Bauplanung

5 Punkte, die ich bei meiner Architektenwahl beachten sollte

 

ArchitektenwahlHausbau / Bauplanung:  Ob gewerblich oder privat, ob Baugemeinschaften oder Investoren: Möchten Sie bauen, dann brauchen sie den richtigen Architekten. Doch wie findet man diesen, insbesondere wenn sie vielleicht am Start ihres ersten Hausbaus stehen und noch keine Erfahrungen sammeln konnten? Mit einer überschaubaren 5-Punkte-Checkliste machen sie sich fit für die Architektenwahl.

 

Architektenwahl – mehr als ein Zeichner

Über einen wichtigen Punkt sollten sie sich vorab klar sein: Es geht bei der Architektenwahl um viel mehr als nur jemanden zu finden, der ihre Vorgaben zu Papier bringt. Sie suchen jemanden, der ihre Wünsche optimiert und deren Verwirklichung begleitet. Die Architektenwahl bedeutet außerdem, dass sie eine Mannschaft anheuern, nicht nur den Kapitän verpflichten. Ihr zukünftiger Baubegleiter bringt ein Team mit, und auch dieses Team muss zu ihrem Projekt passen.

Gute Ideen scheitern bei Bauprojekten oft an der mangelhaften Umsetzung. Prüfen sie daher intensiv, ob für einzelne Gewerke die richtigen Fachleute an Bord sind. Beispiel Innenausbau: Für kreative Wünsche brauchen sie mehr als einen gewöhnlichen Schreiner, sondern Spezialisten wie etwa STATTURA. Behalten sie diesen kritischen Punkt im Hinterkopf, dann treffen sie auch die richtige Architektenwahl.

Checkpunkt 1: Die Vorbereitung des Bauherrn

Los geht die Architektenwahl mit der Suche nach geeigneten Kandidaten. Sie finden diese in Branchenverzeichnissen („Gelbe Seiten“ etc.), sie können aber auch die örtliche Architektenkammer ansprechen und sich Adressen für die Auswahl geben lassen. Die Suche sollten Sie in der näheren Umgebung des geplanten Objekts beginnen, nur wenn dort nicht der richtige Architekt zu finden ist, sollten sie den Radius ihrer Suche weiter stecken. Denn während der Bauphase ist es extrem hilfreich, wenn der Architekt bei Fragen und Problemen schnell vor Ort sein kann.

Idealerweise schaut er auch hin und wieder unangemeldet auf der Baustelle vorbei, um die Qualität der Gewerke zu prüfen. Schauen sie sich auf den Internetseiten der Architekten deren Referenzobjekte an und prüfen Sie, ob der Stil zu Ihnen passt. Zudem sollte dieser bei der Architektenkammer angemeldet sein. Das klingt selbstverständlich, aber ab und zu gibt es schwarze Schafe und im Streitfall kann die Kammer sehr hilfreich sein. Anhand dieser Kriterien treffen Sie Ihre Vorauswahl. Sinnvoll ist eine kleine Liste mit drei bis fünf Architekten, die Ihnen gefallen. Weniger sollten es nicht sein, damit etwas Wettbewerb im Spiel ist. Mehr als fünf erhöht vielleicht die Chance, bei der Architektenwahl einen noch besseren Kandidaten zu finden, bedeutet aber eben auch zusätzlichen Aufwand.

Die richtigen Fragen für die Architektenwahl

Damit der Hausbau für sie als Bauherren auch im Ergebnis zum Traumhaus führt, ist es für die Architektenwahl wichtig, bei den Gesprächen mit den Planern die richtigen Fragen zu stellen, auch darauf müssen sie gut vorbereitet sein. Hören sie genau hin! Versteht der Planer auf der anderen Seite des Tisches ihre persönlichen Wünsche? Mit welchen Partnern möchte der Architekt bei den einzelnen Gewerken arbeiten, wie sehen deren Referenzobjekte aus? Bezieht der Architekt auch die Gestaltung der Innenräume in seine Planungen ein? Gerade die Partner und die Innengestaltung sind kritische Punkte für die Architektenwahl. Wenn sie zum Beispiel Wohneigentum planen und sich eine sehr individuelle Küche oder ein Designerbad wünschen, müssen zum einen alle Anschlüsse sauber geplant sein, zum anderen muss auch die richtige Mannschaft für die Umsetzung parat stehen. Spezialisten wie beispielsweise STATTURA sind hier bereits in der Planungsphase in der Lage, mit Rat und Ideen zur unterstützen. Ihnen als Bauherr dürfte in Detailfragen das nötige Know-how fehlen, an dieser Schnittstelle ist der richtige Experte wichtig. Zudem sollte der Architekt Erfahrung in der Zusammenarbeit mit derartigen Partnerunternehmen haben, damit der reibungslose Ablauf bereits eingeübt ist.

