Renovieren

So funktioniert die professionelle Bodenpflege am besten

Bodenpflege

Tipps & Tricks / Renovieren:  Und immer wieder heißt es Wischen und Bohnern und Wischen und Saugen. Die tägliche Bodenpflege ist eine Wissenschaft für sich und, wer mit den falschen Putzmitteln hantiert oder das falsche Werkzeug zum Reinigen benutzt, kann nicht nur die Oberflächen der Bodenflächen für immer stark beschädigen, sondern noch Schlimmeres durch unsachgemäßes Reinigen verursachen.

 

Für jeden Boden und dessen Beschaffenheit gibt es das richtige Werkzeug zum Reinigen und für jeden Teppich und Co. das passende Reinigungsmittel. Gewusst wie und womit heißt hier die Devise und auch, wie man speziell vorgehen sollte, um die Oberflächen zu reinigen und gleichzeitig auch zu schützen und zu schonen. Denn eines ist Fakt: Desto behutsamer und cleverer man dabei vorgeht, umso länger bleibt der Fußboden schlussendlich erhalten und strahlt und glänzt noch selbst nach vielen Jahren oder gar Jahrzehnten der Nutzung.

Wischen von Steinböden

Der Steinboden ist mit der robusteste unter den Bodenbelägen. Er verträgt eine Menge an Abnutzung und Benutzung zugleich. Denn seine Oberfläche ist äußerst massiv und widerstandsfähig. Doch auch er muss gründlich gereinigt werden, damit er nach wie vor glänzt und strahlt wie am ersten Tag. Das Wischen kann bei Natursteinböden jeglicher Art, außer bei Sand- und Basaltböden, zur einfachsten Sache der Welt werden, wenn man weiß, wie und vor allem auch womit. Ins Wischwasser in den Eimer gehört grundsätzlich nur ein relativ harmloses und säureloses Reinigungsmittel. Am besten nutzt man hier einen neutralen Reiniger, der umweltfreundlich ist. Auch etwas Spüli ins Wischwasser kann manchmal schon ausreichen, dass der Boden gründlich sauber wird.

Zum Wischen selbst eignen sich besonders der bekannte und altbewährte Wischmob. Er ist mit etlichen, langen Stofffaser behaftet auch kommt so auch in die tiefsten Ecken und kann unter Schränke und Betten gleiten. Das nach allen Seiten bewegliche Bindeglied zum Stiel des Wischmobs hoch macht es möglich, dass man wirklich überall hinkommt. Der starre und völlig unbewegliche Schrubber ist Schnee von gestern. Denn auch das noch so großzügig geschnittene Wischtuch reicht längst ich in alle Ecken und auch nicht unter Schränke und mehr. Steinböden sind unempfindlich und leicht zu reinigen und dennoch muss man sich schon ein gewisses Zeitfenster zum Wischen einräumen. Wer nun gar keine Lust dazu hat, kann auch einfach einmal machen lassen. Dazu muss noch nicht einmal eine Putzfrau engagiert werden, sondern kleine Helfer wie Wischroboter erleichtern die Welt der Hausfrau um ein Vielfaches. 

Laminat und PVC

Auch diese Böden sind in Sachen Reinigung ähnlich wie bei Steinböden robuste Partner. Doch Vorsicht! Zu viel Wasser auf diesen Böden nehmen sie ganz schön krumm. Denn bei Laminatböden beispielsweise sickert sehendes Wasser und sei es auch nur für wenige Minuten der Fall, in die Fugen der jeweiligen Laminatpaneelen. Der Pressspan quillt auf, die Oberschicht des Bodens springt ab. Der Boden ist zumindest an dieser Stelle dahin. Denn, was einmal aufgequollen ist, zieht sich bei Trocknung nicht wieder zurück und schließt sich auch nicht.

Beim PVC Boden quillt zwar nichts nach oben bei Feuchtigkeit und Nässe, doch auch hier kann zu viel Wasser Schäden an den Verbindungsmomenten des Bodens hervorbringen, der meist mit Spezialklebern aneinander verklebt ist. Auch hier reicht ein leicht feuchtes Wischen mit wenig Wasser und neutralen Reinigern. Damit die Lasur des Laminats gut glänzt, kann noch einige Tropfen Essig oder Zitrone ins Wasser gegeben werden. Nach der Devise: Weniger ist mehr, sollte man auch hierbei verfahren und beim Reinigen so wenig wie möglich scharfe oder starke Chemiekeulen nutzen, die die Umwelt belasten könnten. Chlor beispielsweise oder chlorhaltige Reiniger erst recht nicht. Und sie sind auch in der Regel völlig überflüssig, da schon allein Essigreiniger oder Reiniger mit Zitronensäure beispielsweise stärker und langanhaltender reinigen können.

Teppichböden richtig reinigen

Der Teppich findet nach wie vor noch recht hohen Zuspruch in unseren Eigenheimen. Denn besonders in Kinderzimmern und auch Schlafzimmern findet man Teppiche mit meist hohem Flor. Das hat allerdings zur Folge, dass sich in den einzelnen Fasern der Schmutz prima verankern kann. Hier ist fachmännisches Saugen und Reinigen angesagt. Denn nur mal eben oberflächlich drüber gehen mit dem Sauger und nur die obere Schicht des Flors zu berühren, reicht nicht aus. Den Sauger und seine Bürste sollten so eingestellt sein, dass sie auf den jeweiligen Teppichflor dementsprechend reagieren. Auch ein Reinigen mit speziellen Teppichreinigern ist nie verkehrt, um dem Teppich wieder die Ausdrucksstärke wie zu Beginn beim Kauf zu verleihen. Oftmals ist man recht erstaunt, wie schön doch einst die Farben im Ursprung waren und anschließend wieder sind.

Quelle: Tipps24-Netzwerk - HR
Foto: Pixabay / CCO Public Domain