Rohbaukonstruktionen gestatten Ihnen, beliebige Fassaden zu bauen. So kann die Fassade bei Ihrem Hausbau durchaus nur aus einem hübschen Außenputz bestehen.

Dabei gibt es sehr verschiedene Arten und Formen des Putzes für die Fassade. Wir kennen Mineralputze, Silikatputze, Kunstharzputze, Silikonharzputze, Edelputze, Dämmputze und Maschinenputz.

Soll die Fassade Ihres Hauses einen Außenanstrich oder eine Außenbeschichtung erhalten, so gibt der Untergrund Aufschluss darüber, welcher Anstrich zu wählen ist. Es gibt dabei mehrere Variationen des Anstrichgrundes, wie Putzgrund, Ziegelmauerwerk, Kalksandstein, Beton, Porenbeton usw.

Nach der Art des Fassaden- Anstrichs wird dann auch noch zwischen Grundanstrich, Zwischenanstrich und Schlussanstrich unterschieden.

Haben Sie für Ihren Hausbau eine Fassade oder Teile davon aus Holz gewählt, so müssen Sie auf den Holzschutz besonders achten.

Außenwandbekleidungen müssen besondere Voraussetzungen gegen Schlagregen vorweisen, die diesbezügliche DIN – Norm 4108 teilt die Bundesrepublik Deutschland dabei in 3 Beanspruchungsgruppen auf, die nach der jährlichen Niederschlagsmenge eingeteilt sind.

Bei größeren Gebäuden sollten Sie sich vor Beginn dieser Arbeiten ein Angebot von einem Gerüstbauer einholen.

Für eine Hausfassade typische Außenwandbekleidungen können keramische Fliesen und Platten, Holzschindeln, Brett- und Profilschalungen und Faserzement-Platten sein, sie können auch aus Schiefer, Keramik, Aluminium, Kupfer, Zink, Stahl, Kunststoff und Glas hergestellt sein. Wählen Sie für Ihren Hausbau, das Material, was Ihnen am besten gefällt.

Außenwand Wärmedämmung

Ein gesundes und behagliches Raumklima kann bei Ihrem Hausbau nur erzielt werden, wenn die Wärmedämmung der Außenwand ausreichend dimensioniert ist. Auch für eine ökonomische und ökologische Heizung ist die Außenwanddämmung von entscheidender Bedeutung. Maßgabe für die richtige Gestaltung der Außenwanddämmung ist dabei natürlich die Energieeinsparverordnung (EnEV).

 

Die richtige Außenwanddämmung kann im modernen Hausbau durch die Verwendung von Wärmedämmverbundsystemen, hinterlüfteten Fassadenverkleidungen, Kerndämmung oder durch eine zusätzliche Innendämmung erreicht werden.


Ist das Haus mit einem einschaligen Mauerwerk errichtet worden, so sind die Kriterien für die Wärmedämmung bereits an den Mauerstein selbst zu stellen. Dies bedeutet, daß die Wand Ihres Hausbaus bereits eine den Dämmanforderungen entsprechende Dicke aufweisen muß. Die notwendige Dicke wiederum ergibt sich aus dem verwendeten Material, wobei hochwärmedämmende Leichtmauersteine, die mit Leichtmauermörtel im Dünnbettverfahren vermauert werden, eine sehr gute Lösung darstellen.

Gegebenenfalls ist auch die Anbringung einer zusätzlichen Dämmschicht an der Außenseite des Mauerwerks erforderlich. Dabei wird im zeitgemäßen Hausbau in der Regel ein Wärmedämmverbundsystem installiert, welches zu erheblichen Energieeinsparungen führt. Denken Sie jedoch daran, dämmen ist mehr als Energie sparen.

Ein Wärmedämmverbundsystem wird mit Hilfe einer verputzten Dämmschicht, die das Haus umhüllt, errichtet. Es muß darauf geachtet werden, daß keine Wärmebrücken in Ihrem Hausbau entstehen.

Das Aufbringen der Dämmschicht erfolgt durch die Verwendung von Dämmplatten aus Hartschaum oder Mineralfasern. Diese werden an der Außenwand mit Spezialkleber oder Spezialdübeln befestigt. Danach wird ein sogenannter Armierungsputz aufgebracht. Auf diesen wird dann noch ein wetterresistenter Kunstharzputz gelegt.

Eine anderes System hat der Hausbau mit einer hinterlüfteten Fassade. Bei dieser Wärmedämmung der Außenwand wird eine Dämmschicht aus Hartschaum oder Mineralfasern direkt an der Außenwand befestigt. Zum Schutz vor den Witterungseinflüssen wird eine Abdeckschicht aus Schindeln, Schiefer, Faserzement, Kunststoff- oder Metallplatten vor die Dämmschicht gesetzt. Dazwischen verbleibt jedoch eine Luftschicht, die für den Abtransport der Feuchtigkeit sorgt.

