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Zweigeteilter Immobilienmarkt beherrscht das Geschehen


zweigeteilter immobilienmarktImmobilienmarkt / Immobiliennachrichten:  Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Frühjahr den Leitzins auf das historische Tief von null Prozent gesenkt. Angesichts dieser Entwicklung werden auch die Bauzinsen bis auf Weiteres in ihrem Dauertief verharren. Viele Bundesbürger denken deshalb darüber nach, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen. Die hohe Immobiliennachfrage hat die Preise für Häuser und Wohnungen in einigen Regionen allerdings bereits stark ansteigen lassen.

 

Zuzug in die Großstädte hält an

Der Immobilienmarkt ist momentan zweigeteilt. Auf der einen Seite werden die Preise in Großstädten wie etwa Hamburg oder München sowie in deren Umland vermutlich weiter steigen. Auf der anderen Seite gebe es strukturschwache Regionen, in denen die Immobilienpreise stagnieren oder sogar fallen. Und das wird auch künftig so bleiben. Die beiden Hauptgründe für den Preisanstieg in den Metropolen sind der Zuzug von Menschen und das aktuelle Zinsniveau. Immer mehr Menschen ziehen in die Ballungsräume, denn dort sind die Arbeitsmarktbedingungen momentan ausgesprochen gut. Und diese Menschen wollen in der Regel auch dort wohnen, also steigt die Nachfrage nach Wohnimmobilien in diesen Regionen. Gleichzeitig wird in den Städten noch zu wenig gebaut. Die Nachfrage ist also hoch, das Angebot gering, somit stiegen die Preise. Der andere Aspekt sind die Zinsen, sie sind so niedrig wie noch nie, deshalb können es sich mehr Menschen erlauben, einen Kredit beziehungsweise einen Wohn-Immobilien-Kredit aufzunehmen.

Immobilien als sinnvolle Option zur Altersvorsorge

Generell seien Wohnimmobilien eine gute und sichere Kapitalanlage auch als Altersvorsorge: "Speziell in Deutschland gibt es einen sehr stabilen Immobilienmarkt. Dennoch muss jeder die Risiken eines Immobilienkaufs beachten", erläutert Jan Philip Weber. Solche Risiken seien etwa ein zukünftig geringeres persönliches Einkommen. Eine Immobilie könne aber auch im Preis fallen, weil beispielsweise die Wohngegend an Attraktivität verliere oder es weniger potentielle Käufer gebe. "Lage, Zeitpunkt und Preis spielen also eine wichtige Rolle beim Immobilienkauf. Trotz der Risiken sind Immobilien aber grundsätzlich eine sinnvolle Option bei der Vermögensanlage", betont Jan Philip Weber. Wer über einen Immobilienkauf nachdenke, könne sich beispielsweise bei den Volks- und Raiffeisenbanken beraten lassen.

Weniger potenzielle Käufer

In strukturschwachen Gegenden dürften die Immobilienpreise in den kommenden Jahren auch deshalb sinken, weil es weniger potentielle Käufer gibt. Weniger potentielle Käufer kann es deswegen geben, weil es durch den demografischen Faktor schlicht weniger Menschen in Deutschland geben wird. Das Statistische Bundesamt kommt in seiner aktuellen Vorausberechnung zu dem Ergebnis, dass die deutsche Bevölkerung von derzeit etwa 82 Millionen Menschen bis zum Jahr 2030 auf gut 77 Millionen sinken wird. Bis 2060 wird sich die Schrumpfung weiter fortsetzen, sodass die Einwohnerzahl Deutschlands auf knapp 65 Millionen Personen zurückgehen wird.

Quelle: djd/BVR
Foto: djd/BVR/thx