Mittwoch, 22. Oktober 2014

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Bauplanung Der Weg zum Traumhaus führt über eine umfangreiche Hausplanung

Hausplanung ist ein guter PlanHausbau / Bauplanung:  Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Eigenheim zuzulegen, sollte keine Angst vorm Pläneschmieden haben. Denn der Weg zum Traumhaus führt in der Regel über eine umfangreiche Hausplanung. Vor einer Kauf- oder Bauentscheidung sollten Interessierte grundlegende Fragen klären.




Wie hoch ist der Raumbedarf?

Wollen Sie ein Haus für sich allein, für zwei oder drei oder mehr? Es ist ein Unterschied, ob ein berufstätiges Paar ein Eigenheim für stille Stunden zu Hause plant oder eine Familie den richtigen Raum zum Leben und Wachsen sucht. Erstellen Sie möglichst frühzeitig ein Raumkonzept: Welche Wohnräume wünschen Sie sich? Wie viele Menschen werden in dem Haus leben? Inwieweit muss sich das Haus mitverändern können? Sind Arbeitszimmer, aufwändige Hobby- oder Wellness-Bereiche, Spielzimmer oder Werkräume erforderlich? Ist eine Einlieger-Wohnung sinnvoll?

Eine Frage des Stils

Das eigene Zuhause ist eine Frage des Stils. Und weil die Entscheidung für den Hausbau oftmals lebenslänglich bedeutet, sind vorab die Stilfragen zu klären: Soll es ein freistehendes Haus oder ein Doppel- oder gar Reihenhaus werden? Lieben Sie es mediterran, leicht oder massiv? Sollte das Haus in traditioneller Klinkerbauweise gefertigt werden, aus Holz oder ein lichtdurchfluteter Raum aus Glas und Stahl werden?

Eine Frage des Geldes

Sind die grundsätzlichen Überlegungen getroffen, kommt das liebe Geld ins Spiel. Denn die finanziellen Möglichkeiten bestimmen nicht zuletzt, inwieweit sich das Traumhaus verwirklichen lässt. Denn - je nach Ausführung - können die Preise je Quadratmeter Wohnraum erheblich schwanken. Sie bewegen sich in etwa von 950 Euro in einem schlichten Mehrfamilienhaus bis zu 2000 Euro in einem hochwertigen Einfamilienhaus. Jeder Bauplanung sollte eine reelle Kostenschätzung und Finanzierungsberatung durch Fachleute zu Grunde liegen.

Grundstück setzt Grenzen

Auch die Grundstückswahl ist entscheidend auf dem Weg zum Eigenheim. Wer eine großzügige Landhaus-Villa plant, wird auf einem 400-Quadratmeter-Grundstück dafür sicher nicht den richtigen Platz finden. Wie viel Wohnraum erlaubt das Grundstück überhaupt? Wie ist das Gelände gestaltet? Wie sind die Bodenverhältnisse? Natürlich dürfte auch die unmittelbare Nachbarschaft die Entscheidung für ein bestimmtes Grundstück beeinflussen. Ebenso können auch Grundstückspreise und Lage für oder gegen den Standort sprechen.

Regeln beachten

Bei der Wahl des Grundstücks dürften auch die gesetzlichen Gegebenheiten eine Rolle spielen. Welche Vorschriften macht zum Beispiel der Bebauungsplan? Müssen möglicherweise alle Häuser in dem Baugebiet den gleichen Baustil aufweisen? Müssen alle Eigenheime mit einer Solaranlage ausgestattet werden? Oder gibt es sonstige Vorschriften? So sind zum Beispiel in einem Bergsenkungsgebiet besondere Auflagen zu beachten. Oder ein allzu hoher Grundwasserspiegel macht möglicherweise den ersehnten Keller hinfällig. Auch bei diesen Fragen ist es sinnvoll, frühzeitig Fachleute miteinzubeziehen. Sie erkennen in der Regel das Zusammenspiel von Bebauungsplan-Vorgaben und erwünschter Bauweise.

