Hausbautipps24 - Der Hausbau

Der Traum vom eigenen Haus beginnt mit vielen Fragen – wir geben die Antworten. Ob Sie planen, selbst zu bauen, einen Anbau oder Umbau zu errichten, eine Immobilie zu kaufen oder bestehendes Eigentum zu renovieren oder modernisieren: Unser umfassender Hausbau-Ratgeber bietet gebündeltes Wissen zu allen wichtigen Themen rund ums Eigenheim.

Der Hausbau begionnt mit dem Traum  und endet hoffentlich so!

Wir informieren Sie über den Hausbau selbst, beginnend mit der Bauplanung, die entscheidend dafür ist, welche Bauweise gewählt werden soll und endend mit dem Innenausbau. Zusätzlich können Sie unsere kostenlosen Online Ratgeber für viele Teilbereiche des Hausbaus nutzen. Informationen über Massivhaus, Fertighaus oder Holzhaus verbinden sich mit Grundlagen der ökologischen Bauweise und Hinweisen auf das barrierefreie Bauen. Den wichtigen Artikeln über die Außenanlagen, wie Garage, Carport, Swimingpool, Wintergarten, Terrasse und Balkon folgen Infos über Baustoffe, Bauteile und Dämmstoffe, sowie Neuheiten von Dach und Keller. Im Rahmen der Haustechnik erhalten Sie ausführliche Informationen über Elektroarbeiten, Heizungstechnik, Sanitärinstallation und Sicherheit beim Hausbau.

Fazit: Gut geplant ist halb gebaut

Unsere Plattform bietet gebündeltes Know-how für jede Phase des Hausprojekts. Egal, ob Sie gerade erst anfangen zu träumen oder schon den Bauantrag in der Hand halten - Sie finden hier verlässliche Informationen, Inspiration und Tools, die Sie auf dem Weg in Ihr neues Zuhause begleiten und Ihnen helfen, Hausbau-Fehler zu vermeiden. Informieren Sie sich auch in unserem Artikel: Die 50 wichtigsten Fragen zum Hausbau!

Motivation für den Hausbau heute

Mögliche Motivationen für den Hausbau heute sind, je nach persönlicher Lebenssituation und Zielsetzung:

Persönliche Freiheit und Unabhängigkeit

Du kannst deine eigenen Wünsche umsetzen. Du bestimmst Grundriss, Stil, Materialien und musst keine Kompromisse wie bei bestehenden Immobilien eingehen. Du bezahlst keine Miete mehr. Statt monatlich Geld zu „verbrennen“, baust du Vermögen auf.

Langfristige Investition und Sicherheit

Ein eigenes Haus ist eine sehr gute Wertanlage. Immobilien sind in der Regel wertstabil, besonders in guten Lagen. Ein eigenes Haus ist für viele ein entscheidender Beitrag zur Altersvorsorge, denn mietfreies Wohnen im Ruhestand entlastet enorm. Die Familie ist abgesichert, denn ein eigenes Heim bedeutet Stabilität für Partner*in und Kinder.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Der Hausbau heute wird nach modernen Baustandards durchgeführt. Du kannst auf erneuerbare Energien setzen, denn Wärmepumpen, Solaranlagen sorgen für hohe Energieeffizienz. Moderne Baustoffe für den Hausbau bestehen aus nachhaltigen Materialien und sind in der Regel umweltfreundlich.

Finanzielle Aspekte

Die aktuell immer noch relativ niedrigen Bauzinsen erlauben eine historisch günstige Baufinanzierung, was sich langfristig lohnen wird.
Manche Finanzierungsmodelle können steuerlich attraktiv sein, z.B. durch Steuervorteile bei Vermietung oder Doppelhaus. Wer energieeffizient baut, hat Anspruch auf die Förderung der KfW-Bank.
Staatliche Zuschüsse und Kredite für energieeffizientes Bauen können die Finanzierungskosten senken.

Lebensqualität und Standortvorteile

Sehr viele Menschen zieht es heute raus aus der Stadt. Ein Haus im Grünen kann mehr Ruhe, Raum und Natur bedeuten.
Ein eigener Hausbau ermöglicht Platz für Hobbys und Homeoffice. Garten, Werkstatt, Arbeitszimmer, all das ist im eigenen Haus kein Problem.

Hilfe bei der Hausbau-Planung

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Baunebenkosten nicht vergessen

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Hausbau Kosten Rechner

Die einzelnen Etappen beim Hausbau

1. Planungsphase

Die Planungsphase, die Bauplanung selbst, verfolgt das Ziel, Grundlagen zu schaffen und endgültige Entscheidungen zu treffen. Zu den wichtigsten Vorbereitungen gehört eine Bedarfsanalyse, bei der die Größe des Hauses, die Zimmeranzahl, der Architekturstil und das Budget festgelegt werden.

Auf der Basis der Bedarfsanlayse erfolgt die Grundstückssuche mit anschließendem Grundstückskauf. Gleichzeitig setzt auch die Finanzierungsplanung ein. Hypothekenkredit, Eigenmittel und Fördermittel (z. B. Durch die KfW-Bank) müssen beantragt werden.

Der nächste Schritt ist die Beauftragung einer Baufirma oder eines Architekten, um die Entwurfsplanung zu erstellen. Erste Skizzen für die Raumaufteilung müssen abgesegnet werden.

Ein passendes Bauunternehmen zu finden ist einer der wichtigsten Schritte beim Hausbau – schließlich hängt die Bauqualität, die Termintreue und letztlich dein Wohlbefinden davon ab. Hier sind die wichtigsten Tipps und Schritte, um ein gutes Bauunternehmen zu finden:

Recherche für ein Hausbau-Unternehmen

Du kannst auf Online-Plattformen suchen oder bei Unternehmen wie „Wer liefert was“. Aber auch Immobilienforen und Erfahrungsberichte im Internet können hilfreich sein. Lokale Empfehlungen durch Familie, Nachbarn, Architekten und Bauherren anderer Objekte können zum geeigneten Bauunternehmen führen. Man kann auch Baustellen vor Ort besuchen, denn wer dort arbeitet, könnte ein Kandidat sein.

