Türen

Wiederentdecktes Stilelement für den Hausbau – die Schiebetür

Stilelement

Innenausbau / Türen:  Moderner Hausbau ist auch sehr designorientiert und setzt trotzdem oder gerade deshalb auf platzsparende Lösungen. Der Einsatz von Schiebetüren hat sich in diesem Zusammenhang wieder vermehrt durchgesetzt. Nicht überall erlaubt es die bauliche Situation, dass sich die Tür in einen Raum hinein öffnet. Da kommt die moderne Schiebetür zum Einsatz, sie ist platzsparend, leichtgängig und leise.

Schiebetüren haben gegenüber anderen Türarten den Vorteil, dass die Gewichtsbelastung nicht einseitig an der Seite aufgefangen wird, sondern oben oder unter in ganzer Breite erfolgt. Daher eignen sich Schiebetüren besonders für breite und schwere Türen.

Einsatzmöglichkeiten für Schiebetüren beim Hausbau

Beim heutigen Hausbau werden Schiebetüren vornehmlich als Raumteiler, als Teil eines begehbaren Kleiderschranks oder zwischen Küche und Esszimmer eingesetzt. Aber damit nicht genug. Es gibt viele weitere Anwendungen, bei denen die Schiebetür zur Geltung kommen kann.

Abstellräume, Gästetoiletten und kleine Küchen können so viel besser genutzt werden. In der modernen Architektur werden Schiebetüren zur flexibleren Raumaufteilung und bei großräumigen Strukturen zur besseren Gliederung verwendet. Der Fantasie sind beim Einsatz von Schiebetüren keine Grenzen gesetzt.

Man kann mit ihnen bestimmte Bereiche abgrenzen und später bei Bedarf wieder durch das Öffnen integrieren. Home-Office und offene Küche sind Paradebeispiel für die Möglichkeiten der Anwendung von Schiebetüren. Der begehbare Kleiderschrank funktioniert gar nicht ohne eine Schiebetür. Auch für den Bereich barrierefreies Wohnen sind Schiebetüren eine optimale Wahl.

Welches Material wird eingesetzt?

Für Schiebetüren werden die üblichen Materialien, wie auch für normale Innentüren, benutzt. Holz und Glas sind sicherlich die Favoriten aber auch Kunststoffe kommen zum Einsatz. Eine gute Wahl sind Schiebetürelemente von Wingburg.de. Entscheidend ist dabei vor allem die Behandlung der Oberfläche. Bei Glas ist das weniger problematisch, obwohl man hier auch die Auswahl zwischen Spiegelglas, ESG Klarglas, ESG Glas satiniert, weißem und farbigen Gläsern hat.

Für die Oberflächen von Schiebetüren aus Holz gibt es diverse Möglichkeiten:

Dekorbeschichtung durch Folien
Lackierung mit Mehrschicht-Acryllack
CPL-Beschichtungen (continous pressure laminate) sind besonders abriebfest, kratzfest, stoßfest und pflegeleicht
Furnier beschichtete Türen sehen aus wie aus Echtholz
Massivholztüren sind besonders schwer und robust

Bestandteile und Montage einer Schiebetür

Schiebetüren bestehen aus den Einzelteilen Tür, Befestigungsmaterial, Schienensystem, Blende, Stopper, Laufwagen und Griffmuschel. Die Montage von Schiebetüren ist recht einfach. Die Tür wird aufgehängt und gleitet dann an Laufrollen durch eine Führungsschiene, die entweder offen oder hinter einer Blende verborgen verläuft. Ein Türblatt-Stopper verhindert, dass die Tür aus der Schiene springen kann.

Welche Schiebetür-Arten gibt es?

Schiebetüren für Innenräume gibt es in verschiedenen Varianten, die an die jeweilige Wohnsituation angepasst werden können. Es gibt zwei Grundversionen, nämlich die ein- oder zweiflügelige Schiebetür und zusätzlich die Möglichkeit, die Schiebetür vor der Wand oder in der Wand laufen zu lassen.

Bei vor der Wand laufenden Schiebetüren wird auf der Wand eine Laufschiene montiert, in welche die Schiebetür eingehängt ist. Diese Laufschiene kann verkleidet werden, um sie zu verdecken. Zum Öffnen wird die Schiebetür zur Seite geschoben und liegt dann auf der Wand. Derartige Konstruktionen sind für Modernisierungen und Renovierungen gut geeignet, denn man kann sie auch nachträglich einbauen.

Bei den in der Wand laufenden Schiebetüren wird die Laufschiene zwischen zwei Wänden angebracht. Im geöffneten Zustand ist die Schiebetür unsichtbar, denn sie befindet sich im Spalt zwischen den Wänden. Diese Konstruktionsart ist besser für Neubauten geeignet.

Hängende und stehende Ausführungen

Bei den Schiebetüren kann man zwischen hängenden und stehenden Ausführungen wählen.

Bei der hängenden Ausführung fährt wird die Tür in einem Laufapparat, der sich oberhalb befindet, geführt. Dieser trägt auch die Last der Tür. Am Fußboden befindet sich meist eine Führungsschiene, damit die Tür nicht pendelt. Bei der stehenden Ausführung fährt der Laufapparat auf einer Führungsschiene im Boden. Damit die Türen nicht kippen können, ist häufig auch eine obere Führung angebracht.

Quelle: Tipps24-Netzwerk - HR
Foto: Pexels / CCO Public Domain