Arzneilich wird das Kraut ohne die Wurzeln verwendet, es wird um Johanni (24.Juni)geerntet, wenn es voll erblüht ist. Die Inhaltsstoffe in ihrer Gesamtheit regen die Verdauungsorgane an und tonisieren den Kreislauf, sie üben eine leicht beruhigende Wirkung aus und beeinflussen depressive Zustände. Nach 4 bis 6wöchiger Anwendung ist eine deutliche Verbesserung der Stimmungslage zu erkennen und deshalb wird Johanniskraut auch als pflanzliches Antidepressivum bezeichnet. Es wirkt nicht so stark, dass man schwere Depressionen damit behandeln kann, aber sonst kann es die chemischen Mittel weitgehend ersetzen. Auch vegetative Dystonie und Bettnässen kann man mit dieser Heilpflanze behandeln.
Zubereitung: 2 gehäufte Teelöffel Johanniskraut werden mit ¼ l wasser übergössen und zum Sieden erhitzt, nach wenigen Minuten seiht man ab. 2 bis 3 mal täglich eine Tasse ist die richtige Dosierung. Die Kur sollte über mehrere Wochen durchgeführt und dabei das pralle Sonnenlicht gemieden werden.
Angewandt wird der Holundertee hauptsächlich heiß und konzentriert als Schwitztee bei fieberhaften Erkältungs- Krankheiten, sowie lauwarm und weniger konzentriert zur Vorbeugung von Grippe und Erkältungskrankheiten. Denn es hat sich gezeigt, dass Holunder die körpereigenen Abwehrkräfte hervorragend mobilisieren kann. Der Holunder ist ein ästiger Strauch von 3 bis 7 Meter Höhe, häufig in ländlichen Gegenden zu finden. Er blüht von Mai bis Juni und entwickelt im Herbst seine schwarzvioletten Beere.
Verwendet werden überwiegend die Blüten aus den großen doldigen Blütenständen. Die ganzen Blütenstände werden abgeschnitten und gebündelt, anschließend sehr sorgfältig getrocknet, um die Fermente nicht zu zerstören.
2 gehäufte Teelöffel der Blüten werden mit 250ml kochendem Wasser übergossen und 10 Minuten ausgezogen. Als Schwitztee muss man einen halben Liter sehr warm trinken, halb so stark wird er zur Vorbeugung 3 mal täglich getrunken.
Als Tee wird die Wurzel des Baldrians verwendet. Sie dient auch zur Herstellung der beliebteren Baldriantinktur. Erwiesen ist die Wirkung des Baldrians bei nervösen Reizzuständen, bei Schlaflosigkeit und bei nervösem Herzklopfen. Bemerkenswert ist, dass der Baldrian dabei nicht wirklich müde macht und deshalb als Tages- Beruhigungsmittel und zum Beispiel vor Fahrprüfungen unbedenklich empfohlen werden kann. Wegen des intensiven Aromas der Baldrianwurzel empfehlen wir, lieber folgende Teemischung zu verwenden, die den Baldriangeschmack erheblich verbessert.
Beruhigungstee: Baldrianwurzel 40 g, Hopfenzapfen 30 g, Pfefferminzblätter 15 g, Hibiskusblüten 15 g
Am besten lässt man die Kräuter über Nacht in lauwarmem Wasser stehen, bringt sie dann am Morgen auf Trinktemperatur und siebt anschließend ab. Die Wirkung des Tees ist hervorragend, besonders bei älteren Menschen, die oft ein Beruhigungsmittel für ihr nervöses Herz brauchen.
Schlaftee: Johanniskraut 20g, Melissenblätter 20g, Himbeerblätter 10 g, Weißdornblätter & Blüten 10g, Pfefferminzblätter 10g, Baldrianwurzel 5g, Passionsblumenkraut 5g, Hopfenzapfen 5g, Lavendelblüten 5g
Anisfrüchte riechen angenehm aromatisch. Das geht auf das ätherische Öl zurück, das in guter Ware zu 2 bis 3% enthalten ist. Der Hauptbestandteil des ätherischen Öls ist Anethol. Anis fördert die Schleimlösung bei Katarrhen der Atemwege. Blähungen und krampfartige Beschwerden im Magen-Darmbereich, besonders bei Säuglingen und Kleinkindern.
1 bis 2 Teelöffel zerquetschter Anisfrüchte mit 150ml siedendem Wasser übergießen. Zur Schleimlösung morgens und vor dem Schlafengehen je 1 Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Bei Magen- und Darmbeschwerden mehrmals täglich 1 Esslöffel voll Teeaufguss einnehmen.
Noch ein Tipp zur Aufbewahrung:
Tees mögen es kühl, trocken und dunkel. Achten Sie darauf, dass der Tee nach der Entnahme in einer geschlossenen Blechdose oder in einem lichtgeschützten Glasbehälter wieder gut verschlossen wird, damit sich sein feines Aroma nicht verflüchtigt. Aufgussbeutel können in ihrer Urverpackung bleiben. Im Regal bzw. Schrank darf der Tee keinesfalls neben stark riechenden Lebensmitteln lagern. So vermeiden Sie eine ungewünschte Beeinflussung des feinen Tee-Aromas. Die Mindesthaltbarkeit der Produkte ist auf der Packung angegeben und beträgt bei richtiger Lagerung - je Sorte - bis zu mehreren Jahren.
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Viel Spaß dabei!
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