Badezimmer

Wasser, Kalk und Pflege: Was Sie zur Wasserhärte, zur Dusche und zu Hautreizungen wissen müssen

Für jede Haut die richtige Pflege

Badezimmer: Viele Hausbesitzer stellen erst nach dem Einzug fest, wie sehr die Wasserqualität den Alltag prägt. Kalkflecken auf Armaturen, stumpfe Duschwände, mehr Aufwand fürs Putzen. Gleichzeitig berichten etliche Menschen von einem veränderten Hautgefühl nach dem Duschen. Nicht jede Rötung, nicht jedes Spannungsgefühl ist auf Wasserhärte zurückzuführen, aber es lohnt sich, sachlich an die Sache heranzugehen und ein paar Stellschrauben zu kennen.

Wasserhärte und was sich dadurch im Bad verändert

Mit Wasserhärte ist in erster Linie der Gehalt an Calcium- und Magnesiumionen gemeint. Je höher die Härte, desto eher kommt es zu Kalkablagerungen. In Bad und Küche zeigen sich diese als weiße Ränder von verkalkten Duschköpfen und höherem Bedarf an Reinigern. Technisch ist das alles nicht weiter dramatisch, aber es hat eventuell Auswirkungen auf den Komfort und die Pflege.
Für die Haut ist wichtig zu wissen: Hartes Wasser macht nicht so aus wie Lösungsmittel, aber es kann das Waschresultat beeinflussen. Seifen und manche Tenside schäumen anders, Rückstände können leichter an der Haut haften bleiben, es muss öfter gewaschen werden, was die Hautbarriere stressen kann. Wer zu Irritationen neigt, bekommt sowas schneller mit.

 

Hintergründe für Haut nach der Dusche

Hautprobleme kommen oft als Mischmasch zusammen: zu heiß, zu lange, zu stark entfettende Produkte in der Dusche, dann hinterher zu doll rubbeln. Wer das noch ergänzt mit häufigem Nachreinigen oder im Winter trockener Luft, der merkt Spannungsgefühle eher.
Praktische Lösungen sind üblich schneller umsetzbar als eine radikale Kehrtwende. Lauwarm duschen, nicht zu lange, weniger stark reinigende Produkte, wenig Parfüm. Hinterher nicht so stark rubbeln, sondern sauber abtupfen, vielleicht ein neutrales Pflegeprodukt hinterher, um den Wasserverlust der Haut zu vermindern.

Wenn die Probleme über längere Zeit bestehen, stark entzündet sind oder deutlich schlimmer werden, sollte ärztlich nachgefragt werden, ob da mehr dahintersteckt. Bei immer wiederkehrenden Unreinheiten kann eine strukturierte Akne Behandlung Orientierungswissen geben, was medizinisch üblicherweise darunter fällt und wann man ärztlich nachschauen lassen sollte.
Kalk reduzieren ohne gleich die komplette Haustechnik überfrachten zu müssen

Wer Kalk im Bad auf Dauer reduzieren möchte, hat mehrere Ansatzmöglichkeiten. Im Alltag ist es hilfreich, Duschwände und Armaturen nach Gebrauch gerade kurz trocken zu ziehen. So verdampft kein Wasser mehr und lagert erst einmal keinen Kalk mehr ab. Duschmischteile und Perlatoren lassen sich regelmäßig entkalken, damit die Strahlbildung und der Durchfluss erhalten bleibt.

Bei dauerhaft hoher Wasserhärte denken viele auch über Enthärtungsanlagen nach. Das ist eine Investitionsentscheidung, die zur Hausnutzung passen muss.

Quelle: Tipps24-Netzwerk - HR
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