Ein Schließblech ist Teil eines Fensterbeschlags. Ein Fenster besitzt mehrere Schließbleche, über die die Verriegelung erfolgt. Fenster haben rund herum am Rahmen Schließbleche, die beim Schließen die Verriegelungszapfen der Fensterverriegelung aufnehmen. In das Schließblech greift die Getriebeverriegelung ein. Das einfache Fenster-Schließblech ist mit einem rollenförmigen Verriegelungszapfen ausgestattet. Fenster, deren Fensterbeschlag nur solche einfachen Riegel aufweist, können daher nicht durch abschließbare Fenstergriffe gegen Aufhebeln geschützt werden.
Sicherheitsschließblech
Für den Schutz gegen Aufhebelung werden Fenster mit einer Sicherheitsverriegelung hergestellt. Die pilzförmigen Riegelzapfen von Sicherheitsverriegelungen benötigen zu ihrer Wirksamkeit gegen Gewaltangriffe spezielle Sicherheitsschließbleche. Nur damit ist das Hintergreifen der Pilzkopfriegel möglich, wodurch das Aushebeln aus dem Schließblech verhindert wird. Häufig findet man leider nur einfache Schließbleche am Fensterrahmen, wo eigentlich ein Sicherheitsschließblech für den vorhandenen Pilzkopfriegel hingehört.
Der Sicherheitswert eines Fensterverschlusses ist neben dem Schloss selbst maßgeblich vom Schließblech und dessen Befestigung abhängig. Ein Sicherheitsschließblech sollte massiv sein und eine Materialstärke von mindestens 3 mm besitzen. Für eine fachgerechte Montage müssen ausreichend Bohrungen vorhanden sein.
Weitere Informationen über Schließbleche finden Sie auch bei unseren aktuellen Informationen in den nachfolgenden Beiträgen:
Einbrecher dringen meist durch die Eingangs- oder Hintertüren in die Wohnung ein
und
Hohes Sicherheitsniveau für die Außentüren durch die Sicherheits-Tür-Verriegelung D2
oder im Internet
Bilder zu Schließblechen
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Öffnungsbegrenzer sind Beschlagteile von Fenstern und Fenstertüren, die die Begrenzung des Öffnungswinkels eines Fensterflügels bis zu einer vorgesehenen Position sicherstellen. Beabsichtigt ist damit u.a. die schonende Behandlung von Fenstern, Fensterbeschlägen und Wänden.
Grundsätzlich kann zwischen einfachen Öffnungsbegrenzern zur Feststellung eines Fensterflügels z.B. für Lüftungszwecke und solchen mit Anforderungen an die Sicherheit von Kindern unterschieden werden. Bei Öffnungsbegrenzern, die der Sicherheit von Kindern dienen, darf die maximale Öffnung des Fensters 89 mm nicht überschreiten. Mit einer sogenannten Öffnungsweiten-Feststellung kann das Fenster in jeder beliebigen Öffnungsweite individuell über den Griff festgestellt werden.
Arten der Öffnungsbegrenzer
Man unterscheidet zwischen nicht regulierbaren Öffnungsbegrenzern, regulierbaren Öffnungsbegrenzern und energieverzehrenden Öffnungsbegrenzern.
Die nicht regulierbaren Fenster-Öffnungsbegrenzer haben an der Kolbenstange und am Zylinder jeweils ein Auge. Damit lassen sich die meisten Fenster in Öffnungsrichtung abdämpfen. Sie werden meist ohne mechanische Feststellung geliefert.
Die regulierbaren Fenster-Öffnungsbegrenzer haben ebenfalls an der Kolbenstange und am Zylinder jeweils ein Auge. Damit kann die Öffnungsbegrenzung individuell eingestellt werden.
Energieverzehrende Öffnungsbegrenzer haben eine Öffnungsbegrenzung bei ca. 90°. Eine Dämpfung über die ganze Drehöffnung vermindert eine
selbstständige Bewegung des Flügels z.B. bei Durchzug. Der energieverzehrende Endanschlag wirkt beim Aufschlagen des Flügels, z. B. wenn Windböen, das Fenster zuschlagen wollen. Energieverzehrende Öffnungsbegrenzer sind bei allen Flügelgrößen der Dreh-, Drehkipp-, Stulp-, Schräg-Fenster möglich. Meist sind sie auch in Sicherheitsfenstern der Sicherheitsklassen WK1, WK2 und WK3 bis zu einem Flügelgewicht von 160 kg einsetzbar.
