Warum ebene Böden beim Hausbau so wichtig sind
Fußboden: Die Basis für ein komfortables und langlebiges Zuhause ist ein stabiler und vor allem gleichmäßiger Boden. Dabei spielt es keine Rolle, ob „nur“ grundlegend saniert oder komplett neu gebaut wird. Zum einen sind Unebenheiten optisch sehr unschön, denn sie fallen vor allem bei Laminat und glänzenden Böden sofort ins Auge. Zum anderen können böse Stolperfallen entstehen. Das ist insbesondere in Haushalten mit Kindern und älteren Menschen sowie bei barrierefreien Wohnungen ein erhebliches Risiko. Auch die praktischen Aspekte sollte man nicht vergessen. Unebene Fußböden erschweren das Anbringen von Teppichen, PVC oder anderen Belägen ganz deutlich.
Einige Bodenbeläge, zu denen unter anderem Parkett, Laminat, Vinyl und Fliesen gehören, benötigen sogar zwingend einen vollkommen ebenen Untergrund. Ist dies nicht der Fall, kann es zum Beispiel dazu kommen, dass Platten nicht richtig liegen, sich Wellen bilden oder die modernen Klicksysteme nicht korrekt einrasten. Bei Fliesen öffnen sich dann oft die Fugen. Im schlimmsten Fall brechen auch einzelne Fliesen, wenn darunter Hohlräume bestehen. Ebenso können ungleichmäßige Böden die Montage von Türen oder Einbauschränken stören oder gar verhindern. Schließlich sind diese auf ein gleichmäßiges Niveau angewiesen. Dazu kommt die oft erheblich verkürzte Lebensdauer der Bodenbeläge. Das liegt daran, dass Druckstellen oder ungleichmäßige Belastungen zu einer schnelleren Abnutzung des Materials führen.
Wer eine Fußbodenheizung plant, muss sich zudem auf höhere Heizkosten einstellen. Warum? Weil ungleichmäßige Wärmeverteilungen mit einer geringeren Effizienz einhergehen. Was aber tun, wenn man die Unebenheiten erst bemerkt, wenn der Boden schon verlegt ist, der Belag aber noch fehlt? Kommt dann automatisch ein immenser Aufwand auf die Häuslebauer zu? Zum Glück nicht, denn heute lässt sich das Problem mit Ausgleichsmasse recht einfach und unkompliziert beheben.
Und so funktioniert das
Es handelt sich dabei um eine spezielle, selbstnivellierende Masse, die Unebenheiten auf Beton- oder Estrichböden effektiv ausgleicht. Sie wird auf den Untergrund aufgetragen und verteilt sich völlig gleichmäßig, sodass daraus ein glatter und tragfähiger Boden resultiert. Zu beachten ist, dass es verschiedene Varianten gibt, die je nach Einsatzbereich und der gewünschten Stärke individuell ausgewählt werden sollten. Die Verwendung von Ausgleichsmasse bietet Bauherrn praktische Vorteile. In erster Linie reduziert die Masse den Arbeitsaufwand gegenüber manuellen Spachteltechniken ganz erheblich. Dadurch spart man auch eine Menge Zeit ein. Und wie schon erwähnt, ist ein perfekt geglätteter Boden die wichtigste Voraussetzung bei der Verlegung von Bodenbelägen, zumal er auch für eine längere Lebensdauer sorgt.
Die Vorgehensweise bei der Anwendung
Vor der Anwendung sollte der Untergrund sauber, trocken und tragfähig sein. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, müssen Risse oder lose Teile vorher entfernt werden. Viele Produkte lassen sich einfach mit Wasser anrühren und direkt auf den Boden gießen. Da sich die Masse von selbst verteilt, können auch größere Flächen zügig bearbeitet werden. Allerdings empfiehlt es sich immer, vor der Anwendung die Herstellerangaben genau zu beachten und gegebenenfalls eine Grundierung zu verwenden. Auch sollte man darauf achten, genau die Ausgleichsmasse zu verwenden, die auch auf den jeweiligen Untergrund zugeschnitten ist.
Eine gewisse Trocknungszeit ist im Anschluss unerlässlich. Bis zur Begehbarkeit und zur Verlegereife dauert es aber in der Regel nicht sehr lange. Das heißt, dass Bauherrn beim Hausbau nicht mit übermäßigen Verzögerungen rechnen müssen. Grundsätzlich gilt hier die Faustregel: Je dicker die aufgetragene Masse ist, desto länger dauert das Trocknen. Tipp: Eine niedrige Luftfeuchtigkeit und eine gute Luftzirkulation unterstützen die Trocknung.
Quelle: Tipps24-Netzwerk - HR
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