Hausbautipps24 - Der Hausbau

Der Traum vom eigenen Haus beginnt mit vielen Fragen – wir geben die Antworten. Ob Sie planen, selbst zu bauen, einen Anbau oder Umbau zu errichten, eine Immobilie zu kaufen oder bestehendes Eigentum zu renovieren oder modernisieren: Unser umfassender Hausbau-Ratgeber bietet gebündeltes Wissen zu allen wichtigen Themen rund ums Eigenheim.

Der Hausbau begionnt mit dem Traum  und endet hoffentlich so!

Wir informieren Sie über den Hausbau selbst, beginnend mit der Bauplanung, die entscheidend dafür ist, welche Bauweise gewählt werden soll und endend mit dem Innenausbau. Zusätzlich können Sie unsere kostenlosen Online Ratgeber für viele Teilbereiche des Hausbaus nutzen. Informationen über Massivhaus, Fertighaus oder Holzhaus verbinden sich mit Grundlagen der ökologischen Bauweise und Hinweisen auf das barrierefreie Bauen. Den wichtigen Artikeln über die Außenanlagen, wie Garage, Carport, Swimingpool, Wintergarten, Terrasse und Balkon folgen Infos über Baustoffe, Bauteile und Dämmstoffe, sowie Neuheiten von Dach und Keller. Im Rahmen der Haustechnik erhalten Sie ausführliche Informationen über Elektroarbeiten, Heizungstechnik, Sanitärinstallation und Sicherheit beim Hausbau.

Fazit: Gut geplant ist halb gebaut

Unsere Plattform bietet gebündeltes Know-how für jede Phase des Hausprojekts. Egal, ob Sie gerade erst anfangen zu träumen oder schon den Bauantrag in der Hand halten - Sie finden hier verlässliche Informationen, Inspiration und Tools, die Sie auf dem Weg in Ihr neues Zuhause begleiten und Ihnen helfen, Hausbau-Fehler zu vermeiden. Informieren Sie sich auch in unserem Artikel: Die 50 wichtigsten Fragen zum Hausbau!

Motivation für den Hausbau heute

Mögliche Motivationen für den Hausbau heute sind, je nach persönlicher Lebenssituation und Zielsetzung:

Persönliche Freiheit und Unabhängigkeit

Du kannst deine eigenen Wünsche umsetzen. Du bestimmst Grundriss, Stil, Materialien und musst keine Kompromisse wie bei bestehenden Immobilien eingehen. Du bezahlst keine Miete mehr. Statt monatlich Geld zu „verbrennen“, baust du Vermögen auf.

Langfristige Investition und Sicherheit

Ein eigenes Haus ist eine sehr gute Wertanlage. Immobilien sind in der Regel wertstabil, besonders in guten Lagen. Ein eigenes Haus ist für viele ein entscheidender Beitrag zur Altersvorsorge, denn mietfreies Wohnen im Ruhestand entlastet enorm. Die Familie ist abgesichert, denn ein eigenes Heim bedeutet Stabilität für Partner*in und Kinder.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Der Hausbau heute wird nach modernen Baustandards durchgeführt. Du kannst auf erneuerbare Energien setzen, denn Wärmepumpen, Solaranlagen sorgen für hohe Energieeffizienz. Moderne Baustoffe für den Hausbau bestehen aus nachhaltigen Materialien und sind in der Regel umweltfreundlich.

Finanzielle Aspekte

Die aktuell immer noch relativ niedrigen Bauzinsen erlauben eine historisch günstige Baufinanzierung, was sich langfristig lohnen wird.
Manche Finanzierungsmodelle können steuerlich attraktiv sein, z.B. durch Steuervorteile bei Vermietung oder Doppelhaus. Wer energieeffizient baut, hat Anspruch auf die Förderung der KfW-Bank.
Staatliche Zuschüsse und Kredite für energieeffizientes Bauen können die Finanzierungskosten senken.

Lebensqualität und Standortvorteile

Sehr viele Menschen zieht es heute raus aus der Stadt. Ein Haus im Grünen kann mehr Ruhe, Raum und Natur bedeuten.
Ein eigener Hausbau ermöglicht Platz für Hobbys und Homeoffice. Garten, Werkstatt, Arbeitszimmer, all das ist im eigenen Haus kein Problem.

Hilfe bei der Hausbau-Planung

Bauen oder Kaufen

Hausbau-Entscheidung

Hausbau-Checkliste

Baunebenkosten nicht vergessen

Hausbau-Zeitplan

Hausbau-Fehler vermeiden

Hausbau Kosten Rechner

Die einzelnen Etappen beim Hausbau

1. Planungsphase

Die Planungsphase, die Bauplanung selbst, verfolgt das Ziel, Grundlagen zu schaffen und endgültige Entscheidungen zu treffen. Zu den wichtigsten Vorbereitungen gehört eine Bedarfsanalyse, bei der die Größe des Hauses, die Zimmeranzahl, der Architekturstil und das Budget festgelegt werden.

Auf der Basis der Bedarfsanlayse erfolgt die Grundstückssuche mit anschließendem Grundstückskauf. Gleichzeitig setzt auch die Finanzierungsplanung ein. Hypothekenkredit, Eigenmittel und Fördermittel (z. B. Durch die KfW-Bank) müssen beantragt werden.

Der nächste Schritt ist die Beauftragung einer Baufirma oder eines Architekten, um die Entwurfsplanung zu erstellen. Erste Skizzen für die Raumaufteilung müssen abgesegnet werden.