Normen für Öffnungsbegrenzer
Normative Vorschriften sind in der DIN EN 13126-5 Baubeschläge - Beschläge für Fenster und Fenstertüren - Anforderungen und Prüfverfahren: Vorrichtungen zur Begrenzung des Öffnungswinkels von Fenstern festgelegt.
Für die Sicherheit von Kindern gilt zusätzlich die DIN EN 16281 Kinderschutzprodukte - Vom Verbraucher anzubringende Kinder sichernde Verschlussvorrichtungen für Fenster und Balkontüren - Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren.
Weitere Informationen über Öffnungsbegrenzer finden Sie auch im Internet unter
Zubehör für Scharniere, Bänder, Klappbeschläge – Öffnungsbegrenzer
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Entsprechend der Öffnungsweise eines Fensters lassen sich verschiedene Beschlagsarten unterscheiden, durch die die Funktion der Öffnungsweise erst ermöglicht wird. Im modernen Fensterbau werden in zunehmendem Maße Komplettbeschläge verwendet. Dies bedeutet, dass alle zusätzlichen Bedienelemente, wie z.B. Getriebe, Verschlußzapfen, Ecklager und Scheren auf den jeweiligen Fensterbeschlag abgestimmt sein müssen, um die Funktion des Fensters umfänglich ausführen zu können.
Aufgrund dieser Tatsache gibt es keine Standard-Beschläge im eigentlichen Sinne, denn jeder Hersteller verwendet sein eigenes System, um auch die unterschiedlichen Ansprüche der Fensterbenutzer bezüglich Bedienungskomfort und Tragfähigkeit berücksichtigen zu können.
Einige Beispiele für die Funktion wichtiger Beschlagsarten:
Dreh- und Drehkippbeschläge zeichnen sich dadurch aus, dass Fenster einhändig gekippt werden können.
Schiebebeschläge dienen dazu, Fenster vertikal oder auch horizontal in eine offene Position zu verschieben.
Beschläge für Schwing- und Wendeflügelfenster setzen sich aus den speziellen Schwing- und Drehlagern, und aus dem zugeordneten Zentralverschluss zusammen.
Kipp- oder Klappflügelfenster müssen Beschläge aufweisen, die eine ungefährliche Bedingung und Reinigung gewährleisten.
Aufliegende Beschläge sind Beschläge, bei denen die Funktionselemente wie beispielsweise Treibstangen, Stangenverschlüsse, Bänder oder Verschlüsse, auch bei einem geschlossenen Flügel sichtbar sind.
Nachstehend werden folgende Beschlagsarten ausführlich erläutert:
- Automatische Beschläge
- Beschläge für nach außen öffnende Fenster
- Drehbeschläge
- Drehkippbeschläge
- Einbruchhemmende Beschläge
- Elektronische Beschläge
- Fensterladenbeschläge
- Kippflügelbeschläge und Klappflügelbeschläge
- Schiebebeschläge
- Schwingflügelbeschläge
- Wendeflügelbeschläge
Weitere Informationen über Beschlagsarten finden Sie auch bei unseren aktuellen Informationen in den nachfolgenden Beiträgen:
Fensterbeschläge für Fensterwände
und
einbruchhemmende Fensterbeschläge
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Automatische Fensterbeschläge verfügen über eine motorisch gesteuerte Schere, durch die sich das Fenster automatisch öffnen, schließen und verriegeln lassen kann. Bei einem automatischem Beschlag tritt eine Steuereinheit, die einen Motor bedient, an die Stelle der Oberschiene. Die Steuereinheit sorgt durch die direkte Ansteuerung des Beschlages für das automatische Öffnen und Schließen eines Fensters in Kippstellung und sorgt gleichzeitig für die Ver- und Entriegelung des Fensters. Neben Steuereinheit und Antrieb benötigt der automatische Fensterbeschlag nur wenige ergänzende Beschlagteile.
