Tipps und Maßnahmen zum Energie sparen

Effiziente Energiespartipps in der Küche

Energietipp / Energiesparen:  Energiesparen ist aktuell in aller Munde. Nicht nur aus ökologischer Sicht, sondern auch, um die finanzielle Belastung an Nebenkosten so gering wie möglich zu halten. Da gerade in der Küche viel Strom und Wasser verbraucht wird, verraten die folgenden Tipps und Maßnahmen, wie man in der Küche effizient Energie sparen kann.

 

Küchengeräte als Energiesparer?

Richtig gehört! Wer eine neue Küche plant, kann von Anfang an zum Energiesparen beitragen, indem man auf die richtigen Geräte setzt.

1. Energieeffiziente Geräte

Effizienzklasse und Verbrauchswerte bei Neugeräten zu überprüfen ist sehr wichtig. Ein niedriger Wasser- und Stromverbrauch kann eine wesentliche Erleichterung für die Geldbörse sein. Geräte mit erstklassigem Energielabel sind die beste Wahl und können mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen. 
 
Info: Die EU vereinfachte im März 2021 die Kennzeichnung der Energieeffizienz. Geräte sind nur noch mit Buchstaben von A bis G gekennzeichnet, wobei mit A ausgezeichnete Geräte am effizientesten sind. Die siebenstufige Farbskala bleibt erhalten.

2. Warmwasser-Erzeuger

Die Nutzung von Warmwasser aus der Gastherme, die als Etagenheizung fungiert, ist eine sparsame Variante, die zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. Auch warmes Wasser aus der Zentralheizung ist eine gute Option. Elektrische Durchlauferhitzer sind ebenso Warmwasser-Produzenten und werden unter dem Spültisch eingebaut. Sie produzieren gradgenau, ohne Zumischung von Kaltwasser und nur so viel warmes Wasser wie benötigt wird. Wenn man für längere Zeit kein warmes Wasser braucht, kann man sie auch einfach abschalten. Allerdings ist zu bedenken, dass der Erhitzer selbst auch Energie benötigt.

3. Induktions-Kochfelder

Wenn es an den Herd geht, sind Glaskeramik-Kochfelder eine gute Wahl. Sie sind definitiv sparsamer als herkömmliche Kochplatten. Der Gewinner bei den Kochfeldern stellt aber eindeutig das Induktions-Kochfeld dar. Die Hitze wird bei diesem mittels Magnetfeld im Topfboden erzeugt. Das heißt, hier geht keine Wärme verloren.

4. Kühlschränke als Stromfresser

Wer einen in die Jahre gekommenen Kühlschrank besitzt, sollte definitiv über ein Neugerät nachdenken. Vereiste Geräte sind ebenfalls wahre Übeltäter. Neue Kühlschränke verfügen über No-Frost-Technologien, setzen kein Eis an und verbrauchen deshalb weniger Strom.

5. Smarter Einbau

Wer eine Küche neu plant, kann nicht nur auf neue, energiesparende Geräte setzen, sondern auch bei der Platzierung der Küchengeräte wichtige Maßnahmen vornehmen. Der Kühlschrank zum Beispiel sollte nicht neben Geräten stehen, die Wärme erzeugen. Ein Kühlgerät neben Herd, Heizung oder Spülmaschine kann bis zu 30% mehr Energie kosten.

Licht als Energiefaktor

Wo zubereitet und gegessen wird, ist Licht ein wichtiger Faktor. Deshalb spielt Licht in der Küche eine zentrale Rolle und sollte richtig eingesetzt werden. Schon bei der Planung kann man hier Maßnahmen setzen und oft genutzte Flächen wie Spüle, Arbeitsflächen oder Kochfeld in der Nähe des Fensters platzieren. Helle Küchen wirken nicht nur großzügiger, sondern machen das Arbeiten bei Tageslicht auch einfacher. Wenn man das Tageslicht bestmöglich nutzt, spart man möglichst viel künstliches Licht und somit Energie. Wählen Sie zudem Energiesparlampen oder LED-Leuchten in der Küche.

