Kann die Trockenheit auch der Bausubstanz schaden?
Pflanzen: Nach einem trockenen Sommer achten viele Eigentümer auf verwelkte Gärten oder braune Rasenflächen. Deutlich seltener richtet sich der Blick auf den Boden unter dem eigenen Haus. Dabei können lang anhaltende Trockenperioden Veränderungen im Baugrund auslösen, die sich später durch Risse im Mauerwerk bemerkbar machen. Der Grund liegt im Baugrund. Tonhaltige und lehmige Böden reagieren empfindlich auf Schwankungen im Wassergehalt. Trocknet der Boden über längere Zeit aus, zieht er sich zusammen. Stehen große Bäume in unmittelbarer Hausnähe, entziehen ihre Wurzeln dem Boden zusätzlich Wasser. Dadurch kann sich der Untergrund weiter zusammenziehen. Im ungünstigen Fall entstehen Setzungen, die sich durch Risse an der Bausubstanz bemerkbar machen können.
Auf die regionale Bodenstruktur achten!
Zum Beispiel gerade im Bergischen Land kommen je nach Lage lehmige und tonhaltige Böden vor. Eigentümer sollten Veränderungen deshalb nicht vorschnell als gewöhnliche Alterserscheinung abtun. Entscheidend ist immer, ob ein Riss neu ist, sich verändert oder mit anhaltender Trockenheit und Bäumen in Hausnähe in Zusammenhang steht.
Viele Eigentümer erschrecken zunächst, wenn sie einen neuen Riss entdecken. Dabei ist nicht jeder Riss gleich ein Schaden. Entscheidend ist, früh zu erkennen, ob sich etwas verändert oder ob es sich um normale Bewegungen des Gebäudes handelt.
Nicht jeder Riss hat dieselbe Ursache, und nicht jeder Riss ist sofort ein Grund zur Sorge. Ein feiner Putzriss, der über Jahre unverändert bleibt, ist etwas anderes als ein neuer Riss, der breiter wird oder in der Nähe eines großen Baums auftritt. In solchen Fällen kann eine fachliche Einschätzung helfen, die Situation richtig einzuordnen und gegebenenfalls frühzeitig zu handeln.
Veränderungen an Bäumen in Hausnähe beobachten!
Eigentümer mit großen Bäumen in Hausnähe sollten bei anhaltender Trockenheit Veränderungen an ihrem Wohnhaus aufmerksam beobachten. Ob Maßnahmen wie ein kontrolliertes Bewässern des Bodens im Fundamentbereich sinnvoll sind, hängt von den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten und der Bodenbeschaffenheit ab und sollte im Einzelfall beurteilt werden. Auch bei der Planung neuer Bepflanzung lohnt sich ein Blick auf den späteren Wurzelraum, bevor ein Baum zu nah am Haus wächst. Wer unsicher ist, ob eine bestehende Bepflanzung ein Risiko darstellt oder wie ein vorhandener Riss einzuschätzen ist, kann sich an RS Echtwert wenden.
Quelle: OMERGY GmbH
Foto: Pixabay / moshehar

