Nach dem Hausbau: So planen Sie den Umzug aus der Mietwohnung
Umzug: Beim Hausbau dreht sich monatelang alles um Grundriss, Gewerke und Bauzeitenplan. Der Umzug selbst kommt oft erst ganz am Ende auf die Liste. Dabei hängt an ihm mehr, als man denkt: die Kündigung der Mietwohnung, doppelte Mietzahlungen und die Frage, ob das Haus am Umzugstag wirklich bezugsfertig ist. Wer den Umzug früh in den Bauzeitplan einbaut, spart Geld und Nerven.
Die Kündigungsfrist richtig einplanen
Für Mieter gilt in der Regel eine Kündigungsfrist von knapp drei Monaten. Die Kündigung muss spätestens am dritten Werktag eines Monats beim Vermieter sein und gilt dann zum Ende des übernächsten Monats, so steht es in § 573c BGB. Wer im Juni einzieht, muss also spätestens Anfang April kündigen. Das Problem: Drei Monate vor dem Einzug ist ein Neubau oft noch nicht so weit, dass man den Termin sicher zusagen kann.
Puffer für Restarbeiten einbauen
Bauverzögerungen sind eher die Regel als die Ausnahme. Fehlt am geplanten Umzugstag noch der Fußbodenbelag oder ist die Küche nicht montiert, wird es eng. Viele Bauherren planen deshalb vier bis sechs Wochen Überschneidung ein, in denen Mietwohnung und Haus gleichzeitig laufen. Das kostet eine zusätzliche Miete, ist aber deutlich günstiger als ein Umzug ins Provisorium oder eine Zwischenlösung.
- Kündigung erst schicken, wenn der Fertigstellungstermin realistisch ist
- Den Umzug nach Maler, Bodenleger und Küchenmontage legen
- Mit dem Vermieter über einen früheren Auszug oder einen Nachmieter sprechen
- Den Umzugstermin früh festmachen, besonders zum Monatsende
Möbel ausmessen, bevor sie ins neue Haus kommen
Im neuen Haus sind die Räume anders geschnitten. Die Schrankwand, die in der Mietwohnung perfekt in die Nische passte, kann im neuen Wohnzimmer vor einem Fenster stehen. Deshalb lohnt sich ein einfacher Plan: Grundriss ausdrucken, die großen Möbel einzeichnen und entscheiden, was mitkommt und was verkauft oder entsorgt wird. Was nicht mitkommt, muss auch nicht gepackt und getragen werden.
Den Umzugstag im Neubau vorbereiten
Neue Böden und frisch gestrichene Wände sind am Umzugstag besonders empfindlich. Legen Sie im Flur und auf der Treppe einen Bodenschutz aus und klären Sie vorher, ob Strom, Wasser und Heizung schon dauerhaft laufen. Notieren Sie am Auszugstag die Zählerstände in der Mietwohnung und am Einzugstag die im neuen Haus. Und sorgen Sie dafür, dass der Lkw nah an die Haustür kommt. In Neubaugebieten sind die Straßen oft noch nicht fertig oder mit Baufahrzeugen zugestellt.

Abbau und Aufbau gleich mitplanen
Große Möbel wie Schrankwände, Kleiderschränke und Betten müssen für den Transport zerlegt werden. Im neuen Haus kommen sie oft in eine andere Ecke, manchmal mit kleinen Anpassungen. Wer keine Wochenenden mit Inbusschlüssel und Anleitung verbringen will, kann die Möbelmontage gleich mit dem Umzug beauftragen. Dann stehen am Abend Betten und Schränke, und die ersten Kartons können ausgepackt werden.
Für Bauherren aus der Region, die etwa aus einer Mietwohnung in der Stadt ins Umland ziehen, gibt es Umzüge in Köln und Umgebung auch mit Besichtigung vorab. Dabei wird geklärt, was mitkommt, wie die Wege in beiden Häusern sind und welcher Termin zum Bauzeitplan passt.
Kurz zusammengefasst
- Kündigungsfrist von knapp drei Monaten in den Bauzeitplan einrechnen
- Vier bis sechs Wochen Überschneidung als Puffer einplanen
- Möbel anhand des neuen Grundrisses auswählen
- Abbau, Transport und Aufbau zusammen beauftragen
Quelle: Tipps24-Netzwerk - HR / Redaktion Umzugsunion
Fotos: Redaktion Umzugsunion
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