Architektenwahl ist keine Preisfrage

Keine Frage bei der Architektenwahl und nicht verhandelbar sind hingegen die Preise: Für Architekten gilt die „Honorarordnung für Architekten und Ingenieure“ (HOAI). Für jegliche Planungsleistung im Bauwesen ist die Honorarordnung verbindliches Preisrecht. Nur in wenigen Ausnahmefällen sind Abweichungen möglich. Sie zahlen grundsätzlich nach Aufwand. Die Preise beeinflussen können sie also nur, wenn sie über den zeitlichen Rahmen für die Planungsleistungen verhandeln. Je nach Größe und Planungsanforderungen ihres Wohnprojektes oder Firmenbaus ist diese Planungszeit natürlich unterschiedlich. Falls sie unsicher sind, fragen sie z.B. in Bauherrenforen im Internet nach oder halten sie Rücksprache mit der Kammer.

Auch Kostenrisiken im Bauverlauf lassen sich eingrenzen, sie können zum Beispiel mit dem Architekten einen finanziellen Rahmen vereinbaren für Baustellenbesuche etc. Sollte es zu Unklarheiten oder Streit kommen, gibt es bei der Architektenkammer eine Schlichtungsstelle, die günstig und in der Regel schnell die Konflikte löst. Bei einem Honorarbudget von beispielsweise 12.000 Euro liegen die Kosten für ein solches Schlichtungsverfahren bei rund 600 bis 700 Euro, je nach regionaler Kammer.

Architekturbüro: Zuhören ist Trumpf

Sie treffen die Architektenwahl, aber vorher müssen sie ganz genau wissen, was sie wollen. Bereiten sie sich darauf vor, ihr Projekt und ihre speziellen Wünsche dazu umfassend zu präsentieren. Im Idealfall erstellen sie einen Anforderungskatalog, den sie den Architekten bei den Gesprächen ausgedruckt an die Hand geben können. Ein guter Architekt wird Ihnen zuhören, sich Notizen und Skizzen machen und ihre Wünsche mit seinen Ideen optimieren. Sie brauchen einen Teamspieler, der ihre Vision unterstützt. Achten sie darauf, dass sie nicht ein Architekturbüro engagieren, das ihr Projekt aufsaugt und seine eigenen Vorstellungen durchsetzen will. Das Ergebnis würde sie nicht überzeugen, sie hätten die falsche Architektenwahl getroffen.

Checkpunkt 2: Wohnprojekte sind mehr als ein Rohbau

Sie starten also gut präpariert in ihre Gespräche mit den Architekten. Stellen sie ihre Fragen und achten sie darauf, was der Architekt von Ihnen wissen will. Wichtig ist, dass er das Wohnprojekt als Ganzes begreift und betrachtet, ihnen fachkundig zur Seite steht und ihre Beschreibungen in konkrete Planungsvorschläge umsetzt. Eine fehlende Steckdose in der Wohnzimmerecke, in der der Fernseher stehen soll, wird sie als Bauherren ewig ärgern oder lästige und teure Nacharbeiten erfordern. Bei gewerblichen Planungen muss der spätere Innenausbau ebenfalls in allen Planungsschritten berücksichtigt werden, um Zeit, Geld und Ärger für aufwändige Nacharbeiten zu sparen. Am Ende entscheidet die solide Planung über einen zügigen und problemlosen Hausbau, der im Ergebnis ihre Wünsche erfüllt.

Checkpunkt 3: Die Partner bestimmen die Architektenwahl

Auch wenn der Architekt sein Handwerk versteht: Am Ende steht und fällt das Projekt damit, dass der Planer auf qualifizierte Handwerker zurückgreift, die er bereits in der Planungsphase hinzuziehen kann. Lassen sie sich daher erklären, mit wem das Architekturbüro in einzelnen Bereichen zusammenarbeitet und wie diese Experten in die Planung einbezogen werden. Am Ende bestimmt das fertige Objekt, komplett eingerichtet, die kleinsten Planungsdetails. Für gewerblichen Bedarf seien als Anforderungen z.B. Empfangsbereiche mit Theken, flexible Raumteiler, Einbaumöbel etc. genannt. Hier ist es wichtig, dass die späteren Partner mitreden, Anforderungen, Rat und Ideen einbringen. Sofern sie selbst Kontakte haben oder für einzelne Gewerke einen Wunschpartner kennen, können sie diese natürlich mit ins Projekt holen – sie sind der Bauherr, sie treffen die Architektenwahl, und sie können auch beim Team mitreden.