Ein passendes Bauunternehmen zu finden ist einer der wichtigsten Schritte beim Hausbau – schließlich hängt die Bauqualität, die Termintreue und letztlich dein Wohlbefinden davon ab. Hier sind die wichtigsten Tipps und Schritte, um ein gutes Bauunternehmen zu finden:

Recherche für ein Hausbau-Unternehmen

Du kannst auf Online-Plattformen suchen oder bei Unternehmen wie „Wer liefert was“. Aber auch Immobilienforen und Erfahrungsberichte im Internet können hilfreich sein. Lokale Empfehlungen durch Familie, Nachbarn, Architekten und Bauherren anderer Objekte können zum geeigneten Bauunternehmen führen. Man kann auch Baustellen vor Ort besuchen, denn wer dort arbeitet, könnte ein Kandidat sein.

Wichtige Auswahlkriterien sind:

  • Erfahrung und Referenzen: Gibt es vergleichbare Projekte?
  • Zertifikate und Mitgliedschaften: Z. B. in der Handwerkskammer, Baugewerbeverband
  • Festpreisangebot möglich?
  • Eigenleistungen erlaubt? (wenn du selbst mitarbeiten willst)
  • Kommunikation & Erreichbarkeit: Klar, ehrlich, transparent?
  • Bonität und Insolvenzfreiheit: z. B. über eine SCHUFA-Auskunft oder Handelsregister

Angebote einholen und vergleichen

Du solltest mindestens 3 Angebote einholen. Achte dabei auf eine detaillierte Leistungsbeschreibung, einen Zahlungsplan, der angemessene Zahlungen gemäß dem Baufortschritt vorsieht, klare Zuordnung der Inklusivleistungen damit keine versteckten Zusatzkosten entstehen können, Bestätigung der Garantie und Gewährleistungsfrist (nach BGB: 5 Jahre) und immer daran denken: 
der Preis ist wichtig – aber er ist nicht das einzige Kriterium!

Vertrag und Absicherung

Prüfung nachfolgender Kriterien:

Als letzter Schritt ist dann eine Bauanzeige oder ein Bauantrag bei der Baubehörde einzureichen.

2. Bauvorbereitung

Das Ziel der Bauvorbereitungsphase ist es, alles für den Baubeginn vorzubereiten. Dazu gehören insbesondere:

3. Rohbauphase

Zum Abschluss der Rohbauphase muss das „Gerüst“ des Hauses stehen. Die einzelnen Zwischenphasen sind dabei

  • Aushub
  • Bodenplatte oder Keller errichten
  • Mauerwerk oder Fertigbauteile errichten
  • Decken und Dachstuhl setzen
  • Dach eindecken
  • Fenster und Außentüren einsetzen
  • Am Ende wird das Richtfest gefeiert.

4. Ausbauphase

Die Ausbauphase widmet sich ganz dem Innenausbau und der Haustechnik. Im einzelnen geht es dabei um die Gewerke

  • Elektro- und Sanitärinstallationen
  • Heizung und Lüftung
  • Wärmedämmung und Innenputz
  • Estrich gießen
  • Trockenbau (z. B. Trennwände)
  • Bodenbeläge und Fliesen
  • Maler- und Tapezierarbeiten
  • Sanitärobjekte und Innentüren montieren

5. Abschluss und Übergabe

Mit der Bezugsfertigkeit wird das Haus übergeben. Die Endabnahme erfolgt durch den Bauleiter oder einen Gutachter. Das ist die Gelegenheit, eine Mängelliste zu überprüfen und die Mängel zu beheben. Danach erfolgt die förmliche Hausübergabe / Schlüsselübergabe und der Einzug (Umzugsfirma frühzeitig beauftragen) kann in Angriff genommen werden. Dafür muss rechtzeitig eine Anmeldung bei den Versorgern (Gas, Wasser, Strom, Telefon) und beim Einwohnermeldeamt erfolgen.

6. Nach dem Einzug

Nach dem Einzug ist es an der Zeit, die Außenanlagen zu gestalten. Garten, Terrasse, Carport oder Garage müssen angelegt und eventuelle Restarbeiten oder Nachbesserungen müssen erledigt werden.

Eine Übersicht über die Themen, die auf dem Informationsportal Hausbautipps24 im Rahmen des Hausbaus behandelt werden, findet sich nachstehend. Einfach anklicken und schon sind Sie im entsprechenden Bereich.

Außenanlagen                           Bauplanung
Garagen und Carports
Swimmingpool                           Baustoffe
Terrassen und Balkone            Bauteile
Wintergarten                              Dämmstoffe 
Wege und Zäune                       Ziegel


Bauweise                                   Dach 
Barrierefrei bauen
Fertighaus                                  Keller
Holzhaus
Massivhaus
Ökologisches Bauen                Treppen 
Klimaschutz

Haustechnik                             Türen
Elektro
Heizungstechnik
Sicherheit 


Innenausbau
Badezimmer
Fenster
Fußboden
Küchen


Ratgeber
Anbau
Badezimmer
Bauvertrag
Fenster
Fertighaus
Grundstückskauf
Hausbau
Hausbaufinanzierung
Solarenergie
Versicherungen beim Hausbau
Wintergarten

Foto: pixabay / Paul Brennan 

Unsere neuesten Blogbeiträge aus dem Bereich Hausbau:

Bebauungsplan verstehen

Bebauungsplan – Grundlagen und Arten einfach erklärt

Wer ein Grundstück kaufen, bebauen oder verändern möchte, kommt an einem Thema nicht vorbei: dem Bebauungsplan. Er regelt verbindlich, wie Grundstücke genutzt und bebaut werden dürfen. Viele Bauherren sehen den Bebauungsplan zunächst als kompliziertes Behördenpapier voller Abkürzungen und technischer Vorgaben. Tatsächlich bildet er jedoch die wichtigste Grundlage für jedes Hausbauvorhaben.