Wichtige Auswahlkriterien sind:

  • Erfahrung und Referenzen: Gibt es vergleichbare Projekte?
  • Zertifikate und Mitgliedschaften: Z. B. in der Handwerkskammer, Baugewerbeverband
  • Festpreisangebot möglich?
  • Eigenleistungen erlaubt? (wenn du selbst mitarbeiten willst)
  • Kommunikation & Erreichbarkeit: Klar, ehrlich, transparent?
  • Bonität und Insolvenzfreiheit: z. B. über eine SCHUFA-Auskunft oder Handelsregister

Angebote einholen und vergleichen

Du solltest mindestens 3 Angebote einholen. Achte dabei auf eine detaillierte Leistungsbeschreibung, einen Zahlungsplan, der angemessene Zahlungen gemäß dem Baufortschritt vorsieht, klare Zuordnung der Inklusivleistungen damit keine versteckten Zusatzkosten entstehen können, Bestätigung der Garantie und Gewährleistungsfrist (nach BGB: 5 Jahre) und immer daran denken: 
der Preis ist wichtig – aber er ist nicht das einzige Kriterium!

Vertrag und Absicherung

Prüfung nachfolgender Kriterien:

Als letzter Schritt ist dann eine Bauanzeige oder ein Bauantrag bei der Baubehörde einzureichen.

2. Bauvorbereitung

Das Ziel der Bauvorbereitungsphase ist es, alles für den Baubeginn vorzubereiten. Dazu gehören insbesondere:

  • Baugenehmigung erhalten
  • Detaillierte technische Pläne für die Hausplanung
  • Bauvertrag und Versicherungen abschließen
  • Baugrunduntersuchung (Bodengutachten) durchführen
  • Erschließung des Grundstücks für Wasser, Strom, Abwasser, Kabel- und Internetanschluss. etc.
  • Baustelleneinrichtung

3. Rohbauphase

Zum Abschluss der Rohbauphase muss das „Gerüst“ des Hauses stehen. Die einzelnen Zwischenphasen sind dabei

  • Aushub
  • Bodenplatte oder Keller errichten
  • Mauerwerk oder Fertigbauteile errichten
  • Decken und Dachstuhl setzen
  • Dach eindecken
  • Fenster und Außentüren einsetzen
  • Am Ende wird das Richtfest gefeiert.

4. Ausbauphase

Die Ausbauphase widmet sich ganz dem Innenausbau und der Haustechnik. Im einzelnen geht es dabei um die Gewerke

  • Elektro- und Sanitärinstallationen
  • Heizung und Lüftung
  • Wärmedämmung und Innenputz
  • Estrich gießen
  • Trockenbau (z. B. Trennwände)
  • Bodenbeläge und Fliesen
  • Maler- und Tapezierarbeiten
  • Sanitärobjekte und Innentüren montieren

5. Abschluss und Übergabe

Mit der Bezugsfertigkeit wird das Haus übergeben. Die Endabnahme erfolgt durch den Bauleiter oder einen Gutachter. Das ist die Gelegenheit, eine Mängelliste zu überprüfen und die Mängel zu beheben. Danach erfolgt die förmliche Hausübergabe / Schlüsselübergabe und der Einzug (Umzugsfirma frühzeitig beauftragen) kann in Angriff genommen werden. Dafür muss rechtzeitig eine Anmeldung bei den Versorgern (Gas, Wasser, Strom, Telefon) und beim Einwohnermeldeamt erfolgen.

6. Nach dem Einzug

Nach dem Einzug ist es an der Zeit, die Außenanlagen zu gestalten. Garten, Terrasse, Carport oder Garage müssen angelegt und eventuelle Restarbeiten oder Nachbesserungen müssen erledigt werden.

Eine Übersicht über die Themen, die auf dem Informationsportal Hausbautipps24 im Rahmen des Hausbaus behandelt werden, findet sich nachstehend. Einfach anklicken und schon sind Sie im entsprechenden Bereich.

Außenanlagen                           Bauplanung
Garagen und Carports
Swimmingpool                           Baustoffe
Terrassen und Balkone            Bauteile
Wintergarten                             Dämmstoffe 
Wege und Zäune                       Ziegel


Bauweise                                   Dach 
Barrierefrei bauen
Fertighaus                                  Keller
Holzhaus
Massivhaus
Ökologisches Bauen               Treppen 
Klimaschutz

Haustechnik                            Türen
Elektro
Heizungstechnik
Sicherheit 


Innenausbau
Badezimmer
Fenster
Fußboden
Küchen


Ratgeber
Anbau
Badezimmer
Bauvertrag
Fenster
Fertighaus
Grundstückskauf
Hausbau
Hausbaufinanzierung
Solarenergie
Versicherungen beim Hausbau
Wintergarten

Foto: pixabay / Paul Brennan 

Unsere neuesten Blogbeiträge aus dem Bereich Hausbau:

Das Lehmhaus steht für eine nachhaltige Bauweise

Ein Lehmhaus ist ein Gebäude, dessen Wände hauptsächlich aus Lehm oder erdähnlichem Material bestehen. Diese herkömmliche Bauweise wird seit Jahrtausenden weltweit verwendet und erlebt in den letzten Jahren eine Renaissance aufgrund ihrer Umweltfreundlichkeit und natürlichen Baumaterialien. Lehmhäuser sind besonders bekannt für ihre hervorragenden thermischen Eigenschaften, ihr gesundes Raumklima und ihre Nachhaltigkeit.

 

 

Woraus wird das Lehmhaus gebaut?

Lehm ist ein Gemisch aus Ton, Schluff und Sand, das Beimengungen von Kies und anderen Gesteinen, sowie von organischem Material enthalten kann. Im Lehm wirkt der Ton als Bindemittel. Schluff, Sand und Kies dienen als Füllstoffe.

