Kapitalanlagen

Wie kann man aus dem eigenen Ersparten mehr machen?

Sparschwein oder Aktienfonds: Vor Entscheidungen bei der Geldanlage sollte man sich stets gründlich über Risiken und Chancen informieren.

Kapitalanlagen: Das Geld für sich arbeiten lassen. Eine Rendite erwirtschaften und sich langfristig eine solide Vermögensbasis aufbauen: Das klingt einfacher, als es ist. Bei einer klugen Geldanlage kommt es vor allem auf realistische Ziele, die Begrenzung von Risiken sowie einen langen Atem an.

Solide Grundlage für die Geldanlage

Bevor man sich überhaupt mit Geldanlagen beschäftigt, braucht es ein solides finanzielles Fundament. "Dazu gehört es, Schulden – mit Ausnahme von Immobilienkrediten – zunächst vollständig zu tilgen, sich eine Notfallreserve für unerwartete Ausgaben zu schaffen sowie existenzbedrohende Risiken abzusichern", erklärt Korina Dörr, Leiterin des Beratungsdienstes Geld und Haushalt. Erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, lohnt es sich, über Anlagen nachzudenken.

 

Dafür sollte man sich über die Ziele klar werden: Wofür wird das Geld am Ende benötigt – für den Ruhestand, eine größere Anschaffung oder den nächsten Urlaub? Die individuelle Risikobereitschaft ist ein weiterer wichtiger Faktor: Wer nicht mehr richtig schlafen kann, weil die Aktienkurse Achterbahn fahren, sollte eher nach sicheren Anlagen Ausschau halten. Und nur wer das Produkt komplett verstanden hat, kann Chancen und Risiken auch für sich einordnen. Tipp: Wer unsicher bleibt, sollte im Zweifel Abstand nehmen und in jedem Fall eine fachkundige Beratung einholen.

Risiken durch Streuung minimieren

Ein realistischer Blick auf mögliche Erträge bewahrt zudem vor Enttäuschungen. Wer mit überdurchschnittlichen Gewinnen rechnet, läuft Gefahr, sich zu übernehmen. Zudem werden die Kosten der Geldanlage oft nicht berücksichtigt. Es lohnt sich, vorsichtig zu kalkulieren: Oft sind es gerade vermeintlich unspektakuläre Anlagen, die langfristig für Stabilität sorgen. Wer in einen ausgewogenen Mix verschiedener Anlageformen investiert, reduziert außerdem das Risiko. Es hilft dabei, eventuelle Verluste in einem Bereich durch Gewinne in einem anderen aufzufangen. Nicht zuletzt gilt: Wer ständig seine Strategie wechselt, verspielt Renditechancen. Häufige Umschichtungen verursachen Kosten und verhindern eine nachhaltige Entwicklung des eigenen Portfolios. Beim Beratungsdienst Geld und Haushalt finden sich viele weitere Tipps für eine durchdachte Anlageplanung.

Quelle: Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V.,
Foto: Pixelio / Dinero777