Energieschub für das Traumhaus

Lange vor dem ersten Spatenstich sollten sich Bauherren über die Grundlagen der Energieversorgung klar werden. Wollen Sie ein sogenanntes Passivhaus, das sich quasi eigenständig mit Wärme versorgt? Die Lage des Grundstücks zu den Himmelsrichtungen ist ein entscheidender Faktor. Denn, wer die Hauptwohnräume nicht nach Süden ausrichten kann, wird niemals Eigentümer eines Niedrigenergiehauses. Soll eine Solaranlage oder eine Photovoltaik-Anlage untergebracht werden? Oder wünschen Sie eine Energieversorgung durch Erdwärme? Dazu sind im Vorfeld umfangreiche Erkundungen des Grundstücks nötig. Auch bei der Energieversorgung kommt das liebe Geld ins Spiel. Der Staat fördert auf vielerlei Weise den Einsatz erneuerbarer Energieträger, zum Beispiel mit Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Holen Sie rechtzeitig Rat ein, für welche Baumaßnahme es welche Zuschüsse gibt oder welche ökologisch-sinnvolle Bauweise von vornherein vorgeschrieben ist. Die sogenannte Energieeinsparverordnung (kurz EnEV) schreibt Bauherren vor, wie viel Energie das Haus von sich aus produzieren können muss.

Schlüsselfertig oder von eigener Hand?

Wie viel Zeit wollen Sie während der Bauphase in das Hausprojekt investieren? Wie viele eigene Ideen oder Sachverstand können und wollen Sie einbringen? Wünschen Sie ein schlüsselfertiges Haus aus einem Guss oder möchten Sie zu jedem Zeitpunkt Einfluss nehmen können auf die Gestaltung Ihrer eigenen vier Wände? Wie Ihre Antwort auf diese Fragen ausfällt, entscheidet darüber, ob Sie möglichst individuell mit einem Architekten oder lieber schlüsselfertig mit einem Bauträger oder einem Fertighaus-Anbieter arbeiten möchten.

Das Bauen mit einem Architekten empfiehlt sich, wenn Sie eigenes Know-how einbringen möchten. Denn zwar übernimmt der Architekt die Planung und begleitet Sie in allen genehmigungsrechtlichen Fragen, als Bauherr haben Sie aber die Möglichkeit, in enger Abstimmung mit ihm Ihre individuellen Wünsche einzubringen. Nachteil: Sie selbst übernehmen ein hohes Maß an Verantwortung und müssen sehr viel mehr Zeit als bei einer schlüsselfertigen Bauweise investieren. Als Bauherr sind Sie persönlich Vertragspartner für alle am Bau beteiligten Unternehmen.

Wenn Sie nur ein geringes Maß an Zeit und Verantwortung einbringen möchten, könnte das Bauen mit einem Bauträger das Richtige für Sie sein. Denn ein Bauträger kauft, verplant und bebaut in der Regel eine größere Fläche mit mehreren Häusern, die in ähnlicher Weise als schlüsselfertige Immobilien angeboten werden. Vorteil: Die gesamte Verantwortung gegenüber den am Bau beteiligten Firmen übernimmt der Bauträger. Er erledigt auch alle genehmigungsbehördlichen Aufgaben. Nachteil: Sie bekommen eine Art Einheitshaus, denn sämtliche individuellen Wünsche für Ihr Eigenheim lassen sich nur gegen einen - oftmals satten - Aufpreis erfüllen.

Einen Mittelweg beschreitet, wer sich für die Zusammenarbeit mit einem Fertighausanbieter entscheidet. Denn die Grundstückswahl, die Planung, Erschließung, Baustelleneinrichtung und die genehmigungsrechtlichen Dinge bleiben somit in Ihrer Hand. Das Gebäude aber wird in Fertigbauweise von einem Anbieter geschaffen. Vorteil: In der Regel erhalten Sie nach einer verhältnismäßig kurzen Bauzeit ein oftmals preisgünstiges Haus. Nachteil: Der Raum für individuelle Vorgaben ist geringer.

Quelle: immonet.de

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