Donnerstag, 09. Februar 2012

Sie suchen Informationen rund um den Hausbau?

...z.B. Hausbau, Baufinanzierung, Garten, Ratgeber usw.

ratgN newsN
Banner
Energie Strom Verschlafen die deutschen Energieversorger wichtige Zukunftstrends?
Energie StromEnergie / Strom:  Bis 2030 werden Investitionen in Höhe von rund 400 Milliarden Euro für neue, intelligente Stromnetze in Europa notwendig werden - so eine Schätzung der Europäischen Kommission. Mit Hilfe dieser Smart Grids lassen sich künftig erneuerbare Energien klug in die Stromnetze einspeisen oder Strom dann abrufen, wenn er am billigsten ist. Die deutschen Energieversorger sind in Gefahr, die Chancen des lukrativen Smart-Grid-Marktes zu verpassen. Denn während beispielsweise Wettbewerber in Italien oder Frankreich die neue Technik mit dem landesweiten Einsatz elektronischer Zähler vorantreiben, sucht man vergleichbare Ansätze für ein intelligentes Stromnetz in Deutschland vergebens. Das zeigen Marktbeobachtungen von Steria Mummert Consulting.




Einführung von elektronischen Stromzählern erfolgt eher widerwillig

„Es ist zu befürchten, dass die deutschen Versorger wie schon bei den elektronischen Zählern (Smart Metering) auch bei der konkreten Ausgestaltung von Smart Grids lediglich auf rechtliche Anforderungen reagieren und Risiken höher bewerten als Chancen“, sagt Hagen Förster, Senior Manager bei Steria Mummert Consulting. „Die Unternehmen müssen jetzt ganzheitliche Konzepte für die intelligenten Energienetze entwickeln und auch das Smart Metering daran ausrichten. Denn intelligente Zähler sind der erste Schritt zum intelligenten Netz. Sie sind bereits seit Januar Pflicht in Neubauten sowie nach grundlegenden Renovierungen oder wenn Kunden den Einbau wünschen. Bisher allerdings zögern die Versorger mit Investitionen in das Smart Metering und beschränken sich auf die Erfüllung der gesetzlichen Mindestvorgaben.

Energieversorger warten offensichtlich auf schärfere Vorschriften der Politik

Doch der Handlungsdruck steigt: Dafür sorgt zum einen die Bundesregierung mit ihren ehrgeizigen Klimazielen. Denn intelligente Zähler in einem intelligenten Netz bilden eine wesentliche technologische Grundlage einer umweltfreundlichen Energiepolitik. Strengere Auflagen des Gesetzgebers sind daher absehbar. Zum anderen zeigt sich immer deutlicher, dass die bislang bestehende Infrastruktur den Herausforderungen nicht mehr gewachsen ist. So speisen dezentrale Energieerzeuger mit Hilfe von Windkraft-, Biogas- oder Photovoltaik-Anlagen kontinuierlich mehr Energie in die Netze ein, was eine wesentlich komplexere Struktur, vor allem in der Lastregelung und in der Aufrechterhaltung der Netzstabilität, erforderlich macht. Künftig werden auch Elektroautos dazukommen und Zugang zum Stromnetz benötigen, um Akkus aufzuladen und gespeicherte Energie abzugeben. Bereits im Jahre 2020 könnte rund jedes fünfte Auto mit Batterien betrieben werden.

Netzinfrastruktur für Strom muss komplett erneuert werden

Die Energieversorger werden also nicht umhinkommen, ihre Netzinfrastruktur in den kommenden Jahren mit Hilfe moderner Kommunikations- und Informationstechnologien komplett zu erneuern. „Wollen sie Wettbewerbsvorteile erzielen, ihre Position am Markt behaupten und neue Marktpotenziale mit Hilfe von Smart Grids erschließen, dann gilt es jetzt zu handeln. So müssen visionäre Ideen in Planung und Umsetzung konkretisiert werden, dafür sind branchenübergreifende Kooperationen notwendig. Dies muss besonnen und zügig erfolgen. Im Ergebnis müssen ganzheitliche Konzepte stehen, die pragmatisch umsetzbar und trotzdem innovativ sind“, so der Experte von Steria Mummert Consulting.

Quelle: Pressrelations / Faktenkontor

Foto: Pixelio / Fotograf: Gabi Schoenemann

Wenn Sie diese Felder durch einen Klick auf aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA übertragen und unter Umständen auch dort gespeichert.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Haben die großen Energiekonzerne keine Moral?

EnergiekonzerneEnergie / Strom:  Der Energiekonzern RWE scheut sich nicht, seine Kunden hinters Licht zu führen.

Unter dem Namen "Ökostrom" werden zahlreiche Produkte angeboten, die dieses Prädikat nicht verdienen. Dies ist das Ergebnis einer im Auftrag von...

Weiterlesen...

Hamburger zahlen zu viel Geld für Strom von Vattenfall

FlexstromEnergie / Strom:  Viele Stromkunden in Hamburg bezahlen zu viel für Strom. Der Grund: Die privaten Haushalte in der Hansestadt sind besonders wechselfaul. Das ergibt eine Studie des Preisvergleichsportals Check24. Demnach ist das Interesse am...
Weiterlesen...

Bundesnetzagentur ignoriert Sachverstand der Landesregulierer und gefährdet die Stabilität der Versorgung

Pooling zerstoert Strukturen im NetzbereichEnergie / Strom: Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat gestern die Abrechnung mehrerer Entnahmestellen mit zeitgleicher Leistung - das sogenannte Pooling - veröffentlicht. "Gegen den erklärten Widerstand von Netznutzern und Netzbetreibern und trotz...
Weiterlesen...

Stromsparer werden mit Sparprämie belohnt

Stromsparer werden mit Sparprämie belohntEnergie / Strom: Eine Million Tonnen CO2 haben die Kunden der energieGUT GmbH in Aachen in den vergangenen vier Jahren eingespart und sich dafür belohnen lassen: Der bundesweite Online-Stromanbieter vergütet als erster Anbieter seinen Kunden...
Weiterlesen...

Stromanbieter-Studie über Preis und Servicequalität

VerivoxEnergie / Strom:  Verivox hat die Vertragsgestaltung und die Servicequalität der 200 wichtigsten Stromversorger in Deutschland untersucht. Verbraucher können anhand der Verivox-Bewertungen nicht nur den Preis, sondern auch das "Kleingedruckte"...
Weiterlesen...
Banner