ratgN newsN
logo_gt24
Gartenpflege Naturgemäß gärtnern in fünf Schritten
Was Sie auf dem Weg zur natürlichen Gartenarbeit beachten sollten
Garten Gartenpflege Naturgemaess gaertnern in fuenf SchrittenGarten / Gartenpflege:  Naturgemäß gärtnern – fast jeder hat schon einmal davon gehört, doch die wenigsten wissen, was konkret sich dahinter verbirgt. Die folgende Checkliste zeigt Ihnen, wie Sie in fünf Schritten Ihren Garten auf natürliche Art und Weise bewirtschaften und was Sie dabei beachten sollten. So schonen Sie die Umwelt und bekommen knackig frisches Obst und Gemüse von der eigenen Scholle, das frei ist von Pflanzenschutzmittelrückständen.

1. Bodenbearbeitung

Damit die Saat aufgeht und die Pflanzen gut anwachsen, startet jedes Gartenjahr mit der Bodenbearbeitung. Lockern Sie den Boden auf, sodass Wasser, Wärme und Luft eindringen können. Bedecken Sie den Boden später mit einer Mulchschicht aus organischem Material wie Stroh, gesunden Gartenabfällen, Rasenschnitt oder grob verrottetem Kompost. Das beeinflusst die Bodentemperatur, aktiviert das Bodenleben und vermindert die Auswaschung von Nährstoffen.

2. Düngen

Häufig wird zuviel gedüngt – nicht alle Pflanzen haben gleich großen Appetit. Während Zierpflanzen in der Regel wenig Nahrung brauchen, herrscht im Gemüsegarten eher Heißhunger. Lassen Sie den Nährstoff- und Kalkbedarf des Bodens durch eine Bodenuntersuchung ermitteln. Oft gilt: weniger ist mehr. Zwei bis drei Liter Kompost je Quadratmeter Gartenboden reichen für gesundes Pflanzenwachstum völlig aus. Auf Mineraldünger kann verzichtet werden. Das schont nicht nur den Geldbeutel – gleichzeitig werden Boden und Grundwasser nicht unnötig durch zuviel Dünger belastet. Siehe mehr zum Thema Düngen - Was wird wie gedüngt?

3. Artenwahl

Wo wenig Abwechslung herrscht, kann es mit der Zeit problematisch werden. Immer die gleichen Arten an gleicher Stelle entziehen dem Boden nicht nur die gleichen Nährstoffe, sondern führen auch zur so genannten Bodenmüdigkeit. Planen Sie daher die Wahl Ihrer Pflanzen gut, besonders wenn es um den Anbau von Gemüse geht. Die beste Voraussetzung für einen erfolgreichen Obst- und Gemüseanbau ist eine sinnvolle Fruchtfolge, also ein geplanter Wechsel der angebauten Arten über mehrere Jahre. Das hält den Boden fruchtbar, drängt Krankheitserreger und Schädlinge im Boden zurück und vermindert die Anreicherung von Schadstoffen im Boden.

4. Pflanzenschutz

Integrierter Pflanzenschutz ist der Schlüssel zum Erfolg. Mit der Kombination verschiedener natürlicher Verfahren können Sie im Idealfall ganz auf Pflanzenschutzmittel verzichten. Etwas mühsam, dafür aber sehr wirksam ist immer noch das Absammeln von Schädlingen wie Raupen, Schnecken oder Kartoffelkäfer. Hilfreich sind außerdem Pflanzenstärkungsmittel mit Mineralien, nützlichen Bakterien und Pilzen oder Köder und Fallen, zum Beispiel Pheromonfallen gegen Apfelwickler – Ursache der unappetitlichen Maden.

5. Förderung von Nützlingen

Schließlich können Sie den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln auch dadurch weitgehend vermeiden, indem Sie Lebensräume, Rückzugsgebiete und Überwinterungsmöglichkeiten für Nützlinge wie bestimmte Insekten, Spinnen, Vögel oder Säugetiere schaffen. Kleinbiotope und Nistplätze sind hier ebenso gefragt wie geeignete Nahrungsquellen für die natürlichen Gartenwächter. Siehe auch Lassen Sie den Igel im Garten überwintern

Mehr zum Thema Garten / Gartenpflege

Informieren Sie sich bei uns über:

- Fütterung der Vögel im Winter (mit Rezept zum selbermachen)
- Wie der Garten kindertauglich wird - Tipps für das sichere Spiel im Grünen
- Tipps und Ideen gegen Problemecken im Garten
- Keine Unkrautvernichter auf Pflaster und auch Essig ist verboten!
- Löwenzahn und Gänseblümchen als Heilmittel
- Mit dieser Fliege ist nicht gut Kirschen essen - Kirschbaum bedroht
- Darf man freilebender Tiere füttern?
- Samen sammeln für das nächste Jahr
- An die Regenwassernutzung schon beim Hausbau denken!
- Der Wintergarten und das Zusammenspiel von Lüftung und Beschattung
- oder nutzen Sie unseren Such-Service für weitere Themen

Quelle und Bild: Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG)

Wenn Sie diese Felder durch einen Klick auf aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA übertragen und unter Umständen auch dort gespeichert.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Kompostzeit

Komposterde Garten / Gartenpflege:  Bei der Gartenarbeit fällt sehr viel organisches Material an, zum Beispiel Stauden- und Gehölzrückschnitte, Reste von Sommerblumen und Gemüse. Wer die Reste aus dem Garten einfach aufeinander packt, wird daraus keinen...
Weiterlesen...

Hydrokultur

Gartenpflege Hydrokultur Foto Betty (zum vergroessern klicken) Farbenfrohe Keramik und besondere Pflanzen: Da macht die erdelose Pflege richtig Spaß!
Garten / Gartenpflege:
  Die Pflanzenhaltung in Hydrokultur macht manches einfacher: Man muss seltener gießen, bekommt angezeigt, wenn Wassernotstand...

Weiterlesen...

Regen lässt Tomaten faulen

Garten Gartenpflege Regen laesst Tomaten faulen (zum vergroessern klicken)Garten / Gartenpflege:  Der nasse Sommer macht den Tomaten im Hausgarten zu schaffen. Wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mitteilt, klagen zurzeit viele Hobbygärtner darüber, dass ihre Tomatenpflanzen plötzlich unansehnliche braune...
Weiterlesen...

Der richtige Schnitt

Garten Gartenpflege Der richtige Schnitt Fotograf erysipel (zum vergroessern klicken) Ziersträucher sollen jedes Jahr wieder reich blühen und immer gepflegt aussehen. Dafür müssen manche ab und zu gestutzt und ausgelichtet werden. Gewusst wie, ist das ganz einfach
Garten / Gartenpflege: 
Alle Jahre wieder steht im Winter ein...

Weiterlesen...

Pilzbefall

So retten Sie Ihre Pflanzen - BDG empfiehlt frühzeitige Vorsorge statt Griff zu Chemikalien
Garten Gartenpflege PilzbefallGarten / Gartenpflege:  Das unbeständige, feuchte Wetter macht vielen Pflanzen zu schaffen: Wie der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin...

Weiterlesen...
Banner