Der große Überblick über Poolarten: Konstruktion, Materialien, Formen und Kosten
Swimmingpool: Ein eigener Pool im Garten steht für Lebensqualität, Erholung und sommerlichen Badespaß direkt vor der Haustür. Doch wer sich erstmals mit dem Thema beschäftigt, stellt schnell fest: Pool ist nicht gleich Pool. Unterschiedliche Konstruktionen, Materialien, Formen und Nutzungsarten machen die Auswahl komplex. Dieser umfassende Überblick erklärt die wichtigsten Poolarten, ihre Eigenschaften sowie Vor- und Nachteile und hilft dabei, die passende Lösung für Budget, Platzangebot und Nutzungswünsche zu finden.
Poolarten nach Konstruktion – verschiedene Poollösungen
Die Bauweise entscheidet maßgeblich über Aufwand, Haltbarkeit und Kosten eines Pools. Grundsätzlich wird zwischen oberirdischen, teileingelassenen und vollständig eingelassenen Konstruktionen unterschieden.
Aufstellpools gehören zu den einfachsten Lösungen. Sie stehen oberirdisch, lassen sich vergleichsweise schnell montieren und bei Bedarf wieder abbauen. Dadurch eignen sie sich besonders für Mietobjekte oder Haushalte, die zunächst testen möchten, ob sich ein Pool langfristig lohnt. Ihre Lebensdauer ist jedoch begrenzt und die Optik wirkt meist weniger hochwertig.
Teileingelassene Pools bilden einen Mittelweg. Sie werden teilweise in den Boden eingebaut und verbinden eine stabilere Bauweise mit moderatem Aufwand. Diese Variante passt gut in leicht abschüssige Grundstücke oder Gärten, in denen eine vollständige Baugrube schwierig wäre.
Einbaupools sind die dauerhafteste und hochwertigste Lösung. Sie werden vollständig in den Boden integriert und können individuell gestaltet werden. Neben der langen Lebensdauer sprechen vor allem die gestalterischen Möglichkeiten für diese Variante. Dem stehen höhere Baukosten, längere Planungszeiten und Genehmigungsfragen gegenüber.
Poolarten nach Material
Das Material beeinflusst Stabilität, Pflegeaufwand und Preis.
Stahlwandpools bestehen aus einer stabilen Metallwand mit Innenfolie. Sie sind langlebig, relativ preiswert und sowohl als Aufstell- als auch als Einbauvariante erhältlich. Allerdings können sie anfällig für Korrosion sein, wenn Beschädigungen auftreten.
Kunststoffpools aus Polypropylen oder Polyester werden häufig als fertige Becken geliefert. Sie überzeugen durch glatte Oberflächen, einfache Reinigung und hohe Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse. Die Anschaffungskosten liegen im mittleren bis höheren Bereich.
Betonpools gelten als Premiumlösung. Sie werden individuell vor Ort gebaut und bieten maximale Gestaltungsfreiheit bei Größe und Form. Durch ihre massive Bauweise sind sie besonders langlebig, allerdings auch kostenintensiv und aufwendig in der Planung.
Naturpools und Schwimmteiche setzen auf natürliche Materialien und biologische Wasseraufbereitung. Sie integrieren sich harmonisch in den Garten, erfordern jedoch ausreichend Platz und eine sorgfältige Planung der Regenerationszonen.
Poolformen und ihre Wirkung
Die Form eines Pools beeinflusst sowohl die Optik als auch die Nutzungsmöglichkeiten. Rechteckige Becken wirken modern und eignen sich besonders gut zum Schwimmen von Bahnen. Runde oder ovale Pools fügen sich weicher in den Garten ein und sind häufig bei Aufstellpools zu finden. Freiformpools erlauben individuelle Gestaltung und orientieren sich oft an natürlichen Teichformen, was vor allem bei Naturpools beliebt ist.