Mit einem automatischen Fensterbeschlag kann das Fenster in die Gebäudeautomatisierung eingebunden werden. Damit kann Energie eingespart werden und es besteht weiterhin die Möglichkeit, über Temperaturfühler, Regensensoren, Windsensoren und Raumluftfeuchtemesser das Raumklima positiv zu beeinflussen.
Der Nutzer kann selbst bestimmen, ob ein mit einem automatischen Fensterbeschlag ausgestattetes Fenster mit Fernbedienung, Schalter oder über die Gebäudeautomatisierung bedient werden soll.
Montage und Handling von automatischen Fensterbeschlägen
Die Montage ist einfach und kann auch, sofern ausreichend dimensioniert, in der Profilkammer von Kunststofffenstern vorgenommen werden. Die Abmessungen automatischer Fensterbeschläge sind kompakt, der Aufbau ist flach.
Das Handling eines automatischen Beschlages ist relativ einfach und auch der Öffnungszustand lässt sich optisch einfach überprüfen, denn ein roter Punkt am Fenstergriff signalisiert, ob das Fenster offen oder verriegelt ist.
Wenn der Bauherr erhöhte Anforderungen an die Sicherheit für seine Fenster stellt, kann der automatische Fensterbeschlag in alle gängigen Gebäudemanagement und Sicherheitssysteme mühelos integrieren werden, da er kompatibel zum Standard-Gebäudebus EIB ist. Die so herstellbare elektronische Fenster- und Verschlussüberwachung sorgt für eine erhöhte Sicherheit des Objekts und erfüllt die Sicherheitsanforderungen WK2 und WK3 nach der DIN V ENV 1627 Fenster, Türen, Abschlüsse – Einbruchhemmung - Anforderungen und Klassifizierung.
Weitere Informationen über automatische Fensterbeschläge finden Sie auch bei unseren aktuellen Informationen in den nachfolgenden Beiträgen:
Fensterbeschläge für Fensterwände
und
einbruchhemmende Fensterbeschläge
oder im Internet im freien Wörterbuch Wiktionary
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Nach außen öffnende Fenster sind in anderen Ländern als Deutschland wesentlich weiter verbreitet. In den USA, Großbritannien, Skandinavien und Asien gehören diese Fenster zum Standard. Bei uns finden sich nach außen öffnende Fenster hauptsächlich bei Friesenhäusern und als Oberlicht- oder Dachfenster, sowie bei größeren Objektbauten mit Glasfassaden. Inzwischen hat sich auch der Begriff Outward Opening bei uns durchgesetzt.
Die Fensterflügel lassen sich nicht wie üblich, nach innen, sondern nach außen öffnen. Durch diese Öffnungsmöglichkeit ist ein effektiveres Lüften möglich. Ein weiterer Vorteil von nach außen öffnenden Fenstern liegt darin, dass der Verkehrsraum vor dem Fenster durch offen stehende Fensterflügel nicht beeinträchtigt wird, und dass die Fenster immer zu öffnen sind, auch wenn sich auf der Fensterbank Gegenstände befinden.
Bei den nach außen öffnenden Fenstern unterscheidet man zwei Beschlagsarten, nämlich die nach außen klappbaren Beschläge (Top-Hung) und die nach außen drehbaren Beschläge (Side-Hung). Das Handling ist bei beiden Beschlagsarten recht einfach, denn der Nutzer kann das Fenster jeweils mit einer Hand bedienen.
Die Vorteile der nach außen öffnenden Beschläge liegen außer dem in
ihrer effektiven, Platz sparenden Raumnutzung,
ihrer Wind- und Regendichtigkeit,
der problemlosen Möglichkeit zum schnellen Lüften.
Die Beschläge für nach außen zu öffnende Fenster (Outward Opening) können mit zusätzlichen Sicherheitsfunktionen ausgestattet werden.
Beispiele sind:
Dreiteilige Getriebe mit bis zu sechs Verriegelungspunkten oder ein einteiliges Getriebe mit bis zu drei Verriegelungspunkten, sozusagen die Basissicherheits-Variante.
Ein höheres Niveau hinsichtlich des Einbruchschutzes wird durch einen Mittelverschluss mit gegenläufigen Zapfen erreicht. Das Wirkungsprinzip: Bei einer Manipulation an einem Zapfen greift der andere noch fester in das Schließstück ein.