Spricht man von magerem oder fettem Lehm, bezieht sich diese Bezeichnung auf den Tongehalt in Relation zur gesamten Mischung. Für die Verwendung von Lehm beim Lehmbau gibt es keine Normen. Der Lehm weist je nach Fundort recht unterschiedliche Eigenschaften auf. Es ist also notwendig, seine Zusammensetzung zu kennen, bevor er der Nutzung zum Hausbau für die Erstellung des Lehmhauses zugeführt wird.

Ein für unsere Breiten entscheidender Nachteil des Baustoffes Lehm ist der, daß der Lehm nicht wasserfest ist. Dies schränkt die Verwendung für den Bau eines Lehmhauses natürlich ein.

Lehm muss deshalb insbesondere im feuchten Zustand vor Regen und vor Frost geschützt werden. Einen Schutz kann man durch konstruktive Baumassnahmen oder durch entsprechende Oberflächenbehandlung erreichen. Sinnvollerweise sollte daher Lehm beim Hausbau als Baustoff für ein Lehmhaus in Mitteleuropa nur im Innenbereich verwendet werden. Hier ergeben sich diverse Möglichkeiten für ein kreatives Design mit Lehm.

Techniken für den Bau eines Lehmhauses

Es gibt verschiedene Techniken, um ein Lehmhaus zu bauen, den Stampflehmbau, den Leichtlehmbau, den Lehmsteinbau und den Fachwerkbau mit Lehmfüllung.

Stampflehmbau

Stampflehmbau ist eine traditionelle Bauweise, bei der ungebrannter Lehm in mehreren Schichten in eine Schalung eingebracht und verdichtet wird, um Wände und Strukturen zu formen. Diese Bauweise gehört zu den ältesten Techniken im Bauwesen und erfreut sich aufgrund ihrer ökologischen und ästhetischen Vorteile wieder wachsender Beliebtheit. Stampflehmbauten können massiv, stabil und langlebig sein, während sie gleichzeitig eine natürliche, rustikale Ästhetik bieten.

Der Stampflehmbau ist nachhaltig und ästhetisch und findet sowohl in traditionellen als auch in modernen Bauprojekten Anwendung. Er verbindet ökologische Vorteile mit hervorragenden klimatischen Eigenschaften und bietet eine attraktive Alternative zu herkömmlichen Bauweisen, insbesondere für umweltbewusste Bauherren. Trotz der etwas aufwändigeren Bauweise kann der Stampflehmbau durch seine Langlebigkeit und das angenehme Raumklima überzeugen.

Vorteile vom Stampflehmbau
Hohe Wärmespeicherung, sehr stabile Wände, langlebig.
Nachteile des Stampflehmbaus
Längere Bauzeit, hoher Arbeitsaufwand.

Leichtlehmbau

Leichtlehmbau ist eine nachhaltige Bauweise, bei der eine Mischung aus Lehm und organischen Zuschlägen wie Stroh, Holzspänen oder Hanffasern verwendet wird. Diese Zuschlagstoffe machen den Lehm leichter und verbessern gleichzeitig seine wärmedämmenden Eigenschaften. Leichtlehm wird sowohl für Wände als auch für Decken und Fußböden verwendet und ist eine umweltfreundliche Alternative zu konventionellen Baustoffen.

Der Leichtlehmbau ist eine umweltfreundliche Bauweise, die durch ihre vielen ökologischen Vorteile und das angenehme Raumklima überzeugt. Dank der Kombination aus Lehm und organischen Zuschlagstoffen bietet Leichtlehm eine gute Dämmung und sorgt für gesunde Wohnverhältnisse. Obwohl der Leichtlehmbau längere Trocknungszeiten und sorgfältige Feuchtigkeitskontrolle erfordert, ist er eine wertvolle Technik im ökologischen und ressourcenschonenden Bauwesen. Insbesondere im Innenbereich oder bei der Sanierung von Fachwerkhäusern hat Leichtlehm große Vorteile und kann helfen, energieeffiziente und umweltfreundliche Wohnräume zu schaffen.

Vorteile des Leichtlehmbaus
Gute Wärmedämmung, geringes Gewicht.
Nachteile des Leichtlehmbaus
Leichtlehm ist nicht so tragfähig wie reiner Lehm und erfordert zusätzliche Tragstrukturen.

Lehmbau mit Lehmziegeln (Lehmsteinbau)

Lehmbau mit Lehmziegeln ist eine traditionelle Bautechnik, bei der Lehm zu Ziegelsteinen geformt und getrocknet wird, um daraus Wände und andere Bauteile zu errichten. Lehmziegel gehören zu den ältesten Baumaterialien der Menschheitsgeschichte und werden weltweit in vielen Kulturen verwendet, insbesondere in heißen und trockenen Regionen. Sie sind eine nachhaltige, umweltfreundliche und energieeffiziente Bauweise, die auch in der modernen Architektur wieder an Bedeutung gewinnt.

Der Lehmsteinbau ist eine nachhaltige, ökologische und ästhetisch ansprechende Bauweise, die sowohl in der Vergangenheit als auch in der modernen Architektur geschätzt wird. Lehmziegel bieten ein angenehmes Raumklima, sind energieeffizient und können sehr langlebig sein. Trotz der Anfälligkeit für Feuchtigkeit und des höheren Arbeitsaufwands bleibt Lehm ein wertvolles Baumaterial, das besonders in Regionen mit warmem Klima oder für umweltbewusste Bauprojekte attraktiv ist.

Vorteile des Lehmsteinbaus
Einfache Verarbeitung, kann auch in kleineren Projekten verwendet werden.
Nachteile des Lehmsteinbaus
Weniger stabil als Stampflehm, anfälliger für Feuchtigkeit.

Fachwerkbau mit Lehmfüllung

Der Fachwerkbau mit Lehmfüllung ist eine traditionelle Bauweise, die über Jahrhunderte hinweg weit verbreitet war und auch heute noch wegen ihrer Nachhaltigkeit und ihres besonderen Charmes geschätzt wird. Beim Fachwerkbau werden tragende Holzrahmenkonstruktionen erstellt, deren Zwischenräume (Gefache) mit einer Lehmfüllung ausgefüllt werden. Diese Lehmfüllung sorgt nicht nur für eine gute Wärmedämmung, sondern reguliert auch die Luftfeuchtigkeit im Inneren des Hauses und trägt zu einem angenehmen Raumklima bei.

