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Gemüse anpflanzen - So gelingt eine optimale Ernte

gemüse anpflanzen so gelingt eine optimale ernteGarten / Pflanzen: Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, ihr Gemüse selbst im eigenen Garten anzupflanzen. Die Vorteile dieser Idee liegen auf der Hand: Nicht nur weiß man, dass keinerlei Schadstoffe in der Ernte enthalten sein werden, sondern das Produkt schmeckt oft auch viel aromatischer als Tomaten & Co. aus dem Supermarkt. Weiterhin spart der Anbau von eigenem Gemüse jede Menge Geld. Worauf darüber hinaus geachtet werden muss, verrät der nachfolgende Artikel.

Gemüse richtig anpflanzen - das sind die wichtigsten Tipps

Klar, Gartenarbeit ist kein Zuckerschlecken. Da ist es hilfreich, wenn man der Anstrengung in einigen Bereichen ein wenig entgegenwirken kann. Besonders einfach anzubauen sind beispielsweise Kartoffeln, da sie keine hohen Ansprüche stellen. Man sät sie im Frühjahr aus, anschließend muss man sich nahezu überhaupt nicht mehr darum kümmern, außer natürlich um die Bewässerung. Diese muss regelmäßig erfolgen, denn sie ist für ein gutes Gedeihen essenziell. Auch Pflücksalat wie Batavia oder auch Radieschen kommen ohne große Pflege aus und wachsen noch dazu beachtlich schnell. Die ersten Radieschen können häufig schon nach drei Wochen abgeerntet werden, bei Pflücksalat ist es nach etwa sechs Wochen so weit. Ebenfalls zu empfehlen sind zudem aromatische Zucchini: Sie sind anspruchslos und gedeihen meist in großer Zahl. Bereits eine Pflanze reicht völlig aus, um viele schmackhafte Früchte daraus ernten zu können. Selbiges gilt außerdem für Zuckermais. Dieser kann - genau wie Radieschen, Salat und Buschbohnen - auch noch im Juni ausgesät werden. Die meisten anderen Gemüsesorten erfordern allerdings schon eine frühzeitige Aussaat, die spätestens im März erfolgen sollte.
Als sehr pflegeintensiv haben sich bisher Sorten wie Blumenkohl, Chicorée, Artischocken, Fenchel und Radicchio erwiesen. Sie reagieren oft sehr empfindlich, wenn man sie mit weniger Feuchtigkeit versorgt, als sie benötigen und verkraften regenreiche Wochen nur sehr schlecht.

Auch Obst lässt sich gut im eigenen Garten anbauen

Wer lieber süße Früchte aus seinem Garten genießen möchte, entscheidet sich am besten für Obst-Sorten, die nicht hochstämmig wachsen. Johannisbeeren sind beispielsweise auf eine intensive Pflege angewiesen. Bei Himbeeren kommt es dagegen auf die Sorte an: Sommertragende Himbeeren benötigen einen guten Schnitt, damit sie optimal gedeihen können. Herbsttragende Himbeeren, welche die Früchte noch bis zum ersten Frost tragen können, sind dagegen nicht so anspruchsvoll. Man schneidet sie nach der Ernte einfach vollständig herunter. Ebenfalls bietet diese Sorte den entscheidenden Vorteil, dass sie nur sehr selten madig wird, da die Insekten, welche in Himbeeren ihre Eier ablegen, im Herbst schon nicht mehr fliegen. Praktisch: Chemischer Pflanzenschutz wird somit überflüssig.

Für Gärtner mit wenig Zeit sind außerdem Heidelbeeren eine gute Wahl. Sie benötigen keinen speziellen Schnitt, gedeihen vor allem in Hochbeeten sehr gut und lieben nährstoffreiche Rhododendron-Erde.

Gemüse und Obst selbst anpflanzen - wie viel Platz benötigt man wirklich?

Viele Hobbygärtner, die bisher noch keine Erfahrung mit dem Anbau von Obst und Gemüse haben, schrecken zunächst vor einem möglichen zu hohen Platzanspruch des Beets ab. Doch dies ist ein Irrtum, denn auch kleine Gärten können für den Anbau genutzt werden. Allein schon ein rund acht Quadratmeter großes Beet reicht völlig aus, um einen Haushalt mit zwei Personen das ganze Jahr über mit Gemüse zu versorgen. Bei einen Gemüsesorten sollte allerdings darauf geachtet werdet, was in direkter Nachbarschaft angepflanzt wird. Manch Gemüsesorte profitiert wiederum von seinem „Nachbarn“.

Hier eine kleine Übersicht der schlechten Nachbarschaft beim Gemüseanbau

Unabdingbar ist jedoch bei allen Sorten das Mulchen: Bedeckt man die Erde mit einer guten Schicht an Rindenmulch oder auch Kompost bzw. gehäckseltes Laub, so bleibt der Boden schön feucht und trocknet nicht aus - zudem erübrigt dies zusätzliches Gießen und verhindert die Entstehung von Unkraut.

Ein guter Tipp gegen Schädlinge ist, Lavendel zu pflanzen - diesen intensiv duftenden Strauch mögen die meisten Insekten überhaupt nicht und halten sich daher automatisch davon fern. Für den Gärtner selbst ist Lavendel jedoch eine schöne Zierde im eigenen Garten.

Quelle: Tipps24-Netzwerk - IR
Foto: Katrin Schindler / pixelio.de