Energiesparen im Küchen-Alltag

Für die Umwelt und für die Geldbörse - mit einfachen Tipps kann jeden Tag Energie in der Küche gespart werden. Das klingt nach einem Hürdenlauf, ist man aber erst einmal mit dem Ablauf vertraut, stellt sich eine gewisse Routine ein. Es sind oftmals Kleinigkeiten, die aber im Ganzen einen Unterschied machen. 
 
• Kochen mit Deckel klingt sehr banal, ist es auch. Aber effizient! Geschlossene Töpfe verbrauchen rund ein Drittel weniger Energie als Offene. Auch sollte der Topf die entsprechende Größe der Herdplatte haben. Zu kleine Töpfe auf großen Herdplatten feuern Energie ins Aus. Kochfelder halten die Hitze, deshalb kann man schon fünf Minuten vor Ende der Garzeit ausschalten. Auch Schnellkochtöpfe sparen Energie.
 
• Die Größe macht's! Kleine Geräte für kleine Zubereitungen, große Geräte für größere Projekte. Ein Brötchen im großen Backofen aufbacken macht wenig Sinn, wenn man auch den Toaster dafür verwenden kann. 
 
• Auch die Backofen-Nutzung kann sparsam umgestaltet werden. Oft ist ein Vorheizen gar nicht nötig. Entfernen Sie außerdem möglichst alle Bleche, die sich im Rohr befinden und zusätzliche Energie wegnehmen. Backen mit Umluft spart rund 40% Energie. Das Öffnen der Ofentür sollte vermieden werden. Erst wenn fertig gebacken wurde, kann man die Türe geöffnet lassen, um mit der Restwärme den Raum im Herbst oder Winter gemütlicher zu machen. 
 
• Der Kühlschrank sollte kühl sein. Warme Speisen haben im Kühlschrank nichts zu suchen. Auch offene Kühlschrank-Türen sind zu vermeiden. Gefrorene Lebensmittel im Kühlschrank aufzutauen ist eine gute Wahl, entlastet den Kühlkompressor und spart Energie. Ein Kühlschrank mit einer Fenstertüre ist optimal, aber aktuell noch in wenigen Haushalten vorhanden. Ein guter Tipp bei der Neueinrichtung!  Tipp: 5 - 7 Grad Celsius sind eine gute Temperatur für den Kühlschrank. Mit -18 Grad ist man bei der richtigen Temperatur für den Gefrierschrank angekommen. 
 
• Abwaschen mit der Geschirrspülmaschine ist effizient. 50 - 80% weniger Energie und Wasser werden vom Geschirrspüler verglichen mit der Handwäsche benötigt. Der Geschirrspüler sollte gut beladen, aber nicht überladen werden. Stärker verschmutztes Geschirr am besten nach unten einschichten, dort erreicht die Maschine die heißesten Temperaturen. Sollte trotzdem von Hand gewaschen werden, nicht unter fließendem Wasser spülen. Füllen Sie das Spülbecken mit Seifen- und Klarwasser. Tipp: Das Senken der Temperatur des Geschirrspülers von regulären 60 auf 50 Grad kann die Stromkosten des Gerätes um ein Viertel senken. 
 
• Vermeiden Sie den Standby-Modus bei Kleingeräten. Man kann diesen mit dem Einsatz von schaltbaren Steckdosenleisten umgehen. 
 
Wasser mit Wasserkocher kochen ist viel effizienter als auf dem Herd. Stiftung Warentest hat in einem Test den Wasserkocher als Gewinner gekürt, gefolgt von Induktionskochfeld, Glaskeramik-Kochfeld und regulärer Kochplatte.
 
Quelle:  Tipps24-Netzwerk - HR
Foto: Pixabay / CCO Public Domain / svabic