Für mehr Komfort sorgen im Getriebe eingebaute Griffrastungen, die den Bedienhebel stets in der gewünschten Position halten und damit ein unkontrolliertes Zurückfallen in die Ausgangsstellung verhindern. Dadurch wird das weit verbreitete lästige Flattern von Fensterflügeln bei Windstößen unterbunden und die Suche nach der günstigsten Spaltlüftungsposition im Schließstück beendet.
Weitere Informationen über nach außen öffnende (outward opening) Fensterbeschläge finden Sie auch in den nachfolgenden Beiträgen:
Bilder zu outward opening windows
und
Video zu outward opening windows
und
Expertenmeinungen für nach außen zu öffnende Fenster
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Der industriell gefertigte Drehkippbeschlag wurde 1935 durch Wilhelm Frank erfunden. Sie ermöglichen nicht nur das Drehen, sondern auch das Kippen und Schließen eines Fensters mit nur einer Hand und bieten damit ein Höchstmaß an Komfort und Sicherheit. Drehkippbeschläge sind eine Weiterentwicklung der bis dahin üblichen Drehbeschläge.
Normen
Die technischen Anforderungen an Dreh- und Drehkippbeschläge sind in den Normen der DIN EN 13126-8 Baubeschläge - Beschläge für Fenster und Fenstertüren - Anforderungen und Prüfverfahren – Teil 8: Drehkipp-, Kippdreh- und Dreh-Beschläge festgelegt. Darin heißt es u.a.
Drehbeschläge werden dazu verwendet, um Fenster oder Fenstertüren durch Betätigung des Griffes in die Drehstellung (Drehlage) zu bringen.
Drehkippbeschläge werden dazu verwendet, Fenster oder Fenstertüren durch Betätigung des Griffes zuerst in die Kippstellung (Scherenendlage) und anschließend in die Drehstellung (Drehlage) zu bringen.
Drehbeschläge
Drehbeschläge sind die einfachste Form der Fensterbeschläge. Sie werden dazu verwendet, um Fenster oder Fenstertüren durch Betätigung des Griffes in die Drehstellung (Drehlage) zu bringen. Ihr Einsatz erfolgt heute nur noch bei einfachen Drehfenstern (Kellerfenster, Dachfenster). Im Wohnbereich kommen Drehfenster beim Hausbau heute fast überhaupt nicht mehr zum Einsatz. In der Fachsprache werden auch Fensterbänder als Drehbeschläge bezeichnet, da sie die Drehbewegung eines Öffnungsflügels gewährleisten.
Drehkippbeschläge
Der Drehkippbeschlag ist der Standardbeschlag für Fensterbeschläge im modernen Hausbau. Fast alle Fenster im Wohnbereich haben heute einen Drehkippbeschlag. Der Vorteil dieses Fensterbeschlages liegt darin, daß man das Fenster unter Betätigung eines einzigen Handhebels sowohl aufdrehen, aufkippen, als auch schließen kann.
Drehkippbeschläge verschließen und öffnen Fenster auf verschiedene Weise und bringen die Fenster dadurch in die unterschiedlichen gewünschten Lüftungsstellungen.
Der besondere Vorteil beim modernen Hausbau liegt in der universellen Einsetzbarkeit dieser Fensterbeschläge, denn der Drehkippbeschlag kann bei allen üblichen Fenstermaterialien, wie Holz, Aluminium, Kunststoff und Verbundwerkstoff eingesetzt werden.
Ein handelsüblicher Drehkippbeschlag besteht aus:
- Drehkipplager
- Eckumlenkung
- Getriebe mit Handgriff und Olive
- Kipphalter
- Riegel
- Schere mit Scherenlager
- Schließplatte
- Schubstange
Weitere Informationen über Drehbeschläge und Drehkippbeschläge finden Sie bei uns auch in den nachfolgenden Beiträgen:
Das Fenster beim Hausbau
und
Ratgeber Hausbau – Fensterbeschläge
oder im Internet unter
Bilder zu Dreh- und Drehkippbeschläge
und
Revision der RAL Gütesicherung für Dreh- und Drehkippbeschläge
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Einbruchhemmende Fensterbeschläge / Aufhebel- / Aushebel-Sicherheitsbeschlag (AhS)
Einbruchhemmende Fensterbeschläge, sogenannte Sicherheitsbeschläge, dienen als Einbruchschutz und unterscheiden sich von herkömmlichen Fensterbeschlägen durch verstärkte Ausführung, stärkere Befestigungsmechanismen und zusätzliche Funktionen beim Ver- und Entriegeln und einen hohen Aushebelschutz, der unter anderem durch Pilzkopfverriegelungen gewährleistet wird.