Wer den Bebauungsplan richtig lesen kann, vermeidet teure Fehlentscheidungen und erkennt frühzeitig, welche Möglichkeiten und Einschränkungen für ein Grundstück gelten. In diesem Ratgeber erfahren Sie, was ein Bebauungsplan ist, welche Arten es gibt, welche Festsetzungen enthalten sind und wie wichtige Begriffe wie GRZ, GFZ oder WA zu verstehen sind.

Was ist ein Bebauungsplan?

Der Bebauungsplan – häufig auch kurz „B-Plan“ genannt – ist ein verbindlicher Bauleitplan einer Gemeinde oder Stadt. Er legt fest, wie Grundstücke innerhalb eines bestimmten Gebietes genutzt und bebaut werden dürfen.

Der Bebauungsplan, als ein Teil der Bauleitplanung, ist ein städtebaulicher Plan im Maßstab 1:1000. Er wird von den Gemeinden auf Grundlage des Flächennutzungsplans für einzelne Teilbereiche entwickelt und stellt die Regeln der baulichen Nutzung eines Grundstückes innerhalb eines gekennzeichneten Gebietes, basierend auf der Baunutzungsverordnung, dar. Der Bebauungsplan ist rechtlich eine kommunale Satzung, die durch die Gemeinde beschlossen wird.

Rechtliche Grundlage für den Bebauungsplan ist das Baugesetzbuch (BauGB). Ergänzend dazu spielt die Baunutzungsverordnung (BauNVO) eine zentrale Rolle. Während das BauGB den rechtlichen Rahmen vorgibt, regelt die BauNVO die zulässige Art und das Maß der baulichen Nutzung.

Der Bebauungsplan dient unter anderem dazu:

  • eine geordnete städtebauliche Entwicklung sicherzustellen
  • Wohngebiete, Gewerbegebiete oder Mischgebiete festzulegen
  • Grünflächen und Verkehrsflächen zu sichern
  • Konflikte zwischen unterschiedlichen Nutzungen zu vermeiden
  • das Ortsbild zu schützen

Ein Bebauungsplan ist für Grundstückseigentümer und Bauherren verbindlich. Ein Bauantrag kann nur genehmigt werden, wenn das Vorhaben den Festsetzungen des Bebauungsplans entspricht.

Zusammenhang zwischen Flächennutzungsplan und Bebauungsplan

Viele Menschen verwechseln den Flächennutzungsplan mit dem Bebauungsplan. Beide gehören zwar zur kommunalen Bauleitplanung, haben aber unterschiedliche Funktionen.

Der Flächennutzungsplan

Der Flächennutzungsplan (FNP) ist die vorbereitende Bauleitplanung einer Gemeinde. Er zeigt grob, wie bestimmte Flächen künftig genutzt werden sollen, zum Beispiel als:

  • Wohnbauflächen
  • Gewerbeflächen
  • Grünflächen
  • Verkehrsflächen
  • Landwirtschaftsflächen

Der Flächennutzungsplan richtet sich primär an Behörden und hat keine direkte Rechtswirkung für Bürger.

Der Bebauungsplan

Der Bebauungsplan konkretisiert die Vorgaben des Flächennutzungsplans. Er enthält verbindliche Regelungen für einzelne Grundstücke oder Gebiete. Er beantwortet beispielsweise folgende Fragen:

  • Wie hoch darf gebaut werden?
  • Welche Dachform ist zulässig?
  • Wie groß darf die Grundfläche sein?
  • Welche Nutzung ist erlaubt?
  • Wo müssen Abstandsflächen eingehalten werden?

Arten von Bebauungsplänen

Nicht jeder Bebauungsplan ist gleich aufgebaut. Das Baugesetzbuch unterscheidet verschiedene Arten.

Einfacher Bebauungsplan

Ein einfacher Bebauungsplan enthält nur einzelne Festsetzungen und regelt nicht alle baurechtlichen Fragen vollständig. Fehlen bestimmte Angaben, richtet sich die Zulässigkeit eines Bauvorhabens ergänzend nach § 34 BauGB. Dort wird geprüft, ob sich das Gebäude in die bestehende Umgebung einfügt. Ein einfacher Bebauungsplan wird häufig genutzt, wenn nur bestimmte Aspekte geregelt werden sollen.

Qualifizierter Bebauungsplan

Der qualifizierte Bebauungsplan ist die häufigste Form in Deutschland. Er enthält mindestens folgende vier Festsetzungen:

  • Art der baulichen Nutzung
  • Maß der baulichen Nutzung
  • überbaubare Grundstücksflächen
  • örtliche Verkehrsflächen

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, beurteilt sich ein Bauvorhaben ausschließlich nach dem Bebauungsplan.

Vorhabenbezogener Bebauungsplan

Ein vorhabenbezogener Bebauungsplan wird speziell für ein konkretes Bauprojekt erstellt. Dabei verpflichtet sich ein Investor oder Bauherr, ein bestimmtes Vorhaben umzusetzen. Im Gegenzug schafft die Gemeinde die planungsrechtlichen Voraussetzungen. Diese Art des Bebauungsplans kommt häufig bei größeren Projekten zum Einsatz, etwa:

  • Einkaufszentren
  • Wohnquartiere
  • Gewerbeparks
  • Hotelanlagen

Welche Festlegungen enthält ein Bebauungsplan?