Der Fachwerkbau mit Lehmfüllung ist eine nachhaltige und umweltfreundliche Bauweise, die viele Vorteile in Bezug auf das Raumklima, die Umweltverträglichkeit und die ästhetische Gestaltung bietet. Diese traditionelle Technik hat sich über Jahrhunderte bewährt und erlebt heute, insbesondere im Zusammenhang mit ökologischen Bauvorhaben, eine Renaissance. Trotz der längeren Bauzeiten und der empfindlichen Witterungsanfälligkeit bleibt der Fachwerkbau mit Lehmfüllung eine attraktive Option für all jene, die Wert auf nachhaltiges Bauen und gesundes Wohnen legen.

Vorteile des Fachwerkbaus mit Lehmfüllung
Die Kombination von Holz und Lehm bringt Vorteile beider Materialien, sehr flexibel.
Nachteile des Fachwerkbaus mit Lehmfüllung
Fachwerkkonstruktionen können technisch komplizierter sein und sie sind anfälliger für Feuchtigkeit.

Die Vorteile des Lehmbaus überwiegen die Nachteile bei Weitem

Der Lehm reguliert die Luftfeuchtigkeit, da er relativ schnell Luftfeuchtigkeit aufnehmen kann und diese bei Bedarf wieder abgibt. Dadurch reguliert er automatisch die Feuchtigkeit der Raumluft im Lehmhaus und trägt somit zu einem gesunden Raumklima bei. Die medizinischen Vorteile dieser Bauweise ergeben sich durch eine konstante relative Luftfeuchtigkeit von 45 bis 55%, wodurch ein Austrocknen der Schleimhäute verhindert und damit Erkältungskrankheiten in einem Lehmhaus vorgebeugt wird.
 
Lehm gilt im Hausbau als ein schwerer Baustoff. Er trägt durch Wärmespeicherung  zur Verbesserung des Wohnklimas und bei passiver Sonnenenergienutzung zur Energiespeicherung innerhalb des Lehmhauses bei.
Bei der Herstellung von Lehmbaustoffen wird nur sehr wenig Primärenergie eingesetzt, da diese in aller Regel an der Luft trocknen. Bei der Verwendung von Lehm für den Hausbau kann man sehr viel Eigenleistungen erbringen.

Bauherren mit viel Zeit können unter fachkundiger Anleitung viele Arbeiten selbst ausführen. Dazu gehört es, Lehmsteine herzustellen, Mörtel und Putze herzustellen, Steine vermauern und wenn die Begabung es zulässt, sogar Verputzarbeiten auszuführen. Auf ein so gebautes Lehmhaus kann der Hausbauer besonders stolz sein.
   
Es gibt in allen Regionen Deutschlands Lehmbausteine in allen gängigen Formaten zu kaufen. Lehmmörtel und Lehmputze zum Hausbau sind in einer hervorragenden Qualität auf dem Markt erhältlich.

Es kann sich praktisch jeder mit allem, was für einen Lehmbau notwendig ist, versorgen, da der ökologische Hausbau derzeit und zu Recht eine Renaissance erlebt.

Holzhaus bauen – Ein umfassender Leitfaden für nachhaltiges Wohnen

Ein Holzhaus zu bauen liegt voll im Trend – und das aus gutem Grund. Holz als Baustoff vereint natürliche Ästhetik, hervorragende bauphysikalische Eigenschaften und eine nachhaltige Bauweise. Immer mehr Bauherren entscheiden sich bewusst für ein Haus aus Holz, sei es aus ökologischen Gründen, wegen des gesunden Raumklimas oder aufgrund moderner Baukonzepte.

Dieser Artikel bietet dir einen umfassenden Überblick über alle wichtigen Aspekte rund um das Thema „Holzhaus bauen“. Von den verschiedenen Bauformen über Energieeffizienz bis hin zu Vorteilen für Gesundheit und Umwelt – hier findest du alles, was du wissen musst, wenn du ein Holzhaus bauen möchtest.

Warum ein Holzhaus bauen?

Holzhäuser haben sich längst von ihrem rustikalen Image gelöst und sind heute hochmoderne, energieeffiziente und architektonisch vielseitige Gebäude. Der natürliche Baustoff Holz bringt viele Vorteile mit sich: Er ist nachwachsend, speichert CO₂ und sorgt für ein angenehmes Raumklima.

Darüber hinaus überzeugt Holz durch seine Flexibilität in der Verarbeitung. Egal ob traditionell oder modern – ein Holzhaus kann individuell an deine Wünsche angepasst werden.

Warum Holz als Baustoff überzeugt

Holz gehört zu den ältesten Baustoffen der Welt und erlebt heute ein starkes Comeback. Der Grund liegt in den zahlreichen Vorteilen:

  • Holz ist ein nachwachsender Rohstoff
  • Es speichert CO₂ und schützt das Klima
  • Es sorgt für ein gesundes Raumklima
  • Es bietet hervorragende Dämmwerte

Wer ein Holzhaus baut, entscheidet sich bewusst für eine nachhaltige und zukunftssichere Bauweise.

Bauformen von Holzhäusern im Überblick

Beim Bau eines Holzhauses stehen dir verschiedene Bauweisen zur Verfügung, die sich in Konstruktion, Optik und Bauzeit unterscheiden.

Blockhaus bauen – Klassisch und natürlich

Modernes Blockhaus mit großen Fenstern und nachhaltiger Bauweise

Foto: Pixabay / ArmbrustAnna

Das Blockhaus ist die wohl bekannteste Form des Holzhauses. Es besteht aus massiven, übereinanderliegenden Holzstämmen, die miteinander verbunden werden. Diese Bauweise hat eine lange Tradition und wird besonders wegen ihres natürlichen Erscheinungsbildes geschätzt.

Blockhäuser bieten ein einzigartiges Wohngefühl und überzeugen durch ihre massive Bauweise. Gleichzeitig benötigen sie jedoch eine sorgfältige Bauplanung, insbesondere im Hinblick auf Setzverhalten des Holzes.