Neben dem Design spielt auch der Platzbedarf eine Rolle. Schmale Grundstücke profitieren von länglichen Formen, während großzügige Gärten Raum für organische Designs bieten.
Poolarten nach Verwendung
Je nach Einsatzzweck unterscheiden sich Größe, Ausstattung und Bauweise erheblich.
Ein Planschbecken dient vor allem kleinen Kindern und wird meist saisonal genutzt. Es ist kostengünstig, mobil und schnell aufgebaut, jedoch nicht für dauerhaftes Baden geeignet.
Aufstellpools bieten Familien eine unkomplizierte Möglichkeit zur Abkühlung im Sommer. Sie sind größer und stabiler als Planschbecken, bleiben aber flexibel und rückbaubar.
Einbaupools richten sich an Familien, die regelmäßig schwimmen möchten oder ihren Garten dauerhaft aufwerten wollen. Sie ermöglichen komfortables Baden, sportliches Schwimmen und die Integration von Technik wie Gegenstromanlagen oder Poolheizungen.
Schwimmteiche und Naturpools verbinden Badebereich und Gartenteich. Sie sprechen vor allem Menschen an, die Wert auf ökologische Wasseraufbereitung und natürliche Optik legen.
Preisunterschiede zwischen den Poolarten
Die Kosten variieren stark je nach Bauweise, Größe und Ausstattung. Ein einfaches Planschbecken ist bereits für sehr geringe Beträge erhältlich, während hochwertige Einbaupools schnell Investitionen im fünfstelligen Bereich erfordern können.
Aufstellpools bewegen sich preislich im unteren bis mittleren Segment und bieten ein gutes Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen. Teileingelassene Varianten liegen darüber, da Erdarbeiten und stabilere Konstruktionen erforderlich sind. Einbaupools verursachen die höchsten Kosten, bieten dafür aber auch die größte Wertsteigerung für die Immobilie sowie langfristige Nutzungsmöglichkeiten.
Neben den Anschaffungskosten sollten laufende Ausgaben für Pflege, Energie und Wasser berücksichtigt werden, die je nach Poolart unterschiedlich ausfallen.
Fazit
Die Wahl des richtigen Pools hängt von zahlreichen Faktoren ab: verfügbarem Platz, Budget, gewünschter Nutzungsintensität und gestalterischen Vorstellungen. Während einfache Lösungen schnellen Badespaß ermöglichen, bieten hochwertige Einbau- oder Naturpools langfristigen Komfort und eine deutliche Aufwertung des Gartens. Wer sich vorab umfassend informiert und die eigenen Prioritäten klar definiert, findet leichter die passende Poolart für seine individuellen Bedürfnisse.
FAQ – Häufige Fragen zu Poolarten
Welche Poolart ist am pflegeleichtesten?
Fertigbecken aus Kunststoff sowie klassische Einbaupools mit moderner Filtertechnik gelten als besonders pflegeleicht, da sie glatte Oberflächen besitzen und sich gut reinigen lassen.
Welche Poollösung eignet sich für kleine Gärten?
Schmale rechteckige Becken oder kompakte Aufstellpools sind platzsparend und ermöglichen auch auf begrenzter Fläche Badespaß.
Ist ein Naturpool teurer als ein klassischer Pool?
Die Baukosten können ähnlich oder höher sein, da zusätzliche Flächen für die biologische Wasseraufbereitung benötigt werden.
Benötigt man eine Baugenehmigung für einen Pool?
Das hängt von Größe, Bauweise und regionalen Vorschriften ab. Vor allem bei Einbaupools sollte dies vorab geprüft werden.
Welche Poolart ist langfristig die günstigste?
Das hängt von Nutzungsdauer und Wartungskosten ab. Ein hochwertiger Einbaupool kann über viele Jahre wirtschaftlich sein, während günstige Lösungen häufiger ersetzt werden müssen.
Quelle: Tipps24-Netzwerk – HR
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