Ein Bebauungsplan kann zahlreiche Vorgaben enthalten. Diese bestimmen, was auf einem Grundstück erlaubt oder verboten ist.

Ausgewiesene Flächen

Flächenarten im Bebauungsplan

Im Bebauungsplan werden unterschiedliche Flächenarten ausgewiesen, zum Beispiel:

  • Wohnbauflächen
  • Gewerbeflächen
  • Mischgebiete
  • Verkehrsflächen
  • Wasserflächen
  • Grünflächen
  • Spielplätze
  • Parkflächen
  • Landwirtschaftsflächen

Dadurch wird die Nutzung innerhalb eines Gebietes klar strukturiert.

Art und Maß der baulichen Nutzung

Die Art der baulichen Nutzung legt fest, welche Nutzung in einem Gebiet zulässig ist. Grundlage dafür ist die Baunutzungsverordnung

(BauNVO). Die nachstehende Tabelle enthält Angaben über die mögliche Art der baulichen Nutzung in den verschiedenen Baugebieten.

Tabelle Art und Maß der baulichen Nutzung - GRZ - GFZ - BMZ - Hausbautipps24 Online Ratgeber -Grundstückskauf

WR – Reines Wohngebiet

Hier steht das Wohnen im Mittelpunkt. Gewerbliche Nutzungen sind nur sehr eingeschränkt erlaubt.

WA – Allgemeines Wohngebiet

Neben Wohngebäuden sind kleinere Läden, Arztpraxen oder Büros zulässig.

MI – Mischgebiet

Wohnen und Gewerbe dürfen gemeinsam genutzt werden.

MK – Kerngebiet

Kerngebiete befinden sich meist in Innenstädten und dienen vor allem Handel, Dienstleistungen und Gewerbe.

Maß der baulichen Nutzung

Das Maß der baulichen Nutzung regelt, wie intensiv ein Grundstück bebaut werden darf.

Wichtige Kennzahlen sind:

GRZ – Grundflächenzahl

Die GRZ gibt an, wie viel Prozent der Grundstücksfläche überbaut werden dürfen.

Beispiel:

  • Grundstücksgröße: 600 m²
  • GRZ: 0,4

Rechnung:  600 × 0,4 = 240 m²

Das Gebäude darf also maximal 240 m² Grundfläche haben.

Eingeschränkt wird diese theoretische Bebaubarkeit durch die Geschossflächenzahl.

GFZ – Geschossflächenzahl

Die GFZ bestimmt die gesamte zulässige Geschossfläche.

Beispiel:

  • Grundstück: 600 m²
  • GFZ: 0,8

Rechnung:  600 × 0,8 = 480 m²

Bei zwei Vollgeschossen wären also beispielsweise 240 m² pro Etage möglich.

BMZ – Baumassenzahl

Die BMZ gibt an, welches Bauvolumen zulässig ist. Sie spielt vor allem bei Gewerbeimmobilien eine Rolle.

Lage der baulichen Anlagen

Der Bebauungsplan bestimmt außerdem, wo ein Gebäude auf dem Grundstück stehen darf. Dabei werden häufig folgende Elemente festgelegt:

  • Baugrenzen
  • Baulinien
  • Abstandsflächen

Baugrenzen

Baugrenzen legen im Bebauungsplan fest, innerhalb welchen Bereichs ein Gebäude errichtet werden darf. Sie markieren also die „Baufläche“ auf dem Grundstück.

  • Das Gebäude darf die Baugrenze grundsätzlich nicht überschreiten
  • Innerhalb der Baugrenzen kann das Gebäude meist flexibel positioniert werden
  • Kleinere Bauteile wie Dachüberstände oder Balkone dürfen teilweise geringfügig über die Grenze hinausragen

Baugrenzen dienen vor allem dazu:

  • ein einheitliches Straßenbild zu schaffen
  • ausreichende Freiflächen sicherzustellen
  • Nachbargrundstücke zu schützen

Unterschied zwischen Baugrenze und Baulinie

  • Baugrenze: Das Gebäude darf die Linie nicht überschreiten, muss sie aber nicht berühren
  • Baulinie: Das Gebäude muss direkt auf dieser Linie errichtet werden

Baulinien

Eine Baulinie legt verbindlich fest, an welcher Linie ein Gebäude errichtet werden muss. Im Gegensatz zur Baugrenze darf die Bebauung diese Linie nicht unterschreiten oder überschreiten. Baulinien werden häufig genutzt, um ein einheitliches Straßenbild zu schaffen.

Abstandsflächen

Abstandsflächen sind die vorgeschriebenen Mindestabstände eines Gebäudes zur Grundstücksgrenze oder zu anderen Gebäuden. Sie sorgen für:

  • ausreichend Tageslicht
  • Belüftung
  • Brandschutz
  • Privatsphäre zwischen Nachbarn

Die genauen Vorgaben ergeben sich aus den jeweiligen Landesbauordnungen.

Typische Regeln für Abstandsflächen. In vielen Bundesländern gilt vereinfacht:

  • Die Abstandsfläche richtet sich nach der Gebäudehöhe
  • Häufig beträgt sie mindestens etwa 3 Meter

Beispiel:
Ist ein Gebäude 6 Meter hoch, kann die erforderliche Abstandsfläche beispielsweise ebenfalls mehrere Meter betragen.

Wichtig:

Auch wenn ein Bebauungsplan eine bestimmte Bebauung erlaubt, müssen zusätzlich immer die gesetzlichen Abstandsflächen eingehalten werden.