Das Blockhaus ist die ursprünglichste Form des Holzhauses. Moderne Blockhäuser kombinieren traditionelle Bauweise mit großen Fensterflächen und zeitgemäßem Design.

Blockbohlenhaus – Die moderne Variante

Blockbohlenhaus mit moderner Holzfassade

Foto: Pixabay / Barni1

Das Blockbohlenhaus ist eine Weiterentwicklung des klassischen Blockhauses. Statt massiver Rundstämme kommen hier industriell gefertigte Bohlen zum Einsatz. Diese sorgen für eine gleichmäßigere Optik und erleichtern den Bauprozess. Diese Bauweise ist besonders bei Bauherren beliebt, die den rustikalen Charme eines Blockhauses mit moderner Technik kombinieren möchten.

Holzständerbauweise – Flexibel und effizient

Holzständerbauweise im Rohbau mit sichtbarer Holzstruktur

Foto: Pixabay / Wfranz

Die Holzständerbauweise gehört zu den beliebtesten Bauformen in Deutschland. Holzständerbau, auch Holzrahmenbau genannt, gehört zu den am weitesten verbreiteten Bauarten. Hier bildet ein Gerüst aus Holzständern die tragende Konstruktion, während die Zwischenräume mit Dämmmaterial gefüllt werden. Diese Bauweise ermöglicht eine hohe Flexibilität in der Gestaltung und überzeugt durch sehr gute Dämmwerte.

Holztafelbauweise – Schnell und präzise

Montage eines Holztafelhauses mit vorgefertigten Elementen

Foto: Pixabay

Bei der Holztafelbauweise werden komplette Wand- und Deckenelemente im Werk vorgefertigt und auf der Baustelle montiert. Dadurch verkürzt sich die Bauzeit erheblich.

Diese Methode ist besonders effizient und wird häufig im Fertighausbau eingesetzt.

Umgebindehaus – Tradition trifft Handwerk

Traditionelles Umgebindehaus mit Fachwerk und Holzstruktur

Foto: Pixabay / RonPorter

Das Umgebindehaus ist eine traditionelle Bauweise, die vor allem in bestimmten Regionen Mitteleuropas verbreitet ist. Es kombiniert Elemente aus Fachwerk- und Blockbauweise. Diese Bauform ist architektonisch besonders interessant, erfordert jedoch oft spezielle Kenntnisse bei Planung und Hausbau. Das Umgebindehaus ist eine historische Bauform, die Holz- und Fachwerkbau kombiniert. Es ist architektonisch einzigartig und kulturell bedeutend.

Massivholzhaus (CLT) – Modern und stabil

 Modernes Massivholzhaus aus Brettsperrholz (CLT)

Foto: Pixabay / garryhardman

Massive Holzhäuser werden aus großformatigen Holzelementen wie Brettsperrholz gefertigt. Diese Bauweise verbindet Stabilität mit moderner Optik. Sie eignet sich sowohl für Einfamilienhäuser als auch für mehrgeschossige Gebäude und gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Internationale Holzhaus-Stile

Amerikanisch-kanadisches Blockhaus

Kanadisches Blockhaus mit massiven Rundstämmen in Naturumgebung

Foto: Pixabay / Bierbersocke

Das amerikanisch-kanadische Blockhaus ist geprägt von großen, massiven Rundstämmen und einer sehr ursprünglichen Bauweise. Diese Häuser strahlen eine besondere Robustheit und Naturverbundenheit aus. Sie sind besonders in waldreichen Regionen beliebt und stehen für ein authentisches, rustikales Wohnen.

Das skandinavische Holzhaus

Skandinavisches Holzhaus im typischen Schwedenstil

Foto: Unsplash / Julia Taubitz

Das skandinavische Holzhaus zeichnet sich durch klare Linien, helle Farben und funktionales Design aus. Besonders bekannt sind die typischen Schwedenhäuser mit ihrer roten Fassade. Diese Bauweise legt großen Wert auf Licht, Gemütlichkeit und Energieeffizienz.

 

Energieeffizienz von Holzhäusern

Ein großer Vorteil von Holzhäusern ist ihre hervorragende Energieeffizienz. Holz besitzt von Natur aus gute Dämmwerte und trägt dazu bei, Wärme im Haus zu halten. In Kombination mit moderner Dämmtechnik können Holzhäuser problemlos hohe Energiestandards erreichen, etwa als KfW-Effizienzhaus.

Zudem sorgt Holz für ein ausgeglichenes Raumklima, da es Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben kann. Das verbessert nicht nur den Wohnkomfort, sondern reduziert auch den Energiebedarf für Heizung und Lüftung. Ein klarer Vorteil gegenüber vielen anderen Bauweisen.

Ökologische Vorteile und Nachhaltigkeit

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und damit eine der nachhaltigsten Ressourcen im Bauwesen. Während seines Wachstums speichert ein Baum große Mengen CO₂, die im verbauten Holz langfristig gebunden bleiben.

Ein Holzhaus trägt somit aktiv zum Klimaschutz bei. Zudem ist die Herstellung von Holzbauteilen deutlich energieeffizienter als die Produktion von Beton oder Stahl. Auch beim Rückbau punktet Holz: Es kann recycelt oder energetisch verwertet werden.

Vorteile für Allergiker

Ein Holzhaus bietet besonders für Allergiker zahlreiche Vorteile. Holz wirkt antistatisch und zieht weniger Staub an als andere Materialien. Zudem reguliert es die Luftfeuchtigkeit, was das Wachstum von Schimmel und Hausstaubmilben hemmt.

Das Ergebnis ist ein gesundes Wohnklima, das sich positiv auf die Atemwege und das allgemeine Wohlbefinden auswirkt.

Lebensdauer von Holzhäusern

Ein häufiges Vorurteil ist, dass Holzhäuser eine geringere Lebensdauer haben als Massivhäuser. Tatsächlich können sie bei richtiger Planung und Pflege problemlos mehrere Generationen überdauern.