Beim Hausbau mit mehrschaligem Mauerwerk wird regelmäßig eine Kerndämmung erfolgen. Kerndämmung ist eine Wärmedämmung, die zwischen den beiden Schalen eines zweischaligen Mauerwerks angebracht wird. Man kann diese Dämmung mit und ohne Luftschicht zwischen dem Außenmauerwerk und der Dämmschicht installieren. Die Kerndämmung ist im modernen Hausbau die hochwertigste Lösung der Außenwanddämmung mit absoluten Spitzenwerten bezüglich Wärmedämmung, Schallschutz und Wetterschutz.

Wärmedämmung der Außenwand von der Hausinnenseite.

Zur Verbesserung der Wärmedämmung von Außenwänden kann auch eine Innenwanddämmung angebracht werden. Dieses Verfahren wird im heutigen Hausbau nicht mehr angewandt, meist kommt es noch bei Renovierung von Altbauten vor. Für die Innenwanddämmung nimmt man insbesondere Verbundplatten auf Gipskarton bzw. Gipsfaserplatten mit Dämmplatten aus Hartschaum.

Abdichtung

Die Abdichtung des Gebäudes gegen Feuchtigkeit und andere Witterungseinflüsse gehört zu den vordringlichen Aufgaben beim Hausbau.


Mit Abdichtung bezeichnet man Maßnahmen zum Schutz von Bauwerken und Bauteilen gegen Einwirkung von Wasser und Feuchtigkeit. Man unterscheidet beim Hausbau drei Arten von Abdichtungen, nämlich Abdichtungen gegen Bodenfeuchtigkeit, Abdichtung gegen nichtdrückendes Wasser und Abdichtung gegen drückendes Wasser. Zur vollen Funktion der Abdichtung gehört in den meisten Fällen auch noch der Bau einer Drainage.


Damit ist Ihr Keller dicht wie eine Badewanne. Bei der Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit, kommt es auf die Art der Entstehung der Bodenfeuchtigkeit an. Für die zu ergreifenden Maßnahmen kommt es beim Hausbau auf die Art der Bodenfeuchtigkeit an. Es gibt eine Bodenfeuchtigkeit, die seitlich durch Kellerwände eindringt, die also aus dem umgehenden Erdreich austritt, sowie eine aufsteigende Bodenfeuchtigkeit, die von unten in Fundamenten und Mauern hochsteigt.

Es gibt weiterhin die Abdichtung gegen nichtdrückendes Wasser, womit Wasser bezeichnet wird, das keinen hydrostatischen Druck erzeugt. Für den Hausbau relevante Wässer sind Regenwasser, Sickerwasser und Brauchwasser.

Als drittes kennen wir noch die Abdichtung gegen drückendes Wasser. Mit drückendem Wasser ist Wasser gemeint, das einen hydrostatischen Druck erzeugt; typisches Beispiel dafür ist das Grundwasser. Achten Sie also bei Ihrem Hausbau auf die Höhe des Grundwasserspiegels.

Die Abdichtung der gefährdeten Bauteile kann mit den unterschiedlichsten Materialien erfolgen. Die Industrie hat hier eine große Menge verschiedener hochwirksamer Methoden für den Hausbau gefunden.

Neben dem Einsatz von Dämmschlämmen wird Bitumen, Teer, Steinwolle, Mineralwolle, Schaumstoff und Sperrbeton benutzt. Ergänzend werden auch Schutzanstriche mit bituminösen Anstrichprodukten eingesetzt, wenn die Voraussetzungen beim Hausbau entsprechend sind.

Die Abdichtung ist durch eine Drainage zu ergänzen, denn die Drainage hat die Aufgabe, das von oben an der Kellerwand herabfließende Wasser unten an der Gebäudesohle aufzufangen und es zu seiner tiefsten Stelle des Hausbaus zu leiten. Achten Sie darauf, dass ein Abfluss vorhanden ist, denn das Drainagewasser darf weder in den Regenwasserkanal noch in den Abwasserkanal ablaufen.

Ein ordentlich funktionierende Drainage ist nicht einfach zu erstellen, denn
um eine Drainage dauerhaft und funktionsfähig zu verlegen, bedarf es einer gewissen Erfahrung des ausführenden Handwerkers. Da die Drainage doch eine erhebliche finanzielle Aufwendung im Rahmen des Hausbaus bedeutet, sollten Sie sicher sein, daß Sie eine gute Arbeit abgeliefert bekommen, schauen Sie sich daher Referenzobjekte an.