Bauweise im Bebauungsplan

Die Bauweise regelt, wie Gebäude auf einem Grundstück angeordnet werden dürfen.

Typische Bauweisen sind:

Abkürzung

Bedeutung

o

offene Bauweise

g

geschlossene Bauweise

Offene Bauweise

Gebäude stehen mit seitlichem Abstand zueinander. Typisch sind Einfamilienhäuser oder Doppelhäuser.

Geschlossene Bauweise

Gebäude werden direkt aneinander gebaut, wie beispielsweise Reihenhäuser oder Innenstadtbebauung.

Anforderungen an das Gebäude

Viele Bebauungspläne enthalten detaillierte Vorgaben zur Gestaltung von Gebäuden. Dazu gehören unter anderem:

  • maximale Gebäudehöhe
  • Anzahl der Vollgeschosse
  • Dachform
  • Dachneigung
  • Fassadenfarben
  • Materialien
  • Gestaltung von Garagen und Stellplätzen

Ziel ist meist ein einheitliches Ortsbild.

Beispiele:

  • nur Satteldächer erlaubt
  • rote Dachziegel vorgeschrieben
  • maximale Firsthöhe von 9 Metern
  • zwei Vollgeschosse zulässig

Die Baunutzungsverordnung (BauNVO) einfach erklärt

Die Baunutzungsverordnung ergänzt das Baugesetzbuch und definiert die zulässigen Nutzungsarten. Sie enthält unter anderem Regelungen zu:

  • Gebietstypen
  • Nutzungsarten
  • Bauweise
  • Maß der baulichen Nutzung
  • Ausnahmen und Befreiungen

Die BauNVO sorgt dafür, dass Bebauungspläne bundesweit nach einheitlichen Kriterien erstellt werden.

Beispiel: Bebauungsplan richtig lesen

Ein Grundstück besitzt folgende Festsetzungen:

  • WA
  • GRZ 0,4
  • GFZ 0,8
  • II
  • offene Bauweise

Bedeutung der Angaben

WA

Das Grundstück liegt in einem allgemeinen Wohngebiet.

GRZ 0,4

40 % der Grundstücksfläche dürfen überbaut werden.

GFZ 0,8

Die gesamte Geschossfläche darf maximal 80 % der Grundstücksfläche betragen.

II

Es sind maximal zwei Vollgeschosse zulässig.

Offene Bauweise

Das Gebäude muss mit seitlichem Abstand zu Nachbargebäuden errichtet werden.

Mit diesen Angaben lässt sich bereits gut einschätzen, welche Bebauung möglich ist.

Warum ist der Bebauungsplan so wichtig?

Vor dem Kauf eines Grundstücks sollte der Bebauungsplan immer sorgfältig geprüft werden.

Denn er entscheidet darüber:

  • ob ein Grundstück überhaupt bebaubar ist
  • welche Gebäude zulässig sind
  • wie groß gebaut werden darf
  • welche Einschränkungen bestehen
  • welche Nutzung möglich ist

Wer den Bebauungsplan ignoriert, riskiert:

Wo kann man den Bebauungsplan einsehen?

Bebauungspläne können meist kostenlos eingesehen werden:

  • im Bauamt der Gemeinde
  • auf den Internetseiten der Städte
  • über kommunale Geoportale

Beim Studium des Plans helfen häufig:

 

Fazit: Bebauungsplan verstehen spart Zeit und Kosten

Der Bebauungsplan ist eines der wichtigsten Dokumente für Bauherren, Grundstückskäufer und Investoren. Er regelt verbindlich, wie Grundstücke genutzt und bebaut werden dürfen. Wer die wichtigsten Inhalte wie GRZ, GFZ, Bauweise oder Gebietstypen versteht, kann Bauvorhaben besser planen und Risiken vermeiden. Besonders wichtig ist dabei die Kombination aus Bebauungsplan, Baugesetzbuch und Baunutzungsverordnung. Vor jedem Grundstückskauf oder Bauprojekt empfiehlt sich daher eine gründliche Prüfung des Bebauungsplans – idealerweise gemeinsam mit einem Architekten oder Fachanwalt für Baurecht.

FAQ – Häufige Fragen zum Bebauungsplan

Was ist ein Bebauungsplan einfach erklärt?

Ein Bebauungsplan ist ein verbindlicher Plan der Gemeinde, der festlegt, wie Grundstücke genutzt und bebaut werden dürfen.

Wer erstellt einen Bebauungsplan?

Der Bebauungsplan wird von der jeweiligen Gemeinde oder Stadt erstellt und beschlossen.

Ist ein Bebauungsplan rechtsverbindlich?

Ja, der Bebauungsplan ist verbindliches Ortsrecht und muss bei Bauvorhaben eingehalten werden.

Was bedeutet GRZ im Bebauungsplan?

Die Grundflächenzahl gibt an, wie viel Fläche eines Grundstücks bebaut werden darf.

Was bedeutet GFZ?

Die Geschossflächenzahl bestimmt die maximal zulässige Geschossfläche eines Gebäudes.

Was ist der Unterschied zwischen Flächennutzungsplan und Bebauungsplan?

Der Flächennutzungsplan zeigt die allgemeine Entwicklungsplanung einer Gemeinde, während der Bebauungsplan konkrete Vorgaben für Grundstücke enthält.

Was bedeutet WA im Bebauungsplan?

WA steht für „Allgemeines Wohngebiet“.

Was bedeutet MI im Bebauungsplan?

MI bedeutet Mischgebiet – dort sind Wohnen und Gewerbe gemeinsam zulässig.

