Hausbau / Dach: Ausgeglichenes Raumklima unterm massiven DachHier besteht die Dachkonstruktion nicht, wie bei einem konventionellen Dach üblich, aus Holzsparren. Der Dachstuhl aus Holz entfällt und wird durch bis zu 8 m lange Porenbeton-Dachplatten ersetzt. Sie lassen sich schnell und wirtschaftlich direkt vom Lieferfahrzeug auf das Dach verlegen. Je nach Ausrichtung spricht man von Schottenbauweise - hier werden die Dachplatten parallel zum First bzw. der Traufe verlegt - oder von der Sparrenbauweise, wenn sie in der Richtung der sonst üblichen Sparren verlegt werden.
Zur Eindeckung sind alle in der Praxis üblichen Materialien geeignet, wie Dachsteine oder Dachziegel. Die raumseitige Verkleidung mit Gipskartonplatten oder dergleichen ist nicht erforderlich. Je nach persönlichem Geschmack können die Dachplatten sichtbar bleiben oder verputzt und mit einer Tapete oder einem Anstrich versehen werden.
Das Massivdach kommt für alle Dachformen in Frage - vom Satteldach über Pult- und Tonnendach bis hin zum Flachdach. Selbstverständlich können auch hier Dachfenster eingebaut werden - schließlich sorgt viel Licht im Dachgeschoss erst für die richtige Atmosphäre. Je nach architektonischer Vorstellung sind Dachgauben, Erker oder Dachterrassen möglich.
Porenbeton ist bekannt als Baustoff mit einer hervorragenden Wärmedämmung. Die
geringe Wärmeleitfähigkeit bewirkt, dass im Winter möglichst wenig Wärme nach außen abgegeben wird. Umgekehrt sorgt sie im Sommer dafür, dass es im Inneren trotz hoher Außentemperaturen angenehm kühl bleibt. Für den sommerlichen Wärmeschutz genauso wichtig ist die Fähigkeit von Porenbeton, Wärme zwischenzuspeichern und somit als zusätzlicher Puffer zu wirken. Während der Nacht kühlen die massiven Bauteile ab und können dann am Tag wieder Wärme aufnehmen und speichern. Voraussetzung ist, dass während der Nacht die Wärme durch ausreichende Lüftung wieder abgeführt wird. Dieser Effekt zeigt auch bei längeren Hitzeperioden seine Wirkung. Unabhängige Messungen haben gezeigt, dass die Innenraumtemperatur selbst unter extremen sommerlichen Temperaturen nur wenig beeinflusst wird.
Im Gegensatz zur Außenwand kommt das Porenbeton-Massivdach dennoch nicht ganz ohne zusätzliche Wärmedämmung aus. Gegenüber einer herkömmlichen Dachkonstruktion kann jedoch die Dicke der Dämmung deutlich reduziert werden. Mit dem Massivdach ist es möglich, den kompletten Rohbau aus dem Baustoff Porenbeton zu erstellen. Dadurch lässt sich der Einfluss von Wärmebrücken auf ein Minimum reduzieren. Das bedeutet: Die Energieverluste über das Dach sind verschwindend gering. Die Anforderungen an die Energieeinsparverordnung sind damit ebenso leicht zu erfüllen wie die an ein staatlich gefördertes KfW-Energiesparhaus 60.
Erhöhter Schall- und Brandschutzden Bewohnern eines Dachgeschosses kommt ein weiterer positiver Effekt zugute. Aufgrund seiner höheren Masse im Vergleich zu einem konventionellen Dach hat das Porenbeton-Massivdach einen eindeutig besseren Schallschutz. Dies gilt sowohl beim Schallschutz gegenüber Außenlärm, wie z.B. Verkehrs- und Fluglärm, als auch bei der oft vernachlässigten Schalllängsleitung in der Dachebene, die besonders bei Reihenhäusern oder aneinander grenzenden Wohnungen von Interesse ist.
Wie für alle Massivbaustoffe gilt: Porenbeton brennt nicht. Er gehört somit zur Brandschutzklasse A1 (nicht brennbar). Hinzu kommt, dass im Brandfall kein Rauch oder giftige Gase entstehen. Ein weiteres Plus ist die hohe Feuerwiderstandsdauer von Porenbeton. Möglich sind Feuerwiderstandsklassen zwischen F 30 und F 180. Je höher die Feuerwiderstandsdauer, desto größer ist die Sicherheit gegenüber einer Brandausbreitung. Die Feuerwiderstandsdauer wird nicht durch eine zusätzliche Wärmedämmung oder die Dacheindeckung beeinflusst. Informationen zum Baustoff Porenbeton gibt es unter bv-porenbeton.de.
Quelle: Bundesverband-Porenbeton
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