Hausbautipps24 - Bauplanung

Checkliste für die Suche nach dem passenden Baupartner

Die Entscheidung wer Baupartner wirdHausbau / Bauplanung:  Wir werden ein Haus bauen. Nur mit wem? Gesucht wird ein seriöses und leistungsstarkes Bauunternehmen. Aber wer ist der richtige Baupartner? Die Entscheidung, wer Vertragspartner wird, kann den Bauherren niemand abnehmen. Viele Fragen sind zu stellen. Entscheidungshilfe bietet ein Firmencheck mit Wirtschaftsauskunft.

Das Problem: Antwort auf entscheidende Fragen fordern

Für jeden Bauherren ist es notwendig, sich ein konkretes Bild über einen eventuellen Vertragspartner zu verschaffen - über seine Seriosität, Fachkompetenz und seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Fragen zu stellen ist besonders wichtig. Seit wann existiert die Firma? Welche Leistungen führt sie selbst aus und welche nicht? Welche Fachfirmen sind als Nachauftragnehmer beteiligt? Gibt es eine Referenzliste und können Referenzobjekte des Baupartners besichtigt werden? Ist die Preiskalkulation realistisch und marktgerecht? Wer ist der bauvorlageberechtigte Architekt? Sind die Firmeninhaber fachkompetent und erfahren?


Worauf kommt es an?

Eine Firma, die seriös und erfolgreich arbeitet, liefert konkrete Informationen und weicht Fragen nicht aus. Bevor man sich vertraglich bindet, sollte aber nicht nur das Bauunternehmen, sondern auch das Hausangebot gründlich geprüft werden. Empfehlenswert ist, mehrere Hausanbieter einzubeziehen. Von der Qualität des Angebots und der Beratung kann man viel über die Seriosität einer Firma ablesen.

Wichtig: auf vollständige Unterlagen achten

Zu einem Hausangebot gehören ein detailliertes Preisangebot mit Mehrkosten für Sonderleistungen und Gutschriften für Eigenleistungen. Ebenso die komplette Bau- und Leistungsbeschreibung, der Vertrag mit Zahlungsplan, die Grundrisse mit Bemaßung sowie Angaben zur Wohnfläche und zum umbauten Raum. All diese Unterlagen benötigt auch die Bank zur Prüfung der Finanzierung. Werden diese Unterlagen verweigert oder nur unvollständig übergeben, sollte man sich einem anderen Anbieter zuwenden.

Achtung: Wirtschaftsauskunft gehört zum Firmen-Check

Der BSB bietet in Kooperation mit dem Verband Vereine Creditreform e.V. einen Firmen-Check mit einer Wirtschaftsauskunft zu in- oder ausländischen Firmen an. Eine komplette Wirtschaftsauskunft liefert mehr als nur veröffentlichte Bilanzdaten. Sie ermöglicht aufgrund zahlreicher Kriterien eine Bonitätsbewertung des potenziellen Vertragspartners. Informationen zu Rechtsform, Unternehmensentwicklung, Gesellschaftern und Geschäftsführung sind ablesbar. Auch Geschäftsfelder, Umsatz und Personalstruktur haben Bedeutung, dazu Verflechtungen mit anderen Unternehmen und Beteiligungen. Schließlich enthält die Auskunft eine Bewertung der Bankbeziehungen mit Krediturteil und Informationen über Inkasso-Verfahren, Insolvenzanträge, Insolvenzverfahren und eidesstattliche Versicherungen.

Gleich ob vor Vertragsabschluss, bei auftretenden Konflikten und Risiken während der Bauzeit oder in der Gewährleistungsfrist - eine Wirtschaftsauskunft liefert wertvolle Informationen zur Wahrung der eigenen Interessen.

Fehler vermeiden: Wirtschaftsauskünfte durch Experten bewerten lassen

Um die Geschäftsbilanz eines Unternehmens zu bewerten, braucht es kaufmännische Spezialkenntnisse. Deshalb umfasst das BSB-Serviceangebot auch die Beratung durch unabhängige Bauherrenberater und Vertrauensanwälte des BSB. Mitglieder können nicht nur beim Verein eine preiswerte Wirtschaftsauskunft anfordern, sondern erhalten ein Jahr lang noch kostenlos alle Nachtragsinformationen, falls sich in der Bewertung des Unternehmens etwas ändert.

Entscheidend: Über Bauvertrag hart verhandeln

Der Firmencheck ist eine gute Basis für künftige Vertragsverhandlungen. Die Wirtschaftsauskunft bietet nicht nur wichtige Daten zur Firma, sondern auch Schlussfolgerungen für die Vertragsverhandlungen selbst. Nie sollte unter Zeitdruck verhandelt werden. Bauvertrag, Bau- und Leistungsbeschreibung und Preiskalkulation sind gründlich zu prüfen. Vorab sollten schriftlich Verhandlungswünsche übermittelt und verbindliche Stellungnahmen - beispielsweise zu Sicherheitsleistungen und beteiligten Fachfirmen - angefordert werden. Eine gründliche Vorbereitung auf die Vertragsverhandlungen für den Hausbau zahlt sich aus. Diese sollten dann von Seiten der Bauherren mit aller Konsequenz geführt werden.

Im eigenen Interesse sollten Verträge erst unterschrieben werden, wenn der künftige Baupartner den Firmen-Check bestanden hat, alle Fragen zum Bauvertrag bis ins Detail geklärt und verhandelt sind und die Finanzierung gesichert ist.
 
Quelle:  Bauherren-Schutzbund e.V.
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de