Verbundschaltechnik

Zu den Vertretern einer besonderen Technik in der Fertighausherstellung gehören Häuser aus vorgefertigten Betonelementen. Das Verfahren ist in Deutschland noch nicht sehr gebräuchlich und deshalb arbeiten nur einige wenige Hersteller mit der sog. Verbundschaltechnik.


Mit dieser Verbundschaltechnik kommt die Fertighausindustrie den Wünschen der Bauherren nach einerseits schnellstmöglichem Hausbau und andererseits massiven Häusern nach. Die Verbundschaltechnik schlägt damit eine Brücke vom Fertighaus zu den Massivhäusern. Es entsteht dadurch also ein massives Fertighaus.


In der Verbundschaltechnik werden vorgefertigte Holzwerkstoffwände oder aber aufeinander gesetzte Leichtbausteine auf der Baustelle mit Beton verfüllt, was gute Wärme- Schalldämmung bewirkt.

Als eine Alternative dazu werden Hartschaum-Schalungssteine aus hoch wärmedämmendem Polystyrol verwendet. Sie werden an- und aufeinandergeschichtet und zum Schluss mit Beton verfüllt. Allerdings ist dieser Werkstoff als Baustoff für Außendämmung umstritten.

Bereits in den Sechzigerjahren war unter Baufachleuten bekannt, dass Polystyrol auf Fassaden aus baufachlicher Sicht ungeeignet ist.

Die Haltbarkeit des aufgebrachten Kunststoffverputzes ist relativ niedrig anzusetzen, weil die organischen Bindemittel nicht wetterbeständig sind. Zur Vermeidung von Spannungsrissen können in der Regel nur helle bzw. weiße Verputze verwendet werden, die das Sonnenlicht weitgehend reflektieren. Das hat zur Folge, daß eine schlechte Nutzung der passiven Sonnenenergie gegeben ist.

Polystyrol stellt als Fassaden-Dämmstoff außerdem ein unakzeptables Brandrisiko dar und die Resonanzbildungen führen zu störenden Baumängeln im Schallbereich. Weil Polystyrol wasserdicht ist und deshalb in Außenwänden kein Wassertransport stattfindet, steigt die relative Luftfeuchtigkeit in den Wohnungen im Winter auf über 60 Prozent an, wodurch die Bildung von Milben begünstigt wird.
 
Nach diesem Prinzip arbeiten inzwischen auch einige Anbieter von Selbstbauhäusern bzw. Bausatzhäusern, wobei sogenannte Verfüllziegel aus gepressten Holzspänen bzw. aus Blähton aufeinandergesetzt und dann mit Beton verfüllt werden.