Historische Fachwerkhäuser zeigen, dass Holz als Baustoff äußerst langlebig sein kann. Moderne Holzschutzmaßnahmen und Bauweisen sorgen zusätzlich für eine hohe Beständigkeit gegenüber Witterungseinflüssen.

Fazit

Ein Holzhaus zu bauen ist eine zukunftsorientierte Entscheidung, die viele Vorteile vereint. Ob klassisches Blockhaus, modernes Fertighaus oder skandinavisches Design – die Vielfalt an Bauformen bietet für jeden Geschmack die passende Lösung.

Neben der ästhetischen und funktionalen Flexibilität überzeugen Holzhäuser vor allem durch ihre Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und ihr gesundes Wohnklima. Wer langfristig denkt und Wert auf Umweltbewusstsein legt, trifft mit einem Holzhaus eine ausgezeichnete Wahl.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Holzhausbau

Ist ein Holzhaus teurer als ein Massivhaus?
Die Kosten sind vergleichbar. Je nach Bauweise und Ausstattung kann ein Holzhaus sogar günstiger sein.

Wie lange hält ein Holzhaus?
Bei guter Pflege und fachgerechter Bauweise kann ein Holzhaus über 100 Jahre alt werden.

Sind Holzhäuser brandsicher?
Ja. Moderne Holzhäuser erfüllen strenge Brandschutzvorschriften und sind sicher.

Wie energieeffizient ist ein Holzhaus?
Sehr effizient. Holz bietet natürliche Dämmung und unterstützt ein energiesparendes Wohnen.

Ist ein Holzhaus pflegeintensiv?
Das hängt von der Bauweise ab. Sichtbare Holzfassaden benötigen regelmäßige Pflege, andere Varianten sind wartungsarm.

Kann ich ein Holzhaus individuell gestalten?
Ja, Holzhäuser bieten eine hohe Flexibilität in Design und Grundriss.

Ist ein Holzhaus nachhaltig?
Ja, Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und trägt aktiv zum Klimaschutz bei.

Wie schnell kann ein Holzhaus gebaut werden?
Je nach Bauweise geht es deutlich schneller als beim Massivhaus. Besonders bei der Holztafelbauweise kann der Rohbau oft innerhalb weniger Tage stehen.

Benötigt ein Holzhaus mehr Pflege als ein Massivhaus?
Das kommt auf die Fassade an. Sichtbares Holz im Außenbereich sollte regelmäßig behandelt werden, während verputzte oder verkleidete Fassaden sehr pflegeleicht sind.

Wie gut ist der Schallschutz in einem Holzhaus?
Moderne Holzhäuser bieten durch mehrschichtige Wandaufbauten einen sehr guten Schallschutz, der mit Massivhäusern vergleichbar ist.

Ist ein Holzhaus auch für Mehrfamilienhäuser geeignet?
Ja, besonders Massivholzbauweisen wie CLT werden heute auch für mehrgeschossige Wohngebäude eingesetzt.

Wie nachhaltig ist die Dämmung im Holzhaus?
Viele Holzhäuser verwenden ökologische Dämmstoffe wie Holzfaser, Zellulose oder Hanf, die besonders umweltfreundlich sind.

Kann ich ein Holzhaus individuell planen?
Ja, Holzhäuser bieten sehr viel Gestaltungsfreiheit – vom Grundriss bis zur Fassade.

Wie wirkt sich ein Holzhaus auf den Wiederverkaufswert aus?
Nachhaltige Bauweisen werden immer gefragter, wodurch Holzhäuser oft einen stabilen oder steigenden Marktwert haben.

Ist ein Holzhaus für feuchte Regionen geeignet?
Ja, bei fachgerechter Planung und Bauweise sind Holzhäuser auch in feuchten Regionen langlebig und robust.

Welche Heizsysteme passen gut zu einem Holzhaus?
Besonders effizient sind Wärmepumpen, Fußbodenheizungen und Kombinationen mit Photovoltaik.

Gibt es Förderungen für Holzhäuser?
Ja, insbesondere für energieeffiziente und nachhaltige Bauweisen gibt es staatliche Förderprogramme, z. B. über die KfW-Bank.

Quelle: Tipps24-Netzwerk - HR / Foto: Pixabay / CCO Public Domain / jarmoluk

 


Fertighaus

Als Fertighaus bezeichnet man ein Haus, dessen Einzelelemente industriell vorgefertigt werden und das in diesen Einzelteilen an die Baustelle geliefert und dort von einem kleinen Montagetrupp des Fertighausherstellers binnen kürzester Zeit zum Fertighaus schlüsselfertig zusammengefügt wird.


 

Der entscheidende Unterschied zwischen Fertighäusern und einem konventionellen Massivhaus ist also der, dass das Fertighaus aus vorgefertigten Einzelelementen besteht, die an Ort und Stelle relativ schnell zusammengefügt werden, daß Massivhaus jedoch Stein auf Stein und damit langsamer und unter Einsatz von vielen Arbeitskräften aufgebaut wird. Die Grenzen sind allerdings mittlerweile fließend, weil auch manche Anbieter von Massivhäusern für den Hausbau Teile vorfertigen und zum Beispiel ganze Wandelemente aus Beton verwenden.


Die meisten Fertighäuser (ca. 95 %) werden als Holzhaus ausgeführt. Man unterscheidet verschiedene Arten des Fertighauses aus Holz:

Holzblockhäuser - Holzskeletthäuser – Häuser mit Holzrahmenbau – Häuser in Holztafelbauweise - Mischbauweisen mit Holz. Die typischen Holzhäuser, denen man schon von außen ansieht, daß sie Holzhäuser sind, unterziehen wir einer besonderen Betrachtung im nächsten Abschnitt.

Der Aufbau des Fertighauses erfolgt bei allen Arten auf die gleiche Art und Weise. Der Montagetrupp errichtet mittels Kran auf dem Fundament die Einzelelemente des Fertighauses.

Rein äußerlich ist ein modernes Fertighaus nicht mehr von einem Massivhaus zu unterscheiden. Es bleibt Ihnen daher auch überlassen, Ideen für Form, Farbe, Dachform, Stil und was an Variationen auch immer möglich ist beim Bau eines Fertighauses, Ihres Fertighauses, zu verwenden.