Diese Fensterbeschläge sind eine wirksame Maßnahme zur Verbesserung der Haussicherheit. Durch die Wahl der richtigen Beschläge, die korrekte Installation und die Kombination mit weiteren Sicherheitsvorkehrungen wie Sicherheitsglas und Alarmanlagen kann das Einbruchsrisiko erheblich reduziert werden. Die Investition in einbruchhemmende Technik lohnt sich nicht nur für den Schutz von Eigentum, sondern auch für das persönliche Sicherheitsgefühl.
Es gibt sechs verschiedene Arten der gebräuchlichsten einbruchhemmenden Fensterbeschläge, die nachstehend beschrieben werden.
Pilzkopfverriegelung
Pilzkopfverriegelungen werden einbruchhemmende Fensterbeschläge genannt, die mit pilzkopfförmigen Zapfen bestückt sind und mit entsprechenden Schließteilen einen hohen Aushebelschutz bewirken. Der Aushebelschutz entsteht dadurch, dass sich der pilzkopfförmige Zapfen am Fensterflügel in das auf der Rahmenseite angebrachte Schließteil einhakt.
Eine der effektivsten Methoden zur Einbruchsicherung ist die Pilzkopfverriegelung. Diese speziellen Schließzapfen haben eine pilzförmige Ausprägung, die sich bei geschlossenem Fenster in entsprechende Schließteile an der Fensterrahmenaufnahme einhakt. Beim Schließen des Fensters verhaken sich die Pilzkopfzapfen fest mit den Schließteilen im Rahmen. Dadurch wird es Einbrechern erheblich erschwert, das Fenster mit einfachen Hebelwerkzeugen zu öffnen. Hauptvorteil der Pilzkopfverriegelung ist der hohe Schutz gegen Aufhebeln, eine besonders schwere Manipulierbarkeit und die Robustheit der Verriegelung.
Verdeckt liegende Beschläge
Weitere einbruchhemmende Fensterbeschläge sind so genannte verdeckt liegenden Beschläge. Bei verdeckt liegenden Beschlägen werden die Funktionselemente wie Stulpschienen und Treibstangen im Falz zwischen Flügelrahmen und Blendrahmen eingebaut und sind deshalb bei geschlossenem Flügel nicht sichtbar.
Sicherheitsverriegelungen
Sicherheitsverriegelungen sind Verstärkungen der normalen Fensterverriegelungen. Sie bestehen oft aus gehärtetem Stahl und bieten zusätzlichen Schutz.
Diese Verriegelungen sind besonders an Fenstern sinnvoll, die leicht zugänglich sind, wie Fenster im Erdgeschoss oder Balkonfenster.
Fensterschlösser
Zusätzliche Fensterschlösser bieten eine weitere Sicherheitsebene. Diese Schlösser können innen am Fenster angebracht werden und verhindern das Öffnen des Fensters, selbst wenn der Einbrecher das Glas einschlagen konnte. Es gibt einfache Riegel, abschließbare Fenstergriffe oder komplexere, elektronische Schließsysteme.
Einbruchhemmende Fenstergriffe (abschließbare Fenstergriffe)
Diese Griffe lassen sich nur mit einem Schlüssel bedienen, was zusätzlichen Schutz bietet. Selbst wenn ein Einbrecher den Fenstergriff erreicht, kann er das Fenster nicht öffnen, ohne den Schlüssel. Abschließbare Fenstergriffe sind besonders wirksam in Verbindung mit Pilzkopfverriegelungen.
Sicherheitsbeschläge mit Verschlussüberwachung
Diese modernen einbruchhemmenden Fensterbeschläge sind mit Sensoren ausgestattet, die den Zustand des Fensters (offen oder geschlossen) überwachen. Bei einer Veränderung senden sie ein Signal an ein Alarmsystem. Diese Beschläge biten den Vorteil einer Integration in smarte Haussicherheitssysteme mit sofortiger Alarmierung.