Kann von einem Bebauungsplan abgewichen werden?

In bestimmten Fällen sind Ausnahmen oder Befreiungen möglich. Dafür ist jedoch eine behördliche Genehmigung erforderlich.

Wo finde ich den Bebauungsplan für mein Grundstück?

Der Bebauungsplan kann meist beim zuständigen Bauamt oder online über die Gemeinde eingesehen werden.

Was passiert ohne Bebauungsplan?

Fehlt ein Bebauungsplan, richtet sich die Zulässigkeit häufig nach § 34 BauGB und der umliegenden Bebauung.

Was bedeutet offene Bauweise?

Bei offener Bauweise müssen alle Gebäude mit Abstand zu Nachbargebäuden errichtet werden.

Einen Bebauungsplan als Muster können Sie hier einsehen!

Quelle: Tipps24-Netzwerk - HR / Foto: Pexels / CCO Public Domain / Ron Lach

 


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Flächennutzungsplan

Was ist ein Flächennutzungsplan?

Der Flächennutzungsplan ist ein Instrument der öffentlichen Bauleitplanung. Er gibt Auskunft über die derzeitige und die geplante Nutzung sämtlicher Grundstücke im Gemeindegebiet - also auch darüber, in welchen Teilbereichen der Gemeinde überhaupt gebaut werden darf und wo nicht. Der Flächennutzungsplan erläutert auch Vorstellungen über zukünftige Entwicklungen, wie das sogenannte Bauerwartungsland. Das sind Flächen, auf denen in absehbarer Zeit neue Grundstücke bebaubar gemacht werden sollen. Damit gibt der Flächennutzungsplan Bewohnern und Investoren Anhaltspunkte für soziale und finanzielle Planungen.

 

Im Flächennutzungsplan wird für das gesamte Gemeindegebiet die sich aus der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung ergebende Art der Bodennutzung in den Grundzügen dargestellt. Hier wird festgelegt, welche Grundstücke für welchen Verwendungszweck zukünftig zur Verfügung stehen werden. Der Flächennutzungsplan ist damit ein Vorbereitungsplan für den Bebauungsplan, der für Teile des Gemeindegebietes aufgestellt wird und verbindliche Regelungen zur Nutzung der Grundstücke für die Bürger und die Baugenehmigungsbehörden enthält.

Für den Bauherrn gehört ein Blick in den Flächennutzungsplan zur Pflicht. Nur so kann er feststellen, auf welchen Flächen innerhalb der Gemeinde er überhaupt bauen darf. Möglicherweise ist sein Traumgrundstück nämlich von der Gemeinde gar nicht als Baufläche ausgewiesen - und damit kann das Grundstück nicht bebaut werden.

Genauso wichtig ist es, dass man im Flächennutzungsplan erkennen kann, in welchem Bereich das Grundstück liegt und wie sich die Umgebung zukünftig entwickeln soll. Hier muß vermerkt sein, ob Straßenbaumaßnahmen geplant sind, die sein Grundstück bzw. den Wert desselben zukünftig beeinflussen werden. Auch die Planung von Gewerbe- und Industrieansiedlungen in der Nähe des Grundstückes ist aus dem Flächennutzungsplan ersichtlich. Den Plan kann man bei der Gemeinde einsehen.

Was ist eigentlich Bauerwartungsland?

Bauerwartungsland ist ein nur im Flächennutzungsplan als Wohngebiet ausgewiesenes Gelände, dessen Nutzung durch einen Bebauungsplan bisher noch nicht verbindlich festgelegt ist und das somit noch nicht bebaut werden kann.

Wenn Sie kurzfristig bauen wollen, dann ist ein Bauerwartungsland-Grundstück sicher nicht das richtige Grundstück für Sie.

Von einem schnellen Erwerb von Bauerwartungsland ist daher abzuraten. Bedenken Sie, das ein Bebauungsplan von der Aufstellung bis zur Rechtskraft doch eine ziemlich lange Zeit benötigen kann.

Die Einsichtnahme in den Flächennutzungsplan der Gemeinde, in der Sie Ihr Haus errichten wollen, sollte zu Ihren ersten Schritten auf dem Weg zum Erwerb des Grundstücks gehören.

Benutzen Sie dazu die Checkliste „Flächennutzungsplan".


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Bebauungsmöglichkeiten

Welche Bebauungsmöglichkeiten haben Sie?

Nachdem Sie die Standortentscheidung getroffen haben, müssen Sie in Erfahrung bringen, wie und was Sie überhaupt auf diesem Grundstück bauen können oder dürfen. Die Bebauungsmöglichkeiten eines Grundstückes ergeben sich aus den baurechtlichen Vorschriften des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes. Aber auch die grundsätzlichen Vorschriften der Bauordnungen nehmen Einfluß auf die Bebauungsmöglichkeiten. Letztendlich ist die geografische Lage des Grundstückes, z.B. bei Nutzung von Solaranlagen, ein weiterer wesentlicher Faktor zur Realisierung der Bebauungsmöglichkeiten.

 

Auch die Katasterunterlagen können Ihre Entscheidungen und Wünsche bezüglich der Bebauungsmöglichkeiten des Grundstückes beeinflussen. Nicht zuletzt müssen Sie darauf achten, ob und welche Baulasten auf dem Grundstück ruhen und welche nachbarrechtlichen Vereinbarungen zu treffen oder einzuhalten sind, um die Bebauungsmöglichkeiten des Grundstückes voll ausnutzen zu können. Vielfach wird gerade auf diese Dinge nicht geachtet und damit so mancher Rechtsstreit ausgelöst.
 