In Deutschland gibt es über 40 Fertighaushersteller , die ihre Fertighäuser bundesweit anbieten. Sie sind im Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) zusammengeschlossen.

Das Leitmotiv der Mitglieder des BDF wird  in einer Presseerklärung besonders deutlich. Hier heißt es :

Seit 1989 verpflichten sich Deutschlands führende Fertighaushersteller zu weit überdurchschnittlichen Leistungen beim Hausbau. Mehrmals im Jahr lassen sie sich von vereidigten Sachverständigen und unabhängigen Prüfern in die Werkshallen, bei der Montage über die Schulter sowie in die Material-Orderlisten schauen. Nur was dem gesunden Wohnen dient und die Umwelt nachhaltig entlastet, hat im intelligenten Fertigbau Bestand.

Massivhaus

Unter einem Massivhaus versteht man ein Wohngebäude, das zum größten Teil aus massiven Materialien gebaut wurde und bei dem die stützenden, lasttragenden Wände aus Stein oder mineralischen Stoffen errichtet wurden.


Mit dem Begriff Massivbau sind alle Baukonstruktionen aus Mauerwerk, also Mauersteinen und Beton (Stahlbeton oder Spannbeton) gemeint. Als Alternative dazu gibt es beim Hausbau die durch die Verwendung anderer Materialien gekennzeichneten Bauweisen, wie den Leichtbau (Gipskartonplatten) und den Holzbau (Holz).


Ein Massivhaus kennt im Gegensatz zum Skelett- oder Fachwerksbau keine Funktionstrennung zwischen tragenden und füllenden Elementen.

Neben dem Einsatz von Beton, beim Eigenheimbau allerdings recht wenig benutzt, werden hauptsächlich Mauersteine verwendet. Diese Mauersteine werden nach Ihrer Herstellungsart und/oder ihrer verwendeten Grundstoffe als Gasbetonsteine, Porenbetonsteine, Kalksandsteine, Polystyrolsteine, Ziegelsteine, Backsteine oder Bimssteine klassifiziert. Sie erlauben beim modernen Hausbau neue Dimensionen im Massivbau.

Der Aufbau einer Außenwand in einem Massivhaus erfolgt in Deutschland meist zweischalig, mit einer Dämm- und einer Luftschicht.

Der äußerer Teil der Außenwand wird je nach Baustil als Sichtmauerwerk oder verputzt und gestrichen ausgeführt. Aufgrund der Tatsache, daß die mineralischen Stoffe im Mauerwerk besonders gute Wärmeleiter sind, werden die Außenwände eines Massivhauses beim modernen Hausbau häufig zusätzlich, z.B. durch Polystyrol oder bei zweischaliger Ausführung, mit mineralischen Wollmatten gedämmt.

Da die tragenden Wände des Hauses auch im Inneren große Lasten zu tragen haben, werden auch die meisten Innenwände aus massiven Materialien hergestellt.

Die Aufgaben des Vermessungsingenieurs beim Hausbau

Jegliche Vermessungen von Grundstücken, die in Zusammenhang mit dem Erwerb eines Grundstückes stehen, müssen von einem öffentlich bestellten Vermessungsingenieur oder vom Katasteramt vorgenommen werden. Von diesen wird dann auch ein "Amtlicher Lageplan" erstellt. Der öffentlich bestellte Vermessungsingenieur stellt auch die Bebauungsplangrundlage her und bescheinigt die Übereinstimmung mit der Örtlichkeit und dem Katasternachweis. Die Vermessungsingenieure unterliegen bei ihrer Tätigkeit den Vermessungs- und Katastergesetzen der einzelnen Bundesländer. In Nordrhein-Westfalen kann man dafür z.B. die Dienste vom Vermessungsbüro Mathow & Ernst aus Leverkusen in Anspruch nehmen. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für das amtliche Vermessungswesen und die amtliche Grundstückswertermittlung in Nordrhein-Westfalen (VermWertGebO NRW) in Verbindung mit dem Gebührentarif (VermWertGebT).

 

Tätigkeiten des Vermessungsingenieurs

Beim Hausbau sind die Haupttätigkeiten des Vermessungsingenieurs die Gebäudeabsteckung, die Gebäudeeinmessung, die Grundstücksteilung und die Grenzfeststellung. Zudem ist er berechtigt, verschiedene Bescheinigungen auszustellen und Anzeigen zu beurkunden. Bei einem noch nicht vermessenen Grundstück hat der Vermessungsingenieur die Aufgabe, das Grundstück auszumessen, was sinnigerweise einmessen genannt wird und die Grenzsteine einzusetzen, was man Abmarkung nennt.


Bevor mit dem Bau begonnen werden kann, muß der für den Baukörper vorgesehene und von der Bauaufsichtsbehörde genehmigte Bereich des geplanten Hausbaus abgesteckt werden. Die Gebäudefluchten werden auf Schnurgerüste übertragen.

Nachdem das Gebäude errichtet wurde, wird der Vermessungsingenieur das Gebäude einmessen und mit den dabei gewonnenen Daten die Flurkarte der Gemeinde (beim Katasteramt) entsprechend korrigieren.

Bescheinigungen

Die dafür auszustellende Bescheinigung nennt man Grenzbescheinigung, vielfach auch Grenzinnehaltungsbescheinigung. Sie wird teilweise als Voraussetzung für eine Teilauszahlung der Baufinanzierung durch das finanzierende Institut angefordert.

Nach Abschluß der Bauarbeiten und möglichst vor der Errichtung der Einfriedung des Hausgrundstücks hat der Vermessungsingenieur zu überprüfen, ob die Grenzzeichen und Grenzmarkierungen noch und an der richtigen Stelle  vorhanden sind. Unter Umständen sind die Grenzmarkierungen durch Erd- und Baggerarbeiten verschoben oder vergraben worden. Die dafür erforderliche Besheinigung ist die "Amtliche Grenzanzeige". Mit dr amtlichen Grenzanzeige wird eine verbindliche Aussage zur Lage der Grenze eines Grundstücks getroffen, dokumentiert und öffentlich beglaubigt.

