Mittwoch, 23. Mai 2012

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Dach Dachbegrünung - Grüne Mütze für das Haus
Dach BegruenungHausbau / Dach:  Vielerorts verwandeln sich immer mehr Dachflächen in blühende Oasen. Die Extensivbegrünung auf dem eigenen Haus oder Garage liegt derzeit im Trend. Eigentlich kein Wunder, denn wer blickt nicht gerne hoch oben vom eigenen Dachgarten aus über die Stadt? Begrünte Dächer sind allerdings nicht nur besonders schön anzuschauen, sondern zeichnen sich auch durch einen vergleichsweise geringen Herstellungs- und Pflegeaufwand aus.



Das Prinzip: Eine nur wenige Zentimeter dicke Substratschicht trägt eine extrem anspruchslose, robuste sowie auch trockenheitsverträgliche Pflanzendecke. Die Immobilienprofis von Immonet.de erklären, warum es sich lohnt, über einen Biotop hoch oben auf dem eigenen Dach nachzudenken.

Gegenüber gebräuchlicher Dachbedeckung weist eine Dachbegrünung entscheidende Vorteile auf. Sie bildet in der Stadt einen wertvollen Biotop, trägt zur Verbesserung der Luft bei, hält Niederschläge zurück und verlängert die Lebensdauer des Daches. Besonders angenehm für die Bewohner: Im Sommer ist
das begrünte Dach schön kühlend und im Winter angenehm wärmend. Außerdem tragen begrünte Dächer und Garagen zu einem lebenswerteren städtischen Wohnumfeld bei.

Die Oase hoch oben

Eine fachgerechte Abdichtung und eine standortangepasste Bepflanzung sind Voraussetzung für ein bewachsenes Dach, an welchem man sich jahrelang erfreuen kann. Für den Aufbau der Dachbegrünung ist gerade die Neigung des Daches ein entscheidendes Kriterium. Beträgt die Dachneigung zwischen fünf und 15 %, dann lässt sich das Bepflanzen am einfachsten realisieren.

Allerdings muss man bei der Dachbegrünung aufgrund statischer Anforderungen und durch die Höhe des Aufbaus zwischen extensiver und intensiver Begrünung unterscheiden. Die extensive Dachbegrünung kommt mit einer geringen Vegetationsschicht aus, da ihre Pflanzen Wasser in Blätter und Wurzeln speichern können. Der Pflegeaufwand und die Unterhaltung sind somit gering. Die intensive Begrünung hingegen erlaubt gestalterische Möglichkeiten wie im Hausgarten. Begrenzt werden diese jedoch durch die Höhe des Schichtaufbaus und die statischen Gegebenheiten.

Welche Begrünung eignet sich?

Dächer stellen durchaus einen Extremstandort dar: Pflanzen sind hohen Windbelastungen und bei abnehmender Substratstärke und Ausrichtung des Daches auch Trockenstress ausgesetzt. Für die Dachbegrünung eignen sich daher alle Pflanzen, die nicht so hoch wachsen und die Windbelastungen aushalten. Natürlich ist die Wahl der Bepflanzung auch abhängig vom Pflegeaufwand.

Damit alle bauphysikalischen und ökologischen Vorteile einer Dachbegrünung zum Tragen kommen, sollte die Dachfläche möglichst dicht bepflanzt werden. Insbesondere einfach und kostengünstig kann dies mit einer extensiven Mischung aus Wildgräsern und Wildkräutern erfolgen.

Finanzielle Zuschüsse für das grüne Dach

Wer sich für eine „grüne Mütze“ für das eigene Haus entscheidet, der kann mittlerweile direkte Zuschüsse bzw. zinsverbilligte Darlehen für eine Dachbegrünung beantragen. Beispielsweise fördert der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa die Anlage von Dachbegrünungen im Bundesland Bremen mit bis zu 5.000 Euro. Über weitere Möglichkeiten bzgl. Zuschüsse für eine Dachbegrünung informiert der Deutsche Dachgärtner Verband.

Durchaus ist die ökologische Version teurer als beispielsweise ein herkömmliches Dach. Auf lange Sicht hingegen kann man allerdings mit einem begrünten Dach sparen, denn dieses hält mit 40 Jahren cirka doppelt so lang als die Alternative mit Kies. Außerdem belohnen Kommunen das Anlegen eines begrünten Daches mit reduzierten Abwassergebühren: Ein begrüntes Flachdach kann bis zu 90 Prozent des Regenwassers speichern und steigt von dort wieder in die Luft auf. So trägt es außerdem noch zum Hochwasserschutz bei.

Quelle: immonet.de

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