Die individuelle Note beim Hausbau

Ob Traumhaus oder Traumwerkstatt – Bauherren können heute ihren Wünschen fast ungehindert freien Lauf lassen. Spezialisten bieten zu fairen Konditionen sehr individuelle, maßgeschneiderte Lösungen an. STATTURA beispielsweise bietet speziell designte Einbauten an, die ein normaler Schreiner nicht umsetzen kann. Möglich macht dies ein Team von Experten sowie ein sehr moderner Maschinenpark. An den computergesteuerten Fräsen etwa können Designideen schnell und günstig umgesetzt und produziert werden. Auch die Werkstoffe bleiben nicht auf das schreinertypische Holz beschränkt: So sind Einbauten auch aus Glas, Aluminium oder Plexiglas sowie in Kombinationen davon möglich. Form, Farbe, Größe bleibt ihren Wünschen überlassen. Hier ist wiederum die Schnittstelle zum Architekten wichtig. Nur wenn dieser mit einem Partner wie STATTURA zusammenarbeitet, sind solche individuellen Lösungen möglich.

Checkpunkt 4: Die persönliche Ebene der Architektenwahl

„Drum prüfe, wer sich ewig bindet!“ – nun, ewig sollte der Weg zum Wohneigentum oder Gewerbeobjekt natürlich nicht dauern, aber einen Touch von Hochzeit hat die Architektenwahl durchaus. Ob sie es wollen oder nicht, „in guten wie in schlechten Zeiten“ müssen sie den Architekten als Partner an der Seite haben. Kein Bauprojekt kommt ohne Probleme aus, irgendwas geht immer schief. Und dann muss die Partnerschaft funktionieren. Neben Qualifikation, Kreativität, Fachwissen und Zugriff auf kompetente Handwerker zählt bei der Architektenwahl also auch die berüchtigte „Chemie“. Können sie sich „riechen“? Haben sie und das Architekturbüro eine klare, sachliche, zielorientierte Kommunikationsebene? Wird ruhig diskutiert und nicht derb diktiert? Wenn ja, können sie einen weiteren Haken setzen und sich auf das Finale freuen, sie sind der Entscheidung einen entscheidenden Punkt nähergekommen.

Checkpunkt 5: Das Gesamtpaket

Erst wenn sie mindestens drei Gespräche geführt haben und noch mindestens zwei Architekturbüros für sie in Frage kommen, sollten sie sich die Zeit für eine fundierte Entscheidung nehmen. Lassen sie die Besprechungen noch einmal in Ruhe Revue passieren, am besten machen sie sich Notizen, was ihnen besonders gefallen hat und was sie gestört hat. Gehen sie ihren Fragenkatalog nochmal durch. Wenn es ihnen hilft, können sie zum Beispiel jeweils Punkte pro Frage an die einzelnen Kandidaten verteilen. Am Ende haben sie dann eine fundierte Liste als Entscheidungshilfe für ihre Architektenwahl, um nicht nur aus dem Bauch heraus, sondern an den faktischen Ergebnissen entlang zu entscheiden, wer der richtige Architekt für ihr Projekt ist.

Alternative: Ausschreibung fürs Traumhaus

Als Bauherr haben sie in der Architektenkammer kompetente Ansprechpartner, die sie bei der Architektenwahl unterstützen können. Alternativ zur aktiven Suche können sie auch eine Ausschreibung über die Kammer laufen lassen. Dazu müssen sie nur ihre Wünsche, Preisvorstellungen und Fragen in einen Anforderungskatalog formulieren. Oft gibt es spezialisierte Berater bei den Kammern, die sie dabei unterstützen. Die Kammer stellt den angeschlossenen Architekten diese Unterlagen zur Verfügung, sie erhalten dann detaillierte Bewerbungen zu ihrem Projekt und können damit ihre Architektenwahl treffen. Natürlich - siehe den Punkt "Chemie" weiter oben - sollten sie mit den vom Papier her besten Kandidaten noch ein persönliches Gespräch führen, ehe sie sich endgültig entscheiden.

Jetzt kann das Traumhaus Wirklichkeit werden

Sie haben die 5-Punkte-Liste abgearbeitet und sind zu einer Entscheidung gekommen? Glückwunsch, dann haben sie mit großer Wahrscheinlichkeit die richtige Architektenwahl getroffen. Ihr Traum kann jetzt Realität werden.

Quelle: Tipps24-Netzwerk - HR
Foto: Pixabay / CCO Public Domain