Terrassenbeläge aus Betonstein gewinnen bei vergleichender Ökobilanz
Terrasse: Optik, Langlebigkeit, Pflegeleichtigkeit, Preis: Bei der Wahl des Bodenbelags für Terrassen und Außenflächen spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle. Zudem interessieren sich viele Hauseigentümer auch für die ökologischen Eigenschaften der verschiedenen Materialien. Wie energieintensiv ist die Herstellung, woher stammen die Ausgangsprodukte, lässt sich der Baustoff später recyceln? Diesen und weiteren Fragen geht eine vergleichende Ökobilanzstudie verschiedener Terrassenaufbauten auf den Grund – und kommt dabei zu erheblichen Unterschieden zwischen den gängigen Materialien.
Ökobilanz: Von der Produktion bis zum Recycling
Die Ausgangssituation war für alle untersuchen Materialien identisch: Als Referenzgröße diente eine 17,5 Quadratmeter große Fläche – eine typische Dimension für Terrassen an Einfamilienhäusern. Die Experten der LifeCycle Competence GmbH nahmen in ihrer vom Betonverband Straße, Landschaft, Garten e. V. (SLG) beauftragten Ökobilanzstudie sechs gängige Materialien unter die Lupe: Betonwerksteinplatten, Naturwerksteinplatten, keramische Fliesen, Holzdielen, Wood-Plastic-Composites (WPC) sowie Thermowood-Dielen. Die Analyse bezieht sich auf den gesamten Lebenszyklus von der Herstellung bis zur Entsorgung und umfasst auch Transportwege, Wiederverwertbarkeit sowie die Recyclingfähigkeit. Dabei zeigt sich, dass Terrassenbeläge aus Betonstein in ungebundener Bauweise in fast allen untersuchten Kategorien besonders vorteilhaft abschneiden. Sie lassen sich nahezu vollständig wiederverwerten oder erneut verlegen. Die Recyclingquote von fast 100 Prozent spart Primärressourcen ein und gleicht die Aufwendungen in der Herstellung über die Nutzungszeit hinweg aus.
Kurze Transportwege sparen Emissionen
Ein weiterer Vorteil sind die vergleichsweise kurzen Wege: Betonprodukte werden zumeist in einem Umkreis von rund 100 Kilometern produziert und transportiert. Dadurch entstehen deutlich geringere Transportemissionen als etwa bei Naturstein, der häufig aus China importiert wird, oder Holz aus Skandinavien. Bei Verbundmaterialien wiederum ist zu beachten, dass eine sortenreine Trennung am Ende der Lebensdauer nur schwer möglich ist. Unter Betonstein.org gibt es mehr Informationen zur Ökobilanzstudie des Betonverbandes SLG. Hier finden sich sowohl eine Kurzversion als auch die Komplettfassung "Vergleichende Ökobilanz – Bericht / Terrassenaufbauten mit unterschiedlichen Deckschichten“ (Fassung Juli 2025) zum Download. Neben der Umweltverträglichkeit weisen Terrassenbeläge aus Betonwerkstein weitere positive Eigenschaften auf. Dazu zählen etwa die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, die Pflegeleichtigkeit und die lange Haltbarkeit des Belages.
Quelle: Betonverband Straße, Landschaft, Garten e. V. (SLG)
Foto: djd/betonstein.org/Nüdling
