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Planung und Gestaltung

Tipps und Infos für die Bepflanzung von Balkon und Terrasse

tipps und infos fuer die bepflanzung von balkon und terrasseGartenplanung und Gestaltung: Schon die alten Römer kannten Balkone, und auch in Indien gab es sie bereits vor über 2.000 Jahren. Von dort gelangte die Form des geschlossenen Holzbalkons mit geschnitzten Gitterfenstern in den Orient. Auch in der Renaissance gehörten reich verzierte Balkone zum Schmuck der Palastfassaden. Ein ewiges Denkmal hat ihnen Shakespeare in seinem Theaterstück „Romeo und Julia“ gesetzt.

Zum Bestandteil bürgerlicher Wohnkultur entwickelte sich der Balkon aber erst im Laufe des 19. Jahrhunderts. Damals wurden die Städte größer und verwandelten sich rasant. Repräsentative Balkone gab es vor allem in den noblen Vorderhäusern der Wohnquartiere. Die hinteren Gebäude, dort wo die Arbeiterfamilien lebten, hatten – wenn überhaupt – vor allem Wirtschaftsbalkone. Diese waren der Küche vorgelagert und ermöglichten beispielsweise das Aufhängen von Wäsche.

Zu Balkon und Terrasse gehören Blumen und Pflanzen

Heute sind Balkone und Terrassen in erster Linie wichtige Orte für Entspannung und Freizeitgestaltung für den vom Stress geplagten Großstadtmenschen. Vor allem im Sommer will niemand ein solches Freiluftzimmer missen und gestaltet es sich so wohnlich wie möglich. Dazu gehören natürlich immer auch Blumen und Pflanzen, denn erst durch sie verwandeln sich Balkon und Terrasse in eine lebenswerte, grüne Oase. Im Mai fällt der Startschuss für die florale Balkonsaison. Überall im Handel ist dann ein großes und abwechslungsreiches Pflanzensortiment erhältlich.

Lassen Sie sich aber nicht von den ersten warmen Frühlingstagen verführen, und starten Sie nicht zu früh mit der Bepflanzung. Bis zu den sogenannten Eisheilgen Mitte Mai ist hier in Mitteleuropa immer noch mit Nachtfrösten zu rechnen. Die frisch eingesetzten, empfindlichen Pflanzen können dann leicht Schaden nehmen.

Sonne, Wasser, Dünger

Die meisten unserer Balkonpflanzen stammen ursprünglich aus den Tropen, Subtropen oder den Mittelmeerländern und bevorzugen daher einen eher sonnigen Standort. Petunien, Surfinien, Verbenen oder auch die Blaue Fächerblume sind beispielsweise für Balkonkästen auf einem Südbalkon gut geeignet. Auch die im Sommer blühenden Zwiebelblumen wie Schopflilien, niedrige Dahlien oder Sterngladiolen gedeihen hier gut. In unterschiedlichen Farbkombinationen sorgen sie für Abwechslung und Pepp. Für besonders viel südliches Flair sorgen in Kübel gepflanzte Zitrussträucher, Lavendel, Hibiskus und Oleander. Als sehr robust haben sich Geranien, Strauchmargeriten und Mädchenauge erwiesen, denen es nichts ausmacht, wenn sie auf ungeschützten Balkonen auch einmal dem Wind ausgesetzt sind.

Auf die richtige Pflanzenauswahl achten

Auf einem Balkon, der schattig oder halbschattig liegt, tritt bei manchen Pflanzen das Problem auf, dass sie nur wenige Blüten tragen. Hier ist die richtige Auswahl besonders wichtig. Knollenbegonien, Lobelien, Fuchsien oder das Fleißige Lieschen gedeihen auch bei wenig direktem Sonnenlicht üppig. Als Kübelpflanze sind für halbschattige Standorte kompakte Hortensienarten sehr schön. Neben Blütenpflanzen wird auch der Anbau von Gemüse auf Balkon und Terrasse immer beliebter. Kein Wunder, denn Tomaten, Paprika, Zucchini oder Auberginen aus eigener Ernte sind nicht nur lecker, es macht auch Spaß anzusehen, wie solche Früchte natürlich reifen. Vor allem bei Tomatenpflanzen ist allerdings zu beachten, dass der Standort regengeschützt sein sollte.

Erhöhter Pflegebedarf in den Sommermonaten

In den Sommermonaten ist das tägliche Gießen für alle Pflanzen wichtig. Am besten erledigt man das in den frühen Morgenstunden oder spät abends, wenn die Sonne nicht mehr so brennt und das Wasser nicht so schnell verdunstet. Erleichtern kann man sich das Balkongärtnern mit einer automatischen Bewässerung oder Kästen und Kübeln, die Wasser speichern können. Für eine üppige Pflanzenpracht ist natürlich auch Dünger unerlässlich. Die wichtigsten Nährstoffe sind Stickstoff, Phosphor und Kalium. Außerdem werden Spurenelemente wie Magnesium, Mangan oder Zink benötigt. Auch wenn diese Elemente nur sehr gering dosiert werden müssen, leisten sie doch einen wichtigen Beitrag zu Wachstum und Gesundheit der Pflanzen. Ein Fehlen kann zu mehr oder weniger starken Mangelerscheinungen führen.

Richtig düngen ist keine Kunst

Wer sicher gehen will, dass seine Balkonbepflanzung die ganze Saison ausreichend und bedarfsgerecht ernährt ist, greift am besten zu Langzeitdünger in Kugelform. Hauert Kugeln sind sowohl für Blütenpflanzen als auch für das Balkongemüse erhältlich und werden idealerweise direkt beim Eintopfen zu den Wurzeln gegeben, können aber auch nachträglich mit einem Stäbchen in die Erde gedrückt werden. Bei Kontakt mit Wasser geben die Kugeln dann immer genau so viele Nährstoffe in den Boden ab, wie die Pflanzen tatsächlich brauchen. Verwelkte Blüten sollte man übrigens immer sofort abschneiden oder abzupfen. Bei den meisten Kübel- und Balkonpflanzen sorgt dieser kleine Trick dafür, dass sich schneller wieder eine neue Blütenpracht bildet.   
 
Quelle:  GPP / NED.WORK Agentur + Verlag GmbH
Foto: Hauert