Normen für AhS – Aushebel- /Aufhebel-Sicherheitsbeschläge
Die Richtlinie 3/II AhS-Beschlag der Gütegemeinschaft Schlösser und Beschläge beschreibt die Aushebel-Schutz-Prüfung von Dreh- und Drehkippbeschlägen zum Schutz gegen Angriffe mit einem Schraubendreher. Sie bezieht sich nicht auf das gesamte Fenster, sondern ausschließlich auf den Beschlag eines Fensters und dessen Sicherung gegen Aushebeln oder unbefugtes Verschieben von der Angriffsseite.
Die Richtlinie unterscheidet zwei Klassen:
AhS Standard entspricht dem Angriff mit einem Schraubendreher mit 8 mm Klingenbreite, der mit einem Drehmoment von 200 Nm auf den Beschlag einwirkt.
Bei AhS Extra geht man von einem ebenfalls genormten Schraubendreher mit 14 mm Klingenbreite aus, hier wird der Beschlag mit einem Drehmoment von 300 Nm belastet.
Weitere direkte Anforderungen an Details wie z.B. die Verglasung, Anbohrschutz oder die Montage des einbruchhemmenden Fensters werden hier nicht gestellt. Insbesondere wird keine Aussage über die für die Einbruchhemmung sehr kritische Befestigung der Beschlagsteile an Flügel- und Blendrahmen gestellt. Die AhS-Richtlinien unterscheiden sich damit von den anderen Regelwerken, die sich stets auf das gesamte Fenster beziehen. Sicherheitsfensterbeschläge können für sich allein stehen oder ihre Aufgaben im Rahmen eines Komplett-Systems erfüllen. Wichtig ist, dass überhaupt zusätzliche Sicherheitsbeschläge verwendet werden. Das kann bereits mit einem zusätzlichen Riegel oder mit dem abschließbaren Fenstergriff, der Olive, geschehen.
Widerstandsklassen (RC-Klassen)
Einbruchhemmende Fensterbeschläge werden in verschiedene Widerstandsklassen eingeteilt, die nach der europäischen Norm DIN EN 1627–1630 definiert sind. Diese Klassen geben an, wie widerstandsfähig ein Fenster gegen Einbruchsversuche ist.
RC1N und RC2N (Basis- und niedrige Sicherheitsanforderungen)
Geeignet für Fenster, bei denen ein geringeres Einbruchsrisiko besteht, wie z.B. in höheren Stockwerken.
Schutz gegen einfache Hebelwerkzeuge.
RC2
Bietet bereits guten Schutz gegen gängige Einbruchsversuche. Diese Klasse ist für Fenster in leicht zugänglichen Bereichen (Erdgeschoss, Kellerfenster) zu empfehlen.
Schutz gegen einfache Hebelwerkzeuge und körperliche Gewalt.
RC3
Höherer Schutz, geeignet für Fenster und Türen in gefährdeten Bereichen oder Gebäuden mit erhöhtem Sicherheitsbedarf.
Schutz gegen größere Werkzeuge wie Schraubenzieher und Brecheisen.
RC4, RC5 und RC6
Sehr hoher Schutz, der für Objekte mit höchsten Sicherheitsanforderungen geeignet ist (z.B. Juweliergeschäfte, Banken, Hochsicherheitsbereiche).
Schutz gegen schwere Werkzeuge wie Bohrer und Elektrowerkzeuge.
Fazit
Vorhandene alte, oder neue Fenster, sollten daher anfänglich zumindest mit verschließbaren Fenstergriffen ausgestattet werden. Bei erfolgten Einbrüchen prüfen die Sachversicherer immer zuerst, ob die Fensterbedienungsgriffe abgesichert sind.
Weitere Sicherheitsbeschläge können neben den verschließbaren Griffen und Oliven auch Scharniersicherungen, Fensteraushebelsicherungen, Doppelflügelschlösser, Aufbruchsperren und Schlösser sein.
Weitere Informationen über einbruchhemmende Fensterbeschläge und Aushebelsicherheitsbeschläge (AhS) finden Sie bei uns auch in den nachfolgenden Beiträgen:
Einbruchschutz und Energieeffizienz steigern den Wohnkomfort
oder im Internet unter
Video zu einbruchhemmende Fenster
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