Möbel

Corona - Wird sich der Lockdown auf unsere Einrichtung auswirken?

Wohnen und Einrichten / Möbel:  Wird das Leben jenseits des eigenen Zuhauses unkontrollierbar, gewinnt der persönliche Rückzugsort an zusätzlicher Wichtigkeit. Dies ist in der aktuellen Corona-Pandemie definitiv der Fall.

 

Auch die Einrichtung wird davon beeinflusst. Der Kauf neuer Einrichtungsgegenstände in lokalen Geschäften ist durch den Lockdown nicht mehr möglich, Möbel bestellen läuft, wenn überhaupt, über das Internet ab. Welche Rolle das Zuhause aktuell für die Menschen spielt und in Zukunft spielen wird, zeigt der folgende Beitrag.

Die Wohnungen nach Corona

Wohntrends unterliegen einem stetigen Wandel, ob die trendige Kissensammlung, die Pantone-Farbe des Jahres oder der angesagteste Stil für das neue Sofa. Aktuell fühlen sich diese Trends nahezu unanständig und dekadent an, denn sie scheinen zu den sogenannten „Erste Welt Problemen“ zu gehören.

Allerdings spielt es genau in den aktuell herausfordernden Zeiten eine große Rolle, wie die eigenen vier Wände eingerichtet, dekoriert und geformt werden. Dass das Zuhause einem Rückzugsort entspricht, der völlig frei gestaltet werden sollten, ist tief in der DNA der Menschen verankert. Schließlich spiegelt das eigene Heim im Idealfall die eigene Persönlichkeit und die wichtigen Werte wider.

Wird die Corona-Pandemie das Wohnen verändern? Um diese Frage zu beantworten, muss in die Zukunft geblickt werden. Wahrscheinlich wird die Krise im Jahr 2021 endlich überwunden sein. Die Wohnungen werden dann komfortabler, organisierter, aufgeräumter und funktionaler denn je sein. Schließlich wurde während der Corona-Pandemie gelernt, Dinge in Eigenregie zu reparieren, die Wände zu streichen und Regale zusammenzusetzen. Außerdem fehlen einige Dinge, die verkauft oder gespendet wurden, da sie schlichtweg nicht benötigt wurden.

Vergangene Muster überdenken

Nach der Krise wird sich ein wohliges Gefühl ausbreiten, weil die Kontrolle über das Leben langsam wiedererlangt wird. Dinge, die vorher kaum wahrgenommen wurden, werden plötzlich wieder gesehen und geschätzt.

Nach der Corona-Pandemie werden die Gegenstände, die sich im privaten Lebensraum befinden, so auch mit Sicherheit kritischer betrachtet werden. Wer hat sie hergestellt, woher kamen sie und welche Bedeutung haben sie? Spenden die Gegenstände Trost oder Freude und werden die tatsächlichen Bedürfnisse und Überzeugungen durch diese widergespiegelt?

Ebenfalls wird es um die Frage gehen, ob nachhaltige Materialien eingesetzt werden oder es lediglich auf Design und Optik ankommt, anstatt auf Funktionalität und Langlebigkeit. Im Fokus steht nicht, was sich in den Häusern befindet, sondern wie sich die Bewohner in ihnen fühlen.

Ein neues Gefühl für Zuhause

Die neue Realität muss einen sicheren Rückzugsort in den eigenen vier Wänden für die Seele bieten. Auch der inflationär gebrauchte Begriff der Achtsamkeit spielt dabei eine äußerst essentielle Rolle. Achtsamkeit wird plötzlich dringlich und wichtig. Es handelt sich bei neuen kulturellen Konzepten und Veränderungen nicht nur um kurzfristige Lösungen. Vielmehr geht es darum, dass sich die Menschen mit ihrer eigenen Realität auseinandersetzen und das zu Hause nach dieser gestaltet wird.

Das größte Heimweh verspüren stets die Menschen, die kein Zuhause haben. Aktuell ist die Welt ein Ort für Nomaden, denn nur mobile und flexible Lebensstile gelten als erstrebenswert. Es ist wahrscheinlich, dass die Corona-Pandemie den Rückwärtsgang bei dieser Entwicklung einlegt. Es wird dadurch ein neues Gefühl für Heimat und Zuhause geschaffen. Denn diese symbolisieren schließlich das Zurückfallen nach der Zerstreuung und das Vertraute.

Quelle: Tipps24-Netzwerk - HR
Foto: Pixabay / CCO Public Domain / geralt