Die Prüfung der Bebauungsmöglichkeiten für Ihr Grundstück wird zweckmäßigerweise hinsichtlich nachfolgender Punkte durchgeführt:
  1. Baurechtliche Bebauungsmöglichkeiten nach Bauordnung, Flächennutzungsplan und Bebauungsplan einschließlich Ortssatzung.
  2. Nachbarrechtliche Bebauungsmöglichkeiten nach Landesbauordnung, Nachbarschaftsrecht und Baulasten.
  3. Bautechnische Bebauungsmöglichkeiten durch Katasteramt, Architekt und Lage des Grundstücks
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Standortsuche mit System

 Vorbedingung für die richtige Standortwahl Ihres Grundstückes ist die Standortsuche nach den vier Hauptkriterien, nämlich der Infrastruktur, den Lifestyle –Erfordernissen, der Umgebung und den Umwelteinflüsse. Diese vier Kriterien sind bei der Standortsuche für Ihr zukünftiges Leben in Ihrem Eigenheim von entscheidender Bedeutung.


 

Beantworten Sie sich selbst hier die Frage: Wie finde ich das optimale Grundstück?
Die Standortsuche ist deshalb so wichtig, weil die Standortwahl die erste gravierende und nicht mehr zu korrigierende Entscheidung ist, die Sie treffen müssen. Die Standortwahl ist endgültig, sie können später Ihr Haus komplett verändern oder umbauen, das Grundstück bleibt, wo es ist. Die vielen Möglichkeiten, die sich bei der Standortsuche für Ihr Grundstück ergeben, sollten daher wohl abgewogen werden.
 

Sie sollten sich bei der Standortsuche über folgende Fragen klar werden:

Infrastruktur

Im Bereich der Infrastruktur geht es bei der Standortsuche darum, festzustellen, welche Voraussetzungen für Sie notwendig sind, um das Grundstück für Ihren Hausbau auszuwählen. Ein wesentlicher Punkt ist dabei sicherlich die Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes

Verkehr

Wie weit ist die Entfernung zum Arbeitsplatz?
Wie kann der Arbeitsplatz erreicht werden?

Wie teuer werden die Fahrtkosten zur Arbeitsstelle?
Gibt es einen nahe gelegenen Autobahnanschluß?
Ist ein Bahnhof mit IC / ICE-Anschluß vorhanden?
Ist der neue Wohnort an den öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen?
Sind die Verbindungen regelmäßig und häufig genug?
Ist ein Flughafen mit Bahn oder PKW gut erreichbar?

Gesundheit

Gibt es einen praktischen Arzt?
Gibt es Fachärzte am Ort?
Befindet sich eine Apotheke im Ort?
Wenn nicht, wie weit sind diese Einrichtungen entfernt?
Wo befindet sich das nächste Krankenhaus? 

Kinderbetreuungsmöglichkeiten

Gibt es Spielplätze in der Nähe des Grundstückes?
Gibt es ausreichende Grünflächen?
Gibt es einen Kindergarten vor Ort?
Gibt es sonstige Kinderbetreuungsmöglichkeiten in Wohnnähe?

Familie / Freunde

Wie weit ist die Entfernung zu Eltern oder Großeltern?
Wie weit lebt der bisherige Bekannten und Freundeskreis entfernt?
Kann man diesen Kreis noch aufrechterhalten?
Ist evtl. eine Betreuungsstätte oder ein Altenheim vorhanden?

Ist eine barrierefreie Zufahrt möglich?

Lifestyle

Im Bereich Lifestyle haben wir die Dinge zusammengefasst, die das Leben lebenswert machen, die also einen wesentlichen Einfluß auf Standortsuche und Standortwahl haben.

Bildung

Welche Schulen gibt es am Ort?
Wo befinden sich weiterführende Schulen?
Welches sonstige Bildungsangebot ist vorhanden?

Sport / Freizeit

Ein eigenes Haus mit Garten wird Ihnen zwar nicht mehr ganz soviel Freizeit lassen, sportlich Interessierte verstehen dies jedoch unter Lifestyle und werden diesen Punkt bei ihrer Standortsuche vordringlich mit bewerten.
Welche Sportvereine gibt es?
Gibt es ein Schwimmbad / Hallenbad?
Ist ein Fitness-Center am Ort?
Welche sonstigen sportlichen Aktivitäten können ausgeführt werden?
Welche Freizeiteinrichtungen gibt es?
 

Shopping

Gibt es ausreichende Geschäfte für den täglichen Bedarf?
Gibt es eine Bank / Sparkasse?
Gibt es ein Postamt oder eine Poststelle?
Sind kommunale Einrichtungen vorhanden?
Wie schnell sind diese Einrichtungen erreichbar (falls nicht am Ort)?

Kultureinrichtungen

Gibt es eine/meine Kirche?
Ist ein Theater am Ort?
Gibt es ein Kino?
Gibt es Tanzlokale?
Sind Schützen-, oder ähnliche Vereine am Ort?
Wie weit ist die nächste Bücherei entfernt?

Sonstiges

Welche sonstigen Einrichtungen sollten für Sie unbedingt vorhanden sein?

Umgebung

Bei der Standortsuche ist auch die Umgebung zu untersuchen. Das direkte Wohnumfeld, die Sicherheit des Standortes, gegebenenfalls der Erholungswert und die vorhandenen Erschließungen können die Standortwahl beeinflussen.

