Neue Fenster? Manchmal reicht auch der Austausch der Verglasung
Fenster: Wer an Klimaschutz im eigenen Haus denkt, hat meist die Heizung oder die Dämmung im Kopf. Doch ein entscheidender Hebel springt buchstäglich ins Auge: die Fenster. Die Studie „Mehr Energie sparen mit neuen Fenstern“ des Bundesverbands Flachglas (BF) und des Verbands Fenster + Fassade (VFF) zeigt, wie viel Energie und CO2 sich allein durch modernes Glas einsparen lässt – in der Sanierung wie im Neubau. Keine andere Einzelmaßnahme spart so viel Energie wie der Fenstertausch, oft mit überschaubarem Aufwand.
Die Zahlen sprechen für sich: 209 Millionen Fenstereinheiten in deutschen Wohngebäuden sind energetisch veraltet. Würde man sie austauschen, ließen sich jährlich rund 10,8 Millionen Tonnen CO2 einsparen.
Zwei Wege im Altbau: Fenster- oder Glasaustausch
Im Altbau muss nicht immer das komplette Fenster ausgetauscht werden. Ist der Rahmen noch intakt, genügt oft ein Glasaustausch. Wenn der Fensterrahmen noch in Ordnung ist oder die Fassade nicht den Dämmstandards entspricht, kann ein Glasaustausch sinnvoll sein. Das prüft der Glaser vor Ort. Der Vorteil: geringere Kosten bei spürbarer Wirkung auf Heizkosten und CO2-Bilanz.
Auch im Neubau lohnt sich der Blick aufs Glas
Wer sein Haus neu baut, trifft mit den Fenstern eine Entscheidung für die nächsten Jahrzehnte. Hochwertiges Dreifach-Wärmedämmglas hält im Winter die Wärme im Raum und schützt im Sommer vor Überhitzung. Das senkt die Heizkosten und sorgt das ganze Jahr über für ein angenehmes Raumklima – ein Komfort, der täglich spürbar ist.
Qualität erkennen am RAL-Gütezeichen
Damit die Energieeinsparung langfristig gewährleistet ist, sollten Verbraucher auf die Qualität von Glas und Einbau achten. Ein verlässlicher Anhaltspunkt ist das RAL-Gütezeichen für Mehrscheiben-Isolierglas (MIG) – also das Isolierglas im Fenster. Es wird von der Gütegemeinschaft Flachglas vergeben und steht für geprüfte Qualität und Langlebigkeit. Für einen fachgerechten und dichten Einbau der Fenster sorgen Betriebe mit dem RAL-Gütezeichen Montage. Diese Kombination sichert, dass neue Fenster halten, was sie versprechen.
Wirtschaftlich – mit und ohne Förderung
Die BF/VFF-Studie zeigt auch: Investitionen in hochwertige Verglasungen rechnen sich. Mit staatlicher Förderung – etwa durch einen zinsvergünstigten Kredit der KfW-Bank – lassen sich neue Fenster mitunter noch schneller amortisieren. Aber auch ohne Förderung lohnt sich der Austausch von Fenstern mit Einfachverglasung. Die Investition ist schnell günstiger als die Energie, die man über die Lebensdauer der Fenster sonst zahlen würde.
Quelle: Bundesverband Flachglas e.V. / Foto: BF/Saint-Gobain Glass
