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Sanierung vorbereiten: So werden die Räume für die Handwerker frei

Aus- und umräumen vor der Sanierung

Sanierung: Wer ein Haus oder eine Wohnung in Wien sanieren lässt, denkt zuerst an Gewerke, Material und den Zeitplan der Firma. Die Räume selbst sind dabei oft noch bewohnt oder vollgestellt. Elektriker, Maler und Bodenleger kommen an Wände und Böden erst heran, wenn Schränke, Kartons und alte Beläge draußen sind. Jeder verschobene Tag verschiebt auch die folgenden Gewerke. Angehörige merken das meist erst, wenn die Firma schon in der Tür steht.

Eine Entrümpelung vor dem ersten Hammerschlag hält den Bauablauf zusammen. Es empfiehlt sich, die Räume so weit zu leeren, dass die Handwerker an Wände, Böden und Installationen herankommen, und den Hausrat getrennt vom Bauschutt zu halten.

Erster Schritt: Festlegen, welche Räume die Baustelle sind

Bevor der erste Handwerker kommt, sollten Sie festlegen, welche Räume leer sein müssen und welche noch bewohnt bleiben. In vielen Wiener Wohnungen läuft die Sanierung etappenweise, etwa Bad und Küche zuerst, die Schlafräume später. Dieselbe Reihenfolge sollte die Räumung haben, sonst stehen Möbel am Morgen des ersten Gewerks noch im Arbeitsbereich.

Sie sollten den Inhalt der betroffenen Räume vorher sichten. Werkzeug, das die eigenen Helfer noch brauchen, kann in einem Raum bleiben, den die Firma in dieser Phase auslässt. Persönliche Unterlagen, Schlüssel und Wertsachen sollten Sie aus der Baustelle nehmen, weil dort mehrere Personen ein- und ausgehen.

Es lohnt sich, mit der Baufirma zu klären, welche Einbauten sie selbst entfernt und welche Möbel vorher draußen sein müssen. Wenn das in der Leistungsbeschreibung steht, vermeiden Sie doppelte Arbeit und eine zweite Rechnung für eine Leistung, die ohnehin im Auftrag liegt. Sie sollten diese Absprache schriftlich festhalten, am einfachsten als kurze Ergänzung zur Auftragsbestätigung.

Schlüssel für die Baustelle sollten Sie getrennt von Ihrem eigenen Bund halten. Sie sollten notieren, wer einen Schlüssel bekommt und wann er zurückkommt. Für die Baustelle reicht ein einzelner Wohnungsschlüssel. Keller und Briefkasten bleiben an Ihrem eigenen Bund.

Wichtige Hinweise zu Bauschutt, Sperrmüll und Problemstoffen

Hausrat und Baustellenabfall nehmen die Betriebe in Wien über verschiedene Stellen an. Die MA 48 holt Sperrmüll nach Anmeldung ab. Bauschutt, Fliesenbruch und alte Bodenbeläge laufen in der Regel über einen eigenen Container oder über eine Annahmestelle für Baurestmassen. Wenn Helfer Hausrat und Bauschutt in dasselbe Gefäß geben, lehnt die Annahmestelle die Ladung ab oder berechnet eine Sortierung.

Folgende Stoffe sollten Sie vor Beginn der Schleif- und Stemmarbeiten aus der Wohnung bringen:

  • Farben, Lacke, Verdünnung und alte Dosen aus Kammer oder Keller
  • Elektrogeräte, Leuchtmittel und lose Kabelrollen
  • Teppiche und Matratzen, sofern die MA 48 sie als Sperrmüll mitnimmt
  • Chemikalien und Holzschutzmittel

Sie sollten diese Stoffe abgegeben haben, bevor jemand schleift oder stemmt. Wenn Sie vermuten, dass in alten Anstrichen oder in Dämmstoffen schadstoffhaltiges Material steckt, sollte das ein Fachbetrieb beurteilen, bevor jemand die Fläche abschleift oder in Säcke füllt. Die Baufirma kann Ihnen sagen, ob diese Prüfung in ihrem Auftrag liegt.

Wenn die Wohnung vor dem Umbau noch voll steht und der Starttermin der Firma festliegt, können Sie zum Beispiel eine Entrümpelung rund um Wien beauftragen, damit die Räume vor diesem Termin frei sind. Sie sollten vor der Beauftragung auf eine Besichtigung, ein schriftliches Angebot und einen Nachweis über die Entsorgung bestehen. Sie sollten außerdem sagen, welche Räume in der ersten Bauphase leer sein müssen und welche Möbel im restlichen Wohnbereich bleiben. Wenn nur ein Zimmer betroffen ist und wenig Hausrat darin steht, können Sie Sperrmüll und Vorarbeit selbst organisieren.

 

Zugang, Stiegenhaus und Schutz der übrigen Räume

In Wiener Altbauten dauert der Weg nach unten länger als das Zerlegen der Möbel, weil die Stiegen eng sind und oft ein Aufzug fehlt. Sie sollten der Entrümpelungsfirma und den Handwerkern denselben Zugang beschreiben: Hof, Seitenstiege oder Vorderhaus, und ob ein Transporter in der Nähe halten darf. Eine Haltemöglichkeit sollten Sie vor dem Räumtag klären, sonst steht das Fahrzeug in zweiter Spur und die Träger verlieren Zeit.
Es empfiehlt sich, Türen zu Räumen zu schließen, die in dieser Phase bewohnt bleiben. Staub aus Schleifarbeiten setzt sich sonst auf Möbel und Textilien, die Sie behalten wollen. Böden auf den Wegstrecken sollten Sie abdecken, wenn Parkett oder Fliesen bleiben. Sie sollten mit der Hausverwaltung sprechen, ob das Stiegenhaus während des Tragens frei gehalten werden kann.

Nachbarn merken eine Sanierung am Treppenhaus. Sie sollten sie kurz informieren, an welchen Tagen getragen wird. Die Tage sollten Sie so legen, dass am Tragtag keine zweite Lieferung im Stiegenhaus steht. Ein Aushang im Hausflur mit Datum und ungefährer Uhrzeit reicht in den meisten Häusern.

Den Bauzeitplan mit der Räumung koppeln

Sie sollten den Räumtag einige Tage vor dem ersten Gewerk legen. Wenn die Firma am selben Morgen in volle Räume kommt, unterbricht sie die Arbeit, und die folgenden Gewerke warten mit. Sinnvoll ist es, Sperrmülltermin und Container so zu legen, dass am Starttag der Baustelle die Wege frei sind.

Die Mehrkosten entstehen vor allem dann, wenn Handwerker ein zweites Mal anfahren, weil noch Möbel im Raum stehen. Sie sollten der Baufirma und dem Entrümpelungsbetrieb denselben Wochenplan geben. Energie und Wasser sollten bis zum Ende der Arbeiten verfügbar bleiben, die Kündigung der Verträge kommt erst danach. Dann bleibt der Sanierungsstart haltbar, und zwischen den Gewerken ist die Wohnung bereits leer.

Quelle: Tipps24-Netzwerk - HR
Foto: Pexels / Gustavo Fring

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