Direktes Wohnumfeld

Handelt es sich um eine gute Wohngegend?
Gibt es Industrie oder große Gewerbegebiete in unmit-telbarer Nähe?
Wie stellt sich die umgebende Bebauung dar?
Befinden sich ausreichend Grünflächen in der Nähe, z.B. Parkanlagen?
Ist das Erscheinungsbild der Wohngegend positiv (gepflegte Außenanlagen, keine Graffiti-Malereien an den Wänden usw.)?
Wie wird die Aussicht/Sicht von Wohnzimmer/ Balkon/Terrasse des Neubaus sein?
Wie ist der ruhenden Verkehr (Stellplätze, Parkplätze) untergebracht?
Welche Spielmöglichkeiten gibt es in der Wohnumgebung?

Standortsicherheit

Besteht Schutz hinsichtlich Naturkatastrophen? (Lawinengefahr, Hochwasser, Sturm, Waldbrände usw.)
Wie hoch ist die Kriminalitätsrate?

Erholungswert

Gibt es Wälder oder Seen o.ä. In der näheren Wohnumgebung ?
Ist die Wohngegend verkehrsberuhigt?
Sind Naherholungsgebiete zu Fuß oder per Fahrrad erreichbar?

Erschließung

Welche Erschließungen sind bereits vorhanden?
Wasser?
Gas?
Elektro?
Telefon?
Kabelfernsehen?
Sind Straßen und Wege fertiggestellt?

Umwelteinflüsse

Auch vorhandene oder besser nicht vorhandene Umwelteinflüsse nehmen Einfluß auf die Standortwahl. Wenn Ihnen bei der Standortsuche die nächsten beiden Punkte Probleme bereiten, suchen Sie weiter, bis Sie unproblematischere Grundstücke finden.

Lärm

Wie ist die Lärmbelästigung durch
Straßenverkehr ?
Gewerbebetriebe ?
Bahngleise ?
Sportveranstaltungen ?
 

Luftverschmutzung

Wird die Luftqualität beeinträchtigt durch
Sonstige Emissionen ?
Staub, Geruch ?

Besonnung

Kann das Haus in Südrichtung erstellt werden?
Ist die Besonnung des Grundstückes durch Nachbarbebauung beeinflusst?
Ist die Besonnung durch benachbarte Bäume oder Sträucher beeinflusst?

 

Damit Sie auch nichts vergessen, nehmen Sie unsere Checkliste „Standortsuche" zur Hand und gehen Sie Punkt für Punkt der Liste durch, damit Sie keine wesentlichen Faktoren übersehen.

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Online Ratgeber Grundstückskauf

In der nachstehenden Grafik haben wir für Sie die wichtigsten Faktoren auf dem Weg zum Grundstückskauf dargestellt. Sie können anhand unserer Erläuterungen Schritt für Schritt verfolgen, wie Sie von der Idee Grundstückskauf zum Ziel, dem Grundstückskaufvertrag geführt werden. Erleben Sie, wie aus einem Grundstück ein Baugrundstück wird! Nutzen Sie unseren Ratgeber Grundstückskauf und die umfangreichen Checklisten, vom Bebauungsplan, den Katasterunterlagen, den Anschlusskosten, den Grundbuchvoraussetzungen bis hin zum Musterkaufvertrag, die wir für Sie vorbereitet haben.  
 

Hauptbereiche im Ratgeber Grundstückskauf

sind die richtige Standortwahl, die Bebauungsmöglichkeiten, die Frage, wo Sie Grundstücksangebote bekommen, wie Sie ein geeignetes Baugrundstück in den Online Immobilien Marktplätzen finden und was beim Abschluss des Grundstückskaufvertrages beachtet werden muß. Im Online Ratgeber Grundstückskauf erfahren Sie auch, welche Standortfaktoren den Grundstückskauf beeinflussen können und ob das von Ihnen gewählte Baugrundstück überhaupt die gewünschte Bebauung zulässt und damit der Grundstückskauf ins Auge gefasst werden kann. Nicht jedes Grundstück kann zum Bauplatz werden.

Darauf müssen Bauherren beim Grundstückskauf achten

Vor dem Kauf sollten Bauherren ihren vemeintlich pefekten Bauplatz genau unter die Lupe nehmen und Informationen darübr einholen. Häufig stellen sie dabei fest, dass sie ihr Haus dort nicht wie gewünscht verwirklichen können.

In den meisten Gemeinden müssen sich Bauherren bei der Gestaltung ihres Eigenheims an Vorgaben halten. Diese Vorgaben stehen im Bebauungsplan und betreffen unter anderem die Dachform, die Anzahl der Stockwerke sowie Form und Größe des Hauses. Darüber hinaus sollten Bauherren prüfen, ob das Grundstück bereits erschlossen ist. Nichts ist ärgerlicher, als nach dem Grundstückskauf festzustellen, dass das Grundstück noch nicht an die Energie- und Wasserversorgung sowie an die Kanalisation angeschlossen ist. Die Erschließungskosten betragen oft mehrere Tausend Euro. Die Beschaffenheit des Bauplatzes spielt ebenfalls eine Rolle für den Hausbau. Hanglagen können beispielsweise oft nicht so bebaut werden wie ebene Grundstücke. Eine vorherige Baugrunduntersuchung ermittelt, ob das Haus wie gewünscht errichtet werden kann.

Wer ein Grundstück kaufen möchte, sollte auch darauf achten, dass es frei von Altlasten ist. Altlasten entstehen beispielsweise durch die Lagerung umweltgefährdender Stoffe, die in den Boden des Grundstücks einsickern. Diese Informationen bekommen Bauherren beim Bauamt oder beim zuständigen Altlastenkataster.

grafik grundtsueckratgeber

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