Grundstücksteilung

Aufgrund der bestehenden Knappheit an Baugrundstücken wird nicht selten ein Teil eines bestehenden Grundstückes abgetrennt und als separates Baugrundstück verkauft. Diesen Vorgang nennt man Grundstücksteilung. Bei einer Grundstücksteilung benötigt man sowohl eine amtliche Vermessungsstelle - den öffentlich bestellten Vermessungsingenieur - als auch einen Notar. Der Vermessungsingenieur liefert den Teilungslageplan für den notariellen Kaufvertrag, beantragt die erforderlichen Genehmigungen und führt die örtliche Vermessung durch. Zu einem sogenannten Grenztermin werden dann Eigentümer, Erwerber und Grundstücksnachbarn geladen und anschließend wird der neue Grenzverlauf beurkundet. Das Ergebnis wird danndem Katasteramt zur Übernahme eingereicht. Erst danach können vom Katastramt angefertigte Auflassungschriften für die Eigentumsumschreibung im Grundbuch vorgelegt werden.

Alle genanten Tätigkeiten können auch durch Mitarbeiter des jeweiligen Katasteramtes durchgeführt werden.

Der Baubetreuer

Ein Baubetreuer ist, wer gewerbsmäßig Bauvorhaben im fremden Namen und für fremde Rechnung wirtschaftlich vorbereitet oder durchführt.
 
Wer als Bauträger oder Baubetreuer tätig werden will, benötigt eine Erlaubnis nach § 34 c Gewerbeordnung.

 
Die Voraussetzungen für die Erteilung einer solchen Erlaubnis sind:
  • vollendetes 18. Lebensjahr
  • Zuverlässigkeit
  • persönliche Eignung und
  • der Nachweis über geordnete Vermögensverhältnisse


Was tut der Baubetreuer?

Auch ein sehr engagierter Architekt oder Bauingenieur kann nicht immer auf der Baustelle sein. Wenn Sie ganz sicher sein wollen, dass bei den Bauarbeiten an Ihrem Traumhaus zum erschwinglichen Preis alles nach Plan verläuft, brauchen Sie einen Baubetreuer.


Sie sollten dann einen Baubetreuer beauftragen, wenn Sie nicht mit einem Generalübernehmer oder Bauträger bauen wollen und einige Gewerke in  Eigenleistung errichten möchten.

Sie können den Baubetreuer auch mit der Planung und Errichtung Ihres Hauses beauftragen. Der Unterschied zum Bauunternehmer ist, daß der Baubetreuer jedes einzelne Gewerk selbst an die zuständigen Handwerker vergibt und auch mit jedem einzelnen einen Vertrag abschließt. 
 
Die Kosten für die einzelnen Gewerke können auf diese Weise teilweise erheblich reduziert werden. Die Gewinne, die ein Generalübernehmer oder Bauunternehmer in der Regel aufschlägt, entfallen beim Baubetreuer.

Oft erhält der Baubetreuer bei Handwerkern, mit denen er häufiger zusammenarbeitet, bessere Konditionen als anderer. Wenn sein Entgelt entsprechend angemessen ist, wird er die besseren Preise ungekürzt an den Bauherren weitergebe.

Der Baubetreuer nimmt Ihnen alle Arbeiten ab, er übernimmt die Ausschreibung, koordiniert die Termine und überwacht das ganze Bauvorhaben.

Natürlich sollten Sie sich vor Beauftragung des Baubetreuers Referenzen besorgen und auch Kontakt mit den Bauherren aufnehmen, die bereits ein Bauvorhaben mit dem Baubetreuer abgewickelt haben.

Der Generalübernehmer

Ein Generalübernehmer übernimmt bei einem Bauvorhaben neben den planerischen Leistungen und der Koordination des Bauvorhabens auch die kompletten Ausführungsleistungen für alle Gewerke, obwohl er selbst kein einziges Gewerk selbst ausführt. Er vergibt sämtliche Leistungen an Subunternehmer.


Der Generalübernehmer trägt die Gesamtverantwortung für das Bauvorhaben und garantiert die Einhaltung der Kostenkalkulation, der Termine, der definierten Qualitätsstandards und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften.


Als Generalübernehmer kann im Prinzip jeder auftreten. Hierzu sind besondere Erfahrungen und Voraussetzungen rein rechtlich nicht erforderlich.

Neben den  großen Baufirmen, Immobilien- sowie Maklergesellschaften und reinen Managementfirmen, gibt es auch viele kleine Unternehmer, die sich Kunden für den Hausbau suchen und dann sämtliche Bauleistungen an Architekten, Bauingenieure und Handwerker vergeben.

Als Bauherr fungiert jedoch immer der Auftraggeber. Der Bauherr selbst hat den Vorteil, dass er bezüglich der Ausführungen nur an einen Vertragspartner gebunden ist.

Der Generalübernehmer unterscheiden sich vom Generalunternehmer hauptsächlich dadurch, dass der Generalübernehmer selbst keinerlei bauspezifische Leistungen mit seinem eigenen Unternehmen erbringt, sondern lediglich Managementaufgaben wahrnimmt. Er koordiniert die an die Subunternehmer vergebenen Aufträge und ist verantwortlich für den reibungslosen Bauablauf.

Die technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines  Generalübernehmers ist daher in der Regel deutlich niedriger, als die eines Generalunternehmers.

Aus diesem Grund sollten Sie den Vertrag mit dem Generalübernehmer sorgfältig prüfen, gegebenenfalls auch durch einen auf Baurecht spezialisierten Anwalt.

Grundsätzlich sollten Sie sich auch über die Zahlungsfähigkeit und Zahlungsmoral des Generalübernehmers und über die von ihm ausgewählten Handwerksbetriebe nach Möglichkeit vorab erkundigen.

Die Hinterlegung einer Erfüllungsbürgschaft oder die Vorlage der Baufertigstellungspolice durch den Generalübernehmer kann Ihnen diese Sorgen abnehmen.

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